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Feuchigkeit zwischen Dach und Unterspannbahn?

Diskutiere Feuchigkeit zwischen Dach und Unterspannbahn? im Forum Dach auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Feuchigkeit zwischen Dach und Unterspannbahn?

    Hallo Forum,

    ich bin seit einem 3/4 Jahr stolzer Hausbesitzer und gerade dabei das Dachgeschoss auszubauen.
    Seit dem habe ich mir auch schon viel Anregungen hier im Forum geholt, leider trat jetzt nach der 1. Kälterperiode ein leidliches Kondenswasserproblem auf.

    Das Dach ist ca. 20 Jahre alt und von außen laut meinem Dachdecker, welcher heute vor Ort war, top in Ordnung und dicht. Aufgebaut ist das Dach von Aussen nach Innen so:

    -Ziegel
    -nichtdiffusionsoffene USP (leider)
    -2cm Hinterlüftung inkl. Lüfterelemente
    -diffusionsoffene USB an Dachlatten getackert
    -16er Dämmung

    Geplant ist noch eine Dampfbremse sowie Gipskartonplatten.

    Heute nun (am ersten "warmen" Tag nach der Frostperiode) gab es leider (höchstwahrscheinlich) Kondenswasser unterm Dach. Dieses sammelte sich auf der Außenschicht!!! der nichtdiffusionsoffenen Folie, also zwischen Ziegel und Folie, die Innenseite, also im Bereich der oben beschriebenen Hinterlüftung blieb trocken.

    Zunächst dachte ich an ein Dachdefekt, mein Dachdecker konnte dies aber ausschließen.

    Das Wasser lief auf der Außenhaut nach unten, sammelte sich im Bereich einer Gaubenkehle und trat durch einen Defekt in der nichtdiffusionsoffenen Folie (wahrscheinlich Loch durch einen Nagel der Gaubenkonstuktion) auf die Innenseite und ging da in die Dämmung.

    Nun meine Frage, wie kann ich mir dieses Kondenswasser erklären?
    Ist das normal bei Temperaturwechseln wie heute?
    Tritt dies bei anderen Dächern auch auf?
    Kann man dieses irgendwie verhindern?
    Hängt es vielleicht doch mit der Dämmung zusammen?

    Laut meinem Dachdecker kann man dieses nur durch umdecken und die Verwendung einer diffusionsoffenen Folie verhindern, nur wie behindert diese Folie Kondenswasser an der Außenhaut?
    Ist dem so?

    Eigentlich war eine Neueindeckung in ca. 10 Jahren geplant, deswegen auch die aufwendige Konstrultion der Hinterlüftung.

    Was könnte ich noch tun/tun lassen?

    Anbei noch ein Bild der Stelle des Übertritts, an dei Dachlatten links und rechts soll noch die diffusionsoffene Folie zur Hinterlüftung angebracht werden.

    Vielen Dank schonmal und Liebe Grüße
    Dani:-)
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  2. Feuchigkeit zwischen Dach und Unterspannbahn?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von DerPiti
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    wie schauts aus mit schnee bei euch aufm dach ???
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Dani99 Beitrag anzeigen
    Heute nun (am ersten "warmen" Tag nach der Frostperiode) gab es leider (höchstwahrscheinlich) Kondenswasser unterm Dach. Dieses sammelte sich auf der Außenschicht!!! der nichtdiffusionsoffenen Folie, also zwischen Ziegel und Folie, die Innenseite, also im Bereich der oben beschriebenen Hinterlüftung blieb trocken.
    Zunächst dachte ich an ein Dachdefekt, mein Dachdecker konnte dies aber ausschließen.
    also im Prinzip, die Pfanne waren von unten klitschenaß ? und die Feuchtigkeit tropfte auf die Unterspannbahn ? ist das richtig ?
    wenn ja : absolut normal , reines Taupunktproblem, welche bei ganz bestimmten Temperaturen und Luftfeuchte vorkommt, aus diesem Grunde wurde nach der DIN eine doppelte Lattung oberhalb der Unterspannbahn angeordnet um eine bessere Lüftung zu gewährleisten .. diese Feuchtigkeit sollte über die Unterspannbahn in die Regenrinne ablaufen ..
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Wycliff Beitrag anzeigen
    also im Prinzip, die Pfanne waren von unten klitschenaß ? und die Feuchtigkeit tropfte auf die Unterspannbahn ? ist das richtig ?
    wenn ja : absolut normal , reines Taupunktproblem, welche bei ganz bestimmten Temperaturen und Luftfeuchte vorkommt, aus diesem Grunde wurde nach der DIN eine doppelte Lattung oberhalb der Unterspannbahn angeordnet um eine bessere Lüftung zu gewährleisten .. diese Feuchtigkeit sollte über die Unterspannbahn in die Regenrinne ablaufen ..
    auch sollte zwischen Sparren und Unterspannbahn ein luftzirkulierender Raum sein um die Luftfeuchtigkeit abzuleiten ..
    .. oh man wo ist der Knopf für Bearbeiten ?
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  6. #5
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    Hi,

