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Wie prüfe ich Silikonfugen?

Diskutiere Wie prüfe ich Silikonfugen? im Forum Sanitär auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Avatar von Tanguero
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    Wie prüfe ich Silikonfugen?

    Hallo zusammen,

    in unserem relativ neuen Haus ist ein Wasserschaden an der Erdgeschossdecke aufgetreten.
    Darüber liegt unser Bad.

    Als meine Frau bei unserem "ex"-Bauleiter anrief um zu reklamieren war zufällig auch der entsprechende Sanitärmeister bei ihm.
    Dieser schob ungesehen alles auf undichte Fugen. Nach eineinhalb Jahren könnte dies ja auch tatsächlich der Fall sein.

    Er hat angekündigt, vorbei zu kommen um mit einem Schraubendreher dagegen zu drücken um die Dichtigkeit zu testen!

    Wir haben die Befürchtung, dass er damit - natürlich rein zufällig - Undichtigkeiten erzeugen könnte um vermeintlich einer Gewährleistung zu entkommen.
    Denn die Kontrolle der Fugen ist ja Sache des Bauherren.
    Also habe ich alles sehr genau fotografiert und sogar über die Fugen gefilmt um ein (mäßig gutes) Beweismittel zur optischen Unversehrtheit zu haben.
    Die Fugen sehen in den Ecken noch schön konkav aus und haften bei leichtem Druck mit einem Finger auch überall an den Fliesen.

    Dass die Fugen keine Dichtungs- sondern Füllfunktion haben ist uns bekannt.
    Der Fliesenleger hat auch alles unter dem Duschkörper mit Dichtband abgeklebt und mit blauer Gimmifarbe überzogen.
    Er meinte er mache das immer besonders sorgfältig, da er 30 Jahre dafür haftet.

    Also bleibt noch ein Wasserabfluss der Waschbecken, der noch näher an der Wasseraustrittsstelle vorbei läuft und vielleicht eher als Kandidat in Frage kommt.
    Oder ein Minileck in der Fußbodenheizung. Aber der Druck bleibt seit zwei Tagen sehr konstant.

    Aber zur eigentlichen Fragestellung:
    Ihr meint doch wohl auch, dass ein Schraubendreher kein geeignetes Werkzeug zum Prüfen von Silikonfugen ist?
    Wie prüft man das denn richtig?


    Gruß
    Tanguero
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  2. Wie prüfe ich Silikonfugen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Tanguero Beitrag anzeigen
    Wie prüft man das denn richtig?
    Gar nicht

    Silikon ist ein elastischer Fugenfüller.

    K E I NMittel zur Abdichtung.

    Es ist also Sch..... egal, wie sehr der Sanilöter in den Fugen rumstochert. Die Abdichtung ist anders sicherzustellen.

    Lesestoff
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=34849
    und
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=24014
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  4. #3
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    Avatar von Tanguero
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    Hallo Ralf,

    bitte lies doch mal meinen Beitrag bevor Du reflexartig auf offensichtliche Reizthemen reagierst.

    "Dass die Fugen keine Dichtungs- sondern Füllfunktion haben ist uns bekannt."

    Wenn die Fugen aber vor einer Prüfung eine dichtende Funktion haben obwohl sie das nicht haben müssten, ist dies löchrigen Fugen vorzuziehen, da ja auch noch Dreck abgehalten wird.
    Du putzt Dein Bad wohl nicht selbst?

    Und stell Dir bitte mal die Frage was passiert, wenn an der nicht dichtenden Fuge Wasser unter eine Wanne liefe. Da sammel es sich dann. Und schmockert vor sich hin und stinkt vielleicht mal. Und eines Tages steht es dann so hoch, dass es sich doch einen Weg sucht.
    Da ich über den Heizungsventlikasten noch unter die Badewann im anderen Bad komme, habe ich deshalb schon an einen Feuchtesensor gedacht.

    Ich verstehe Deinen Einwand da ich vorher andere Kommentare zum Thema Silikonfugen gelesen habe.
    Aber Du würdest einen nahenden Autocrash doch auch abwenden, vorausgesetzt Du könntest es. Auch wenn "der andere" Schuld ist und die Versicherung sowieso alles Zahlt. oder?
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  5. #4

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    Mal ne ketzerische Frage zwischendurch:

    Ist es nicht so, dass an ein "normales Wohnungsbad" ohne Ablauf und
    feuchteempfindlichen Untergründe eh laut DIN keine besonderen Ansprüche
    an die Abdichtung gestellt werden?

    Kann somit Silikon, in entsrechender Ausführung, als funktionsfähige
    Dichtstoffanschlussfuge nicht auch ausreichend vor eindringendem Spritzwasser
    schützen?

