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  1. #1

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    Welche Heizung für 170qm KFW55 Haus

    Hallo Forum!

    Wir möchten im nächsten Jahr bauen und sind uns bei der Heizung noch unsicher. Bisher geplant war eine standart Gastherme mit Solar und FBH. Letztes Wochenende waren auf einer Energiemesse (Aachen) und dort wurde uns eine Split Wärmepumpe der Marke Nibe für unser Haus empfohlen. Ich bin mir etwas unsicher ob wir doch zu einer Wärmepumpe wechseln sollen. (Noch ist ja noch alles möglich) Kommt man damit wirklich wirtschaftlich durch den Winter bei einem 170qm Haus mit Keller und Lüftungsanlage? Könnte man zusätzlich einen keinen Holzscheit Kamin für das Wohnzimmer planen um bei den wirklich kalten Tagen etwas zu zu heizen? Macht das wirklich Sinn? Vielleicht kann uns ja jemand ein paar Tipps geben? Ach, im Moment beziehen wir unseren Strom über Lichtblick, würden das gerne beibehalten, weil wir von Atomstrom nicht so viel halten. Als upgrade könnte man in Zukunft auf das Dach Photovoltaik installieren und die Wärmepumpe unterstützen... Danke für Hilfe!
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  2. Welche Heizung für 170qm KFW55 Haus

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    planfix
    Gast
    lies mal hier:
    ... so lange die Anlage bessere Arbeitszahlen aufweist, verbessert sich sogar Dein Haus und Energieverbrauch.
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  4. #3

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    Was sagt denn der EnEV-Nachweis? Wenn KfW 55 feststeht, müsste im Nachweis eine Aussage getroffen werden. Wenn nicht, sollten Sie sich schnellstens Sachverstand einkaufen.

    Ein Scheitholzkamin darf beim Nachweis nicht berücksichtigt werden. Den Strom der eigenen PV selbst zu verbrauchen, ist bei den derzeitigen Bedingungen (WP-Strom ca. 15 Ct, Vergütung für PV fast 50 Ct) wirtschaftlicher Unsinn.
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  5. #4

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    Es gibt viele Möglichkeiten, eine Wärmepumpe ist nur eine davon.
    Die Entscheiung PRO FBH ist schon einmal gut, weil diese mit niedrigeren Temperaturen auskommt und somit auch Wärmeerzeuger betrachtet werden können, die bei hohen Temperaturen nicht so effizient sind. Zudem kann man solare Erträge besser verwerten.

    Die von Dir gezeigte LWP wäre für mich nur die 2. Wahl. Zuerst sollte man prüfen, ob es möglich ist einen Flächenkollektor zu bauen. Eine Sole WP mit Flächenkollektor liefert eine bessere JAZ als eine LWP. Dafür braucht es jedoch ausreichend Grundstücksfläche. Denkbar wäre auch eine DV-WP, die eine noch höhere JAZ aufweist.

    Bevor man jedoch an die Planung des Wärmeerzeugers geht, muss die Heizlast bekannt sein. Diese wird nach EN12831 ermittelt. Bei Deinem Haus schätze ich mal eine Heizlast um 6-8kW, genauers sagt die Heizlsatermittlung.

    Eine zusätzliche Solaranlage ist machbar, jedoch bringt diese kaum Vorteile. Wirtschaftlich rechnen wird sich diese Investition kaum. Trotzdem würde ich, falls das Geld zur Verfügung steht, in eine Solaranlage investieren. Aber auch die muss sorgfältig geplant werden (Stichwort: Heizungsunterstützung).

    Man könnte anstatt der WP auch über einen Pelletkessel nachdenken. Dieser erfordert jedoch einen Schornstein, Pelletlager, und regelmäßige Reinigung und Wartung. Darüber sollte man sich im Klaren sein.

    Einen Kaminofen könnte man auch einbinden, aber auch da gilt "sorgfältig planen", sonst überhitzt der Raum in dem die Kiste steht.

