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  1. #1
    Avatar von upD8R
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    Frage Erfahrungen mit Nebenkosten?

    Hallo zusammen,

    vermutlich habe ich nicht die richtigen Suchbegriffe hergenommen, falls so etwas also schon mal angefragt/diskutiert wurde, dann reicht auch ein Link

    Mich würden mal die Erfahrungswerte der Hausbesitzer in Bezug auf Nebenkosten interessieren. Ich weiß, dass es eine Daumenrechnung gibt, aber nun mal Tacheles.

    Was sind Nebenkosten (Ich meine nicht die NK beim Erwerb einer Immobilie sondern mehr so im Sinne von "Betriebskosten")? Strom, Heizung, Versicherung, Steuer, Müll etc.?

    Und was ist denn für 900m² Grundstück und 120-130m² Wohnfläche (Bungalow) wirklich zu erwarten?
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  2. Erfahrungen mit Nebenkosten?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Da kommt schon was zusammen:

    -Grunzsteuer: hängt von der Gemeine ab, fragste dort
    -Grund- und Gebäudeeigentümer-Haftpflicht-Versicherung (SEHR WICHTIG): holste Angebote bei Versicherungen/Maklern ein
    -Brandversicherung fürs Gebäude (in manchen Bundesländern Pflicht, empfehlenswert überall, bei finanzierter Hütte sowieso unabdingbar), dto.
    -Leitungswasserversicherung (empfehlenswert, sofern nicht sowieso gefordert), dto.
    -Sturm-/Elementarschadenversicherung (je nach persönlichem Gottvertrauen), dto.
    -evtl. Straßenreinigungsgebühr (nicht in allen Gemeinden), fragste dort

    Und dann eben die nutzerabhängigen Betriebskosten, welche auch bei gemietetem Objekt anfallen (im MFH aber eben ggf. nur anteilig):

    -Kaminkehrer (sofern prüf-/kehrpflichtige Anlagen vorhanden), länderabhängig, ihn fragen
    -Müll, Gemeinde fragen
    -Strom
    -Wasser
    -Kanal (Schmutzwasser, ggf. auch Regenwassereinleitungsgebühr/ Flächenversiegelungsgebühr)
    -ggf. Gas oder anderer Energieträger fürs Heizen/Trinkwassererwärmung
    -Anlagenwartung (z.B. Heizkessel)

    Nicht direkt mit dem Gebäude in Verbindung stehende Kosten:
    -GEZ
    -ggf. Kabelfernsehen

    Weiter gehts mit Telekommunikation etc. pp.

    Richtig spaßig wird es dann, wenn man auch noch die Instandhaltung mit einrechnet (z.B. Zaun streichen).
    Und so wundert man sich, warum manchmal am Monatsende doch noch Geld übrig ist...

    Zahlenwerte kann ich Dir leider keine nennen, weil ich ein teilvermietetes MFH habe, wo ganz andere Verhältnisse herrschen. Im EFH sind viele Kosten deutlich höher, dafür entfallen andere (z.B. die der gesonderten Verbrauchserfassung).
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  4. #3

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    Das kann man so pauschal nicht beantworten, denn es hängt ab

    - wieviel Personen leben dort
    - wie hoch sind z.B. die Grundsteuer oder Müllgebühren in der jeweiligen Stadt
    - ist eine Solaranlage, Fußbodenheizung, Wasserzysterne, Erdwärmepumpe usw. vorhanden
    - geht man lieber baden oder duschen
    und und und und und
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  5. #4
    Themenstarter
    Avatar von upD8R
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    Die Hadtpflicht ist wofür? Falls einem Passanten einer meiner Dachziegel auf den Kopf fällt?

    Und was ist denn Leitungswasserversicherung?

    Da bekommt doch der gern gebrachte Spruch "Im Alter mietfrei wohnen!" doch einen ganz eigenen Charakter
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  6. #5

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    Hallo,
    bitte auch beachten:
    Abhängig vom Bundesland wird bald (in NRW z.B. bis 31.12.2015) eine Überprüfung der nichtzugänglichen Abwasserleitungen fällig. (BauO NRW §45)
    Gruß
    --
    Blumenschein

    Ps: Der Spruch im Alter mietfrei wohnen gilt trotzdem noch, da die Nebenkosten ja nicht die Miete darstellen
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  7. #6

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    Idee

    Zitat Zitat von upD8R Beitrag anzeigen
    Die Haftpflicht ist wofür? Falls einem Passanten einer meiner Dachziegel auf den Kopf fällt?
    Ja, zum Beispiel.
    Viel häufiger kommt aber der Fall der nicht befolgten Räum- und Streupflicht auf der an das Grundstück angrenzenden Gehbahn vor.
    Selbst ein Besoffener, der - wie sich später harausstellte - gar nicht vor meinem Haus, sondern einige Häuser weiter zu Fall kam, wollte mich dafür in Anspruch nehmen - und seine Krankenkasse wollte übrigens auch die Heilbehandlungskosten ersetzt haben.
    Ich hatte Mühe, die unberechtigten Ansprüche abzuwehren, denn meine Gebäudehaftpflicht wollte lieber zahlen als zu streiten...!


