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  1. #1

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    Lage Hausanschlüsse - Wer weiß wo?

    Hallo zusammen,

    folgendes Problem:
    Mein Baugrundstück ist voll erschlossen und die Hausanschlussleitungen liegen bis ins Grundstück.
    Von den Spartenträgern Strom, Telekommunikation und Wasser gibt es Bestandspläne, die die Lage der Leitungen kennzeichnen. Nur für den Kanal gibt es nichts.
    Ich habe natürlich keine Lust, teure Suchschlitze zu bezahlen. Ich glaube auch schonmal gehört zu haben, dass der zuständige Netztbetreiber (Gemeinde oder Abwasserzweckverband) Auskunft über die Lage des Anschlusses geben muss. Stimmt das?
    Ich habe dem Abwasserzweckverband vorgeschlagen, eine Kamerabefahrung zu machen. Natürlich sehe ich auch nicht ein diese zu bezahlen, denn es ist doch deren Sache wenn sie die Bestandsunterlagen nicht erstellt oder verloren haben. Schließlich "muss" ich ja an deren Leitung und da können die eigentlich schon sagen "wo".
    Kennt jemand vieleicht rechtssprechungen o. ä. hierüber?

    Gruß
    M. Kraus
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  2. Lage Hausanschlüsse - Wer weiß wo?

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  3. #2

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    Normal gibt es an der Grundstücksgrenze einen Übergabeschacht, von oben als Gussdeckel ca. 50 x 50 groß zu erkennen. Auch wissen Nachbarn oft, wo heran geschachtet wurde.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Also in Bayern (in Franken zumindest) wird bei der Erschließung kein Schacht ans Ende der kurzen Stichleitung gesetzt. Ist ja auch nicht sinnvoll, denn wer weiß ob er da später stört und außerdem der spätere Käufer für den Schacht verantwortlich ist.
    Das Baugebiet in meinem Fall ist vor 35 Jahren erschlossen worden. Da weiß kein Nachbar mehr wo da was verlegt wurde.
    Aber ich bin der Meinung, dass die Gemeinde oder wen auch immer der Kanal gehört, Auskunft über die Lage machen müssen. Wie das rechtlich geregelr ist weiß ich eben nicht, deswegen die Frage.
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  5. #4
    ManfredH
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    Ruf einfach am Montag mal beim Tiefbauamt an und frage nach einer sog. Kanalauskunft; das ist ein Blättchen DIN A4 mit einem Lageplanausschnitt des betreffenden Bereichs, in dem die Abwasserleitungen, Schächte usw. eingetragen sind.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Ich weiß wie so ein Blatt aussieht und ich habe das ja auch schon gemacht, aber es gibt ein solches "Blättchen DIN A4" nicht.
    Deswegen frage ich ja auch ob der zuständige Betreiber so ein "Blättchen" haben MUSS oder nicht.
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  7. #6
    Avatar von susannede
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    Mein Baugrundstück ist voll erschlossen und die Hausanschlussleitungen liegen bis ins Grundstück.
    Also Bayern ist ja son komisches Land, für Auswärtige, mein ich.

    Gehe ich recht in der Annahme, dass der an Dein Grundstück geführte Abgang vom Hauptkanal Deiner Meinung nach einfach so mit nem Endstopfen irgendwo am Gehsteig verbuddelt sein soll?

    Und dass Übergabeschächte in Bayern unbekannt sein sollten?

    Behaupte doch einfach mal, Dein Grundstück sei nicht erschlossen und verlange die Erschließung. (Erschließungsgebühren???)

    Klar ist ne Kamerabefahrung die einfachste Methode, herauszufinden, ob da ein Abgang ist und wenn ja, wo der liegt.

    Bayern bleibt mir rätselhaft.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Ist mir egal ob Bayern rätselhaft ist oder nicht, zumindest ist es wirtschaftlich, landschaftlich etc. mit das schönste Land. Aber das ist hier nicht das Thema.
    Übergabeschächte sind in Bayern auch nicht unbekannt. Es wurde früher nur nicht überall gefordert. Ist ja auch nicht überall sinnvoll. Das ist aber auch nicht das Thema. Und der Anschluss wird bei uns in der Gegend bei einer Neuerschließung immer bis ins Grundstück gelegt. Alles andere ist auch Gogolores denn wie kann man so blöd sein und jedesmal wenn einer baut wieder den neuen Gehweg aufreißen? Die Bayern zumindest nicht.
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  9. #8

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    Schön, dass wir drüber geredet haben....
    Irgendwer hat den Kanalanschluss gebaut und irgendjemand (die gemeinde?) hat den Kanalanschluss beauftragt. Und dazu gehört üblicherweise auch ein Plan.
    Ich seh' das eigentlich auch so: ein Kanalanschluss den sie Dir nicht zeigen können ist eigentlich keiner.
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Bauwahn Beitrag anzeigen
    Und dazu gehört üblicherweise auch ein Plan.
    Ich seh' das eigentlich auch so: ein Kanalanschluss den sie Dir nicht zeigen können ist eigentlich keiner.
    • Das sehe ich auch so.
    • In der Regel gibt es eine Einmessskizze mit Bezug auf die Kanaldeckel des Hauptkanals.
    • Und Susanne, dass mit dem Stopfen am Anfang eines Zugangs (nicht Abgangs) bzw. Anschlusskanals ist schon so üblich.
    • Lobenswert und hilfreich ist, wenn dann noch genau am Ende ein Kantholz senkrecht in den Boden eingebaut wird.
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  12. #10

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    kein Scherz

    Maßketten auf Plänen des Versorgers sind manchmal - und leider häufig bei Kanal- und Wasseranschlüssen - nicht das Papiere wert, auf dem sie stehen. Da wir die Wasserleitung nicht dort gefunden hatten, wo sie laut Versorger hätte liegen müssen, hat unser Baggerfahrer die Wünschelrute rausgeholt - mit Erfolg!
    "Kantholz" war beim Kanal eins da, es begann ca. 2m unter GOF ...
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  13. #11

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    Das ist in Franggn scheinbar so üblich

    Wir hatten das Glück, daß der Straßen-und Tiefbauer zu faul war zwei Gräben zu machen. D.h. dort, wo wir das Wasser versteckt wussten( neuerding schauen die aus dem Boden raus) haben wir beim Freilegen bemerkt, daß auch weiter nach unten kein gewachsenes Erdreich war, also vorsichtig weitergebuddelt, ein vergammeltes Brettstück gefunden und an dessen unteren Ende eine Tonrohrmuffe, verschlossen mit einem ebenso vergammelten Zementsack. Komischerweise war auch bei uns lediglich die Lage des Kanalanschlusses nicht bekannt.
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