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  1. #1

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    Luftwärmepumpe oder Flüssiggas oder anderer Planer??

    Hallo zusammen,

    wir stehen mitten in der Planung unseres EFH mit ca. 130qm Wohnfläche (EG, DG und Keller) in Hanglage, wodurch der Keller nur zur Hälfte unter der Erde ist.

    Bei der Frage nach dem Heizsystem kommen wir mit unserem Planer (Ing.) einfach nicht überein. Geplant war eigentlich Erdgas, allerdings wäre die Verlegung einer überlangen (ca. 38 Meter) Gasleitung nicht sinnvoll und zu teuer.

    Nach wochenlangem Mitlesen hier im Forum tendiere ich zu einer Luft/Wasser-Wärmepumpe, da Öl, Pellets, Erdsonde und Flächenkollektor (auch aus Kostengründen) nicht in Frage kommen.

    Allerdings "sträubt" sich unser Planer sehr vehement gegen eine LWP und bringt nun als "beste" Lösung Flüssiggas ins Spiel. Seine generellen Argumente gegen LWP sind:

    - nicht effizient
    - zu hoher Stromverbrauch
    - sehr hohe Fehlerhäufigkeit etc.
    - keine Energiespeicherung

    Diese Argumente gegen LWP haben nichts direkt mit meinem geplanten Neubau zu tun, sondern stellen seine generelle Einstellung zu LWP dar.

    Auf der anderen Seite lese ich hier im Forum eigentlich nur, wie sinnvoll eine LWP doch ist...bin nun total verunsichert

    Entweder hat unser Planer recht und viele Bauherren holen sich mit ihrer neuen LWP nur Ärger ins Haus oder mein Planer kennt sich nicht aus und ist nicht auf dem aktuellsten Stand (gehört zum "älteren Eisen" seiner Zunft).

    Haben andere Bauherren auch diese Erfahrung mit ihrem Architekten gemacht bzw. gibt es hier im Forum andere Architekten, die vehement GEGEN LWP sind?? Was meint ihr zu Flüssiggas - ist das wirklich eine Alternative?

    Hoffe auf zahlreiche Rückmeldungen, damit es bei mir zügig weiter gehen kann :-)

    Grüsse aus dem Schwabenland
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  2. Luftwärmepumpe oder Flüssiggas oder anderer Planer??

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von aramos Beitrag anzeigen
    Seine generellen Argumente gegen LWP sind:

    - nicht effizient
    - zu hoher Stromverbrauch
    - sehr hohe Fehlerhäufigkeit etc.
    - keine Energiespeicherung
    Diese Argumente sind natürlich Unsinn.
    Es ist zwar richtig, dass eine LWP im Vergleich zu einer Sole-WP nicht so effizient ist, aber man sollte die Kirche im Dorf lassen und mal genau rechnen, wie hoch die jährlichen Mehrkosten durch die etwas schlechtere JAZ sind.

    Fehlerhäufigkeit hat nichts mit LWP zu tun. Jede "Heizung" kann mal ausfallen.

    Tja, und das mit der Energiespeicherung verstehe ich nicht. Meint er die Quelle, oder einen Pufferspeicher oder.....

    Flüssiggas wäre für mich nur dann eine Alternative wenn alles andere nicht geht.

    Was den Flächenkollektor betrifft, so kann dieser preislich interessant sein, weil die Kosten deutlich niedriger sind als bei einer Tiefenbohrung. Das Gelände muss natürlich passen.

    Immer daran denken, eine WP ist nur so gut wie das Konzept das dahinter steht. Viele WP laufen nicht effizient weil die Planung fehlt oder weil bei der Umsetzung Fehler gemacht wurden.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    planfix
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    lies mal den beitrag
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  5. #4
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Tja, und das mit der Energiespeicherung verstehe ich nicht. Meint er die Quelle, oder einen Pufferspeicher oder.....
    Er meint damit die Pufferspeicherung...

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Immer daran denken, eine WP ist nur so gut wie das Konzept das dahinter steht. Viele WP laufen nicht effizient weil die Planung fehlt oder weil bei der Umsetzung Fehler gemacht wurden.

