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  1. #1

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    Frage Statik des Hauses entspricht nicht den Tatsachen?

    Hallo zusammen,
    ich weiß nicht genau, in welches Forum die Frage gehört, deswegen stelle ich sie auch hier ein. Habe folgendes Problem: wir bauen ein (älteres - 1954) Haus um. Dabei sollen auch ein Paar Wände raus. Der Statiker hat nun die Berechnungen aufgrund der originalen statischen Unterlagen gemacht. Das Problem ist: die meisten Aussagen entsprechen nicht dem tatsächlichen Zustand. Die Wand, die er als eindeutig tragend bezeichnet, war in diesem Haus 30 Jahre lang weg und erst vor kurzem wurde da Gipskarton eingebaut. Keine Träger. Andere Wand, die er als nichttragend bezeichnet, ist nach Meinung des Vorbesitzers tragend.
    Der Statiker meint, in all diesen Fällen muss "ein Fachmann das nochmal prüfen", da das Haus wohl nicht ganz den Unterlagen entspricht. Ich kriege aber nicht raus, wer dieses Fachmann sein soll und wie die Prüfung ablaufen soll. Man nimmt die Wand raus und schaut, ob das Haus noch steht? (ironie) Könnt ihr mir vielleicht erklären, was ich jetzt konkret machen soll? Und ist es eigentlich ok, wenn der Statiker Geld für eine Leistung möchte, von der er weiß, dass sie nicht anwendbar ist?
    Viele Grüße,
    Olga
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  2. Statik des Hauses entspricht nicht den Tatsachen?

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  3. #2

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    Es sollte eine fachgerechte Bestandsplanung-/ Zeichnung angefertigt werden. Diese sollte alles das beinhalten wie das Haus momentan (Rohbaumäßig) 'steht'. Lage/ Dimensionen sowie Materialien der Wände, Decken, etc,pp.
    Anhand dieser Zeichnung(en) kann ein Statiker das eigentliche Tragwerk des Hauses dann näher verifizieren.
    Evtl. muss man auch mal bei den Stahlbetondecken (wenn keine adäquaten Bew.-Zeichnungen mehr vorliegen) die obere Betondeckung einigen Stellen abstemmen um die "Ist-Bewehrung" zu identifizieren.
    Solche Sachen sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen....
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    das ist so wie geschildert nicht ok.

    bj 54 .. da gibs erfahrungsgemäss min. 2 umbauphasen.
    zudem wurde oft sehr "innovativ" gebaut.
    das weiss "man" eigentlich (dachte ich) - und das findet auch niederschlag
    sowohl im honorar - wie auch im bearbeitungsaufwand der planer.

    die "leistung" scheint ja eher gegen null zu gehen... und das adäquate (?) honorar?

    der "kollege" mag für sich in anspruch nehmen, noch nicht fertig zu sein.
    dann soll er in akzeptablem zeitrahmen ordentliche arbeit abliefern und dafür
    angemessenes honorar bekommen.

    wenn nix hilft, hilft der (bau)rechtsanwalt. hoffentlich.
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  5. #4

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    wenn der Statiker sagt das sollte sich mal ein Fachmann ansehen ... dann einfach mal fragen was ER ist!!!!
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