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  1. #1
    Avatar von Berndi
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    Leerrohr im Beton verarbeiten - Was ist zu beachten ?

    Hallo !

    Ich möchte bei meinem Hausbau das Verlegen von Antenne, Telefon und LAN in Eigenleistung erbringen.
    Ich habe auch schon eine detaillierte Planung erstellt.

    Mir stellen sich jedoch zu dem Thema einige Fragen, da ich eigentlich Laie bin und so etwas noch nie gemacht habe.

    Ich möchte die komplette verkabelung per Leerrohr durchführen.
    Mir ist klar, dass EN16 vom Querschnitt her zu klein ist um später dort Kabel durch zu ziehen.
    Ich habe mich dazu entschieden EN20 für einzelne und EN40 für doppelte Beaufschlagung des Rohres durch Kabel zu verwenden.

    Mir ist ebenfalls klar, dass ich für das Verlegen in Beton eine andere Druckfestigkeit des Leerrohres benötige, als es im Putz der Fall ist.
    Ich habe mich daher für Wellrohr mit 750N/5cm Druckfestigkeit für Beton und 320N/5cm für Unterputz entschieden.
    Beide haben bereits einen Zugdraht.

    So, jetzt meine Fragen .... :

    - Darf ich bereits im Fundament einer weißen Wanne Leerrohr einbetonieren lassen ?
    - Wie gewährleiste ich, dass die Leerrohre ordentlich vergossen werden und hinterher auch tatsächlich noch dort herauskommen, wo ich sie hingelegt habe ?
    - Darf ich das Leerrohr mit Draht an der Berwährung fixieren ?
    - Wie mache ich es bei Deckendurchführungen ?
    - Sind die im Handel erhältlichen Verbindungsmuffen für Wellrohr Querschnittsverengend, oder werden diese von Außen aufgesteckt ?
    - Wie habe ich mir das vorzustellen ?
    - Habe ich einen grundsätzlichen Denkfehler ?

    Danke schonmal für Eure Hilfe !!!!

    Gruß,
    Berndi
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  2. Leerrohr im Beton verarbeiten - Was ist zu beachten ?

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  3. #2

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    als Mindestquerschnitt musst du schon mal EN 25 verwenden. Und je Rohr nur 1 Kabel. 2 Kabel in ein EN 40 geht vielleicht theoretisch, aber nicht in der Praxis.
    Für die Auslässe nimmst du Betondosen z.B. von http://www.kaiser-elektro.de/html/1_Produkte.htm und Rohre z.B. von http://www.fraenkische-elektro.de/pr...gsgebiete.html .
    Je nach Art des Betons musst du Rohre für höhere Temperaturen bis 105 Grad (beim Betonabbinden) verwenden.

    Und natürlich musst du die Rohre an der Bewehrung festbinden und das nicht zu knapp, sonst sind die gleich abgerissen.
    Sprech mit deinem Statiker, ob du die Rohre besser an der oberen oder der unteren Bewehrung fixieren sollst.

    Und bitte keine Rohrbündel http://www.super-billig-bau.de/intra...belsalat01.jpg , ein bisschen Beton sollte schon noch reinpassen
    Wieso willst du ins Fundament Rohre legen? Drainage?

    Und überleg dir gleich ne alternative Leitungsverlegung. Irgendein Rohr wird beim Betonieren garantiert gedrückt oder abgerissen, so dass es nicht mehr zu gebrauchen ist. Das ist gar nicht zu verhindern, wenn der mit seinem Rüttler reingeht.
    Ich persönlich halte nicht viel von der Betonrohrverlegung, weil eben viele Rohre beim Betonieren kaputt gehen.
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  4. #3
    Avatar von bauhexe
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    Original geschrieben von manni
    Sprech mit deinem Statiker, ob du die Rohre besser an der oberen oder der unteren Bewehrung fixieren sollst.
    ... oder gar nicht!

    Bei einer WW würde ich den Estrich bzw. die Dämmschicht bevorzugen.
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  5. #4

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    @bauhexe:

    hab ich doch schon gesagt:

    Original geschrieben von manni
    Wieso willst du ins Fundament Rohre legen? Drainage?

    Die Befestigung an der Bewehrung ist ne allgemeine Aussage und nicht das Fundament betreffend.



