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Kompromisse beim Neubau

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  1. #1

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    Kompromisse beim Neubau

    Hallo,
    wenn man hier so querliest, findet sich oft die Aussage: wenn man schon baut, sollte man keine Kompromisse machen, oder die zumindest so gering wie möglich halten. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das nicht für jedermann möglich ist.
    Wir selbst überlegen schon lange, wie wir am Besten bauen wollen, was uns wichtig ist, doch lieber einen Altbau sanieren? etc. Wären unsere Finanzimittel nicht begrenzt, würde es uns sicherlich leichter fallen, aber so sind wir halt notgedrungen gezwungen, Kompromisse zu machen.
    Oder auch nicht. Sicherlich gibt es für Vieles alternative Lösungen oder manche Vorstellungen kommen hinterher ganz anders raus.
    Mich würde deshalb einfach mal interessieren, was für Kompromisse Ihr beim Bauen eingegangen seid und was sich davon hinterher als gut, schlecht, sinnvoll oder weniger sinnvoll herausgestellt hat.
    Danke + Gruß
    Claus
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  2. Kompromisse beim Neubau

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  3. #2

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    Die Frage mal andersherum interpretiert, vielleicht hilfts ja auch.

    Wir haben die in die Kostenrechnung fest eingeplante Bus-Technologie für die E-Anlage kurzerhand gestrichen, als es drum ging. Vermisst haben wir den Komfort noch nicht aber ein paar Tausender gespart......

    Aus meiner Perspektive kann man sich sowas also wirklich klemmen.
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  4. #3

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    ...wir hätten uns die (zu) teure Glasduschabtrennung besser gespart...und das Geld in die Haustreppe investiert. Zur Zt ist noch die Bau-Holzwangentreppe drin...und einigen Leuten fällts garnicht auf.
    -
    Ob Altbausanierung eine Alternative ist zeigt sich im Einzelfall...
    gruss
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  5. #4

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    Zitat Zitat von HolzhausWolli Beitrag anzeigen
    Aus meiner Perspektive kann man sich sowas also wirklich klemmen.
    Vieles ist auch einfach "Geschmackssache"! Wir haben uns trotz der Kosten für die Bus-Installation entschieden. Und ich würde es immer wieder so machen, sogar eher mehr dafür noch investieren um noch mehr Vorteile rausholen zu können. Aber das muss jeder für sich entscheiden. Dem einen ist das "Wellnesbad" das wichtigste, dem anderen vielleicht eine übergroße Garage. Alles kostet Geld und meistens ist es sehr begrenzt.

    Wenn die Grundsatzentscheidungen mal klar sind (also welche Räume, wie groß etc.) kann man überlegen, wo man sparen kann. Wir haben immer versucht zu überlegen: "Wenn wir jetzt hier sparen, kann man das später ohne großen Aufwand noch mal korrigieren?" Wenn ja, waren wir gern zum Sparen bereit, wenn Nein ist es ein Fall für "kein Kompromisse". Wobei das "ohne großen Aufwand" natürlich sehr relativ ist. Beispiel: Dämmung (WDVS, oder auch Dach), da kann man später kaum noch was dran verbessern, das muss von Anfang an passen. Dito bei Fenster. Bodenbeläge muss man Unterscheiden. Fliesen sollten auch gleich die "richtigen" sein, man kann aber relativ problemlos in einigen Räumen erst mal preiswerten Teppich/Laminat neben, wo später vielleicht mal ein schönes Parkett rein soll.
    Man kann auch Teile (Keller/Spitzboden) erst mal nciht voll ausbauen etc.

