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Finanzierungsangebot - was meint ihr?

Diskutiere Finanzierungsangebot - was meint ihr? im Forum Baufinanzierung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Frage Finanzierungsangebot - was meint ihr?

    Hallo zusammen,

    ich habe mich heute neu angemeldet, möchte hier einmal um Rat bzw. Eure Meinung fragen:

    Ich beomme von meiner Oma ein Haus plus Grundstück geschenkt, Wert ca. 180000, ich benötige zur Sanierung 60000 Euro, und habe folgendes Angebot von meiner Hausbank bekommen:

    Annuitäten-Darlehen über 60000 Euro,
    Zinsfestschreibung 10 Jahre 4,3 % nominal
    anfänglich Tilgung 1%
    Rate 265 Euro
    Sondertilgungen jährlich bis 30.04. bis zur Höhe von 1500 Euro kostenfrei zugelassen!

    Daneben wird mein Bausparer bespart, schon vorhanden sind 4000 Euro, Bausparsumme 50000 Euro, 102 Euro sparsumme pro Monat, plus 26 Euro VL.

    Nach den 10 Jahren Zinsfestschreibung soll das Annuitäten-Darlehen vom Bauspar-Darlehen abgelöst werden, Zinnsatz beträgt dann 3,5 % nom. Sondertilgungen sind jederzeit erlaubt.

    Noch dazu sollte ich vielleicht sagen, das ich das Darlehen alleine aufnehmen möchte und einen relativ geringen Verdienst habe (1000 Euro netto)

    Was meint ihr, hat das Hand und Fuß? Kann man das machen? Für mich ist es sehr schwer, hier zu durchschauen, was tatsächlich an Kosten entstehen, aber durch die relativ niedrige monatliche Belastung finde ich es recht ok - habe aber auch relativ wenig Ahnung auf diesem Gebiet...

    Vielen Dank schon mal für Eure Meinungen

    lg sonnenkalb
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  2. Finanzierungsangebot - was meint ihr?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    also wenn ich astronaut wäre, würde ich mal um gehaltsehöhung bitten.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von manfred63 Beitrag anzeigen
    also wenn ich astronaut wäre, würde ich mal um gehaltserhöhung bitten.
    r vergessen
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  5. #4
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    :-) Oh ich dachte das kann man nicht sehen ich wollte meinen echten Beruf hier lieber nicht reinschreiben Aber vielleicht bekomm ich je trotzdem eine astronomisch gute Antwort auf meine Fragen

    lg sonnenkalb
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Sonnenkalb Beitrag anzeigen
    Annuitäten-Darlehen über 60000 Euro,
    Zinsfestschreibung 10 Jahre 4,3 % nominal
    anfänglich Tilgung 1%
    Rate 265 Euro
    Sondertilgungen jährlich bis 30.04. bis zur Höhe von 1500 Euro kostenfrei zugelassen!
    Hallo!

    Ein Teil der Sanierungen ist doch sicherlich energetisch relevant, sprich
    neue Heizung, Fenster, Dachisolation? Dann kommst Du mit einem
    KfW-Darlehen deutlich besser weg, auch wenn der Bausparkassenvertreter
    da weniger dran verdient. 2.5% Sondertilgungsrecht halte ich auch für dürftig, egal ob Du das momentan nutzen kannst oder nicht. Zinsbindung ist bei den KfW Förderkrediten auch 10 Jahre und Du kannst Deinen Bausparvertrag dann dranhängen (ist der mit der Sparrate bis dahin überhaupt zuteilungsreif?). Da Du Bausparprämie bekommst, mag das
    Bausparen Sinn machen, aber eine seriöse Beratung scheint mir
    nicht vorzuliegen ... Ggf. macht eine Auflösung des BSV und ein
    15 jähriges Darlehen mit höherer Tilgungsrate mehr Sinn, d.h. belastet
    Dich auch nicht mehr und hat Dich am Ende weniger gekostet.
    Mach Dich auch damit vertraut, was Dich das Haus an Nebenkosten
    kosten wird, angefangen bei der Grundsteuer, bis hin zu Müllgebühr
    und Heizkosten und ob Du das wuppen kannst.

