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Neubau mit Fachwerkoptik

Diskutiere Neubau mit Fachwerkoptik im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    DanielB
    Gast

    Neubau mit Fachwerkoptik

    Morgen zusammen,

    ich bin schon länger hier stiller Mitleser und habe mich jetzt mal registriert.
    Wir wollen in 2011 ein EFH bauen, Wohnfläche um die 150qm + Keller und stellen und ein Haus in der Optik eines Fachwerkhauses aber mit neuer Technik und angepasst an aktuelle Standards.

    D.h., der Wandaufbau muß nicht so sein wie Fachwerk, aber es soll von innen und außen so aussehen als wärs welches.
    In unserem Ort gibts mehrere Anbauten aus den 70er und 80er Jahren an Fachwerkhäuser die so realisiert wurden,
    mit Bimssteinen ein Massivhaus gebaut und von innen und außen 4cm dicke Bretter draufgeschraubt. Sieht täuschend echt aus.

    Wir waren bei diversen Herstellern von Holzständerhäusern und Massivbauten, alle sagen ``jaja, kein Problem, kann man machen''
    haben sowas aber nach eigenem Bekunden noch nicht gemacht und können auch wenige Aussagen zu Haltbarkeit und Auswirkungen
    auf Dämmung geben. Daher meine Frage: Ist es bei ``moderner'' Bauweise der Außenwände - bevorzugt Massiv mit
    Ziegel oder Kalksandstein (oder wie ist Bims im Vergleich zu diesne Steinen bzgl. Wärmedämmung und Kosten)
    - möglich diese innen und außen mit Fachwerkoptik zu verkleiden ohne die Dämmwirkung massiv zu
    beeinträchtigen oder Bauschäden durch Kältebrücken o.ä. zu verursachen? Weiter die Frage, ist es sinnvoll, die
    nichttragenden Innenwände direkt mit Fachwerk (Holzgerüst+Gipskartonplatten in den Zwischenräumen) zu bauen bzw. hat jemand
    hier sowas schonmal gemacht?


    Vielen Dank für alle Antworten

    Daniel
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  2. Neubau mit Fachwerkoptik

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  3. #2

    Registriert seit
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    853
    Warum nicht ein echtes Fachwerkhaus bauen?
    Gibts unter www. doch auch Anbieter für !
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  4. #3
    Avatar von Anfauglir
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    Eine echte Sichtfachwerkkonstruktion ist meiner Meinung nach nicht mit vertretbarem Aufwand mit heutigen Neubauanforderungen in Einklang zu bringen.



    Fachwerkimitat (würg) sieht, wenn nicht wirklich gut gemacht, nach einigen Jahren der Bewitterung oft so aus wie, ja eben Imitat, zumindest für geübte Augen.
    Gegen Sichtfachwerkwände im Inneren, tragend oder nichttragend, evtl. auch eine Vorsatzschale innen vor den Aussenwänden (dann mit bauphysikalischer Berechnung), spricht m.E. nichts, solange es optisch passt. Klare Formen mit KVH oder rustikal hutzelig mit gebürstetem Altholz.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Dingo Beitrag anzeigen
    Warum nicht ein echtes Fachwerkhaus bauen?
    Gibts unter www. doch auch Anbieter für !
    Das habe ich mich auch sofort gefragt.

    Irgendwie springen mir die Imitate immer gleich ins Auge. Mir fällt es schwer zu glauben, dass man heutzutage keine Fachwerkhäuser auf energetisch sparsamem und modernem Niveau bauen kann.


    Hast Du Dich schon mal konkret damit auseinandergesetzt?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Anfauglir Beitrag anzeigen
    Fachwerkimitat (würg) sieht, wenn nicht wirklich gut gemacht, nach einigen Jahren der Bewitterung oft so aus wie, ja eben Imitat, zumindest für geübte Augen.
    Stimmt. Die Bohlenblender (ach wie zweideutig ) erkennt man schnell.

    Zitat Zitat von Anfauglir Beitrag anzeigen
    Eine echte Sichtfachwerkkonstruktion ist meiner Meinung nach nicht mit vertretbarem Aufwand mit heutigen Neubauanforderungen in Einklang zu bringen.
    Stimmt nicht.
    Natürlich ist ein ausgemauertes/mit Putzfeldern versehenes Fachwerk teurer als eine entsprechende Wand OHNE Balken drin, weil das Anarbeiten Geld kostet.

    Aber die Machbarkeit ist kein Thema.
    Es erfordert nur die Inbetriebnahme des Denkapparates, um die diversen Schichten statisch, dämmtechnisch und bauphysikalisch auf einander abzustimmen.

    mit Bimssteinen ein Massivhaus gebaut
    und dann Fachwerk davor würde ich HEUTE nicht mehr empfehlen, weil Bims keine guten Dämmwerte hat. Da machen andere Konstruktionen mehr Sinn.

    Viele Grüsse
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  8. #6
    DanielB
    Gast

    Vielen Dank schonmal...

    ... an alle die geantwortet haben. Ein richtiges Fachwerkhaus zu bauen haben wir uns auch mal überlegt, sind dann anhand des Preises (350k€, was etwa 100k€ über dem geplanten Rahmen liegt) aber wieder schnell davon abgekommen. Selbst der Anbieter hat eingeräumt, dass das mit der Dämmung und so nicht ganz so einfach ist. Also am besten die Fachwerkoptik von außen vergessen und nur von innen was machen?

    Gruß

    Daniel
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  9. #7

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    Fachwerkblender

    Moin Moin,

    Fachwerkblender ist der richtige Ausdruck hierfür. Mein Geschmack ist es nicht, ich sehe dies auch nicht als Architektur, dann müssten die Simpson-Comics ja auch Literatur sein.

    Lassen Sie das gesamte Blendwerk sein und bauen Sie zeitgemäß. Wenn Fachwerk dann historisch - aber durch und durch. Das Bohlenfachwerk ist der gleiche Unsinn wie beim Neubau Berliner Schloss - historische Fassade, nachgebaut und vorgeblendet, dahinter Stahlbetonskelettbauweise = Walt-Disney-Bauweise.

    Freundliche Grüße aus Berlin
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