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  1. #1

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    Deckenerhöhung in Fachwerkhäusern

    Liebe Foris,
    gestern haben mein Lebensgefährte und ich ein altes Fachwerkhaus besichtigt!
    Es stimmte alles. Von der Lage über die Nebengebäude, die Größe etc...
    Nur eine Sache hat vor allem meinen Freund gestört. In der ersten Etage sind die Decken recht niedrig.
    Kann man da irgendetwas machen?
    Über der ersten Etage liegt nur noch der Dachstuhl, den wollten wir dann auch frei legen. Aber damit blieben ja trotzdem die Balken im Weg!
    Hat jemand eine Idee oder sogar schon Erfahrung mit so etwas?
    Wir werden auf jeden Fall auch noch mal mit einer Architektin rein gehen und das vom Fachmann abchecken lassen. Nur würde mich brennend interessieren, ob so etwas allgemein möglich ist!

    Ich würde mich SEHR über Antworten freuen!!!

    Danke!
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  2. Deckenerhöhung in Fachwerkhäusern

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  3. #2
    Avatar von Anfauglir
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    Technisch ist das im Allgemeinen möglich, ich finde es aber absolut unsinnig.

    Die Decke wird geringfügig gehoben, der Kontostand massiv gesenkt.

    Es bringt optisch etwas Höhe, wenn die Holzbalkendecke im vollen Querschnitt sichtbar bleibt (schön gebürstet mit aufliegender Sichtschalung).
    Deutlich aufwändiger, aber immer noch günstiger als Anheben wäre eine Nutzung von OG und DG als Raum mit Gallerie osä.

    Was ist denn überhaupt niedrig (ich hab 1,85 vom Rohfussboden)?
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  4. #3

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    Ja, sowas ist möglich.
    Das ist das Schöne an Fachwerkhäusern, daß man sie abtragen und fast beliebig neu zusammensetzen kann.
    Gut, kostet dann etwas mehr als Abriß und ein kompletter Neubau, aber das Flair...

    Will sagen: Der Vorredner hat völlig Recht!

    Aber ihr könnt gerne einen Fachmann das durchplanen lassen, um die Kosten zu ermitteln.
    Gut fünfstellig werden sie auf jeden Fall...
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  5. #4
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    Hallo ihr Lieben!!

    Vielen Dank für eure Meinungen.
    Die Deckenhöhe bis zum Anfang der Balken liegt schätze ich mal so bei 1,80-1,90m.
    Mein Freund ist allerdings 1,86 und muss sich so eben ständig bücken.
    Das möchte er natürlich nicht, deshalb diese Überlegung...
    Na mal sehen was der Fachmann nachher sagt! Haben schon einen Termin vereinbart!
    Aber so wie ihr das shet wird es sich wohl nicht lohnen und wir sollten lieber weiter suchen, ja?
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  6. #5

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    viele dieser fachwerkhäuser haben diese geringe raumhöhe, früher waren die menschen halt kleiner.........aber habt ihr schon mal daran gedacht, den fußboden abzusenken???
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo LiBa Hannover!!
    Also daran hatten wir auch gedacht, ist das denn einfacher?
    Wir hatten jetzt gestern nen Fachmann drin der uns für Samstag nen Kostenvoranschlag erstellt. Er wollte neue Querbalken in die Decke einziehen und die alten dann raus machen!
    Hm, echt schwierig!
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  8. #7
    Avatar von Anfauglir
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    Die Dachkonstruktionen auf alten Fachwerkhäusern sind oft Sparrendächer, d.h. je ein Deckenbalken und zwei Sparren bilden einen Dreigelenkrahmen. Dort alles so umzubasteln, dass es funktioniert, dürfte vom Aufwand her dem Anheben ähnlich sein (wenn die alte Deckung eh runter kommt und an der Fassade auch bisschen was zu tun ist wird sich das nicht viel nehmen). Da würde ich mir an deiner Stelle schon genau ansehen, wie der Fachmann das machen will.

    Absenken des EG-Bodens stelle ich mir schwierig vor, bei üblichen EG-Raumhöhen von 2m-2,2m gibt das evtl. schon Probleme mit den Fenstern und Türen.

    Wenn es nicht DAS Haus sein muss würde ich noch etwas weiter suchen. Den Aufwand für solche massiven Eingriffe würde ich mir und dem Haus ersparen, das Geld lässt sich in einem geeigneterem Objekt sinnvoller einsetzten.