    Grüße,
    Jens
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  7. #6
    Avatar von greentux
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    Zitat Zitat von Sonnenkalb Beitrag anzeigen
    :-) Oh ich dachte das kann man nicht sehen ich wollte meinen echten Beruf hier lieber nicht reinschreiben Aber vielleicht bekomm ich je trotzdem eine astronomisch gute Antwort auf meine Fragen

    lg sonnenkalb
    Mit falschen Berufen gibts hier hin und wieder Ärger...
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  8. #7
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    Hallo Jens,

    vielen Dank für deine Meinung, ich werde mich mal schlau machen inwieweit das mit dem Kfw-Kredit passen würde. Werde auch noch mal bei anderen Banken vorbei schauen, und mir Vergleichsangebote einholen!

    lg
    Geändert von Baufuchs (30.11.2009 um 09:07 Uhr) Grund: Fullquote entfernt
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  9. #8

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    Mach Dich am besten vorher schlau, damit Du Dir klar bist, was Du willst
    und was geht und dann auch entsprechend selbstbewußt auftreten kannst. Ggf. macht bei Euch auch die Verbraucherzentrale Beratungen
    in Sachen Bau&Finanzierung, da ist eine gewisse Beratungsgebühr auch
    nicht schlecht investiert. Woher kommt der Betrag für die Sanierung?
    Eigene (mehr oder weniger fundierte) Schätzung oder hat das schon jemand mit fachlichem Hintergrund (nicht nur irgend so ein dahergelaufener Makler)
    beurteilt? Ich hab da vor einem Kauf zweimal ein Gutachten machen lassen.
    Hat so 120 bzw. 150 Euro gekostet mit einer klaren Abschätzung der Kosten
    für verschiedene notwendige bzw. wünschenswerte Maßnahmen (auch wenn
    das im Bestand natürlich nur begrenzt gut schätzbar ist).
    Geändert von Baufuchs (30.11.2009 um 09:07 Uhr) Grund: Fullquote entfernt
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  10. #9
    Avatar von bruchpilot
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    Mit 1k€ Netto willst Du ALLEIN ein Haus teilfinanzieren und unterhalten?

    Könnte klappen, muss aber nicht.

    Haste schonmal Deine Einnahmen und Ausgaben aufgelistet?

    So eine Haus+Grdst.-Schenkung ist ja schön und gut, aber man muss sie sich auch leisten können. Und bei einem Haus kommen eine Menge finanzieller Verpflichtungen auf einen zu. Lies mal den Parallel-Fred zu Unterhaltskosten eines Hauses.

    Möglicherweise fährst Du besser, wenn Du das Haus verkaufst?

    Oder eine Herzensdame mit Einkommen anlachen.....
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  11. #10

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    Mit meinen Fragen hab ich es ja auch schon angedeutet:
    Überlege Dir gut, ob Du das Haus dauerhaft finanzieren kannst,
    sonst verkauft es am Ende die Bank ...
    Es zu vermieten kann übergangsweise ggf. auch eine Option sein.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Sonnenkalb Beitrag anzeigen
    ...ich benötige zur Sanierung 60000 Euro,
    Wie wurden die Kosten ermittelt? Gibt es evtl. noch Einsparpotenzial?

    Die Bank wird die 60T€ sicherlich finanzieren, denn im schlimmsten Fall kriegt sie das Geld durch Verwertung mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder rein. Das Risiko für die Bank ist somit überschaubar.

    Was dann mit Dir passiert interessiert nicht. Für die Bank zählen nur Zahlen und nicht Personen. Deswegen würde ich mir allein schon aus Eigeninteresse sehr gut überlegen, was machbar ist und was nicht.

    Bei Deinem Einkommen solltest Du zuerst einmal schauen, ob und wie Du das Haus unterhalten kannst.

    Bei 1.000,- € netto bleiben nach Abzug der Raten für´s Darlehen und BSV noch 633,- € für die Lebenshaltung und den Unterhalt des Gebäudes.

    Heizung, Strom, Wasser, Grundsteuer, Versicherungen, Müll, Telefon, ab und zu mal Klamotten, irgendwie musst Du auch in´s Geschäft kommen, und eine Mahlzeit pro Tag wäre auch nicht schlecht.

    Wie willst Du all das finanzieren?
    Ich schaue mal in meine Glaskugel.

    Heizung 50-100,- €/Monat (Altbau wohl eher an der oberen Grenze)
    Strom 50-100,- €/Monat
    Wasser 20-40,- €/Monat
    Grundsteuer 30-50,- €/Monat
    Versicherungen 30-50 ,- €/Monat
    Müll 10,- €Monat
    Telefon 20,- €/Monat
    Da landen wir schon bei 210-, € bis 370,- €/Monat, und einige weitere sinnvolle Dinge habe ich noch garnicht aufgeführt.

    Bleiben von Deinen 633,- € noch bestensfalls 423-, €, vermutlich eher 263,- € pro Monat für den Lebensunterhalt übrig.

    Ehrlich gesagt, ich würde bei 1.000,- € netto, bereits OHNE die Belastung durch die Darlehen, Bauchschmerzen bekommen ob Du die Hütte dauerhaft halten kannst. Mit den Darlehen an der Backe ist das für mich ein aussichtsloses Unterfangen. Du wirst innerhalb kürzester Zeit an Deine Grenzen stoßen, und ab dann wird alles nur noch schlimmer. Es würde mich nicht wundern wenn Deine Schulden in 10 Jahren höher sind als zu Beginn Deines Vorhabens.