    Wie Du siehst, stehen Dir einige Optionen offen. Jetzt kommt es darauf an, welche Prioritäten Du setzen möchtest.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Thomas Traut Beitrag anzeigen
    Vergütung für PV fast 50 Ct) ....
    für 2010 nur um die 40Ct./kWh.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    Themenstarter

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    Schon mal Danke für die vielen Antworten. Ich kann natürlich komplett dem Architekten vertrauen, dachte nur das ich mich vielleicht auch selber etwas schlau machen kann um ein besseres Verständnis zu bekommen. Soll man einen EnEV-Nachweis erstellen und dann zu einem (oder mehreren) Heizungsbauern gehen und sich dann das wirtschaftlichste System rauspicken?
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  8. #7

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    Nein. Wie R.B. schon schrieb: Heizlastermittlung nach DIN EN12831 mit deinen Vorgaben.
    Gibt es schon einen Vertrag mit dem Architekten und wenn ja, was beinhaltet der?
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  9. #8

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    Zur Ursprungsfrage: mehrere Heizsysteme sind normalerweise nicht wirtschaftlicher. Wenn die WP ordentlich dimensioniert ist, dann kommst Du damit selbstverständlich wirtschaftlich durch den Winter.

    Mit FBH und KFW55 Standard ist WP wahrscheinlich eh wirtschaftlicher als Gas. Aber wie R.B. schon sagt: erstmal mit Heizlastberechnung anfangen. Dann gucken, welche Leistung benötigt wird.

    Ja, eine Sole-WP hat gegenüber einer Luft-WP die bessere Jahresarbeitszahl. Aber deswegen muss das nicht wirtschaftlicher sein.

    Nibe ist einer der drei größten WP Hersteller in Schweden, die kennen sich aus. Aber natürlich gibt es auch andere gute WP Hersteller. Ich persönlich würde zuerst gucken, welcher Heizi (oder bei WP Kältetechniker) lokal den besten Eindruck macht und dann das nehmen, was der empfiehlt. Die beste WP nützt nix, wenn lokal dann kein Service zu bekommen ist. Und die beste WP ist nunmal die, die am besten geplant und realisiert ist, und nicht die, die bei einem bestimmten Meßpunkt den besten COP liefert.

    Gruß, Hendrik
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Applelunatic Beitrag anzeigen
    ...dachte nur das ich mich vielleicht auch selber etwas schlau machen kann um ein besseres Verständnis zu bekommen. ....
    Das ist auch richtig so, denn schließlich wird das DEINE Heizung und DEIN Haus.

    Du solltest Dich zuerst einmal mit den Vor- und Nachteilen der einzelnen Systeme vertraut machen. Dabei hilft Lesen hier im Forum, aber auch Dein Planer sollte in der Lage sein Dir Details zu nennen, denn er kennt Dein Haus ja besser als wir.

    Und lasse Dich nicht durch irgendwelche Wirtschaftlichkeitsanalysen verrückt machen, denn keine davon wird DEINEN Fall exakt treffen. Da hilft nur selbst rechnen, und zwar mit Deinen Rahmenbedingungen.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
    Themenstarter

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    Soviel weiss ich jetzt schon:
    - dem energetischen Status des Gebäudes
    KFW55 erreicht durch:
    Gasbetonwände, 3-fachverglasung und Lüftungsanlage (3.Etagen, 170qm, 255qm Grundstück)
    - dem Nutzerverhalten
    2 Erwachsene, 2 Kinder, normal bis sparsam (energiebewust), Heizung gerne auf 21°C, Dusche sollte morgens warm sein (bis ca. 45°C)
    - dem Standort (Klima)
    Aachen, Klimatabelle
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  12. #11

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    Zitat Zitat von crax Beitrag anzeigen
    Soviel zum Thema Wirtschaftlichkeit.

    mfg
    Man beachte meine Wortwahl.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12

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    @ crax

    Nach der letzten Bankenkrise bezweifele ich schon mal, das Anlageberater rechnen können. Insbesondere bezweifle ich, dass sie Wirtschaftlichkeit berechnen können. Aber es soll ja Ausnahmen geben
    Aber ein Anlageberater als Anlagenberater für Heizanlagen und deren Wirschaftlichkeit - na, ich weiß ja man nicht, ob das so wirklich sinnig ist.
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  14. #13
    MoRüBe
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    Ich würde zunächst einmal klären...

    ... Eff 55 ist ENEV 2007. Die güldet aba nicht mehr. Programm kfw55 läuft nach jetzigem Kenntnisstand Ende des Jahres aus. Oder ist die Entscheidung schon gefallen, Bauantrag gestellt?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Stimmt, ist ab 2010 KFW 70.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Applelunatic Beitrag anzeigen
    Stimmt, ist ab 2010 KFW 70.
    Nöööö, schon ab 01.10.2009.
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