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  1. #1
    dan12
    Gast

    Zerfallenes Haus noch Bauplatz?

    Hallo,
    folgender Fall:
    Ein Haus, welches seit ca. 25 Jahren nicht mehr bewohnt ist, zwischendurch als Pferdestall genutzt wurde und seit ca. 10 Jahren leer steht und zerfällt zusehends. Ich würde dieses Haus ggf. gerne wieder aufbauen bzw. abreißen und nur den Bauplatz nutzen. Jetzt meine Frage: Kann das Bauamt mir dies untersagen? Das abreißen und neubauen kann ich mir vorstellen, aber können auch umfangreiche Renovierungsmaßen unterbunden werden, bzw. dass jemand das Haus jemals wieder bewohnt? Ich meine es war ja ein Wohnhaus.


    Danke und Grüße
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  2. Zerfallenes Haus noch Bauplatz?

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  3. #2

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    Entscheidende Frage wird sein: Steht die Hütte im Innen- oder Außenbereich?
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  4. #3
    dan12
    Gast
    Ich denke im Außenbereich.
    Der zugehörige Hof ist ca. 200m weit weg.
    Es handelt sich um ein ehemaliges Heuerhaus, lässt sich also dem Hof zuordnen, denke ich.
    Die nächste Ortschaft ist aber 1-2km weit weg.
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  5. #4

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    Dann kannst Du es meines Erachtens vollkommen vergessen. Da geht nichts mehr außer Abriß und dann grüner Wiese. Wohnen ausgeschlossen.
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  6. #5
    dan12
    Gast
    Aber warum? Es war doch ein Wohnhaus?
    Ab wann, also nach wie viel Jahren nicht Nutzung, ist es denn kein Wohnhaus mehr?
    Das (Reet-) Dach ist noch dicht, aber einige Wände sind leider eingefallen.
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  7. #6
    Baufuchs
    Gast

    Nur

    mal ein kleiner Ausschnitt aus §35 BauGB:

    die Änderung der bisherigen Nutzung eines Gebäudes im Sinne des Absatzes 1 Nr. 1 unter folgenden Voraussetzungen:
    a) das Vorhaben dient einer zweckmäßigen Verwendung erhaltenswerter Bausubstanz,
    b) die äußere Gestalt des Gebäudes bleibt im Wesentlichen gewahrt,
    c) die Aufgabe der bisherigen Nutzung liegt nicht länger als sieben Jahre zurück,
    d) das Gebäude ist vor mehr als sieben Jahren zulässigerweise errichtet worden,
    e) das Gebäude steht im räumlich-funktionalen Zusammenhang mit der Hofstelle des land- oder forstwirtschaftlichen Betriebs,
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  8. #7
    dan12
    Gast
    Könnte man denn nicht argumentieren, dass eine Änderung der Nutzung ja gar nicht eintritt? Ich meine das Haus war immer ein Wohnhaus, als Stall wurde es ja nie "offiziell" genutzt. e) trifft ja sogar zu und mit b) hätte ich ja kein Problem.

    Was ist erhaltenswerte Bausubstanz? Teile des Hauses sind bereits im 18 Jahrhundert erbaut worden.
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  9. #8
    dan12
    Gast
    Schade man kann nicht editieren.
    Mir ist gerade noch folgendes eingefallen:
    2. die Neuerrichtung eines gleichartigen Wohngebäudes an gleicher Stelle unter folgenden Voraussetzungen:
    a) das vorhandene Gebäude ist zulässigerweise errichtet worden,
    b) das vorhandene Gebäude weist Missstände oder Mängel auf,
    c) das vorhandene Gebäude wird seit längerer Zeit vom Eigentümer selbst genutzt und
    d) Tatsachen rechtfertigen die Annahme, dass das neu errichtete Gebäude für den Eigenbedarf des bisherigen Eigentümers oder seiner Familie genutzt wird; hat der Eigentümer das vorhandene Gebäude im Wege der Erbfolge von einem Voreigentümer erworben, der es seit längerer Zeit selbst genutzt hat, reicht es aus, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass das neu errichtete Gebäude für den Eigenbedarf des Eigentümers oder seiner Familie genutzt wird,
    d) würde auch zutreffen.
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  10. #9

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    Es müßten aber ALLE Punkte gleichzeitig erfüllt sein!
    Und da die Wohnnutzung vor mehr als 7 Jahren endete, ist ME der Zug endgültig abgefahren.

    Die ganze Variante 2 könnte sowieso nur greifen, wenn Du/Ihr MOMENTAN drin wohnen würdet (und dies schon seit längerer Zeit).
    Aber da auch das nicht der Fall ist...

    Kannst aber gerne nen Archi nehmen und mit dem mal bei der zuständigen Baubehörde vorfühlen.
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  11. #10

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  12. #11

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    - teilweise gelöscht -

    Baurecht im Aussenbezirk ist aber ein sehr schwieriges Thema - oftmals mit geringen Aussichten, da eine "Zersiedelung" vermieden werden soll.

    Klar muss Dir sein, dass die Ver- und Entsorgung sichergestellt sein muss. Wenn dies nicht der Fall ist, dann wird's eng. Ohne Stromanschluss kannst Du's definitv vergessen - eine eigene Ver- und Entsorgung mit Wasser ist natürlich machbar.

    Wie ich gestern schon geschrieben. Ein wirklicher Fachmann aus der Region kann Dir da am besten helfen. Warum? Oftmals "Auslegungssache", und deswegen teilweise in den Regionen unterschiedliche Entscheidungen.

    Ich würde VORAB einen Fachmann fragen (Architekt oder Fachanwalt) der unbedingt aus der Region ist und den Kreisbaumeister und Entscheider im Baureferat persönlich kennt. Dieser kann am Besten beurteilen, mit welcher Begründung dann ein Antrag "grad noch so genehmigt" wird ...
    Geändert von Baufuchs (18.11.2009 um 18:28 Uhr) Grund: siehe Folgebeitrag
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
    Baufuchs
    Gast

    Bitte

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  15. #13

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    ... na ja - sorry ... es war nicht als Anstiftung oder Anleitung zum Rechtsbruch gedacht ... die wesentlichen Punkte stehen aber noch in meinen Ausführungen!
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