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  1. #1

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    Entscheidungshilfe KWL - Erwärmung Zuluft in einem Erdkollektor kontra über Erdsole

    Zum o.g. Thema erhoffe ich mir mit meiner Anfrage Empfehlungen und Erfahrungsberichte von Ihrer Seite.

    Folgende Basisinformationen
    - Einfamilienhaus, nicht unterkellert, Ausführung als KfW60 Haus
    - Warmwasserbereitung für Fußbodenheizung und Brauchwasser über Sole-Wasser-Wärmepumpe
    - Einbau einer kontrollierten Wohnungsraumlüftung (Anlage von Pluggit)

    Nun zur eigentlichen Frage - Erwärmung Zuluft in einem Erdkollektor kontra über Erdsole :
    Variante 1: Die Außenluft durchströmt einen Erdkollektor und wird durch diesen vorgewärmt.
    Variante 2: Die direkt über die Außenwand angezogene Außenluft wird in einem Sole-Erdwärmetauscher vorgewärmt. Dieser würde mit an die Sole-Wasser-Wärmepumpe angeschlossen werden.

    Welche Vor- oder Nachteile sprechen aus Ihre Sicht für Variante 1 oder 2? Gibt es ggf. auch Unterschiede bei den beiden Varianten für Winter und Sommer?

    Vielen Dank im voraus.
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  2. Entscheidungshilfe KWL - Erwärmung Zuluft in einem Erdkollektor kontra über Erdsole

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  3. #2

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    Zitat Zitat von crax Beitrag anzeigen
    Warum soll die Zuluft überhaupt erwärmt werden?
    mfg
    Hallo Crax....

    hast du dazu keine Wirtschaftlichkeitsberechnung in Petto?

    so mit Bildchen und so....
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  4. #3
    Avatar von greentux
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    So macht man einfach Treads kaputt. Nur, weil jemand eine Verständnisfrage gestellt hat. Das Ziel der Vorwärmung ist ja nun wirklich nicht beschrieben.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von crax Beitrag anzeigen
    Nein, so schnell geht das nicht.

    mfg
    Schade

    hatte mich so auf deine bunten Bildchen gefreut....
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  6. #5

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    Also Variante 1 ist passiv, Variante 2 aktiv, ja?

    Variante 1 wärmt im Winter und kühlt im Sommer. Der Aufwand ist nicht hoch (Rohre verlegen), die Betriebskosten bestehen in etwas mehr Ventilatorleistung (der Erdwärmetauscher hat ja einen gewissen Widerstand).

    Kann Variante 2 kühlen? Theoretisch ja, aber wird das angeboten? Oder ist die Kühlung über die Sole WP geplant?
    Auf jeden Fall wird Variante 2 die Zuluft stärker erwärmen können, was aber aus meiner Sicht nicht notwendig ist. Bei uns strömt Außenluft ohne Erwärmung ein und das ist auch kein Problem (auch nicht als wir -15°C hatten diesen Januar).

    crax fragt warum die Zuluft überhaupt erwärmt werden soll -- normalerweise ist eben das Ziel nicht die Zuluft zu erwärmen, sondern der Abluft alle Energie zu entziehen -- das macht man mit einem Kreuzwärmetauscher (Abluft/Zuluft) oder einer Abluft WP.
    Das Ziel eines Erdwärmetauschers für Zuluft ist auch eher, billig noch ein bisschen Energie aus dem Erdreich zu ziehen.

    Wie sehen die Kosten für die beiden Varianten aus?

    Gruß, Hendrik
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  7. #6

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    Hallo,

    da ich gerade vor einer ähnlichen Entscheidung stand (Luft-Erdwärmetauscher oder eigener Solewärmetauscher mit 100 m-Leitung im Graben verlegt) melde ich mich 'mal zu Wort:

    So wie es mein Planer und ich verstanden haben, muss bei einer KWL eine Vorwärmung der Aussenluft bei extremen Minusgraden erfolgen, damit das Wasser aus der Abluft nur kondensiert, nicht jedoch gefriert, wenn die Abluft auf Zulufttemperatur abgekühlt wird. Dazu haben einige Anlagen ein elektrisches Vorheizregister oder einen Wärmetauscher, der über die Heizung läuft.

