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Balken finden

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  1. #1
    Avatar von applegg
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    Balken finden

    Hallo,

    irgendwie komme ich nicht weiter... Ich brauche für eine Besfestigung einen Balken. Meine Holzdecke besteht aus 14/20 Balken mit Fehlböden und Schüttung. Unten an die Balken sind 4 cm dicke Bretter als Untersicht genagelt. Darauf teilweise Heraklit bzw. Schilf mit Putz. Oberbelag mit altem Parkett.

    Wie finde ich denn jetzt am besten die Balken ? Wenn ich probebohre, dann komme ich immer durch Holz wg. der Bretter und dann habe ich immer einen Widerstand wegen der (in 80 Jahren gut verdichteten) Schüttung. Pläne sind zu grob, daher nicht wirklich hilfreich. Elektrischer Balkenfinder hat leider auch wg. der dicken Bretter an der Unterseite versagt.

    Gibt es einen Trick der Profis?


    Grüße
    Stefan
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  2. Balken finden

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  3. #2

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    bei mir laufen die füßbodenbalken parallel zu den dachbalken. vielleicht da mal ansetzen
    grüße manfred
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  4. #3

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    Mit dünnem Bohrer so tief bohren, bis man sicher durch die Bretter ist.
    Dann Stahlstange mit STUMPFEM Ende einführen und draufschlagen. Falls die Balken nicht völlig faul sind, merkt man da nen deutlichen Unterschied. Denn auch das Holz wird mit den Jahren härter!
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  5. #4
    Themenstarter
    Avatar von applegg
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    @manfred: Leider sind lt. plan in der DG-Decke weniger Balken als in der OG-Decke. Der Balkenlauf ist aber wenigstends bekannt (der Balken an der Wand liegt frei).

    @Julius: Na, dass sie Balken morsch sind, will ich mal nicht hoffen. Da ist alles gut.

    Dann werde ich wohl stochern müssen. Habe mich schon damit abgefunden, dass ich wohl ziemlich Schaden verursachen muss. Bei den Schilfträgern kommtbeim Bohren immer die halbe Dekce mit.

    Einzige Hoffnung sind die 10 baugleichen Nachbarshäuser. Evtl. baut einer von denen mal um in den nächsten Wochen
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  6. #5
    Avatar von Anfauglir
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Denn auch das Holz wird mit den Jahren härter!
    Nö.

    @applegg:

    Ich würde mit einem Schlangenbohrer bohren, den Unterschied Holz/Schüttung merkt man deutlich, kann allerdings aller 2-3 Löcher den Bohrer nachschärfen oder wegschmeissen.

    Wenn du dann per Bohrung den Balken geortet hast, besteht immer noch die Chance, dass du deine Befestigung genau neben eine Rissflanke o.ä. setzt. Wenn es um Leib und Leben geht würde ich stellenweise öffnen.
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  7. #6

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    Lieber Theoretiker mit beschränktem Erfahrungshorizont,

    ich kann Dir gerne die Abschnitte aus den einheimischen Nadelholzbalken zeigen, die wir hier beim Umbau herausoperiert haben. Und zwar unter großen Mühen, weil die Säge kaum greifen wollte!
    Die sind nach ca. 250 Jahren derart hart, daß frische Eiche dagegen fast wie Schaumgummi wirkt...
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  8. #7
    Avatar von Shai Hulud
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    Zitat Zitat von applegg Beitrag anzeigen
    Unten an die Balken sind 4 cm dicke Bretter als Untersicht genagelt.
    Diese Nagelreihen müßtest du mit einem Metallsuchgerät orten können.
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  9. #8
    Avatar von Anfauglir
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    Lieber Praktiker Julius, deinen Beitrag fand ich recht polemisch, deswegen mal ein bisschen ab vom Hauptthema.

    Mein Erfahrungshorizont ist beschränkt und wird sich im Bereich Zimmerei auch nicht mehr groß erhöhen. Dafür reicht er noch:

    Ich kann Dir gerne Abschnitte aus einheimischen Nadelholzbalken zeigen, die ich beim Umbau herausoperiert habe. Und zwar ohne große Mühe, weil die Säge scharf war!