    Ohne Kompromisse wird es fast nie gehen, nur wie "schlimm" sind sie und kann man sie später noch korrigieren? Das waren für uns die Fragen.
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  6. #5
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    Zitat Zitat von HolzhausWolli Beitrag anzeigen
    Wir haben die in die Kostenrechnung fest eingeplante Bus-Technologie für die E-Anlage kurzerhand gestrichen, als es drum ging. Vermisst haben wir den Komfort noch nicht aber ein paar Tausender gespart......
    bei mir sah der kompromiss so aus:
    buskabel und leerrohre gelegt, auf die aktoren etc zunächst verzichtet.
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  7. #6
    Avatar von matom
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    Kompromisse? Klar!
    Allein schon durch die Diskussion mit dem Partner ergeben sich Kompromisse jeder möchte ja etwas einbringen und hat Wünsche.

    Mein größter Kompromiss, die Schwiegereltern mitzunehmen
    Zweitgrößter Keller weglassen.
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  8. #7

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    Ist es nicht so, dass jeder seine eigenen Prioritäten setzt?

    Dem einen ist die Marmortreppe wichtig, und er verzichtet dafür auf 3fach verglaste Fenster, der nächste möchte unbedingt sein Bussystem und streicht dafür ein paar cm beim WDVS. Dann gibt es Leute die verzichten gerne auf einen Keller, andere sparen dann eher beim Dachausbau. In vielen Fällen wird die tolle Haustechnik zusammengestrichen und es hängt dann doch eine xyz Gastherme im Keller.
    Die Liste könnte man beliebig fortsetzen, denn die Menschen sind glücklicherweise nicht gleich.

    Also solltest Du DICH fragen, was Dir an Deinem Haus "wichtig" ist, denn letztendlich sollst Du Dich darin wohlfühlen.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Hinkelstein Beitrag anzeigen
    ...
    Wir selbst überlegen schon lange, wie wir am Besten bauen wollen, was uns wichtig ist, doch lieber einen Altbau sanieren?
    ...
    Mich würde deshalb einfach mal interessieren, was für Kompromisse Ihr beim Bauen eingegangen seid ...
    Hi,

    die beiden Ausschnitte nehm ich jetzt mal als Kernaussage, und interpretiere rein dass ihr, auch wenn ihr schon länger drüber nachdenkt, noch vor der Grundsatzentscheidung "neu" oder "gebraucht" steht.

    An dieser Stelle sollte euch klar sein, dass "gebraucht", also etwas aus dem Bestand, egal ob mit oder ohne Sanierung, in 99% der Fälle mehr Kompromisse erfordert als ein Neubau, einfach schon deswegen weil ihr einen Grundriss, einen Baustil, eine Dachform, evtl. einen Garten kauft, der sich nicht mit euren Vorstellungen deckt.
    Wenn ihr dann versucht aus diesem fest vorgegebenen Zustand euer Idealbild zu formen, kanns ganz schnell teurer werden als wenn ihr euch gleich für einen Neubau entscheidet, und eure persönlichen "must-haves" gleich von Anfang an in die Planung einfließen lasst.

    Ich würde an eurer Stelle erstmal eine Liste aufsetzen mit allen Features die euer Haus haben sollte (nur ganz grob, nicht auf die Badewanne vom Hersteller xyz oder die Dicke irgendwelcher Wände versteifen), und danach diese Liste nach Prioritäten ordnen, also was euch sehr wichtig ist und was weniger, bzw. auch was ihr am ehesten verzichten wollt/könnt.
    Mit dieser Liste dann einfach mal im gewünschten Gebiet suchen, wenn es da nämlich keine Altbauten gibt, die sich einigermassen mit euren Vorstellungen decken (wenigstens 2/3 der Liste sollten schon übereinstimmen), dann stellt sich die Frage mit der Altbausanierung schon gar nicht mehr so...


    Bei mir persönlich ist es zum Glück so, dass sich meine Vorstellungen zum größten Teil mit dem deckt was wir nun ausgeplant haben (Neubau), und ich großteils nur "Spinnereien" streichen musste (Saunahaus im Garten, höchst fragwürdige Heizungsanlage, Designspielereien in der Küche), dafür hab ich halt jetzt doch den Keller, den ich eigentlich nicht wollte...
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Headhunter2 Beitrag anzeigen
    ... dafür hab ich halt jetzt doch den Keller, den ich eigentlich nicht wollte...
    Das ist ja nicht der schlechteste Kompromiss.

