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  1. #1

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    Kaminofen mit Abzug von unten in Schornstein

    Hallo!

    Aufgrund des Schnittes unsers Wohn-Essbereiches und der anderen Räume in unserem Neubau gibt es nur einen einzigen Platz an dem wir sinnvoll einen Schornstein vom EG bis zum Dach hinauf ziehen können. Unser Haus hat keinen Keller sondern steht auf einer Bodenplatte.

    Nach dem wir gerne einen Kaminofen einbauen würden, dieser in Verbindung mit dem Standort des Schornsteins aber ebenfalls im Raum sehr ungünstig platziert ist, sind wir auf die Idee gekommen, einen Kaminofen direkt nach oben in den Schornstein münden zu lassen. In dem Fall würden wir einen Schornstein (gemauert) im 1. OG und DG übers Dach hinaus einbauen lassen (Rohrdurchmesser 18). Diesen Schornstein könnte man dann im EG direkt von unten mit dem Kaminrohr vom Kaminofen "versorgen".

    Bspl.

    http://www.attika.ch/de/kaminofen/x-board/index.php

    Rücksprachen mit einigen Kaminofenbauern in der Umgebung haben ergeben, daß diese Art der Verlegung in Deutschland nicht "üblich" ist, da die Kaminkehrer dies aus feuertechnischen Gründen meist verbieten.

    Begründung: Lt. Verordnung - Fragt nicht welche - dürfen aus feuerschutzlichen Gründen Kaminrohre nicht von einem Stockwerk ins andere reichen. Es könnte evtl. Feuer "überspringen".

    Würde dies gerne in den nächsten Tagen mit meinem Kaminkehrer diskutieren. Kennt einer von euch/ihnen Gründe, die dafür bzg. gegen einen derartigen Einbau sprechen? Aus meiner Sicht macht es doch keinen großen Unterschied wo das Rohr des Kaminofens in den Schornstein mündet. Im EG ist das Rohr zu sehen und ab der EG-Decke verschwindet es in einem gemauerten Schornstein. Die Reinigung derartiger Kaminöfen ist von oben übrigens möglich. Die Asche beim Kehren des Schornsteins würde in den Kaminofen zurück fallen.




    Danke schon mal!

    Coxxy
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  2. Kaminofen mit Abzug von unten in Schornstein

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Feuerungsverordnung für Bayern findet sich hier.

    http://by.juris.de/by/gesamt/FeuerAn...BY_2007_rahmen

    Auch wichtig: DIN 18160

    In der LBO findet sich nichts konkretes (s. Art. 41).

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Zitat Zitat von coxxy Beitrag anzeigen
    Rücksprachen mit einigen Kaminofenbauern in der Umgebung haben ergeben, daß diese Art der Verlegung in Deutschland nicht "üblich" ist, da die Kaminkehrer dies aus feuertechnischen Gründen meist verbieten.

    Begründung: Lt. Verordnung - Fragt nicht welche - dürfen aus feuerschutzlichen Gründen Kaminrohre nicht von einem Stockwerk ins andere reichen. Es könnte evtl. Feuer "überspringen".


    Coxxy
    Wir hatten gerade eine Hausbegehung mit unserem Schornsteinfeger.
    Nicht erlaubt sind einwandige Rohre ohne jeglichen weiteren Schutz.
    Durchaus erlaubt sind aber zB Doppelwandige Edelstahlrohre mit Verkleidung (vereinfacht:Gipskartonplatten drumherum). Normalerweise ist aber ein Leichtbaukamin die günstigere Variante...wenn aber die Decke nicht mal den erträgt.....
    -
    im vorliegenden Fall sollte das daher machbar sein, da kein Rohr im eigentlichen Sinne über die Etagen geführt wird. Vorsicht allerdings bei den einzuhaltenden Abständen (Holzbalkendecke etc)...
    -
    Ob du dir mit dem in den Ofen zurückfallenden Ruß einen Freude machst ist allerdings eine andere Sache...
    gruss
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  5. #4
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    Hi!

    danke für die Antworten. Habe in der Zwischenzeit mit einem Kaminkehrer gesprochen. Lt. seiner Aussage steht einem derartigen Einbau eines Kaminofens nichts entgegen. Entscheident ist, daß das Rohr des Kaminofens durch die Decke im Schornstein (gemauert) mündet. Damit gibt es kein Probleme mit dem Feuerschutz.

    Merci

    Coxxy
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  6. #5

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    Hallo,

    überleg dir das nochmal, so wenig platz kann man doch garnicht haben,
    das man den kamin nicht bis runter zieht! (ansonsten bau 40 cm größer!)

    wenn der schlotfeger kehrt hast du den ganzen dreck in den zügen deines ofens hängen, das regenwasser und kondensat läuft dir ebenfalls in den ofen!!

    das ist sch..ße!! mach nen lamin mit 2 türchen und wenn aus edelstahl eine kondensatschale und gut, aber nicht son murks!
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  7. #6

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    @Pascal

    ...der Kaminofen hat keine Züge i.e.S.

    ...die Rußmenge bei einem gut brennenden Ofen (ich geh mal von meinem aus) ist "überschaubar" und kann vielleicht im Ofen verbleiben zur Nachverbrennung (Schornsteinfeger fragen)

    ...die Regenproblematik sehe ich eher unkritisch....

    gruss
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  8. #7

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    Wir haben solch einen auf der Geschoßdecke des EG stehenden Schornstein, bei dem eines der Rauchrohre aus dem EG senkrecht durch die Decke von unten in ihn mündet, hier im Haus (Altbestand).
    Das gibt bisher weder Probleme mit dem Schwarzen Mann noch im praktischen Betrieb.
    Bei fachgerechter Ausführung sollte das also sehr wohl machbar sein.