    Die Bank wird evtl. sogar mitspielen und auch zukünftig Liquidität liefern, aber das zögert das unausweichliche Ende nur hinaus. Spätestens wenn die Verbindlichkeiten bei 50% des Immobilienwerts liegen, werden die die Notbremse ziehen (müssen).

    Ich würde mal Kassensturz machen und ganz genau rechnen. Dann bleiben Dir noch die Optionen:

    1. Verkauf
    2. Vermietung
    3. Nutzung ohne Sanierung

    Welche dieser Optionen für Dich die sinnvollste ist, kann man aus der Ferne nicht sagen. Dazu fehlen mir alle notwendigen Informationen. Hast Du einen Steuerberater oder sonst jemanden der sich mit Finanzen auskennt, und mit dem Du die Sache mal genauer besprechen kannst? Vielleicht jemanden der die Verhältnisse vor Ort kennt?

    Gruß
    Ralf
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  13. #12
    Avatar von bruchpilot
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    Wenn`s mein Geld kosten würde, würde ich in diesem Fall auch von einer Vermietung Abstand nehmen.

    Kenne das Objekt zwar nicht, aber es ist ein weitverbreiterter Irrglaube zu denken, ein Vermieter verdient gleich Geld mit Vermietung von Immobilien, denn zuerst mal kostet das Vermieten Geld.

    Das Mietobjekt muss nämlich erstmal in einen mängelfreien Zustand gebracht werden, sonst bekommt der Vermieter a) schon gar keine Mieter und b) dann keinen (vollen) Mietzins, da er das Recht des Mieters auf Mietminderung (für nachträglich hervorgetretene Mängel) nicht ausschließen kann, und davon gibt es in einem Sanierungsobjekt mehr als genug.

    Selbst wenn er das Objekt dann erfolgreich vermietet hat, ist es noch immer nicht selbstverständlich, dass er regelmäßig den vertraglich vereinbarten Mietzins in voller Höhe erhält. Der/die Mieter kauen ihm ständig ein Ohr ab, weil dieses oder jenes mangelhaft ist, die Bude muss verwaltet werden, alles kostet Kohle - und nicht zu knapp.

    Und von den paar Mieteinnahmen darf der Ärmste dann auch noch zusätzlich Steuern zahlen.....

    Wie gesagt, ich würde es lassen.

    Leg Dir eine gut verdienende Freundin zu oder verkauf die Hütte, alles andere macht mit 1k€ Nettoeinkommen absolut keinen Sinn.
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  14. #13

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    Na ja, ich könnte es verstehen, wenn man sein (Groß)elternhaus
    halten will. Ich denke mit Wehmut an die beiden Kirschbäume und
    die Hängematte dazwischen zurück, die im Garten meiner Oma
    standen ...
    Aber die Hütte nach ein paar Jahren vielleicht in die Zwangsvollstreckung
    gehen zu sehen, macht noch mehr Kummer, als das Haus zu verkaufen.
    Vor einer (sinnvollen) Vermietung wird man sicherlich genauso oder
    noch etwas mehr sanieren müssen, als wenn man selber einzieht. Das
    könnte aber eine Option sein, wenn man so das Haus halten kann um
    es in ein paar Jahren ggf. selber zu nutzen, wenn man es sich dann von
    den Nebenkosten her leisten kann. Bei einem so geringen Einkommen
    bekommt man für die Aufwendungen und Zinsen natürlich weniger Steuer
    zurück, aber dafür zahlt man auch weniger Steuer für die Mieteinkünfte.
    Andererseits bekommt man für deutlich weniger als 180 000 als Single
    eine schöne Eigentumswohnung
    und hat noch was übrig als Rücklage und Baustein für die Altersvorsorge.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Jepp.
    Deswegen hatte ich oben danach gefragt, wie die Sanierungskosten ermittelt wurden. Hintergedanke war herauszufinden, was wirklich nötig ist, und ob es evtl. noch Alternativen gibt.

    Hat das Haus in einem sanierungsbedürftigen Zustand einen "Wert" von 180T€, dann wäre es ja denkbar, dass die Lage gut ist und sich eine schrittweise Sanierung rechnet.

    Fragen über Fragen.....die nur einer beantworten kann.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15

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    Zu den Kosten wurde ja vieles gesagt.

    Was ich nicht glaube ist der Wert des Hauses.
    Wenn deine Ortsangabe stimmt, dann bekomme ich dort für ~130tsd.€ schon sanierte Häuser.

    Die Frage ist daher, lohnt es sich überhaupt das Geld in das Haus zu stecken?
    Sicher das Herz hängt dran, aber wenn du das nicht halten kannst ist es auch weg.
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