    Entscheidend ist meiner Ansicht nach, wie einfach (oder nicht) sich
    Kompromisse mittelfristig ändern lassen.

    Ist es der Fußbodenbelag (erst Mal Laminat statt Parkett)
    oder der Grundriss. Also banal oder elementar.

    Unser Bad ist so ein Beispiel (Altbau). Nicht besonders schmuck, aber
    immerhin schlicht weiß, recht groß und aus den 90ern. Auch wenn da schon
    einige Fliesen springen (Holzbalkendecke), kann ich noch ein paar
    Jahre gut damit leben.

    Funktioniert und kostet kein Geld.

    Dafür sind Lage, Grundriss und Grundstück kein Kompromiss, sondern
    so wie wir es wollten.
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  12. #10
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    Zitat Zitat von Headhunter2 Beitrag anzeigen
    Hi,

    Ich würde an eurer Stelle erstmal eine Liste aufsetzen mit allen Features die euer Haus haben sollte (nur ganz grob, nicht auf die Badewanne vom Hersteller xyz oder die Dicke irgendwelcher Wände versteifen), und danach diese Liste nach Prioritäten ordnen, also was euch sehr wichtig ist und was weniger, bzw. auch was ihr am ehesten verzichten wollt/könnt.
    Mit dieser Liste dann einfach mal im gewünschten Gebiet suchen, wenn es da nämlich keine Altbauten gibt, die sich einigermassen mit euren Vorstellungen decken (wenigstens 2/3 der Liste sollten schon übereinstimmen), dann stellt sich die Frage mit der Altbausanierung schon gar nicht mehr so...
    Hallo Headhunter, vielen Dank. Das mit der Liste ist natürlich schon lange erledigt und das, was uns wirklich wichtig ist, hängt an wenig Materiellem. Wir wohnten bisher in sehr typischen Domizilen, wie z. B. einer dreigeschossigen Wohnung aus dem 16ten Jhd mit fast nur Durchgangszimmern und diese Individualität ist uns wichtig. Wir würden uns lieber oft den Kopf an einem Balken anstoßen oder zum Klo über den Hof gehen, dafür aber in einem Haus oder Umfeld wohnen, das zu uns passt. Sprich: wir mögen "originale" Wohnungen (Fachwerkhäuser, Fischerhäuser über vier Etagen, Fabriklofts etc.). Ausstattung war uns bisher - bis zu einem gewissen Grad - ziemlich unwichtig. Wir haben kaum Schränke und tendieren z.B. eher zu wenig Elektrik als zu mehr. Allerdings würden wir gerne so energieeffizient wie möglich bauen und das geht mit einem Altbau vermutlich nicht mit unseren Finanzmitteln.
    Der große Kompromiss, der sich anbahnt, ist vermutlich die Grundstücksgröße.
    Besten Dank schonmal für die Antworten.
    Claus
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  13. #11
    Avatar von Shai Hulud
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    Zitat Zitat von Hinkelstein Beitrag anzeigen
    Mich würde deshalb einfach mal interessieren, was für Kompromisse Ihr beim Bauen eingegangen seid und was sich davon hinterher als gut, schlecht, sinnvoll oder weniger sinnvoll herausgestellt hat.
    Wir haben unser individuelles Traumhaus sehr konsequent ohne Kompromisse gebaut. Jetzt drin zu wohnen ist tatsächlich traumhaft. Wenn wir wieder bauen würden, kämen für uns nur wenige Änderungen im Detail in Frage.

    Wenn man konsequent nach seinem Konzept baut, muß man sich seiner Sache ziemlich sicher zu sein. Sonst hat man hinterher für sehr lange Zeit ein Problem.
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