    Denkbar wäre ME sogar eine Konstruktion mit Kondensatablauf am Schornsteinfuß (mit etwas in ihn hineinragendem konzentrischen Rauchrohr). So würde dann auch ein Großteil der Rückstände beim Kehren NICHT in den Ofen fallen. Reinigung dann über Revisionstürchen im 1.OG. Daß dies DORT nicht ganz schmutzfrei abgeht, sollte berücksichtigt werden.
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  9. #8

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    Hallo,

    @ bernix,

    das der kaminofen keine "gemauerten züge" hat ist klar, aber heißluftleitbleche(oder schamotte je nach preis) hat er trotzdem hinter denen dann der ruß liegt........

    @ Julius,

    das es technisch machbar ist und funktioniert mag sein,
    aber in einem neubau sowas zu planen ist sagen wir mal
    nicht sehr schlau, wie du schon sagst geht die reinigung nicht
    ohne schmutz ab...... im bestand wo es nicht anders geht, klar!



    wenn man schon plant und neu baut soltte man es doch halbwegs richtig machen, wenn nirgendwo ein platz für nen kamin und den ofen ist, vielleicht nen außenschornstein mit DW edelstahl???
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  10. #9
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    Tschuldigung wenn ich anderer Meinung bin und das ganz für nen ausgemachten Blödsinn und ne sehr anfällige Sache halte.

    Es gibt ein statisches Thema ... wenn ich dem Schornstein am Fundament ein Loch verpasse ... wie gut oder schlecht das für die Bausubstanz ist darf nachgerechnet werden.

    Zum anderen ist ein funktionales Thema zu beachten.

    Feststofffeuerung ohne Abbrandreste im Kamin gibt es nicht. Der Schornstein darf deswegen nur oberhalb der Reinigungsöffnung belegt werden, damit sich der anfallende Mist *gefahrlos* sammeln kann.
    Tritt an einem der am Schonstein angeschlossenen Geräte irgendwo eine Fehlfunktion auf wird der Abgasweg der unteren Feuerstätte unzulässig mit Zeugs der anderen Feuerstätten beaufschlagt. Ein sicherer Betrieb ist nur mit erhöhtem Kontroll- und Reinigungsaufwand zuverlässig möglich.

    Wäre ich BZFM würde ich bei der Anlage mit dem Kopf schütteln ...
    Begründung : DIN 18160 Teil 1, 6.4 Sohle ...
    Schornsteine müssen eine Sohle haben.
    (Zulässige Ausnahmen treffen hier nicht zu)

    Gruß
    Achim Kaiser
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  11. #10

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    Hallo Achim,

    das kommt immer auf den schwarzen man an was man darf und was nicht,


    bekannte mussten einen fensterschalter mit dem dunstabzug kombinieren
    weil sie nen kaminofen im gleichen raum haben.

    ich hab mit dem schlotfeger freundlich geredet, ihm erklärt das unser ofen RLU ist der aufstellraum über 100m2 hat und das obergeschoß offen dranhängt und der dunstabzug bei uns so gut wie nie genutzt wird, außerdem das haus nicht 100% dicht ist ect......

    darauf meinte er freundlich, wenns dir das erste mal die buder einräuchert, und du alles neu streichen darfst und die hütte 3 wochen dach qualm stinkt wirst du dir freiwillig nen fensterschalter einbauen- ich besteh nicht drauf.

    grinste und wünschte mir einen schönen tag
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  12. #11
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    Wenn die Ofenanlage für raumluftunabhängigen Betrieb zugelassen ist und sie entsprechend gebaut wurde brauchts keinen Fensterkontaktschalter.

    So einfach kann das Leben sein

    Gruß
    Achim Kaiser

    P.S.
    Die Schornis fordern seltenst was ohne Hintergrund.
    Im Regelfall ist da fast alles irgendwie irgendwo reglementiert.
    Allerdings bescheert uns die EU auch einiges an Humbug und Rückschritten, die nicht unbedingt sinnvoll sein müssen .. aber als Attribut an andere Mitgliedsländer zu sehen sind ... deswegen ist auch nicht alles unbedingt gut nur weils erlaubt ist. Oftmals war die alte, restriktivere Regelung deutlich sicherer als das was nach neuen Regelungen heute geht.
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12

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    @pascal

    bei mir ist das Leitblech aus Vermiculit und herausnehmbar. Man könnte also das Leitbleich herausnehmen und den Feuerrost und den Ruß gleich in die Ascheschublade entsorgen...
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  15. #13

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    Hallo Achim,

    laut aussage meines schornies müsste schon einer eingebaut werden, da die sogwirkung die unsere haube hat einiges stärker ist als der zug des kamins, das heist das bei ungünstigen witterungsverhältnissen, und ganz besonders beim nachlegen definitiv rauchgase in den wohnraum entweichen werden/können wenn die haube läuft ohne das eine andere zuluftöffnung vorhanden/geöffnet ist....

    @bernix,

    ok, wenn das bei dir so geht ist das gut, bei unserem alten kaminofen muss ich auf der seite aufschrauben um den dreck rauszuholen, der hat nämlich innen ne schamottierten zug.......
    und under neuer kachelofen hat nen großen nachheiz/speicher/kasten, an den ich nicht so einfach rankommen würde, da er eingemauert ist.....

    viele grüße
    pascal
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