    Zudem habe ich schon anhand der Fragestellung Bauchschmerzen, ob das dann alles passt:

    Original geschrieben von Berndi
    Ich möchte bei meinem Hausbau das Verlegen von Antenne, Telefon und LAN in Eigenleistung erbringen.

    Ich habe auch schon eine detaillierte Planung erstellt.

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  6. #5

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    @Berndi

    hast du dir schon Gedanken gemacht wie deine Rohrverlegung zur erforderlichen Verkabelung passt. Ich meine z.B. Sternverkabelung oder Schleifsystem. Mit oder ohne Abzweigdosen? Einspeisung von wo?
    Der Endpunkt des Rohres ist klar, die Dose, aber der Anfangspunkt, wohin? Alles zum Verteiler? Viel Spass.
    Antenne: mit Schüssel oder BK
    LAN: CAT 6/7/8? Biegeradien bekannt (vor allem in der Dose)?
    Telefon: analog /ISDN/Telefonanlage?

    Detail Übergang Rohr Wand/Decke?

    Fragen über Fragen.....

    Mein Tip: Hol dir noch nen Fachmann ins Boot. Deine Eigenleistung kannst auch unter fachmännischer Führung einbringen.
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  7. #6
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    Avatar von Berndi
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    @manni

    Welcher Beton bindet denn bei solch hohen Temperaturen ab ?

    Das Leerrohr, das ich verarbeiten will ist bis 60°C beständig.

    Kennt sich da einer aus ?


    Gruß,
    Berndi

    PS: Ist das, was ein Laie versucht auf die Beine zu stellen in dem er versucht sich in diesem Forum Fachmännisches Konw-How zu besorgen grudsätzlich fragwürdig ?

    Ich hatte eigentlich vorgehabt einige Details, die ich aufgrung meiner Unkenntnis nicht kenne ans Tageslicht zu förder und dann mit in die Planung einfließen zu lassen.

    Nichts für ungut, aber wenn ich alles dem Handwerker überlasse, habe ich keine Einsparungen durch Eigenleistung.
    Ist das schwer zu verstehen ?
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7

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    Original geschrieben von manni
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  10. #8

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    Hallo Berndi!

    Gegen Eigenleistung spricht eigentlich nichts... wenn sie Geld spart und trotzdem fachgerecht ist.

    Dein Leerrohr ist als EN25 durchaus ok (750N/5cm).
    Man muss es so verlegen, dass man hinterher auch ein Kabel durchziehen kann. (Ein Zugdraht ist keine Garantie!) Also keine 90° Winkel, sondern behutsam winkeln, man hat ja im Beton die Möglichkeit. Gut fixieren, mit Bindedraht, den die Leut für die Eisen verwenden. Oder gute Kabelbinder.

    Bei EN16 sollte man das Kabel gleich reinlegen ;-)

    60°C sind in der Regel ok. Wenn es im Kabel hinterher doch eng wird, man kann durchaus Einzelleitungen einziehen, muss ja wirklich kein NYM 3*1,5 sein.

    Ansonsten solltest Dir wirklich einen Elektriker suchen und ihm deine Planung zeigen. Du hast garantiert was vergessen. Bedenke auch, dass du nicht 5 Leitungen in einen Sicherungsautomaten klemmen kannst und dort der Platz auch so recht begrenzt ist. Insbesondere bei Licht und Steckdosen empfiehlt sich das Schleifsystem, aber auch hier mal rechnen, ob das Kabel die Last schafft!)
    Und ist dir bekannt, wie stark ein Kabel belastet werden kann? Dass dies abhängig ist von Verlegeart, Länge usw..?

    Wenn du nen Plan machen willst, wo du Schalter/Steckdosen usw haben willst und schon vorher nen paar Leerrohre legst, ist das nicht schlecht.


    Ein dicker Schmöcker dazu: Volger/Laasch "Haustechnik".
    Ist viel drin. Elektrik nebst Schaltzeichen und Beispilen wie solche Pläne aussehen, Sanitär, Heizung, Lüftung usw... Schau doch mal in die Städtische Bücherei, die haben auch Literatur ;-)

    Was wollte ich noch loswerden:
    In die weiße Wanne gehört nichts anderes rein als Stahl und Beton und sonst garnix.
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