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  1. #1

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    Abdichtung Bodenplatte gegen Diffusion

    Guten Tag, alle zusammen!

    Wir wollen einen Wohnkeller aus WU-Beton errichten lassen (C25/30 w/z-Wert 0,6 nach DIN 1045-2), dessen Wände mit einer vollflächig verklebten Perimeterdämmung (10 cm) versehen werden. UNTER der Bodenplatte wollten wir eigentlich aus Kostengründen nicht dämmen, sondern in zwei Räumen gedämmten Estrich einsetzen, darauf Fußbodenheizung und Parkett (die Räume haben große Fenster und sind auch an die Lüftungsanlage des Hauses angeschlossen). Frage: Wie erreichen wir, dass auch die Bodenplatte diffusionsdicht ist, wenn keine Klebeschicht der Dämmung diese Aufgabe übernimmt? Der Keller wird nur sicherheitshalber gegen drückendes Wasser ausgeführt, das passiert wohl nur alle Jahre mal für ein paar Tage... Danke für Eure Tipps!!
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  2. Abdichtung Bodenplatte gegen Diffusion

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Das sollte Ihnen Ihr Planer sagen können. Schließlich gehört zu einer Planung ein Abdichtungskonzept.
    Und in der Ausführungs- und Detailplanung gehört so etwas auch aufgeführt!

    MfG
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  4. #3
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    Zitat Zitat von Eline Beitrag anzeigen
    Frage: Wie erreichen wir, dass auch die Bodenplatte diffusionsdicht ist, wenn keine Klebeschicht der Dämmung diese Aufgabe übernimmt?
    Diffusionsdicht oder Dampfsperrend.
    Letzteres mit einer Dampfsperre, z.B. Schweißbahn
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  5. #4
    Avatar von fmw6502
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    @Eline
    Was willst Du "sparen"?
    - Die Dampfsperre direkt auf der Bodenplatte, Kosten ca. 5€/m²? --> überall feucht, die Dämmwirkung stark eingeschränkt
    - Die Dämmung unterm Estrich in Räumen ohne direkte Heizung? --> wir konstruieren uns eine große Wärmebrücke...

    --> Melde Dich gleich bei Baumurks 2010 an

    Ich bin mir sicher, daß da bislang kein Profi nachgedacht hat - siehe auch Beitrag von R.D.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke für Eure fixen Antworten.

    @Mark: Heißt das, eine Spezialfolie unter die Bodenplatte legen, reicht aus? Oder würden Sie doch die Mehrkosten einer Dämmung unter der Platte empfehlen?
    @fmw6502: Apropos fachmännische Planung: Wir haben ein detailiiertes Angebot, dass zu diesem Thema aber seltsamerweise nichts sagt, und ich wollte mich firm machen, ehe ich nachhake...)
    Dank & Grüße
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  7. #6
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    Nö, ich meinte eine Dampfsperre AUF die Bodenplatte

    http://www.sv-carden.de/4-3_t4_sohle.html
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  8. #7
    Avatar von fmw6502
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    wer plant bei Dir?
    Dein (von Dir bezahlter) Planer oder sollen das die Handwerker nebenbei machen?

    Gruß
    Frank Martin
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  9. #8
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    Ach so. Merci...
    Hab mir Ihre ausführlichen Anmerkungen im Link als Gute-Nacht-Lektüre ausgedruckt... Danke!
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  10. #9

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    Weder noch, Frank Martin

    Mark hat mit seinem link die Planung erstellt
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  11. #10
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    @Ralf:
    Danke für die nicht sehr freundliche Unterstellung.
    Wir haben eine Hausbaufirma, die uns eben NUR das Haus ab OK Bodenplatte erstellt, wie es wohl häufiger vorkommt. Also müssen wir uns unsere Kellerbaufirma alleine suchen und haben nun verschiedene Angebote vorliegen, die wir nicht richtig bewerten können. Deshalb mein Versuch, mich sachkundig zu machen. Die Firmen wollen schließlich alle IHR Produkt verkaufen und behaupten also, dass ihr System funktioniert. Ich dachte, auch für solche Fälle sei dieses Forum da, und bin ziemlich überrascht, so "angegangen" zu werden.
    Trotzdem einen schönen Tag....
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  12. #11
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    Zitat Zitat von Eline Beitrag anzeigen
    Also müssen wir uns unsere Kellerbaufirma alleine suchen und haben nun verschiedene Angebote vorliegen, die wir nicht richtig bewerten können. Deshalb mein Versuch, mich sachkundig zu machen. ...
    Mein Tipp
    Ein paar Euros in die Hand nehmen und einen Fachmann mit der Bewertung beauftragen.
    Wenn er auch nur eine unstimmige Position stimmig macht, ist das Geld schon wieder drin.
    In der Regen sind es 10 Positionen aufwärt die man bei so etwas entdeckt.
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  13. #12

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    Dampfsperre Bodenplatte

    Bevor sich hier alle gegenseitig Beschimpfen:

    Richtig ist: Planung ist Sache des Architekten. Dämmtechnische Fragen gehören zum Bauphysik-Spezialisten.