    Und was ist denn Leitungswasserversicherung?
    Eine Versicherung, die Schäden am Gebäude deckt, die durch bestimungswidrig aus Leitungen etc. ausgetretenes Wasser (Frisch-, Heizungs oder Abwasser) verursacht werden.
    Die ist ME auch ganz wichtig! Solche Schäden können SEHR teuer werden.

    Nicht zu verwechseln mit der Hausratversicherung, die ersetzt ebensolche Schäden an den beweglichen Gegenständen!
    Den durch Wasser beschädigten lose verlegten Teppichboden zahlt sie also genauso wie in Mitleidenschaft gezogene Möbel - für die Tapete (oder einen fest verklebten Teppichboden oder die Trocknung der Trittschalldämmung unter dem Estrich) kommt hingegen nur die Gebäudeversicherung auf.
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  8. #7
    Themenstarter
    Avatar von upD8R
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    Sehr gut, das sind die Art von Infos, warum ich das Forum so mag.

    Bei dem Thema Versicherung(en): Wieviel ist das so pro Jahr? Ganz grober Wert?

    Wie ist das übrigens mit Räumpflicht, wenn gar kein Gehsteig (auch kein unbefestigter) auf der Grundstücksseite existiert?
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  9. #8
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    @Julius

    Grund- und Gebäudeeigentümer-Haftpflicht-Versicherung
    Eine separate Haus+Grundbesitzerhaftpflicht braucht man i.d.R. nur bei ganz oder teilweise vermieteten Objekten.

    Das Risiko ist bei eigengenutzten Häusern i.A. in der normalen Privathaftpflicht (sollte man haben) mit abgedeckt. Also da erst mal nachfragen.
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  10. #9

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    @updater: geh mal je nach Hausgröße, Leistungsumfang und Versicherer von 200 - 400 Euro im Jahr aus.

    @Blumenschein: In der BauO NRW ist dieser § aufgehoben, die Fußnote sagt dazu:
    "§ 45 aufgehoben durch Artikel 2 des Gesetzes v. 11.12.2007 (GV. NRW. S. 708), in Kraft getreten am 31. Dezember 2007."

    Weiss einer hier ad hoc, was dann in Art. 2 ....... geregelt ist?
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  11. #10

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    Zitat Zitat von upD8R Beitrag anzeigen
    Wie ist das übrigens mit Räumpflicht, wenn gar kein Gehsteig (auch kein unbefestigter) auf der Grundstücksseite existiert?
    Ich hab bewußt Gehbahn geschrieben.
    Denn - gibt es keinen Gehweg, erstreckt sich die Pflicht auf einen Streifen der Fahrbahn, der so breit ist, wie es ein nutzbarer Gehweg wäre. Es wird also sozusagen von einem fiktiven Gehweg ausgegangen. Der Pflicht entkommt man auf diese Weise leider nicht.
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  12. #11
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    Avatar von upD8R
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Ich hab bewußt Gehbahn geschrieben.
    Denn - gibt es keinen Gehweg, erstreckt sich die Pflicht auf einen Streifen der Fahrbahn, der so breit ist, wie es ein nutzbarer Gehweg wäre. Es wird also sozusagen von einem fiktiven Gehweg ausgegangen. Der Pflicht entkommt man auf diese Weise leider nicht.
    Mist!
    Aber mal im Ernst, man soll die Straße schieben? Wo ist denn sowas festgelegt?
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  13. #12

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    Meist in einer örtlichen Satzung.
    Details teilt Dir Deine Kommune auf Anfrage sicherlich gerne mit.
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  14. #13
    Themenstarter
    Avatar von upD8R
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    Urgs, habe sogar was gefunden (hier gültig):
    In Mischverkehrsflächen sind entsprechend den örtlichen Gegebenheiten, vorzugsweise an beiden Straßenrändern, Fußgängerbereiche in einer Breite von 1,50 m von Schnee freizuhalten und abzustumpfen.
    Wieder was gelernt, hat sich der Tag ja schon gelohnt. Wenn allerdings der gegenüberliegende Nachbar schneller war, muss ich nach obiger Formulierung nix mehr machen, oder?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von upD8R Beitrag anzeigen
    Wenn allerdings der gegenüberliegende Nachbar schneller war, muss ich nach obiger Formulierung nix mehr machen, oder?
    Ob der Nachbar DEINE Straßenseite von Schnee räumt? Also ich würde das nicht machen, habe mit meinen Gehwegen schon genug zu tun.
    Die 1,5m schafft man bei uns sowieso nicht wenn es mal richtig schneit. Da wird soviel Platz gemacht dass man am Grundstück einigermaßen sicher vorbeilaufen kann, mehr nicht.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15

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    Hallo lulu66

    dann eben das LWG NRW §61a (4) private Abwasseranlagen

    "Bei bestehenden Abwasserleitungen muss die erste Dichtheitsprüfung gemäß Absatz 3 bei einer Ände-rung, spätestens jedoch bis zum 31. Dezember 2015 durchgeführt werden."

    Gruß
    --
    Blumenschein
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