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Wärmedämmung - EnEV beachten?

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  1. #1
    Talya
    Gast

    Frage Wärmedämmung - EnEV beachten?

    Hallo,

    ich hatte vor kurzem eine kleine Diskussion und wollte mir mal eure Meinung dazu einholen.

    Ein privater Bauherr möchte an seinem Wohnhaus ein Zimmer sanieren. Fläche einer dabei berücksichtigten Wand beträgt meiner Schätzung nach mehr als 10 % des gesamten Bauteils (Außenwand). Es handelt sich um eine Innendämmung, da lt. Bauherr keine Außendämmung möglich ist. (Ich war am Samstag beim Haus aber verstehe nicht ganz, warum das nicht möglich sein sollte. Unter welchen Umständen ist es denn nicht möglich, außen zu dämmen? Es handelt sich nicht um ein Haus, dessen Fassade wie bei einem Bauernhaus erhaltenswert ist.)

    Nun ist meine Meinung, daß der Bauherr bei der Innendämmung die EnEV berücksichtigen muß.

    Laut §9 ist die EnEV bei "Änderung, Erweiterung und Ausbau von Gebäuden" (Bestandsgebäude) anzuwenden. Weiter heißt es in Anlage 3 wie folgt (EnEV 2009 Nichtamtliche Lesefassung):

    Anforderungen bei Änderung von Außenbauteilen und bei Errichtung kleiner Gebäude; Randbedingungen und Maßgaben für die Bewertung bestehender Wohngebäude
    1 Außenwände
    Soweit bei beheizten oder gekühlten Räumen Außenwände
    a) ersetzt, erstmalig eingebaut
    oder in der Weise erneuert werden, dass
    b) Bekleidungen in Form von Platten oder plattenartigen Bauteilen oder Ver-schalungen sowie Mauerwerks-Vorsatzschalen angebracht werden,
    c) Dämmschichten eingebaut werden oder
    d) bei einer bestehenden Wand mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten größer 0,9 W/(m²·K) der Außenputz erneuert wird,
    sind die jeweiligen Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten nach Tabelle 1 Zei-le 1 einzuhalten. Bei einer Kerndämmung von mehrschaligem Mauerwerk gemäß Buch-stabe c gilt die Anforderung als erfüllt, wenn der bestehende Hohlraum zwischen den Schalen vollständig mit Dämmstoff ausgefüllt wird. Beim Einbau von innenraum-seitigen Dämmschichten gemäß Buchstabe c gelten die Anforderungen des Satzes 1 als erfüllt, wenn der Wärmedurchgangskoeffizient des entstehenden Wandaufbaus 0,35 W/(m²·K) nicht überschreitet. Werden bei Außenwänden in Sichtfachwerk-bauweise, die der Schlagregenbeanspruchungsgruppe I nach DIN 4108-3 : 2001-06 zuzuordnen sind und in besonders geschützten Lagen liegen, Maßnahmen gemäß Buchstabe a, c oder d durchgeführt, gelten die Anforderungen gemäß Satz 1 als er-füllt, wenn der Wärmedurchgangskoeffizient des entstehenden Wandaufbaus 0,84
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    W/(m²·K) nicht überschreitet; im Übrigen gelten bei Wänden in Sichtfachwerk-bauweise die Anforderungen nach Satz 1 nur in Fällen von Maßnahmen nach Buchstabe b. Werden Maßnahmen nach Satz 1 ausgeführt und ist die Dämm-schichtdicke im Rahmen dieser Maßnahmen aus technischen Gründen begrenzt, so gelten die Anforderungen als erfüllt, wenn die nach anerkannten Regeln der Tech-nik höchstmögliche Dämmschichtdicke (bei einem Bemessungswert der Wärmeleit-fähigkeit λ = 0,040 W/(m·K)) eingebaut wird.
    Daraus würde ich schließen, daß es sich bei der Aufzählung um ein "oder" und kein "und" handelt und die EnEV auf jeden Fall angewendet werden muß. Maßgeblich ist hier ein zu erreichender Wert von 0,35 W/(m²·K) (wie ist der Wert nachzuweisen?).

    Stimmt ihr mir zu oder greift die EnEV nur, wenn wirklich in das Gebäude eingegriffen wird, indem man bauliche Änderungen vornimmt?

    Gruß & Dank


    Talya
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  2. Wärmedämmung - EnEV beachten?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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