    Der kann Dir folgende sagen:
    Eine Dämmung mit Versprung von außen nach innen ist zwar eine Wärmebrücke, ist aber nicht so tragisch, weil es im Erdreich ohnehin immer etwa 8°C hat (in 2,5m Tiefe).

    Die Dampfdiffusion von Bauteilen aus Beton mit hohem Wassereindringwiderstand (so heißt der "WU-Beton") wurde unlängst in einer Studie untersucht. Mit dem Ergebnis, dass die zusätzlich Feuchtigkeit durch Diffusion durch das Bauteil praktisch vernachlässigt werden kann. Das heißt, eine Dampfsperre ist bei WU-Beton nicht erforderlich. Aber Vorsicht: Die außenseitige Perimeterdämmung muss trotzdem vollfächig verklebt werden, wenn mit zeitweise stauendem Sickerwasser gerechnet werden muss. Und es muss eine XPS-Dämmung (extrudierter Polystyrolhartschaum) sein. Mit zweitweise Stauendem Sickerwasser muss immer bei bindigen Böden (da lassen sich kleiner und größere Klumpen bilden, wenn man das in die Hand nimmt) immer gerechnet werden (solange der höchste Grundwasserspiegel nicht über der Sohle der Bodenplatte des Hauses liegt, dann wird dieser maßgebend).

    Mein Tipp: engagiere einen Kollegen von mir vor Ort für eine BQÜ. Das investierte Geld rechnet sich und schütz vor großem Schaden.

    Viele Grüße
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  14. #13

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    mein lieber herr öbuvs,
    wie du vielleicht gelesen hast, handelt es sich hier um einen "wohnkeller" also keller mit höherwertiger nutzung.
    und die rechtsprechung ist vielleicht noch nicht so weit wie du, sieht aber eine nichtvorhandene, bodenseitige dampfsperre (bei WU-Bauteilen) im wohngenutzten kellerraum als mangel an!
    deshalb vorsicht mit meinungen denen nicht alle gerichte folgen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Kollege Herre.
    Wollen Sie uns bitte vorrechnen, dass weniger Dampfdiffusion durch eine wasserundurchlässige Betonsohlenkonstruktion hindurch diffundiert, als durch z.B. durch einen späteren schweren Belag aus PVC.
    Solange der Sd Wert des Betons deutlich niedriger ist als die der möglicher Beläge, sehe ich hier Probleme, insbesondere für die Verklebungen derer.
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  17. #15

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    Von WU-Kellern für Wohnzwecke halte ich grundsätzlich nicht so viel.

    1. gibt es die Probleme mit der Diffusion bei drückendem Wasser, die bei schwimmenden Estrichen durch die Dämmung und die darüberliegende Folie dauerhaft behindert wird. Dazu kommen noch möglicherweise auftretende Risse ím Beton, die etwas Wasser nach innen leiten. In der Regel heilen die sich selbst, das Wasser ist aber erst mal da und kann nicht weg, weil es oberflächlich nicht mehr verdunsten kann.

    2. bleiben Wände und Sohle durch die große Wärmekapazität/Speicherfähigkeit des Betons im Sommer kühl. Die Gefahr von Kondensation an den Wandfüßen ist entsprechend hoch. Die Foren sind voll von solchen Schäden. In so einem Keller noch Parkett zu verlegen, halte ich für groben Unfug.

    @eline: Warum wollen Sie keinen Mauerwerkskeller, aus was auch immer? Schwarze Abdichtung, Bodenplatte auf die Abdichtung - das funktioniert seit ca. 100 Jahren. Z.B. bei den alten U-Bahntunneln in Berlin. Die stehen z.T. trotz Bomben, Granaten und Panzern im 2.WK wasserdicht bis über die Decke im Wasser. Lassen Sie sich eine für Ihre Situation passende Planung incl. Statik von einem von der Kellerbaufirma unabhängigen Planer machen. Das kostet zwar erst mal Geld, dürfte aber eine der lohnendsten Investitionen bei Ihrem Haus sein. Wenn der ausgebaute WU-Keller einmal von unten nass werden sollte, brauchen Sie möglicherweise ein Vielfaches, um diesen Schaden zu beseitigen.
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