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  1. #1

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    Angebotspreise für Abwasseranschluß o.K. ?

    Guten Abend,

    habe heute ein Angebot für den Abwasseranschluß erhalten und wollte Fragen, ob die Angebotspreise so in Ordnung sind. Ich bin nicht vom Fach und will nur wissen, ob sich das Angebot in einem üblichen Rahmen bewegt.

    1) Übergabeschacht Abwasser herstellen,
    > Schachtbauwerk aus Ringen DN 1000 liefern und setzen,
    > Abdeckung Klasse A,
    > Vorstreckung 1m aufs Grundstück und SML Klappe
    > sind bauseitig vorhanden,
    > inkl. Erdbau und Betonarbeiten auf Schachtsohle
    > überschüssigen Boden entsorgen
    > 1 Stck 1.550,00 €/Stck 1.550,00 €

    2) Pos.4 Verbindung Schmutzwasserleitung vom Haus herstellen,
    > KG Rohr DN 100, liefern und verlegen,
    > inkl. Erdbau und aller Nebenarbeiten
    > Abrechnung nach Aufmaß,
    > Ca. 15 m 47,80 €/m 717,00 €


    Noch eine Frage zu Pos. 1: "Vorstreckung 1m aufs Grundstück und SML Klappe sind bauseitig vorhanden" ==> was bedeutet "Vorstreckung" und was ist eine SML-Klappe ? Wer stellt eigentlich den Anschluß vom Abwasserkanal auf der Straße bis zum Schachtbauwerk her ?


    Danke und Gruß

    Frank
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  2. Angebotspreise für Abwasseranschluß o.K. ?

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  3. #2

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    Hi.
    Um den Preis bei 1.) beurteilen zu können: Wie hoch wird der Schacht? Dann muss zusätzlich noch in den Text eingefügt werden, dass das Schachtunterteil + Schachthals mit dazu gehört.... Sicher ist sicher.

    Zu 2.) Wie tief müssen diese Rohre denn verlegt werden. Gehört mit in den Langtext, da inkl. Erdarbeiten! Bei ca. 1m Tiefe ist der Preis kein Geschenk, aber meines Erachtens auch kein Wucher. Es steht zwar inkl. aller Nebenarbeiten, aber das 'Abdrücken' der Rohre ist gem. VOB (wenn ich jetzt nicht gewaltig irre) eine Zusatzleistung. Hier also beim Tiefbauer noch für die Druckprobe einen Preis im Vorfeld einfordern. Und die Rohre sollen doch geprüft werden?!

    SML-Klappe weiß ich auch nicht. SML ist ein Material; und zwar Grauguß !
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  4. #3
    Baufuchs
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    Das

    hier:
    Vorstreckung 1m aufs Grundstück und SML Klappe sind bauseitig vorhanden
    bedeutet, dass vorausgesetzt wird, dass die Verbindung vom Strassenkanal schon vorhanden ist und bis 1m ins Grundstück hineinverlegt ist.

    Statt SML-Klappe vermute ich, dass SML-Kappe* gemeint ist. (oder sogar da geschrieben steht)

    Verschlusskappe auf dem Rohrleitungsstück im Grundstück.
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  5. #4
    Avatar von meisterLars
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    KG DN100? Ich würd ja aus Gründen der Langlebigkeit (Wurzeleinwuchssicherheit) eher auf HS DN150 gehen. Btw, ich hab noch nie nen Hausanschluß in DN100 gesehen...

    Außerdem, mal unter uns, einfacher ist es, wenn die Firma, die Deinen Kanalstrang an den Hauptkanal anschließt, auch direkt die komplette Entwässerung macht. Welche Firmen dafür in Frage kommen, solltest Du bei dem Kanalnetzbetreiber (evtl die Stadt/Gemeinde) erfragen können. Meistens werden mit den Firmen Jahresaufträge für Kanalhausanschlüsse/Kanalreparaturen gemacht, so dass dort nicht jeder x-beliebige Tiefbauer buddeln darf.

    Ach ja, Kanaldichtheitsprüfung nicht vergessen!

    Edith sagt: Benötigst Du nur nen Schmutzwasserkanal oder auch nen Regenwasserkanal? Liegt in der Straße Trenn- oder Mischsystem?
    Geändert von meisterLars (26.11.2009 um 21:53 Uhr) Grund: Edith is noch was eingefallen
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke für Eure Hilfestellung

    Gruß, Frank
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  7. #6

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    @meisterlars

    hier gehts um schacht und leitungen innerhalb des grundstückes.
    die kann (fast) jeder verlegen. die gemeinde bzw. tiefbauamt kann aber vor überdeckung eine prüfung der anschlüsse verlangen.