    Ursprünglich war bei uns ein Luft-Erdwärmetauscher geplant, indem die Zuluft über ein Rohr durch die Erde geleitet wird. Davon wurde mir jedoch abgeraten, da in dem Erdwärmetauscher im Sommer Wasser kondensieren, und bei nicht optimaler Ausführung des Rohres sich im selbigen sammeln kann (mit entsprechenden hygienischen Folgen). Der Hersteller meiner KWL hat deshalb seit neuestem eine Alternative mit einem "kleinen" Solewärmetauscher (100 m Leitung, im Arbeitsraum zu verlegen) und einem damit betriebenen Vorheizregister. Wenn man die beiden Systeme dann noch kostenmäßig vergleicht (inkl. Edelstahlsäule für die Luftzuführung, für Luft zugelassenes Rohr etc.), so ist der Soletauscher zusätzlich noch ein gutes Stück billiger.

    Entsprechend habe ich mich für das zweite System entschieden. Funktionell besteht laut Hersteller kein Unterschied zwischen diesem Solewärmetauscher und dem Luftwärmetauscher, beide erwärmen die Zuluft im Winter und kühlen sie im Sommer. Nachteil der Sole-Lösung ist sicherlich, dass die Sole über eine Umwälzpumpe gepumpt werden muss, somit also elektrische Leistung verbraucht wird. Da dies jedoch nur bei Temperaturen <0°C notwendig ist, und da damit der elektrische Vorheizer ersetzt wird, bleibt es noch wirtschaftlich (wenn auch nicht so kostengünstig wie ein Luftwärmetauscher, der ggf. durch den höheren Strömungswiderstand jedoch auch etwas im Betrieb kostet).

    Damit dies auch bei einem Anschluss an die Soleanlage der Wärmepumpe der Fall wäre, müsste der Solekreislauf der Wärmepumpe auch im Sommer ständig betrieben werden. Ob das geht und ob sich das lohnt, müsste man genauer betrachten.

    Schöne Grüße,
    Martin
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  9. #7
    planfix
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    ich habe folgende herstellerangaben für eine KWL mit EWT und WR vorliegen:

    bei -16°C außentemp. ca. 35m rohrlänge EWT, eintrittstemp. KWL ca. 0°C

    in der KWL wird die zugeführte luft über einen wärmetauscher vorgewärmt. dies führt je nach ablufttemp. verschieden zulufttemp.

    da die verrohrung der KWL unterhalb der FBH auf der rohdecke liegt, wird hier auch weiter vorgewärmt, bevor die luft durch die auslässe strömt.

    eine elt. zuheizung halte ich für energetisch unsinnig, da die beheizung mittels WP einen besseren wirkungsgrad erzielt, als hier den strom 1:1 zu verballern

    der EWT für die zuluft wurde im gefälle verlegt, so dass das kondensat über einen sifon abgeleitet wird.
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  10. #8

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    Zitat Zitat von planfix Beitrag anzeigen
    eine elt. zuheizung halte ich für energetisch unsinnig, da die beheizung mittels WP einen besseren wirkungsgrad erzielt, als hier den strom 1:1 zu verballern
    Im Prinzip ja. Aber interessiert das?
    Ohne elt. Zuheizung muß die WP so ausgelegt werden, daß sie auch bei niedrigst vorkommender AT die dann nötige (besonders hohe) Heizleistung liefert.
    Das bedeutet, daß die WP die allermeiste Zeit der Heizperiode stark überdimensioniert ist.
    Deswegen sind dann die Anlagekosten deutlich höher.

    Wenn nicht rein energetisch betrachtet wird, sondern wirtschaftlich, ist also die Zuheizung oft sehr sinnvoll!
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