    Gruß
    Ralf
    Bzgl. der Planung:
    Macht das dann überhaupt Sinn, mit einem Architekten ein Haus mit LWP zu planen, der von Wärmepumpen nichts hält bzw. nicht viel versteht?! Oder könnte man dieses "Manko" ausgleichen, wenn man zur Planung und Ausführung einen guten Heizungsbauer dazu nehmen würde?

    Möchte eigentlich ungern die Zusammenarbeit deswegen beenden ...
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  6. #5

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    Zitat Zitat von aramos Beitrag anzeigen
    Er meint damit die Pufferspeicherung...
    Und wo ist das Problem? Einen Puffer kann man immer einplanen, je nach Konzept ist ein Puffer auch zwingend erforderlich um die notwendige Betriebssicherheit sicherstellen zu können.

    Zitat Zitat von aramos Beitrag anzeigen
    Oder könnte man dieses "Manko" ausgleichen, wenn man zur Planung und Ausführung einen guten Heizungsbauer dazu nehmen würde?
    Es gibt gute Heizungsbauer die auch Ahnung von WP haben, aber an sich ist das die Domäne der Kälteanlagenbauer. Andererseits müssen auch die Heizflächen, Hydraulik usw. geplant werden, und da ist an sich der Heizungsbauer wieder in seinem Element.

    Zitat Zitat von aramos Beitrag anzeigen
    Möchte eigentlich ungern die Zusammenarbeit deswegen beenden ...
    Ich würde wegen der WP die Zusammenarbeit nicht beenden. Kann ja sein, daß er ein guter Architekt ist, und ein Hausbau besteht nicht nur aus Haustechnik. Es ist auch keine Schande wenn man sich ext. Sachverstand zukauft.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
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    ....und es ist auch absolut keine Schande gewissen Modetrends durchaus kritisch gegenüber zu stehen.

    Wer lange genug in der Branche ist, der hat die Wärmepumpe vor ~30 Jahren schon mal sterben sehen ... nicht weil sie *schlecht* war sondern weil sich damals die prognostizierten Energiepreise bei weitem nicht so entwickelt haben wie es vorausgesagt haben und die damals aufgerufenen Mehrkosten auch nicht mehr darstellbar waren.

    Viele WP-Hersteller haben damals nur in Nieschen überlebt die mit Heizungsanlagen recht wenig zu tun haben und bei vielen Heiztechnikherstellern war die Wärmepumpe zwischen 1990 und 2003 nirgends zu finden .....

    Ein Schlem wer dabei Böses denkt.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    ....sondern weil sich damals die prognostizierten Energiepreise bei weitem nicht so entwickelt haben wie es vorausgesagt haben und die damals aufgerufenen Mehrkosten auch nicht mehr darstellbar waren.
    Richtig. Aber ob sich das noch einmal wiederholen lässt, möchte ich bezweifeln. Im Vergleich zu damals ist die Situation etwas anders. Die Energiepreise bewegen sich auf einem ganz anderen Niveau (erinnerst Du Dich noch an Heizöl für 10Pfg./Liter?), der weltweite Bedarf ist höher, und das Angebot an attraktiven Wärmepumpen ist durch den globalen Markt auch größer.

    Zudem wurde uns von oben verboten die böse Energie zu verwenden. Wir dürfen nur noch gute Energie verheizen.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von aramos Beitrag anzeigen
    .. Verlegung einer überlangen (ca. 38 Meter) Gasleitung nicht sinnvoll und zu teuer.

