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Bitumschweißbahn V60 S4 auf WU Bodenplatte

Diskutiere Bitumschweißbahn V60 S4 auf WU Bodenplatte im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    peter75
    Gast

    Bitumschweißbahn V60 S4 auf WU Bodenplatte

    Auf unsere Fundamentplatte aus WU Stahlbeton C20/25 (20cm dick) mit umlaufender Frostschürze aus Stahlfaserbeton C20/25 (0.8m tief x 0.3m hoch) einschließlich umlaufenden verzinktem Fundamenterder soll eine vollflächige Abdichtung aus Bitumschweißbahn V60 S4 aufgebracht werden. Wozu genau weiß ich nicht - ich vermute mal als Feuchtigkeits-/Dampfsperre?

    Unter der Fundamentplatte wurde eine Sandschicht von ca. >20cm als kapillarbrechende Schicht, sowie eine Lage PE-Folie als Sauberkeitsschicht eingebracht.

    Die Fragen nun:
    1. Braucht man diese vollflächige Abdichtung überhaupt bei WU-Beton?

    2. Unsere Baugutachterin hat Alarm geschlagen und gesagt, dass die V60 S4 auf gar keinen Fall im Bereich des Mauerwerks eingesetzt werden darf, weil bei ihr keine Besandung aufgebracht ist und deshalb die Haftscherfestigkeit nicht ausreichend gegeben ist. Laut DIN 18195 Teil 4 wären hier wohl nur Bitumendichtungsbahnen nach DIN 52130 (oder Dichtungsbahnen nach DIN 52128) und spezielle Kunststoffdichtungsbahnen zulässig. Wie schlimm wäre es denn hier, wenn trotzdem die Bitumenschweißbahnen V60 S4 im Mauerwerksbereich verarbeitet würden bzw. haben wir mit ernsthaften Konsequenzen deswegen zu rechnen?

    Unser Bauunternehmen meint hier, alle ihre Häuser wären bis jetzt so ohne Probleme gebaut worden und dass wir bei WU-Beton eigentlich gar keine Abdichtung mehr bräuchten und es deswegen auch irrelevant sei. Sie haben deshalb auch nicht vor irgend etwas an ihrer Vorgehensweise zu ändern.

    Ist das jetzt ein "Mangel ohne Schaden", der uns erst in >5Jahren auf die Füße fällt, wenn wir die Baufirma nicht mehr zur Verantwortung ziehen können?
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  2. Bitumschweißbahn V60 S4 auf WU Bodenplatte

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo,
    wenn höherwertiger nutzung (ist es ja ) dann ist eine Abdichtung gemäß DIN erforderlich. V60 S4 ist gut aber Unter mauerwerk ist es nicht erlaubt. Also ich würde sagen meiste häuser der in vergangen 15 jahren gebaut wurden haben diese Schweißbahn auch unter mauerwerk. Ob zu schäden kommt sind sich auch die Experten nicht einig. (Theoretiker und praktiker)
    Mfg.
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  4. #3
    Avatar von sk8goat
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    Die PE-Folie als Sauberkeitsschicht ist ja wohl der erste Sparwitz.

    Unter das Mauerwerk gehört eine Mauersperrbahn, aber keine V60. Die Mauersperrbahm sollte nach innen ein paar cm überstehen, damit man später die Schweißbahn daran heranführen kann.

    1. Ja. Wenn der Raum darüber als Wohnraum genutzt werden soll und zwar nicht der wasserdichtigkeit wegen, sondern als Diffusionssperre.
    Außerdem würde ich eher eine G200 S4 empfehlen, die ist wesentlich robuster. Die V60 kannst mit 2 Fingern zerreißen wie Papier. Die G200 kannst mit blosen Händen kaum beschädigen. Außerdem kostet die G200 nur €1/qm mehr und das ist sie auch wert.

    Stell dir mal vor wieviele Handwerker da noch drübermarschieren und durch Gerüstfüse, Werkzeug, Maschinen usw. kan die Schweißbahn beschädigt werden. Deshalb wäre es nicht so schlau diese jetzt schon zu machen. Normalerweise kommt die Schweißbahn erst kurz vor dem Estrich.
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  5. #4

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    sorry, wenn ich mich hier einmische, aber kurz zwischendurch gefragt: welches Gewerk ist eigentlich für die Ausführung zuständig: Rohbauer oder Estrichleger?
    Gruß
    Andy
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo Andy,
    zuständig ist eigenlich der Planer oder bauherr. Es gibt Rohbauer die das Anbringen, Estrichleger legen meistens lose sperrbahnen und dachdecker sind die richtigen die mit brenner umgehen können.
    Also wer dafür den auftrag hat der führt es aus. Die zeitpunkt ist auch sehr wichtig.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von sk8goat Beitrag anzeigen
    Die V60 kannst mit 2 Fingern zerreißen wie Papier
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  8. #7

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    Hallo,

    das die V60 nicht die reißvesteste ist mag ja sein, aber auf ner eben betonierten betonfläche die gut mit voranstrich eingestichen ist auf der sie vollflächig aufgeschweißt ist interesiert das nichtmehr.....

    ich würd sie erst kurz vor dem estrich machen, wenn alle anderen arbeiten ferrig sind, den mutwillig durchlöchern braucht man sie ja nicht,
    und vor dem isoliern evtl beschädigte stellen nachflicken falls nötig.....
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  9. #8

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    kurz vor dem Estrich?

