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Folie gegen aufsteigende Feuchtigkeit

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  1. #1

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    Frage Folie gegen aufsteigende Feuchtigkeit

    Hallo @ all,

    ich würde gerne eine, an mich gestellte Frage in diese Runde stellen:

    In meinem Bekanntenkreis baut derzeit jemand mit einem erfahrenen GU ein eingeschossiges EFH (Bungalow). WDVS ist bereits drauf und die Fenster sind auch schon drin. Allerdings ist das Haus noch nicht dicht, da die Rollläden noch nicht eingebaut wurden.
    Heute hat sich der Putzer lautstark über die, bereits seit einigen Wochen verlegte Folie des Estrichlegers beim Bauherren beschwert. "Das gibt "Riesen-Probleme" mit der Feuchtigkeit - und jetzt friert es auch noch ! - und die Rigipsdecke ist auch schon eingebaut ! ".
    Der Bauleiter und der GU (selbst BauIng) sagen: "Völlig unproblematisch - der Putzer ist nur genervt weil er jetzt auf der feuchten Folie aufpassen muß - damit er nicht hinfällt".

    Warum der Estrichleger die Folie schon bereits kurz nach Eindeckung des Daches - Wochen vor der eigentlichen Estrichverlegung - eingebaut hat ist mir allerdings auch nicht ganz klar. Ausgetrocknet war der Beton der Bodenplatte mit Sicherheit nicht. Unter der Platte wurde noch eine Sohlendämmung eingebaut. Jetzt stellt sich die Frage: Ist mit ernsthaften Problemen durch den etwas "anderen" Bauverlauf zu rechnen ? Sollte man vielleicht sogar - die seit ca. vier Wochen liegende - Folie wieder entfernen lassen ?

    Ich hoffe auf eure unterstützenden Ratschläge.

    Gruß - J.
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  2. Folie gegen aufsteigende Feuchtigkeit

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Man kann im bau schlittschuhfahren oder wie soll ich das verstehen? Die Folie gehört in die tonne!
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  4. #3

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    1) Sicherheit der am Bau Beteiligten. Der Putzer müsste (wenn die Folie wirklich glatt ist) sofort die Arbeit einstellen
    2) Ist die Folie sehr wahrscheinlich ein Spagettisieb - ergo wertlos.
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  5. #4
    Avatar von Berni
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    Tach JoeRn2,

    Heute hat sich der Putzer lautstark über die, bereits seit einigen Wochen verlegte Folie des Estrichlegers beim Bauherren beschwert.
    Ich frage mich allerdings auch, was dort eine "Folie" zu suchen hat.
    Soll die etwa für den Zweck einer Abdichtung gegen Bodenfeuchte eingebaut worden sein?
    Dann wäre die "Folie" zwar zum richtigen Zeitpunkt eingebaut worden, nämlich um auch die Rohrinstallationen zu schützen. Aber dafür dürfte eine Folie die falsche Materialwahl gewesen sein.

    Im übrigen ist es nicht Sache des Putzers, eine Feuchtigkeitssperre nach DIN 18195-4 zu schützen.
    Dem "Meckern" müsste sofort eine Bedenkenanzeige hinterhergeschickt werden.
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  6. #5
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    Guten Morgen und vielen Dank für eure bisherigen Antworten.

    Die Bezeichnung "Folie" war von mir nicht richtig gewählt. Es handelt sich schon um eine DIN 18195-5-konforme "Bitumendichtungsbahn". Sie wurde auch fachgerecht an die Dichtungsstreifen der Außenwände angeschlossen. Soweit ist alles wie es sein soll.
    Die Dichtungsbahn wurde aber nicht gemäß DIN 18195-5, 7.4.1 "gegen mechanische Beschädigung" geschützt (habe ich allerdings in der praktischen Ausführung auch noch nie gesehen).
    Ganz abgesehen davon, mit sehr viel Bodenfeuchte ist bei 10cm Sohlendämmung aber m.E. auch nicht mehr zu rechnen, oder ?

    Ob es wirklich glatt ist kann ich nicht sagen - ich war seit Frostbeginn noch nicht wieder da. Kann mir aber schon vorstellen, dass es allein durch das Wasser, das beim Putzen anfällt rutschig sein könnte.

    Ich denke, dass die einzelnen ausführenden Firmen mit Maßnahmen wie "Einstellen der Arbeiten (und dann folgende Bedenkenanzeige)" heutzutage auch sehr zurückhaltend agieren. Wie die meisten GU's dann reagieren ist doch klar -> . Das will doch kaum ein Handwerksbetrieb riskieren (da zieht der Putzer dann schon lieber mal die Schlittschuhe oder Spikes an).