    vielen Dank für die Antworten.
    Dann bin ich ja beruhigt, es ist übrigens auch alles wieder getrocknet.

    @DerPiti, das Dach war voller Schnee, welcher sich beim Tauen in der Kehle sammelte, hier trat auch die meiste Feuchtigkeit auf.

    Ein Problem bis zum neuen Dach wird natürlich das Taupunktproblem nach der kompletten Dämmung machen, da hier dann die abfließende Feuchtigkeit durch die defekte nichtdiffusionsoffene Bahn in die Dämmung fließt.

    Kann man hier noch zusätzlich etwas machen?
    Der Spitzboden ist z.Z. nicht gedämmt und sollte es eigentlich auch nicht werden, kann ich hier durch Dämmung dieses Problem noch zusätzlich verbessern?

    L.G.
    Dani
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Dani99 Beitrag anzeigen
    Ein Problem bis zum neuen Dach wird natürlich das Taupunktproblem nach der kompletten Dämmung machen, da hier dann die abfließende Feuchtigkeit durch die defekte nichtdiffusionsoffene Bahn in die Dämmung fließt.
    .. nein .. denn die Daemmung verlagert den Taupunkt .. das bedeutet, dass der Taupunkt innerhalb der Daemmung liegt .. aus diesem Grunde ist der Einbau der Dampfsperre erforderlich ... berechne mal den Verlauf der Temperaturkurve , dann wirst du das Problem erkennen .. reine Bauphysik
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Dani99 Beitrag anzeigen
    Der Spitzboden ist z.Z. nicht gedämmt und sollte es eigentlich auch nicht werden, kann ich hier durch Dämmung dieses Problem noch zusätzlich verbessern?
    im Gegenteil , offen lassen, keine Daemmung einbauen, damit der Wind durchpfeifen kann und die Feuchtigkeit abgeleitet wird ...

    aber ganz allgemein, die groessten Problem bestehen in Kehlen und Dachausbauten und Erker
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  9. #8
    Avatar von DerPiti
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    Dann Tippe ich auf flugschnee welcher unter die Pfannen weht und jetzt langsam schmilzt.. lass mich raten das es die Wetter seite ist...

    hatten wir die tage zu hauf.
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  10. #9
    Avatar von Dachi
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    Zitat Zitat von Dani99 Beitrag anzeigen
    -Ziegel
    -nichtdiffusionsoffene USP (leider)
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    Dieses sammelte sich auf der Außenschicht!!! der nichtdiffusionsoffenen Folie, also zwischen Ziegel und Folie, die Innenseite, also im Bereich der oben beschriebenen Hinterlüftung blieb trocken.

    Eigentlich war eine Neueindeckung in ca. 10 Jahren geplant, deswegen auch die aufwendige Konstrultion der Hinterlüftung.
    Welche aufwendige Konstruktion der Hinterlüftung? Hab ich was überlesen? Oder sind die 20mm. gemeint?

    Ist den auf der gesamten Dachfläche die USB nass, oder nur im Bereich von: Kehlen- im Bereich von Aufbauten?

    Nach der Lattung zu urteilen sind Biber auf der Dachfläche. Mal den Abstand der Latten (Oberkante-Oberkante) messen und die ungefähre DN.

    Dann mal schauen wie Wycliff schonn bemerkte ob ne Konterlatte oberhalb der USB aufgebracht wurde. Auf dem Foto sieht es so aus als ob.

    Meine Frankfurter werden auch unterhalb nass durch Regen/Schnee. Tropfen aber nicht ab. Hab auch keine USB drunter

    P.S.: Wie stark sind den die Sparren? (reine Neugier)
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  11. #10
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    Hi,

    erstmal vielen Dank für die zahlreichen Antworten und natürlich ein frohes und gesegnetes Weihnachten 2009!