    Wir haben die V60S4-Abdichtung lange vor dem Estrich aufgebracht (mit Anschluss an die Abdichtung unter dem Mauerwerk). Sowohl Installation als auch Innenputz kommen vor dem Estrich rein und danach noch abdichten halte ich für nicht unproblematisch. Wir haben einen Großteil der Elektro- und Wasserinstallation oberhalb der Schweißbahn in der Dämmebene geführt. Die Leerrohre Elektro bzw. die Wasserleitungen mit Laschen aus V60S4 auf der Abdichtung zu verkleben war mit der Lötlampe kein Problem ... und Löcher haben wir auch keine in der Abdichtung. Wenn man ein wenig aufpasst und nicht mit Spikes durch die Bude läuft, kann so eine Abdichtung auch die Bauphase überstehen.
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  10. #9

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    Hallo doozer,

    ich weiß ja nicht wer wie bei euch geputzt hat,
    aber bei uns war das wohl die größte sauerei am ganzen bau!
    ich hab hinterher mitm schaber den kompletten boden abgeschabt und kübelweise den dreck rausgekarrt, gut wir haben selbst geputzt was vielleicht etwas mehr derck verursacht hat, aber auch profis machen doch dreck!
    den möcht ich nicht von der bahn spachteln müssen und behaupten si ist dicht!

    die leitungen auf die bahm legen ist ok wie ich finde, haben wir auch so gemacht, aber vorher alles in die wand gelegt was möglich war!
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  11. #10

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    Danke für die Antworten, ich denke Dachdecker ist gar keine so schlechte Idee, die können vermtl. am besten mit dem Flammenwerfer umgehen.
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  12. #11
    peter75
    Gast

    Update: Bitumschweißbahn V60 S4 auf WU Bodenplatte

    Danke schon mal für die regen und prompten Antworten

    Gestern wurde die komplette erste Steinreihe wieder entfernt und die V60 S4 durch eine G200 DD ausgetauscht. Unsere Baubetreuerin hat sich hier also durchgesetzt, trotz dessen Baufirma und Bauarbeiter das natürlich nicht so recht einsehen wollten - aber die fachliche Richtigkeit lag nun mal auf ihrer Seite. Angeblich sei das eine neue (seit 1 Jahr) Norm/DIN und völlig unnötig ;-)

    Die V60 S4 wird nun nur noch im Nicht-Mauerwerksbereich verlegt. Allerdings werden alle Dichtungsbahnen nicht vollständig verschweißt, sondern nur an den Überlappungsbereichen!?! Einen Grundanstrich hat die WU-Platte auch nicht bekommen - ist das denn zwingend erforderlich?

    Dass man die V60 S4 mit 2 Fingern zerreißen kann, möchte ich widersprechen - jedenfalls gings mit meinen nicht Im Nicht-Mauerwerksbereich werden die Abdichtungsbahnen auch erst kurz vorm Estrich verlegt. Hier sehe ich also keine Probleme wegen frühzeitiger Beschädigungen der Folien. Und wenn, könnte man die Stellen doch auch noch nachträglich flicken, oder?

    Und dass die Baufirma nicht bei jedem Werkstoff den besten nimmt, sondern eher preisorientiert (bei Wahrung einer bestimmten Mindestqualität) auswählt, kann ich schon nachvollziehen (auch wenn das eine tschechische V60 S4 ist ;-). Schließlich will man ja auch als Bauherr das wenigste Geld für das meiste/beste Haus bezahlen.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von peter75 Beitrag anzeigen
    2. Unsere Baugutachterin hat Alarm geschlagen
    .. also die Baugutachterin hat Recht .. eigentlich versteh ich diese Art der Abdichtung gegen drückendes Wasser überhaupt nicht, normal sollte man eine Betonsohle erstellen , diese glatt abziehen, dann sofort vollflächig abkleben und darauf sofort die eigentliche tragende Betonsohle gießen, damit die geklebte Abdichtung auch wirklich dicht ist und Wasser nicht durch die Betonsohle drücken kann , danach sollte man später ordnungsgemäß die Bahnen an der aufsteigenden Außenwand hochziehen ..
    in deinem Fall kann doch das drückende Grundwasser die Betonsohle ständig und ewig unter Wasser setzen und von unten auf die Abdichtung drücken und wenn dann Fugen nicht ordnunsggemäß abgeklebt wurden , na dann muß man eben mit Hochdruck später alles wieder abdichten ... und außerdem , war denn diese sehr aufwendige Bauausführung wirklich so unbedingt erforderlich , es gibt andere und günstigere Alternativen aber das Thema hat sich ja nun erledigt
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  14. #13
    ManfredH
    Gast
    [QUOTE=Cincinnatus;407861] ... eigentlich versteh ich diese Art der Abdichtung gegen drückendes Wasser überhaupt nicht, normal sollte man eine Betonsohle erstellen , diese glatt abziehen, dann sofort vollflächig abkleben und darauf sofort die eigentliche tragende Betonsohle gießen, damit die geklebte Abdichtung auch wirklich dicht ist und Wasser nicht durch die Betonsohle drücken kann ... /QUOTE]



    Hallo, es geht um eine WU-Bodenplatte und die darüberliegende Diffusionssperre
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    @cincinnatus sie haben nicht verstanden um was es hier geht?? Nichtunterkellert! Wo ist drückendes wasser?

    @peter die bahn darf auch lose und ohne voranstrich verlegt werden.
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  17. #15
    peter75
    Gast
    Was bedeutet eigentlich Diffusionssperre? Was diffundiert denn da, wenn es nicht um aufsteigende Feuchtigkeit (d.h. Wasserdichtigkeit) geht?!
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