    @fragesteller
    wenn die ausgänge aus dem haus und die lage der erschliessung von der straße klar sind, würde ich entweder auf einen pauschalpreis oder auf anähernd genaue massen (inkl. abzweige, bögen etc.) im angebot pochen.
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  8. #7
    Avatar von meisterLars
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    die kann (fast) jeder verlegen
    ... und da liegt das Problem. Falsche Gefälle, kein (geeignetes) Bettungsmaterial, die Liste ließe sich noch weiter fortführen.

    Die Krönung war vor ein paar Jahren der Bau, den der Bauherr in Eigenregie (man muß ja sparen...) mit nassem Lehm angefüllt hat und in dem Zuge auch direkt seine Dachentwässerung verlegt hat. Einfach so. Ohne Bettung oder Rohrummantelung. Ein halbes Jahr später durften wir dann alles wieder richten: Haus rundherum freilegen, Bodenabfuhr, Verfüllen mit 0/45 Rohre neu verlegen.

    Aber Rohre verlegen kann ja jeder...
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  9. #8

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    mit (fast) jedem, meinte ich die am roh-oder erdbau beteiligten firmen.
    nicht zwingender weise, die vom tiefbauamt bescheinigten
    und natürlich nicht die bastler.
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  10. #9
    Avatar von meisterLars
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    Hab ich mir fast schon gedacht, aber auch davon bin ich kein Freund.
    Einfach getreu dem Motto "Zu viele Köche verderben den Brei".
    Wenn eh eine bestimmte Firma den Kanalanschluß machen muß, dann ist es am einfachsten (und günstigsten), wenn diese dann in einem Zug auch die restlichen Rohre verlegt.
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  11. #10
    Avatar von ISYBAU
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    Zitat Zitat von sepp Beitrag anzeigen
    die kann (fast) jeder verlegen
    So sehen Sie dann auch aus und mir geht die Arbeit mit Schäden niemals aus.
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  12. #11

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    Hallo,

    man(n) kann es selber machen, aber eine fachgerecht sollte es schon sein, um spätere Probleme aus dem Weg zu gehen.

    Ich habe meine Schmutzwasserleitungen auch selber verlegt. Aber unter DN150 würde ich auch nicht verlegen. Das Problem ist, viele verlegen die Rohrleitungen unterhalb von Gebäuden und nicht außerhalb. Aber was ist, wenn die Leitung "unterhalb" mal undicht ist? In einem DN150'er Rohr könnte man die Leitung von innen reparieren aber in einem DN100'er Rohr nicht. Die meisten Entsorgungsunternehmen (Stadtwerke, oder Verbände) machen eine Art "Abnahme" der prviat verlegten Rohrleitungen. Und die helfen einen auch gerne.

    Aber wieso:
    > Schachtbauwerk aus Ringen DN 1000 liefern und setzen
    Ich habe auch nur ein SX400-Schacht (Unterteil, Rohr, Deckel) genommen. Der ist um einiges günstiger, einfacher zu verlegen und Kunststoff ist pflegeleichter.

    Gruß
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
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    Vorgaben zur Ausführung eines Revisionsschachtes werden oft durch den Kanalnetzbetreiber gemacht.

    Außerdem: hier wird sinnvollerweise die Verlegung von DN 150 vorgeschlagen, um später mal aus dem Rohrinneren reparieren zu können.

    Das geht aber nur aus begehbaren Schächten heraus, und dann sind wir wieder bei den 1000'er Schächten.

    Weiterhin: "fachgerecht" und "Verlegung in Eigenleistung":

    Sicher, ist möglich! Zu fachgerecht gehört abe auch das notwendige Equipement für zugelassenes Verbaugerät, Grabenverdichtung, Dichtheitsprüfung etc.

    Und das erforderliche Fachwissen. Bei Firmen wird immer nach Referenzen gefragt, d.h. "zeigt erst mal, dass ihr diese Aufgabe schon mehrfach erfolgreich gemacht habt."
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  15. #13

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    Also

    bei uns hat das die Gemeinde selber gemacht.
    Ich hab das DN150 Rohr einen meter vom Haus hinausstehen lassen und die haben dann gleich dort mit 1000mm Betonringen einen Putzschacht erstellt.
    Den Rest um das Rohr im gefälle ausbetoniert und anschließend das Rohr zum Kanal Hauptstrang verlegt.
    Natürlich eingebettet in Kies und im passenden Gefälle.
    gekostet hat das ganze fast 4000€
    Also da kommt ja Piefra noch günstig weg.
    Eine möglichkeit die Arbeiten von einer Baufirma erledigen lassen gibts bei uns nicht.
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