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  1. #1

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    Begriffsklärung Druckkanal / Freispiegelkanal

    Hallo zusammen,

    wir sind in den Vorbereitungen für unsere DHH. Mit Bauantrag musste auch ein Abwasserplan eingereicht werden. Dabei stellte sich nun heraus, dass wir mit dem Abwasser an einen Druckkanal (kleiner Querschnitt ?) angeschlossen sind und deswegen keinen "einfachen" Pumensumpf mit Tauchstation verbauen dürfen, sondern eine sehr kostspielige Hebeanlag speziell für diese Druckkanäle. Das Abwasser muss ein 40m weit und ein paar Höhenmeter gepumpt werden.

    Ich war/bin natürlich völlig überrascht und verärgert, da ich diese Information vorher nicht hatte. Nun meine Frage:

    Wo liegen die Unterschiede bei diesen Kanalarten ?
    Braucht es wirklich derart "aufwendige" Lösung ?
    Kann man wählen, ob ein Druckkanal oder ein Freispiegelkanal verbaut wird (die Erschließung der gesamten Baugrundstücke [25 Stück] wurden von einer Familie getragen, die auch die Grundstücke verkaufen) oder gibt es da entsprechende Kriterien ?

    Falls weitere Info's benötigt werden, kann ich diese gerne beschaffen.


    Danke und Gruss

    Stefan
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  2. Begriffsklärung Druckkanal / Freispiegelkanal

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von StefanW Beitrag anzeigen
    Kann man wählen, ob ein Druckkanal oder ein Freispiegelkanal verbaut wird
    Nein, ein Freispiegelkanal setzt ausreichend Gefälle in die richtige Richtung voraus. Wenn das Abwasser bei euch nach oben muss, kann eine Freispiegelkanal nciht funktionieren.
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    und damit abschließend geklärt, nichts mehr hinzuzufügen.
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  5. #4

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    ich hab mich halt bemüht aufzupassen und von Dir zu lernen! (eine ähnliche Frage hatte ich selbst mal gestellt...)
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo,

    danke, das ist schonmal geklärt.
    Aber sind die Hebeanlagen bzw. Druckpumpen für einen Druckkanal so teuer. Mir wurde hier ein Betrag um die 5000€ genannt und das nur für die Pumpe.
    Eingangs wurde mit einer einfachen Hebeanlage für 700€ kalkuliert. Da frage ich mich doch, warum die Grundstückseigentümer jetzt so tief in die Tasche greifen müssen ?


    Danke,

    Stefan
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  7. #6
    Avatar von Olaf (†)
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    Weil...

    sich der Grundstückseigentümer bzw. sein Planer nicht informiert hat?
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    sich der Grundstückseigentümer bzw. sein Planer nicht informiert hat?
    Hauptsache mal was geschrieben haben, ohne das es was beiträgt.

    *PLONK*
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  9. #8
    Avatar von Terra
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    Hallo,

    ich habe für meine Hebeanlage (Jung) 3000 € bezahlt und selber eingebaut.

    5000€ mit Einbau ist schon sehr realistisch.

    PS: Meine Hebeanlage ist nicht oder nur bedingt befahrbar. Kunststoffschacht!
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  10. #9
    Avatar von Terra
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    Zitat Zitat von StefanW Beitrag anzeigen
    Hauptsache mal was geschrieben haben, ohne das es was beiträgt.

    *PLONK*
    Naja, so unrecht hat er nun nicht. Aber die Familie, also der Verkäufer, hätte das ja mal erwähnen sollen. Nee! MÜSSEN!
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  11. #10
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Terra Beitrag anzeigen
    Naja, so unrecht hat er nun nicht. Aber die Familie, also der Verkäufer, hätte das ja mal erwähnen sollen. Nee! MÜSSEN!
    Hi,

    danke für deine Antworten.
    Klar hat er Recht, weiss ich ja selbst. Aber wenn nur das Aussage seines Posts ist, kann er sich das doch sparen. Hilfe und drauf rumreiten is ja ok

    Stefan
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  12. #11
    Avatar von Terra
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    Manchmal musst du sowas halt überlesen.

    Mir wurde auch schon vorgeworfen, dass ich von meinem Beruf keine Ahnung habe. Naja, was soll ich sagen. Ich kenne diese Menschen hier im Forum nicht, bei manchen ist´s wohl auch besser so.

    Zum Thema Planer sag ich mal nix, der hat sich bei dem Thema Druckleitung mal ganz schön rausgehalten!

    Also hab ich mich um Erwerb und Einbau mal selber drum gekümmert. Andere haben auch so an die 5000 gezahlt.

