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wärmepumpe mit\ohne Pufferspeicher

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  1. #1

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    wärmepumpe mit\ohne Pufferspeicher

    Hallo Bauexperten,

    wir renovieren ein altes Fachwerkhaus, es wird gedämmt und erreicht laut Energieberater ausreichend gute Werte um mit einer Wärmepumpe effizient betrieben werden kann. Wohnfläche ca. 200qm. Unser Plan ist eine Wärmepumpe mit Erdkollektor in Verbindung mit einer Wandheizung.
    Nun bietet ein Installateur eine Waterkotte ai1 an ohne Pufferspeicher (nur integrierter Warmwasserspeicher) mit optionaler Solarwarmwasserbereitung. Seine Argumente sind,wenn ich es richtig verstanden habe, das die Lehmwand und das Volumen in den Rohren ein ausreichend großer Puffer ist, der mögliche Sperrzeiten und soweiter kompensiert. Des weiteren würde er die Heizkreise begrenzen und einige ständig "laufen" lassen, also nicht sperren. Klang für mich zunächst plausibel. Nun kam der nächste und sagt das ist alles quatsch, der will nur den Preis senken um den Auftrag zu kriegen und alles sei unseriös. Seine Aussage ist Pufferspeicher unbedingt, weil nur dann eine Wärmepumpe effizient fkt. bzw. überhaupt funktioniert.
    Was stimmt nun?
    Rechtfertigt der Pufferspeicher die Mehrkosten bei Anschaffung?
    Macht die Warmwasserbereitung mittels Solar Sinn unter der Überlegung das die Wärmepumpe ja schon Sonnenenergie nutzt und die Investitionskosten den Stromkosten der Pumpe entgegenstehen.
    Was sagt Ihr zu der Waterkotte?
    Viele Fragen die so oder so ähnlich bereits gestellt worden, ich hoffe aber trotzdem auf eure Antworten?
    MfG ein verwirrter Bauherr
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  2. wärmepumpe mit\ohne Pufferspeicher

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von fmw6502
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    Gut ausgelegte WP/FBH Heizungen benötigen normalerweise keinen Puffer: Bei einer FBH im Neubau hat der Estrich i.allg. genügend Pufferwirkung, um ineffizientes Takten der WP zu verhindern. Bzgl. Deiner Lehmwände läßt sich dies aus der Ferne schlecht abschätzen, frag am besten Deinen Planer nach der Pufferwirkung, am besten im Vergleich zum Wasserpuffer...

    Solar hat bei einer WP eine seeeehr lange Amortisationszeit. D.h. allg. Meinung: es rechnet sich nicht.

    Gruß
    Frank Martin
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  4. #3

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    Des weiteren würde er die Heizkreise begrenzen und einige ständig "laufen" lassen, also nicht sperren. Klang für mich zunächst plausibel.
    Der Mann denkt mit.

    Der Puffer hat weniger mit den Sperrzeiten zu tun, dazu müsste er sehr groß sein, was in den meisten Fällen nicht gegeben ist. Er dient primär der hydraulischen Entkopplung, sprich, er soll einen Mindestvolumenstrom sicherstellen, den die WP benötigt damit sie nicht auf Störung geht.

    Das kann man auch durch Heizkreise erreichen die ständig "offen" sind. Dazu müssen diese aber entsprechend dimensioniert und abgeglichen sein.

    Ist das nicht möglich, dann auf jeden Fall einen Pufferspeicher vorsehen. Er dient dann der Betriebssicherheit.

    Was die Sperrzeiten betrifft, so machen sich diese in einem gut gedämmten Haus nicht oder kaum bemerkbar. Die Wärmeverluste nach außen sind gering und die Masse "Haus" hat ausreichend Energie gespeichert um 1 oder 2 Stunden überbrücken zu können.

    Solar in Verbindung mit WP ist weniger sinnvoll. Ist Geld übrig, dann kann man sich eine Solaranlage auf´s Dach bauen lassen, aber man sollte das nicht als Investition betrachten die vielleicht auch noch Gewinn erwirtschaften soll.
    Falls Solar eingebunden werden soll, sind wir natürlich wieder beim Thema Puffer-/WW-Speicher.

    Ach ja, Herstellerdiskussionen sind immer so eine Sache. Da halten wir uns normalerweise zurück, denn den guten Hersteller gibt es nicht. Wichtig ist, dass der Fachbetrieb mit der Kiste klar kommt und dass er den entsprechenden Service liefern kann. Das ist schon einmal die halbe Miete.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke

    Danke für die Ausführungen,
    scheint sich mein erstes Gefühl ja bestätigt zu haben und ich tendiere zu der Lösung ohne Pufferspeicher.
    Zur Solargeschichte, plante nicht Heizungsunterstützung sondern Warmwasserbereitung um z.b. im Sommer die Pumpe nicht zu brauchen um Warmwasser zu haben (Strom sparen, Lebensdauer verlängern usw.). Ohne Förderung vom Staat wahrscheinlich trotzdem ineffizient, dachte aber mit den vers. Förderungen ist es Überlegung wert oder?

    MfG ein etwas weniger verwirrter Bauherr (es gibt ja soviele Fragen, bei uns heißt es: Frag 10 Ärzte und du bekommst mind. 11 vers. Antworten)
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  6. #5

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    Zitat Zitat von vsg1882 Beitrag anzeigen
    Zur Solargeschichte, plante nicht Heizungsunterstützung sondern Warmwasserbereitung um z.b. im Sommer die Pumpe nicht zu brauchen um Warmwasser zu haben (Strom sparen, Lebensdauer verlängern usw.). Ohne Förderung vom Staat wahrscheinlich trotzdem ineffizient, dachte aber mit den vers. Förderungen ist es Überlegung wert oder?
    Der typ. Wasserverbrauch einer Familie macht eine Solaranlage meist unwirtschaftlich. Für den ganzen Sommer reden wir von vielleicht 1.500kWh, davon kann eine Solaranlage aber nur einen Teil decken. Kosten mit der WP irgendwas zwischen 50,- € und 100, -€.

    Mit eigenem Pool sieht das natürlich ein bischen anders aus.

    Gruß
    Ralf
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