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Bewertung von Leckagen

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  1. #1

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    Bewertung von Leckagen

    Moin zusammen,


    Um den tatsächlichen Lüftungsverlust aus dem n50 Wert zu bestimmen, wird in der DIN ein Faktor, ca. 0,07 je nach Gebäudelage, angegeben. Wie sieht das Rechenmodel zu diesem Wert aus? Bzw. wie werden die vielen unterschiedlichen Ursachen zur Luftduchlässigkeit,
    wie Einbaustrahler, Fensterrahmen,Holzbalkenlagen, Lüftungsöfnungen etc. ,
    bewertet, da diese ja nicht gleichermaßen vom Wind angestömt werden.
    Unser Ziel ist es, im Rahmen einer Diplomarbeit einen Wert zur Abschätzung des Energieverlustes im derzeitigen Gebäudebetand zu bekommen.

    Wie würden uns freuen, wenn ihr uns Informationquellen nennen oder uns evt. mit eigenen Erkenntnissen und Erfahrungen weiter Helfen könnt. Wir bedanken uns im vorraus für eure Bemühungen.

    Bis dann
    Hanjo Jaschke
    Christoph Ubbing
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  2. Bewertung von Leckagen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von Herbert
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    Der Wind ist nur eine der Antriebskräfte

    für Luftströmungen. Diese ist wetterabhängig. Weitere Antriebskräfte sind Thermik durch unterschiedliche Temperatur innen zu außen und Druckunterschiede, die durch den Betrieb von Lüftungsanlagen entstehen. Erstere ist jahreszeitabhängig.

    Die Antriebskraft Wind ist weiter abhängig von der Gebäudelage. Deshalb wird in der Norm, die die Umrechnung vom n50-Wert in den Luftwechsel bei natürlichem Druck vorgibt ,nur eine Unterscheidung bei der Gebäudelage gemacht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Umrechnung mit einem Rechenmodell ermittelt wurde, lasse mich aber gerne belehren.

    Eine Zuordnung der Leckageströme zu den unterschiedlichen Leckstellen ist schwierig. Ein Gefühl für die Verteilung bekommt man, wenn man das ganze Gebäude mit Nebel füllt und dann im Gebäude einen Überdruck erzeugt. Die an verschiedenen Stellen austretende Nebelmenge vermittelt ein Gefühl für die Verteilung der Leckageströme.

    Hinweis:
    Das geht nur bei Windstille.
    Und nicht vergessen, die Feuerwehr vor dem Test zu benachrichtigen. Sonst wird man durch Sirenengeheul gestört.
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  4. #3

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    Literaturstellen

    Klopfer, H.: Aufgabe: Wie erhält man aus dem n50-Wert einer Blower-Door-Messung den tatsächlichen Luftwechsel in einem Gebäude unter realen Bedingungen? bau zeitung 55(2001) H. 12, S. 70 - 71

    Ebel, J.: Leserbrief dazu/ Klopfer, H.: Antwort dazu. bau zeitung 56(2002) H. 1-2, S. 10
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  5. #4
    Themenstarter

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    herzlichen Dank für die schnelle und sehr hilfreiche Beantwortung!

    Ich hab noch ein paar Fragen und würde mich freuen auch diese beantwortet zu bekommen.
    Kann mit dem aus der Blower Door Messung errechnetem Gebäudeexponenten außer der Bestimmung des n50 Wertes auch eine Aussage über Leckageursachen getroffen werden.(kleinerer Exponent ->größere turbolenzen in den Leckagen)?

    Welche Schlussfolgerungen können aus der unterschiedlichen Lage der Regressionsgragen gezogen werden. (Paralleler oder kreuzender Verlauf)?

    Welche Berechnungen werden mit der äquivalenten Leckagefläche durchgeführt?

    vielen Dank
    Hanjo Jaschke
    Christoph Ubbing
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  6. #5

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    Ventilwirkung

    Die äquivalente Leckagefläche wird nicht viel nützen.

    Dagegen kann man aus den unterschiedlichen Regressionsgeraden eine Abschätzung machen - wenn sich die Geraden nicht decken, haben zumindest einzelne Leckagestellen eine Art Ventilwirkung: z.B. wenn 2 Folien unverklebt sind und nicht symmetrisch gelagert sind. In einer Richtung kann dann der Luftdruck den Spalt öffnen - in der anderen Richtung den Spalt schließen.
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