    Die Fachwerkhäuser der finanziell Bessergestellten hatten oft etwas höhere Räume (Klerus, Kaufleute etc.).
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  9. #8
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    He Anfaugirl!!
    Ja ich fürchte fast auch, dass wir noch weiter suchen müssen. Lassen uns zwar auf jeden Fall den KVA geben, aber ich fürchte der wird zu hoch ausfallen.
    Ist halt super schwer ein Objekt hier im Kreis zu finden, was alle Kriterien erfüllt. Sind jetzt schon seit Jahren auf der Suche... So langsam nervt es eben auch!
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  10. #9
    Avatar von Anfauglir
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    Das Problem bei dem KVA:

    Wie will der Ersteller denn (auch bei besten Absichten) zu einem realistischen KVA kommen ohne die genaue Konstruktion mit allen vorhandenen Eigenheiten, Schäden und schon durchgeführten Basteleien zu kennen?

    Er kann die grobe Richtung abschätzen um dir einen Gefallen zu tun, ist die von ihm angestrebte Lösung dann aus irgend einem jetzt noch nicht offensichtlichen Grund nicht durchfürbar wird es selten billiger.

    Ich kann nur empfehlen: Wenn Altbau, dann sucht euch ein Objekt, bei dem im Grossen und Ganzen alles stimmt, es geht für eine ordentliche Modernisierung/Sanierung auch ohne extravagante Aktionen wie Dachanheben genug Geld drauf.

    Das von LiBa vorgeschlagene Versetzen der Erdgeschossdecke würde ich schon auf Machbarkeit prüfen. Wenn der Platz dafür da ist wäre das bei einem Erdgeschoss aus massivem Mauerwerk evtl. gar nicht so aufwändig, im günstigsten Fall kann man sogar die originalen Deckenbalken wiederverwenden.
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  11. #10

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    Die Absenkung der EG-Decke wird in unserer Gegend in Verbindung mit einer Absenkung des EG-Bodens gerne gemacht. So erreicht man gleichzeitig ebenerdigen Zugang im EG und höhere Räume im OG.
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  12. #11
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    Hallo ihr Lieben,

    also gestern hatte ich noch einmal ein Gespräch mit einem Makler, der sich auch gut mit alten Häusern auskennt!
    Er meinte, dass es gar nicht so kompliziert wäre die Decke zu erhöhen, wenn das Haus nur ein "Dreiecksdach" hat. Ich hab den Fachbegriff vergessen, aber wenn das Dach eben nur aus den Balken die rechts und links am Dach runter führen und einem Querbalken besteht. Dann wäre es wohl nicht das große Problem diese Querbalken zu versetzen...
    Ich denke, wir werden noch einmal mit einer Architektin rein gehen! Weil so passt eben alles und das ist soooooo selten bei uns in der Gegend!!
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  13. #12

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    Hi,

    sind Makler nicht die, die durch den Verkauf Geld verdienen und für mündliche Aussagen bzgl. Realisierbarkeit irgendwelcher Vorhaben nicht haften?

    Grüße,

    Thorsten
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  14. #13

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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Anfauglir
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    Ich hab jetzt reichlich überlegt wie ich es formuliere.

    Der Makler möchte doch bitte seinen Mund halten.

    Entweder meint er den Kehlbalken, der recht einfach zu versetzen ist, für euer Problem aber völlig ohne Belang, oder er meint den Deckenbalken, dann ist er ein echter Held des Holzbaus.
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  17. #15
    Avatar von Anfauglir
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    Ich nochmal, weil ich das Dachanheben als unsinnig bezeichnete:

    Beim Sparrendach (falls es eines ist) bilden Decke und Dach eine Einheit. Ich finde es absolut unsinnig daran herumzubitzeln, auch wenn es technisch möglich ist. Da würde ich doch eher das Dach abdecken und anheben (falls es noch so gut ist, dass es das verträgt und mein Budget ausreicht).

    Handelt es sich um ein Pfettendach, würde ich prüfen, ob ein Verlegen der Deckenbalken z.B. von unter der Fussschwelle auf die selbe möglich ist o.ä.

    Es ist vieles möglich, alles mit falls, wäre, wenn und aber

    Falls ihr das Haus kauft wäre es wichtig, wenn ihr Fachleute hinzuzieht, dass die fachwerkerfahren sind, aber keine Makler.
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