    Was jetzt die "beste" Ausführung wäre soll nicht zur Debatte stehen...
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  6. #5

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    ....und schon kommen wieder die Emotionen hoch.

    Ralf will damit nur sagen, dass es egal ist, ob die Fuge dicht, nicht dicht oder nicht vorhanden ist. Es darf kein Wasser zwischen Wand und Wanne durchkommen. Die Dichtigkeit wird mit Dichtband und Anstrich erreicht. Die Praxis zeigt aber, dass diese Abdichtung nicht vorgenommen wird, also Wanne an die Wand, Fliesen drauf und Silikon in die Fuge.
    Genau das sollte deine Agumentation dem Löti gegenüber sein. Wenn die Silikonfuge sauber drin sitzt und Verbindung zu Wand und Wanne gegeben ist, dann ist es gut.
    Du kannst auf jeden Fall seine Kompetenz anzweifeln wenn er mit dem Schraubenzieher anrückt.
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  7. #6

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    Danke, Billy.

    Ich habe nie gesagt, es solle kein Silikon in die Fuge. Ich hab in meinen Bädern (oh wunder) auch Silikon zwischen Badewanne/Dusche und Fliesen.
    Aber eben nur damit ich nicht mit der Zahnbürste Fugen putzen muss.

    Es gibt nur zwei fachgerechte Lösungen für die Badabdichtung.
    1) Anschluß Wanne/Dusche Wand abdichten (NICHT mit Silikon), Anschlüße Wanne Boden abdichten, Boden abdichten.
    2) Hinter Wanne/Dusche runter, Fugenabdichtung, Bodenfläche abdichten

    Bei 2 kann nie ganz verhindert werden, dass Wasser unter den Objekten steht, ja. Deswegen stehts bei mir auch auf Platz 2

    Und solange sich das Silikon dann nicht erkennbar ablöst, sind kleinere Flankenabrisse unwichtig, weil sie keinen (Wasser)Schaden anrichten können.

    Von daher kann Dein Sanilöter seinen Schraubendreher und sein Messer in der Tasche lassen. Statt dessen soll Dein BL sich mit dem Sanilöter und dem Fliesör auf die Baustelle begeben und klären, wie die Planungs- und Ausführungsmängel behoben werden (können).
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  8. #7
    Themenstarter
    Avatar von Tanguero
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    @Billy Da Kid

    Ich habe schon sehr viel in diesem nützlichen Forum gelesen und einige Poweruser in ihren Schreibgewohnheiten kennen gelernt. Auch Ralf, dessen Meinung ich sehr schätzte. Seine Lesetips werde ich mir wenn ich mir heute abend zu Gemüte führen.

    Wenn man jemanden aber zu kennen glaubt, entwickelt man Erwartungen an die Reaktion des Anderen. Ich ahnte z.B. dass Ralf dieses Posting in der Form schreibt, da er sich ja an anderer Stelle im Forum zu Fugen ähnlich geäußert hat.
    Um dem also vorzubeugen habe ich so formuliert, dass es hätte klar sein müssen, dass es in meiner Hauptfragestellung weder um Dichtfunktion von Silikon, noch in erster Linie um Gewährleistung geht.

    Ich wollte nur wissen wie ich prüfen kann ob die Fugen dicht sind. Falls sie dicht sind, scheidet die Duschwanne als Quelle des Wasser aus und die Fehlersuche kann in anderer Richtung erfolgen.

    Die Tatsache, dass ich trotz meiner "Vorsichtsmassnahmen" Ralf mit Schreien geantwortet hat und nicht auf meine Frage einging hat mich halt enttäuscht.
    Und dem habe ich auf meine Weise Ausdruck verliehen.
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  9. #8
    Avatar von OldBo
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    Frage Muss man ..........

    Muss man wirklich darüber diskutieren?

    "Silikon" ist des Pfuschers liebstes Hilfsmittel

    Gruß

    Bruno Bosy
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Und solange sich das Silikon dann nicht erkennbar ablöst, sind kleinere Flankenabrisse unwichtig, weil sie keinen (Wasser)Schaden anrichten können.

    Von daher kann Dein Sanilöter seinen Schraubendreher und sein Messer in der Tasche lassen. Statt dessen soll Dein BL sich mit dem Sanilöter und dem Fliesör auf die Baustelle begeben und klären, wie die Planungs- und Ausführungsmängel behoben werden (können).
    Danke Ralf!

    Das ist die Info die mir weiter hilft!