    Ob und bei welchen Feuchtigkeitswerten Eiche weicher ist als Fichte wäre an einer ausreichend grossen Probenanzahl zu prüfen.

    Subjektiv mag es manchmal so erscheinen. In dem von dir genannten Fall kommt es sehr auf Art der Säge, Verschmutzung des Altholzes und Sägerichtung an (rein praktische subjektive Erfahrung).

    Bei meiner Aussage "Nö" berufe ich mich auf:

    "Erler/Knospe: Untersuchungen zu Festigkeiten und Anpassungsfaktoren alter Holzkonstruktionen, Forschungsbericht G4 TH Wismar 1989"

    mit einigen tausend Stichproben, und da das Alter (50-90a) der untersuchten Hölzer nicht ganz zu deinem Bsp passt noch hier:

    Zitat (aus Görlacher ua: Historische Holztragwerke ... Uni Karlsruhe 1999):

    "Untersuchungen von Werkstoffeigenschaften an 100 bis 500 Jahre altem Konstruktionsholz, durchgeführt an kleinen fehlerfreien Proben, ergaben, dass die Druck-,Biege- und Scherfestigkeiten von altem Holz den Werten für neues Holz entsprechen. ...
    ... Aussergewöhnlich hohe Festigkeiten auf Grund guter Holzauswahl oder besonderer Behandlung der Hölzer in früherer Zeit (Winterfällung, Wasserlagerung) konnte aber ebensowenig beobachtet werden."


    Und noch etwas zum Thema:

    Diese Nagelreihen müßtest du mit einem Metallsuchgerät orten können.
    An für sich keine schlechte Idee, allerdings wurden auch früher manchmal Latten/Bohlen als Höhenausgleich seitlich an die DB angebracht in die dann genagelt wurde. Im DB wurde oft aussermittig genagelt.
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  11. #9
    AallRounder
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    Extremvariante

    Hi,

    ich kann Deiner Frage nicht entnehmen, inwieweit die benötigte Befestigung die Deckenfläche abdecken wird bzw. ob auch eine neue Sichtfläche geplant ist. Da Du aber "die Balken" finden möchtest, fällt mir als sicherste und extremste Lösung nur ein, was ich selbst in zig Räumen durch habe:

    Einen schmalen Streifen Deckenputz sauber rausschlagen, daß die benachbarten Flächen möglichst schadrei bleiben, soweit sie nicht durch ne neue Sichtfläche oder Deine Befestigung abgedeckt werden. Dann unterm Putzträger die Befestigungsnägel der Deckenschalung suchen. Die Schalung MUSS auf den Balken aufgenagelt sein. Ideal ist es, nen Zwischenraum zwischen 2 Schalbrettern zu finden. Da kann man nen Zollstock o.ä. durchführen und wo er anschlägt, sitzt darüber der Balken.
    Wenn ein Balken gefunden ist, kann der "Suchschlitz" ja erst mind. 50 cm weiter wieder fortgesetzt werden, weil noch engere Balken m.E. selten sein dürften.

    Ich hab danach allerdings komplett ne GK-Decke rübergesetzt, nachdem ich an den Balkenpositionen Konterlattung mit langen Schrauben befestigt hatte. Dadurch sind die Schäden vom "Suchschlitz" natürlich alle verschwunden.

    Gruß
    AallRounder
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  12. #10
    Themenstarter
    Avatar von applegg
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    Danke

    für die Ideen.

    Es soll halt ein Schaukelsitz für den Juniour dran und im Nachbarraum mein Boxsack. Bei ersterem sehe ich schon etwas Risiko, ein Absturz aus vollem Schaukeln tut sicher mehr als weh.

    Ich wollte halt möglichst schadensfrei, aber ich merke schon, das wir wohl so nicht gehen....

    Also, ich fang mal mit der Stochervariante an und dann schaun mer mal.

    Grüße aus Minga.

    Stefan
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