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  1. #1

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    Wärmepumpe mit Lüftungsanlage

    Hallo Experten,

    wir planen gerade einen Neubau als Enegieeffizienzhaus 70 (nach neuer ENEV) mit 150 qm Wohnfläche. Haben auch schon ein erstes Angebot von unserem Architekten erhalten. Zum heizen hat er ein zentrales Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung vorgeschlagen (Tecalor 303 SOL). Das ganze Haus hat Fussbodenheizung.
    Nun bin ich mir nicht sicher ob so eine Kombination aus Lüftung und Wärmepumpe gut ist. Oder ist das nichts halbes und nichts ganzes.
    Leider finde ich im Internet keine einfach verständliche Seite die mir hier Aufklärung bietet.

    Könnt ihr mir helfen und was dazu schreiben oder mir links nennen?#

    Vielen Dank
    Stefan
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  2. Wärmepumpe mit Lüftungsanlage

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von rainerS.punkt
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    Moin,

    Wärmepumpe und Lüftunganlage haben zwar beide irgendwie mit dem Thema "Heizen" zu tun, aber beeinflussen sich ja nicht direkt: Warum soll diese Kombination prinzipiell unsinnig/nicht gut sein?

    Gruß
    Rainer
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  4. #3

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    Zitat Zitat von rainerS.punkt Beitrag anzeigen
    Moin,

    Wärmepumpe und Lüftunganlage haben zwar beide irgendwie mit dem Thema "Heizen" zu tun, aber beeinflussen sich ja nicht direkt: Warum soll diese Kombination prinzipiell unsinnig/nicht gut sein?

    Gruß
    Rainer
    ...man kann durchaus mal drüber nachdenken ob eine Heizleistung der WP von 4,2kw für ein Haus dieser Grösse ausreichen kann oder wie oft man mit der Zusatzheizung (sprich: HEIZPATRONE) rechnen muss....
    gruss
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  5. #4
    planfix
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    such hier mal nach den beiträgen von tieto.

    meist sind diese wunderdinger gar nicht so dolle wie beschrieben. schon allein der anteil der "erneuerbaren energie" wird nicht erreicht.
    wie auch? wenn ich mit der abluft heizen soll, dann dürfte das haus ja sonst keine weiteren verluste aufweisen .
    dies käme der erfindung des per pedeo mobile schon recht nahe.

    hier findest du auch einiges zum thema wärmepumpen
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  6. #5
    Avatar von rainerS.punkt
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    ... vermutlich hätte Stefan mal präzisieren sollen, wo hier konkret seine Bedenken liegen. Sonst bleiben doch wieder nur Glaskugel und Kaffeesatz.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo nochmal,

    ersmal Danke für die vielen Antworten.
    Meine Bedenken bzw. meine Frage ist folgende.

    Ist es besser sowohl eine Luft-Wasser-WP als eine Lüftungsanlage als Einzelgerät einzplanen oder können diese kombinierten Geräte das gleiche?

    Und wo liegen die jeweiligen Vorteile bzw. Nachteile?

    Danke für eure Mühe bislang.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von bazibaer Beitrag anzeigen
    Neubau als Enegieeffizienzhaus 70 (nach neuer ENEV) mit 150 qm Wohnfläche. Haben auch schon ein erstes Angebot von unserem Architekten erhalten. Zum heizen hat er ein zentrales Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung vorgeschlagen (Tecalor 303 SOL).
    Ohne meinen Anwalt...äh Heizlastermittlung sage ich da garnichts.

    Aber mein Bauch sagt, das geht in´s Auge.

    Auch wenn es sich bei der Kiste NICHT um eine reine Abluft-WP handelt, so ist doch zu befürchten, dass die Heizlast nur mit massivem Heizstabeinsatz gedeckt werden kann.

    Man beachte die Leistungskurven, mit/ohne WRG. Da stehen bei AT -10°C nur noch etwa 2,7/3,7kW bei VL 35°C zur Verfügung. Wie man damit 150qm Effizienzhaus 70 auf Temperatur bringen (oder zumindest halten) möchte, ist mir schleierhaft. Deswegen auch oben meine Aussage mit der Heizlast (nach EN12831).

    Die Kombination der 303 ist sicherlich nicht übel, aber für das geplante Haus sehr wahrscheinlich völlig daneben.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8

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    Moin,

    ich teile die Bedenken von R.B..

    Bei dieser Art der WP ist entscheidend wieviel Luft aus dem Gebäude entnommen wird!
    Für 150m² brauchst Du in der Regel nur 150m³/h, d.h. diese Luftmenge enhält nur eine bestimmte Wärmeenergie!

    Die dezentrale Zuluft ist nur bei Heizkörpern zu empfehlen, da der thermische Auftrieb durch den HK die Zuluft erwärmt. (Zuluftöffnung hinter oder über dem HK!). Mit HK ist aber eine WP nicht unbedingt zu empfehlen. Wird die für die WP optimale FBH eingebaut, dann besteht die große Gefahr dass es zieht!