    Es wirkt wirklich alles fest. Also bleiben als Fehlerquelle Fußbodenheizung oder Abfluß. Oder die Dichtung um den Abfluß.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Tanguero Beitrag anzeigen
    Ich wollte nur wissen wie ich prüfen kann ob die Fugen dicht sind. Falls sie dicht sind, scheidet die Duschwanne als Quelle des Wasser aus und die Fehlersuche kann in anderer Richtung erfolgen.
    Dann schreib das doch einfach.

    Dann mal mögliche "Löcher" aufgezählt

    Dichtmanschetten um die Anschlüsse der Duscharmatur (beliebte "Quelle")
    Unter der Dusche einschl Randfugen abgedichtet?
    Was hat er da zwischen Dusche und Wand reingebracht? So ein weisses Schaumband?
    Anschlüsse des Ablaufs an die Duschtasse (Schwiegervater ist da mal ne Dichtung abgehauen - 3 Räume "geflutet")
    Badewanne vorhanden???

    Wie sieht der Wasserschaden aus, wie schnell wird er grösser?

    Anderes Bad vorhanden (um die Dusche mal ausser Betrieb nehmen zu können)?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
    Muss man wirklich darüber diskutieren?

    "Silikon" ist des Pfuschers liebstes Hilfsmittel

    Gruß

    Bruno Bosy

    Wie ist denn die Bezeichnung des "Dichtstoffes" (Anschluss Badewanne) der in
    den Bildern Deines Links dargestellt ist?
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Tanguero Beitrag anzeigen
    Danke Ralf!

    Das ist die Info die mir weiter hilft!

    Es wirkt wirklich alles fest. Also bleiben als Fehlerquelle Fußbodenheizung oder Abfluß. Oder die Dichtung um den Abfluß.
    Halt Stop Brrrrr Hooooooo

    Diese meine Aussage gilt N U R, wenn die Abdichtung darunter i.O. und fachgerecht ist.
    Ist darunter (wie meistens) Murks, dann fungiert das Silikon als Abdichtung - bis es irgendwo einen kleinen Flankenabriss gibt.
    Und da befördern dann schon kleine Risse durchaus mehr als nur ein paar Tropfen!!!!
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  14. #13
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    Avatar von Tanguero
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    Der Einhandmischer hat eine Chromverblendung, Duchmesser ca. 20cm die nie verfugt wurde. Da schaue ich heute noch drunter. Aber eigentlich liegt das Teil gut an der Wand an und bekommt nur Spritzwasser ab.

    Die Ausführung der Randabdichtung kann ich evtl noch auf Bildern finden - monentan nicht zur Hand.

    Der Wasserschaden äußert sich unter der Treppe nach oben an der Grenze zum Elternbad. Ein kleiner Fleck liegt auf Betonebene. En anderer Fleck höher. Von dort gab es wohl mal ein Rinnsal an der Treppenunterseite (gewendelt) runter bis zu einem 15cm Fleck auf der Tapete der schwarz geschimmelt ist.
    Der Schimmel weist vielleicht auf ständigen Wassernachschub hin. Ein Temperaturmessgerät zeigt auf den Wasserflecken ein Grad weniger an. Unter der Treppe ist der Putz entlang der Wasserspur aufgeblüht. Aber richtig nass fühlt es sich nirgends an.

    Auf der Etage ist noch das "Kinderbad" mit Duschmöglichkeit in der Badewanne. Dort habe ich schon - weil schnell durchführbar und das Wasser ja von dort bis zum Elternbad geflossen sein könnte - mal die Wanne samt Überlauf getestet und durch den Heizungsventilkasten auf den Beton geguckt. Alles knochentrocken. Es wäre also Ersatz vorhanden.


    PS.: Ich hatte ja im letzten Jahr schon einiges geschrieben und im Moment läuft ein Schiedsgutachten. Wenn dieses fertig ist, freue ich mich schon auf "Updates" einiger Threads.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von OldBo
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    Zitat Zitat von stevie Beitrag anzeigen
    Wie ist denn die Bezeichnung des "Dichtstoffes" (Anschluss Badewanne) der in
    den Bildern Deines Links dargestellt ist?
    Tja, so ist es, wenn die Firmen ihre Unterlagen neu verlinken. Der Link zur Firma xxxx ist jetzt aktualisiert

    Gruß

    Bruno Bosy
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  17. #15

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    Die Chromkappe ist ne Radkappe. Zierrat.
    In die blaue Pampe auf der Wand muss eine Manschette eingearbeitet sein, die dicht an den Armaturgrundkörper anschliesst!!!!

    Und Du glaubst gar nicht, wie viel Wasser Spritzwasser sein kann. Oder warum habt Ihr ne Duschtür
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