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höhere Kosten durch ENEV2009 lt. Bauträger??

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  1. #1

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    höhere Kosten durch ENEV2009 lt. Bauträger??

    Hallo zusammen,

    wir planen z. Zt. den Bau unseres Hauses im Frühjahr 2010. Nach längerem Auswahlprozess sind wir auch fast mit einem Bauträger handelseinig (unterschrieben ist aber noch nichts). Etwas verwundert hat mich, das dieser jetzt relativ stark Druck im Hinblick auf die Vertragsunterzeichnung macht. Argument seinerseits: es sollte jetzt schnellstmöglich unterschrieben werden, da am 1.10. mit der neuen ENEV das Objekt ca. 4-5 tsd. € teurer wird.

    Dies verwundert mich bei den Objektdaten schon etwas:

    - Primärenergiefaktor (aufgrund verpflichtendem Anschluss an ein Blockheizkraftwerk) von Fpw,ev = 0,50
    - Außenwandaufbau: 17 cm Porotonziegel (genaue Steinbezeichnung unbekannt) + 14 cm Kerndämmung + 11 cm Klinker

    Eigentlich sollte das bei einem "normalen", freistehenden Einfamilienhaus (keine KW-50/-70-Haus) doch ausreichend sein, oder?

    Kurzes Feed back eurerseits wäre klasse.

    Gruss, Michael

    PS: mir ist schon klar, das neben dem Primärenergiefaktor und dem Mauerwerksaufbau noch weitere Faktoren in die Berechnung der ENEV einfliessen. Mir jedoch kamen die o.g. Daten als ausreichend für die neuen Bestimmungen vor - darum meine Verwunderung.
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  2. höhere Kosten durch ENEV2009 lt. Bauträger??

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  3. #2

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    Drei Möglichkeiten:

    1) Der EnEV-Nachweis kratzt jetzt (EnEV 2007) schon am unteren Limit, hat also keine Handbreit Wasser mehr unterm Kiel und läuft mit den Verschärfungen der EnEV 2009 auf Grund. Dann war das Angebot schon mal Mist
    2) Der Bau reicht, um auch die EnEV 2009 zu erfüllen, man will einfach ein bissel mit der Unwissenheit der Kunden Kasse machen. Das ist eine Sauerei.
    3) Weder noch, sondern schlichte Panikmache, um eine Unterschrift zu bekommen. So wie der Messepreis, den es natürlich nur hier und heute und bei sofortiger Unterschrift gibt.
    Das wäre (moralisch) Erpressung.

    Ich tippe auf 3) und für mich wäre das ein absolutes KO-Kriterium!!!
    (Wobei die anderen beiden auch kein Vertrauen aufbauen würden)
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Maggok Beitrag anzeigen
    Etwas verwundert hat mich, das dieser jetzt relativ stark Druck im Hinblick auf die Vertragsunterzeichnung macht. .
    Wer Druck macht ist für mich als Geschäftspartner ohne Ausnahme inakzeptabel!

    Ich würde einfach vorschlagen, den Ralf zu beauftragen und wir bekommen dann ein schönen Forumsbau zu sehen......
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Drei Möglichkeiten:

    1) Der EnEV-Nachweis kratzt jetzt (EnEV 2007) schon am unteren Limit, hat also keine Handbreit Wasser mehr unterm Kiel und läuft mit den Verschärfungen der EnEV 2009 auf Grund. Dann war das Angebot schon mal Mist
    2) Der Bau reicht, um auch die EnEV 2009 zu erfüllen, man will einfach ein bissel mit der Unwissenheit der Kunden Kasse machen. Das ist eine Sauerei.
    3) Weder noch, sondern schlichte Panikmache, um eine Unterschrift zu bekommen. So wie der Messepreis, den es natürlich nur hier und heute und bei sofortiger Unterschrift gibt.
    Das wäre (moralisch) Erpressung.

    Ich tippe auf 3) und für mich wäre das ein absolutes KO-Kriterium!!!
    (Wobei die anderen beiden auch kein Vertrauen aufbauen würden)


    Arbeite seit 3 Jahren beim Bauträger und musste in letzter Zeit unsere Standardhäuser durchrechnen. In meinen Augen reiche kleinere Maßnahmen, um den Wert der neuen EnEV 2009 zu erreichen und diese befinden sich nicht in den 4-5tsd Region.

    Die Verkäufer, die gerade unterwegs sind, wollen einfach Panik machen und nur ihre Provision für dieses Jahr steigern.

    Grüße willo76
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  6. #5

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    Wenn ich das richtig verstanden habe, gelten die alten (ENEV 2007) Konditionen noch für eine Übergangszeit bis zum 31.12.2009.
    Also eigentlich kein Grund zu Panik.

