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Estrichdicke bestimmen

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  1. #1

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    Estrichdicke bestimmen

    Hallo miteinander,

    zur Zeit stellt sich mir die Frage welche Fußbodenaufbau in einen Einfamilienhaus sinnvoll erscheint. Doch leider habe ich bereits bei der bestimmung der erforderlichen estrichdicke Probleme.
    Maßgebend für die estrichdicke ist ja in erster linie die spätere flächenlast bzw. die auftretenden einzellasten. Wie hoch sind die ungefähr bei einen einfamilienhaus? Nehmen wir mal an ich verlege auf dem estrich einen naturstein (d=1cm) mit mörtelbett 1cm, berücksichtigt werden müsste dann logischerweise noch die last des menschen und die auftretenden einzellasten. Die Badewanne und dusche würde ich auch den rohboden stellen. als evtl. höhere einzellasten fallen mir spontan kleiderschrank und kaminofen ein, oder auch die küchenzeilen. Ich will nicht extra einen statiker oder architekt aufsuchen wegen dem etrich, zumal ich selber bauzeichner bin. das einfamilienhaus soll in naßräumen einen zementestrich und in allen anderen räumen einen anhydritestrich besitzen, ausgebildet als schwimmender estrich mit fußbodenheizung im estrich der bauart A. Das heißt schon einmal rohrdurchmesser + Mindestestrichdicke ergibt meine gesamtestrichdicke. Nur leider weiß ich nicht welche lasten ich annehmen soll, weil dann könnte ich es mir ja aus der entsprechenden DIN Norm rauslesen.

    damals habe ich in der schule noch folgenden fußbodenaufbau gelernt.

    rohdecke
    wärmedämmung (druckfest)
    trittschalldämmung
    trennlage
    estrich

    ist das überhaupt noch aktuell?
    und welche schichtdicken sind da mittlerweile gängig?
    wärmedämmung 5cm wlg040???
    trittschalldämmung 2cm???

    bin gerade dabei mich genauer in die thematik estrich einzulesen.

    Hoffe ihr könnt mir da helfen. Estrichhändler wollen mir bei solchen Fragen nur immer gleich ihr teuerstes produkt aufdrehen, weil es ja natürlich nur von Ihnen das beste gibt...
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  2. Estrichdicke bestimmen

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  3. #2
    Avatar von Berni
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    Tach HANF-I,

    zur Zeit stellt sich mir die Frage welche Fußbodenaufbau in einen Einfamilienhaus sinnvoll erscheint.
    gibt es bei Einfamilienhäusern keine EnEV mehr?
    Oder warum fragst Du nach WLG und Dämmstoffstärken?

    Nutzlasten im Wohnungsbau <= 2kn, steht in der DIN 1055, Teil 3
    Estrichdicken nach Verkehrslasten DIN 18560, Teil 2
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  4. #3
    Themenstarter

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    Habe mich bis dato nie so recht mit dem thema estrich und fußbodenaufbau befasst. Wenn man bei einen einfamilienhaus eine nutzlast von 2kn ansetzt.
    Dann würde die Estrichdicke gemäß tabelle 1 aus der din 18560 Teil 2 bei einen Zementestrich der Klasse F5 mindestens 40mm betragen. da ich aber mit einer fußbodenheizung rechne, muss ich noch den außendurchmesser der heizungsleitungen hinzuaddieren und erhalte so meine gesamtestrichstärke.
    Ist das so richtig?

    Sind die 2KN Nutzlast wirklich ausreichend? Übersteigt eine voll gefüllte Gefriertruhe nicht 2 KN???

    Bin um jede Hilfe dankbar
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hab mir jetzt mal die din 1055 teil 3 durchgelesen, da steht das wirklich drinnen. Ein Einfamilienhaus fällt wirklich unter die Kategorie A und da wird mit einer flächenlast von 2kn/m² gerechnet.

    Bei der Enev habe ich bei geschoßdecken einen u-wert von 0,3 im kopf. Wird das in der praxis überhaupt gemacht? Habe viele Leute bis dato gefragt, und da hatte keiner einen deckenaufbau der einen u-wert von 0,3 entspricht.

    Bedanke mich für die rasche Hilfe!

    habe ich das richtig verstanden, dass dann für ein einfamilienhaus nur die tabelle 1 aus der din 18560 zum tragen kommt?

    Wollte mich zwar hier im forum nicht durch meine fragerei blamieren, jedoch bin ich in sachen estrich wirklich ein laie, und wusste nicht recht wo ich anfangen soll nach normen zu suchen... sorry
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  6. #5
    Avatar von Berni
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    habe ich das richtig verstanden, dass dann für ein einfamilienhaus nur die tabelle 1 aus der din 18560 zum tragen kommt?
    In der Regel schon. Außer Du hast höhere Einzellasten, wie z.B. ein Aquarium.

    Bei Zementestrich als schw. Konstruktion würde ich aber immer einen F-4 vorziehen, wegen Verformungen (Schüsselungen) beim Austrocknen.
    Und beim planen sollten die handwerklichen Toleranzen berücksichtigt werden.

    Wollte mich zwar hier im forum nicht durch meine fragerei blamieren, jedoch bin ich in sachen estrich wirklich ein laie, und wusste nicht recht wo ich anfangen soll nach normen zu suchen... sorry
    Es kann nicht jeder alles wissen.
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  8. #6
    Themenstarter

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    hätte noch eine frage...

    lese mir gerade die enev 2009 durch (Anforderungen an Wohngebäude) und suche den u-wert für eine geschoßdecke zwischen beheizten räumen?
    Gibt es das in der enev überhaupt? Gibt es da keine anforderungen?


    Es ist immer nur die rede von decken gegen außenluft zeile 1.1 oder gegen unbeheizte räume zeile 1.2 oder auch die oberste geschoßdecke die zwischen wohnbereich und speicher ist 1.3.

    heißt das, wenn ich einen wohnbereich im keller habe muss ich beim fußbodenaufbau auf der bodenplatte einen u-wert von 0,35 erreichen
    der u-wert für den fußbodenaufbau auf der Kellerdecke ist egal, weil ug und eg bezeißt werden? dann dasselbe wieder beim fußbodenaufbau auf der erdgeschoßdecke, da ist der u-wert auch egal, weil das darüber liegende og auch beheizt wird?! dann im obersten stockwerk mit den schlafräumen die unter dem dach liegen gilt ein u-wert von 0,20.

    habe ich das richtig verstanden?
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  9. #7
    Avatar von Berni
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    Du musst nur die Gebäudehülle dämmen.
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