    Auch der Coanda-Effekt hilft nicht! "Die zuströmende Luft hängt sich unter der Decke auf..."
    Dieser Effekt tritt nur ein, wenn die einströmende Luft einen ausreichenden Impuls durch einen Ventilator erhält.

    Also Vorsicht bei der gewählten Variante.

    MfG
    Maik

    PS: Wenn es zieht, dann kann man sich umdrehen, dann schiebts!
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  10. #9

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    Zitat Zitat von planfix Beitrag anzeigen
    dies käme der erfindung des perpedeo mobile schon recht nahe.

    Per Pedes? oder wie meinen?
    Im Zweifel hier http://www.fremdwort.de/suche.php gucken
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  11. #10
    Themenstarter

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    Hi RB, hi Jakoblinnert,

    vielen Dank, aber ich denke ihr werdet verstehen das ein "Otto Normalverbraucher" kein Wort von dem versteht was ihr da schreibt.

    Einfache Frage:
    - Was würdet ihr empfehlen?

    Gruß
    Stefan
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  12. #11

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    Kurz:

    Die Planung ist schlecht.
    Du wirst nicht zufrieden werden!

    Nimm eine Luft-WP und eine Lüftungsanlage mit Zu- und Abluft!

    MfG
    Maik

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  13. #12
    Themenstarter

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    Welche Mehrkosten entstehen dann so ungefähr? Eine Schätzung reicht.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von bazibaer Beitrag anzeigen
    Welche Mehrkosten entstehen dann so ungefähr? Eine Schätzung reicht.
    Meine Glaskugel sagt, "Richtig geplant sollte es auch ohne Mehrkosten möglich sein Dir was vernünftiges zu bauen."

    Mit der o.g. Lösung wirst Du vermutlich Probleme bekommen, weil das Teil einfach nicht zum Haus passt.
    Wichtig wäre zuerst einmal, dass die Heizlast ermittelt wird. Sonst stochern wir alle nur im Nebel.

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von fmw6502
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    ok versuchen wir es einfach:
    • aus Eff-70 nach EnEV 2009 schätzen wir mal 5kW Heizlast ab, d.h. das braucht Dein Haus permanent an sehr kalten Tagen an Wärmezufuhr wg. Verlust über die Hülle
    • wenn es draußen wärmer ist, dann entsprechend weniger
    • genauso bei hohen internen Gewinnen (viele Menschen oder viel Kochen) oder viel Sonne - beides ist aber nicht der sehr große Bringer in der Realität
    • dazu kommt aber auch noch die Wärme, die zum Aufheizen von Wasser benötigst - geht als warmes Abwasser raus
    • oder auch nur durchs Türöffnen o.ä. verlierst

    Diese Energie muß also ständig ersetzt werden. Dies kann nur durch die Luft-WP erfolgen. Dabei ist es unerheblich, ob die kalte Aussenluft erst erwärmt wird (=weiterer Wärmebedarf) oder direkt angesaugt wird.
    Wo soll die Wärme sonst herkommen?

    Leider können die Luftpumpen systembedingt bei niedrigeren Aussenlufttemperaturen weniger Wärme bereitstellen. Also muß der Heizstab (Elektrodirektheizung) ran.
    Je nach Gerät und Anwendung muß der Heizstab manchmal schon deutlich positiven Temperaturen zum Einsatz kommen. Also hat man keine WP mehr, sondern eine Elektrodirektheizung.
    Mal abgesehen vom Eff-55 Nachweis, der so sicherlich nicht erfüllt wird, laufen sehr hohe Kosten auf.

    Also frag mal die HT-Planer, ab welcher Temperaturen (Innen/Außen) der Heizstab ran muß und ob dies so im EnEV-Nachweis auch bedacht wurde.

    Grundlage für alle vernünftigen Planspiele ist die berechnete (und nicht geschätzte) Heizlast nach EN 12831 - wurde ja auch schon mehrfach erwähnt...

    Gruß
    Frank Martin
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  17. #15

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    Ich halte das erwähnte Gerät für das geplante Haus für nicht ausreichend. Die Leistung ist zu klein. Wenn es ein Eff 55 wäre, dann könnte das hinkommen, aber die THD 303 SOL ist eine sehr kleine WP...

    Wir beheizen ein KfW60 Haus mit 137qm mit einer Nibe 600P, die ist der THD 303 SOL sehr ähnlich, allerdings mit etwas mehr Leistung und zusätzlich Außenluftzuführung.

    Grundsätzlich funktioniert das Prinzip aber, und natürlich auch ohne Heizkörper. Heizkörper wären aus meiner Sicht eher der Tod der JAZ. Der Coanda Effekt funktioniert bei uns auch ohne Ventilatoren in den Zuluftventilen. Klingt komsich, ist aber so. Es zeiht nicht bei uns. Auch nicht bei den anderen Leuten mit so einer dezentralen Zuluft, die ich kenne. Aber natürlich kann man auch solche simplen Systeme falsch ausführen... :-)

    Also, entweder das Haus deutlich stärker dämmen, oder eine andere WP nehmen.

    Gruß, Hendrik
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