    Zitat Zitat von KfW-Homepage
    Während einer dreimonatigen Übergangszeit bis zum 30.12.2009 sind Anträge sowohl nach den bisherigen als auch nach den neuen Standards uneingeschränkt möglich. Damit ist eine weitgehende Planungssicherheit für die Investoren gewährleistet.
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  7. #6

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    Bei der Bank - ja.

    Aber ENEV ist ÖFFENTLICHES Baurecht. Und da gibt es keine "Schonfrist". Punktum.
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  8. #7
    Avatar von Olaf (†)
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    Die...

    Aussage ist trotzdem nicht falsch (oder gegen Baurecht verstoßend)
    Die "alten" KfW-Häuser sollten doch eh die 2009er EnEV erfüllen, so dass es doch wohl nur darum geht, dass man bis 31.12. auch mit den alten Anforderungen an KfW-Häusle entsprechende Konditionen bekommt.
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  9. #8
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    Es muss doch auch wohl jedem klar sein ....

    .... dass etwa 30% verschärfte Anforderungen (so die Pausachaussagen EnEV 2007 <--> EnEV 2009) nicht *kostenlos* zu haben sein werden.

    Es gibt normalerweise keine Vorgabe die man *umsonst* erfüllt.
    Jede Vorgabe erfordert zwingend (finanzielle) Mittel.

    Je nach Ausgangssituation ists mit 3 bis 5 Tsd. Euro Mehrkosten nicht getan.

    Wie 30% verschärfte Anforderungen mit *minimalen* Frickeleien gepackt werden sollen würde mich dann schon mal interessieren .

    Gruß
    Achim Kaiser
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  10. #9

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    In dem man schon vorher KfW60 (oder besser) erfüllt hat?

    Grüße
    Klaus
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  11. #10

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    Hm, ich habe mir den Sachverhalt mal so vorgestellt (mal ganz exemplarisch):

    Bisher:
    Standard nach EnEV 2007 für X Euro
    KfW-60 = Eff 70 nach EnEV 2007 für X + 20.000 Euro
    KfW-40 = Eff 55 nach EnEV 2007 für X + 40.000 Euro

    Jetzt:
    Standard nach EnEV 2007 für X Euro ist nun nicht mehr baubar
    KfW-60 = Eff 70 nach EnEV 2007 für X + 20.000 Euro ist nun Standard nach EnEV 2009
    KfW-40 = Eff 55 nach EnEV 2007 für X + 40.000 Euro ist nun Eff 70 nach EnEV 2009
    Eff 55 nach EnEV 2009 entsteht aus Eff 55 nach EnEV 2007 + X Euro

    Kann man das so sehen, wenn man die Zahlen an die Realität anpasst?

    Gruß
    Lutz
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Maggok Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    wir planen z. Zt. den Bau unseres Hauses im Frühjahr 2010. Nach längerem Auswahlprozess sind wir auch fast mit einem Bauträger handelseinig (unterschrieben ist aber noch nichts). Etwas verwundert hat mich, das dieser jetzt relativ stark Druck im Hinblick auf die Vertragsunterzeichnung macht. Argument seinerseits: es sollte jetzt schnellstmöglich unterschrieben werden, da am 1.10. mit der neuen ENEV das Objekt ca. 4-5 tsd. € teurer wird.

    Dies verwundert mich bei den Objektdaten schon etwas:

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    Eigentlich sollte das bei einem "normalen", freistehenden Einfamilienhaus (keine KW-50/-70-Haus) doch ausreichend sein, oder?

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    Gruss, Michael

    PS: mir ist schon klar, das neben dem Primärenergiefaktor und dem Mauerwerksaufbau noch weitere Faktoren in die Berechnung der ENEV einfliessen. Mir jedoch kamen die o.g. Daten als ausreichend für die neuen Bestimmungen vor - darum meine Verwunderung.
    wenn Ihr keine Förderung der KfW bekommt, sicher.
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
    Avatar von fmw6502
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    @Fred: mit was hast Du Deinen Schätzomat gefüttert? Meiner weigert sich, da mind. Daten über Dachdämmung, Bopla- und ggfs. Kellerdämmung sowie die Fenster-Werte fehlen.

    Daher würde ich bislang keine Aussage wagen.

    Gruß
    Frank Martin
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  15. #13

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    Zitat Zitat von crax Beitrag anzeigen
    Im Extremfall lässt sich durchaus auch der § 25 EnEV benutzen.
    unsinn...
    bestimmt nicht beim neubau eines efh
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