    Mit den paar KG Rohren etc. hat es mich dann 3200 € gekostet.
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  13. #12
    Bauexpertenforum
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    Ob die 5.000 gerechtfertigt, zu hoch oder zu niedrig sind kann ich so nicht beurteilen, dass wäre dann Planungsarbeit.

    Aber fürs Verständnis:
    • die landläufigen Hebeanlagen drücken das Wasser ja nur etwas hoch, damit es wieder von oben in einen Freispiegelkanal reinlaufen kann.
    • Hier ist es etwas anders: es geht um eine Einspeisung in eine gemeinsame Druckleitung, d.h. ein System, was wie eine Trinkwasserleitung unter einem eigenen Innendruck steht. Dieser Druck schwankt zudem, jenachdem wieviel Anwohner gerade auf dem Pott waren.

    Solche Anlagen sind teurer als normale Hebeanlagen, weil:
    • sie mit einem höheren Druck arbeiten müssen
    • sie meist auch mit einem Schneidrad ausgestattet sind, da die Druckleitungen relativ klein dimensioniert sind
    • eine Rückflusssicherung mit hohem Anspruch an die Funktionsfähigkeit bzw. Ausfallsicherheit notwendig ist, denn sonst gibt es halt die Soße der Anderen mit Überdruck in das eigene Heim.

    Persönlich hätte ich eine solche Anlage ungern: Wartungsaufwand, Restrisiko, ständige Stromkosten.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Hallo Manfred,

    danke für deine Erläuterungen!

    Zudem sollen Sie wohl relativ laut sein. Das vorgeschlagene Modell wäre wohl im Außenbereich zu montieren bzw. eingelassen.

    Das mit der Wartung käst mich auch an, Stromkosten habe ich keine Übersicht.

    Genrell noch einmal gefragt. Die Grundstücke liegen alle in Hanglage. Nur zum Verständnis: hätte man das Kanalsystem auch planerisch als Freispiegelkanal planen können ?

    Drum herum können werden wir jetzt eh nicht mehr, ich versuche nur zu verstehen. Alternativen gibt es wahrscheinlich auch keine. Morgen habe ich ein Telefonat mit einem Herren von der Abwasserzweckgemeinschaft.


    Danke und viele Grüße

    Stefan

    Zitat Zitat von Manfred Abt Beitrag anzeigen
    Ob die 5.000 gerechtfertigt, zu hoch oder zu niedrig sind kann ich so nicht beurteilen, dass wäre dann Planungsarbeit.

    Aber fürs Verständnis:
    • die landläufigen Hebeanlagen drücken das Wasser ja nur etwas hoch, damit es wieder von oben in einen Freispiegelkanal reinlaufen kann.
    • Hier ist es etwas anders: es geht um eine Einspeisung in eine gemeinsame Druckleitung, d.h. ein System, was wie eine Trinkwasserleitung unter einem eigenen Innendruck steht. Dieser Druck schwankt zudem, jenachdem wieviel Anwohner gerade auf dem Pott waren.

    Solche Anlagen sind teurer als normale Hebeanlagen, weil:
    • sie mit einem höheren Druck arbeiten müssen
    • sie meist auch mit einem Schneidrad ausgestattet sind, da die Druckleitungen relativ klein dimensioniert sind
    • eine Rückflusssicherung mit hohem Anspruch an die Funktionsfähigkeit bzw. Ausfallsicherheit notwendig ist, denn sonst gibt es halt die Soße der Anderen mit Überdruck in das eigene Heim.

    Persönlich hätte ich eine solche Anlage ungern: Wartungsaufwand, Restrisiko, ständige Stromkosten.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von susannede
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    Ergänzend kann man noch zu den negativen Aspekten hinzufügen, dass im Falle eines Stromausfalls die Pumpe ja nicht mehr pumpt, sondern der Rückstauverschluss zu machen muss.

    Das heißt dann aber auch, dass man eben mal die Produktion eigenen Abwasser im Haus vermeiden sollte, sonst kommt es irgendwo wieder raus.

    Die nächste Frage, die mich bewegen könnte, ist, bei welcher Wetterlage längere Stromausfälle passieren ? Und die Hoffnung, dass der Regen sicher in irgendeinem anderen Kanal oder schon auf der Straße, äh, Rückstauebene rumdümpelt.
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  17. #15
    Avatar von Terra
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    Ach, wir leben schon 1 Jahr damit ohne Probleme. Hat die Stadt halt so vorgegeben.

    Auch bei Stromausfall (mehrere Std.) gab es keine Probleme.

    Ok, die Wartung! Aber was muss man nicht warten?!

    Nimm es so hin, ändern kann man es eh nicht.
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