    Das die Dichtungsbahn vor Einbringen des Estrichs nochmal gründlich auf Beschädigungen kontrolliert werden muß ist klar. Das sollte ja immer geschehen. Für mich bleibt aber immernoch die Frage: "was wird aus der Restbetonfeuchte der Bodenplatte "? Länger als drei Wochen (bei teilweise Regenwetter) hat die Platte nicht gelegen - bis die Dichtungsbahn kam.
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  7. #6
    Avatar von Berni
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    Die Bezeichnung "Folie" war von mir nicht richtig gewählt. Es handelt sich schon um eine DIN 18195-5-konforme "Bitumendichtungsbahn". Sie wurde auch fachgerecht an die Dichtungsstreifen der Außenwände angeschlossen. Soweit ist alles wie es sein soll.
    Um was es sich da für eine DIN 18195-5-konforme "Bitumendichtungsbahn" durch den Estrichleger verlegt handelt, kann ich mir schon denken. Aber weiter darauf einzugehen, ist ja nicht Deine Frage.
    Nur noch eins: Relevant ist hier die 18195-4.

    Für mich bleibt aber immernoch die Frage: "was wird aus der Restbetonfeuchte der Bodenplatte "? Länger als drei Wochen (bei teilweise Regenwetter) hat die Platte nicht gelegen - bis die Dichtungsbahn kam.
    Was soll mit der Restbetonfeuchte passieren? Dem Beton macht die nichts, und bei der fachgerechten Verlegung mit den sorgfältigen Anschlüssen an aufgehende Bauteile und Durchdringungen ist sie ausgesperrt.
    Es ist doch alles, wie es sein soll- oder?
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  8. #7
    Themenstarter

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    Ich habe mir mal die genaue Formulierung der Baubeschreibung angesehen:

    ... "DIN-gerechte PE-Abklebung in einer Stärke von 1,2mm" ...

    Für mich hat es auf den ersten Blick eigentlich wie eine Bitumenbahn ausgesehen .

    Habe mir mal die genauen Daten geben lassen: Die Platte hat vier Wochen gelegen bevor die Abdichtung aufgebracht wurde. Jetzt ist sie bereits weitere vier Wochen drauf und die Heizungsrohre (keine FBH) liegen erst seit zwei Tagen. Warum die Abdichtung so früh kam wird wohl das Geheimnis des Estrichlegers oder des GU's bleiben. Wenn die Abdichtung aber unbeschädigt ist kann ich eigentlich kein wirkliches Problem erkennen. Oder sehe ich es nur nicht
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  9. #8
    Avatar von Berni
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    Wenn die Abdichtung aber unbeschädigt ist kann ich eigentlich kein wirkliches Problem erkennen. Oder sehe ich es nur nicht
    Ich habe es Dir schon geschrieben: Es ist doch alles, wie es sein soll- oder?

    Man muss aber mit AWG-Hormonen bis obenhin vollgepumt sein, wenn man denkt, dass dieses dünne Material die Tortour durch die Folgehandwerker unbeschadet übersteht.
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Mit der Restfeuchtigkeit in der Bodenplatte sehe ich auch kein problem, es wird durch die löcher verdunsten
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  11. #10

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    Zitat Zitat von JoeRn2 Beitrag anzeigen
    Wenn die Abdichtung aber unbeschädigt ist .....
    Wenn

    Die Wahrscheinlichkeit der Nicht-Beschädigung liegt ungefähr im Bereich der Wahrscheinlichkeit, in 2 auf einander folgenden Wochen 6 Richtige im Lotto zu bekommen.
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    aus Sicht des Verputzers iss jener nun die ärmste Sau am Bau ...
    hat schon mal einer versucht denn anfallenden Putz von der
    Schweißbahn zu entfernen bzw. diese nach beendigung zu reinigen ???

    sowas fällt in die Kategorie sich selbst die Beine stellen ...
    mein Mitgefühl hat dieser Putzer (!)

    und die Rigipsdecke ist auch schon eingebaut
    Highlight 2 ... den Putzer scheint ja gar nix erspart zu bleiben ...
    nur lautstark ??? ... ich kenne da einige die würden dabei richtig
    plärren ... und weitere die würden den Auftrag dann dankend ablehnen (!)
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  14. #12
    Themenstarter

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    Berni, du liegst natürlich richtig - hier geht es um den Teil 4 der DIN 18195.

    Und seit gestern wird nun das Haus geheizt. Heute wird die Abdichtung gereinigt, kontrolliert und ausgebessert ;-) . Habe mir die Folie am Sonntag mal angesehen. Spikes hat der Putzer zum Glück wohl nicht getragen. Aber die eine oder andere kleinere Beschädigung ist natürlich vorhanden (dafür ist aber nicht außschließlich der Putzer verantwortlich. Die Gewerke Elektro- und Heizung/Sanitär-installation waren ja auch schon da).
    Die Bauleitung hat versichert, "das" wäre selbstverständlich auch geschehen wenn man nicht nachgefragt hätte

    Euch erstmal vielen Dank und allen ein frohes Weihnachtsfest.

    Gruß - J.
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  15. #13

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    Bei Euch wirken die AWG-Hormone aber kräftig - oder?

    Wenn die auch nur 1/3 der Beschäigungen finden, die tatsächlich da sind, dann waren die schon mal verflucht gut.
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