    Nach wochenlangem Mitlesen hier im Forum tendiere ich zu einer Luft/Wasser-Wärmepumpe, da Öl, Pellets, Erdsonde und Flächenkollektor (auch aus Kostengründen) nicht in Frage kommen..
    wo ist das problem an 38m gasleitung?

    wo ist das forum schuld an deiner meinungsbildung pro luft-wp?

    wie taxierst du die preise für e. flächenkollektor, wenn der aus
    kostengründen nicht in frage kommt?
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  10. #9
    Avatar von alex2008
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    wir hatten bei ähnlicher Wohnfläche nur 1 LWP gefunden die im Vollkostenvergleich mit anderen Lösungen mitgehalten hat und sogar etwas günstiger war. Ansonsten Erdwärmepumpen in DV oder Sole Ausführung.
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  11. #10
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    wo ist das problem an 38m gasleitung?
    Der Gasversorger erklärte mir, dass ich für die Instandsetzung der Leitung verantwortlich bin, falls irgendwann mal etwas sein sollte, da es eine überlange Leitung (ab 30 Meter) wäre. Folgenden Wortlaut hat mir der Gasversorger zur überlangen Leitung geschrieben:

    "Da es sich um eine überlange Anschlussleitung handelt, erfolgt der Unterhalt dieser Leitung von der Grundstücksgrenze bis zur Hauptabsperreinrichtung im Gebäude auf Ihre Kosten. Damit ein evtl. Rechtsnachfolger von dieser Regelung Kenntnis erhält, muss eine Kostenvereinbarung mit Reallast ins Grundbuch eingetragen werden."


    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    wo ist das forum schuld an deiner meinungsbildung pro luft-wp?
    Habe mich wahrscheinlich etwas undeutlich ausgedrückt. U. a. dieses Forum hat mich dazu gebracht, eine Wärmepumpe (egal welcher Art) als gute und funktionierende Alternative mit in Betracht zu ziehen - was man von meinem Planer absolut nicht behaupten kann. Er schliesst jegliche Art von Wärmepumpen kategorisch aus. Das hat mich gewundert und deshalb auch dieses Topic.

    Grüsse
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  12. #11
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    Er schliesst jegliche Art von Wärmepumpen kategorisch aus.
    AUTSCH .....

    Gruß
    Achim Kaiser
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    AUTSCH .....

    Gruß
    Achim Kaiser
    Ja, so ein Planer tut weh.

    Zitat Zitat von aramos
    Er schliesst jegliche Art von Wärmepumpen kategorisch aus.
    Nur aus den o.g. Gründen?

    Man darf im Vorfeld KEINE Art von Wärmeerzeuger ausschließen, sondern man muss Stück für Stück prüfen, welche Lösung für das Gebäude optimal ist.
    Damit man die verschiedenen Systeme vergleichen kann, müssen zuerst einmal Grundlagen geschaffen werden. Deswegen verweisen wir auch immer auf die Heizlastermittlung, Grundstücksgröße, Bodenbeschaffenheit, usw. usw. usw.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13

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    So, wie hoch ist denn man die Heizlast bzw. der Enenergieverbrauch im Jahr für dein Haus. Ich bin selbst mit meinem Haus auch noch am hin- und herschwanken. Ich hab so 5,8 kw Maximale Heizlast und so 5500 kw/h Verbrauch im Jahr. Bau ich mir die Zentrale Wohnraumlüftung rein, noch viel weniger.

    Die Tiefenbohrung kostet um die 9000 Euro, das rentiert sich so vieleicht nach 20 Jahren.

    Ich steck mein Geld glaub ich wirklich in die zusätzliche Dämmung, Bau meine Solarpannels zur Heizungsunterstützung rauf, nen Schichtenspeicher rein, und für den Rest ne kleine Flüssiggasterme.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    @Achim

    Was du da in #6 beschreibst ist völlig normales natürliches Grundprinzip. Temporäres Warten bis die Lebensbedingungen wieder besser werden...
    Passiert bei uns in der Natur jedes Jahr einmal...
    Andererorts war die WP nie weg.
    -
    Mal schauen welche Auswirkungen dies auf die Heizungsbranche haben wird:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...647227,00.html

    Aufgabenteilung? Lukrative Wärmeerzeugung durch eine Firma...Verlegung der Heizschlangen, Heizkörper durch die bisherigen Heizungsbauer
    oder massivster Druck zur Weiterentwicklung

    gruss
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  17. #15
    Avatar von fmw6502
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    @blacksektor

    Woher hast Du die 5500 kWh? Der Wert scheint mir für ein T8 EFH extrem niedrig. Die 5,8 kW für die Heizung ist schon plausibler...

    Gruß
    Frank Martin
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