    Berechne ich den Taupunkt meiPner Konstruktion, so liegt dieser bei 20 Grad innen und -10 Grad außen direkt auf der nicht diffusionsoffenen Usb, also genau hinter der Hinterlüftung uns somit richtig.

    Die Gauben sind leider ein Schwachpunkt unseres Daches, aber jetzt halt nicht mehr zu ändern, das Kondenswasser befand sich als einzelne Tropfen mit kleinen Rinnsalen im gesamten Dachbereich, große nasse Flächen, wie die auf dem Foto, traten aber nur im Bereich der großen Gaube, nach Süd-Ost gerichtet, auf. Es gibt eine Lattung entlang der 18er Sparren, oberhalb der alten Usb, darauf folgt die Querlattung auf die die Frankfurter (Römer) Pfanne gelegt ist.

    Aufwändig fand ich das schon irgendwie, erst 300m Dachlatten an die Sparren schrauben, die alte Usb vorher reparieren und mit Lüftereinheiten versehen sowie an die Dachlatten dann 180qm neue Usb zu tackern.

    Ich werde übrigens die Stellen wo das Wasser reinsickerte vor der Dämmung von außen überprüfen, vielleicht gibt es hier ein Hinderniss, welches das Wasser stauen liess, so das es sich einen neuen Weg, leider in die Dämmung suchen musste.

    Liebe Grüsse
    Dani:-)
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Dani99 Beitrag anzeigen
    Berechne ich den Taupunkt meiner Konstruktion, so liegt dieser bei 20 Grad innen und -10 Grad außen direkt auf der nicht diffusionsoffenen Usb, also genau hinter der Hinterlüftung uns somit richtig.
    also das wuerde ich mal so als verrechnet ermitteln , das kann nie sein .. zu einer Taupunktberechnung und dem Diffusionsverlauf gehoeren mehrere Faktoren .. frag mal einen Bauphysiker
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  13. #12

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    Hallo,

    ich klinke mich hier mal mit ein, da ich ein ähnlich gelagertes Problem habe, guckst du hier:

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=40008

    Im Gegensatz zu diesem Thema ist mein dach NICHT isoliert, d.h. bei mir kann man vom Dachboden her die Ziegel und die Lattung direkt sehen.

    Ich habe lediglich die oberste Geschossdecke (Boden des Dachbodens) mittels 6cm Styrodur gedämmt.

    Nun sind meine Ziegel auf der INNENSEITE seit dem extrem kalten Wetter (Aussentemperatur -17 °C) KLATSCH-Nass !

    Sie sind sogar derart nass, dass mittlerweile die Feuchtigkeit innen von den Ziegel auf den Boden tropft und sich dort auf dem Styrodur Pfützen bilden.

    Auch die Lattung und die Dachsparren sind in mitleidenschaft gezogen und sind somit feucht.

    Ich habe gehofft, dass es mit ansteigender Aussentemperatur besser wird, doch die Feuchtigkeit ist immer noch auf dem Dachboden und somit sind die Ziegel immernoch innen nass.

    Kann ich das Problem mit einer besseren Durchlüftung des Dachbodens bedingt durch weiteren Einbau von Lüftungsziegeln beheben ?

    Oder wie werde ich dem Problem herr ?

    Vielen Dank für die Infos.
    Gruß Peter
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  14. #13
    Gast360547
    Gast

    nur mal so zum lesen

    Moin,

    http://planungsgruppe-dach.de/thema.html

    vielleicht hilft es weiter.

    Grüße

    si
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    vielleicht hilft es weiter.
    In meinem Fall hilft der Link teilweise weiter.

    Jedoch stehe ich vor dem Problem, dass ich ja KEINERLEI Dämmung sowie Dampfsperre unter den Dachziegeln habe, das Dach ist sozusagen von innen "nackt".

    Wie bekomme ich die Geschichte mit der Feuchtigkeit auf der INNENSEITE der Ziegel in den Griff ?

    Reicht eine bessere Durchlüftung des Dachbodens aus (z.b. durch Einsetzen weiterer Belüftungsziegel) oder muss ich unter die Ziegel eine Dampfsperre aufbringen ?
    Es muss doch auch ohne Dampfsperre unter den Ziegeln gehen, denn es gibt ja genügend Dächer die auch nur aus Ziegeln bestehen, also von unten gesehen "nackt" sind.

    Was mir jedoch auffällt, ist die Tatsache, dass ich vor der Dämmung der obersten Geschossdecke und der Dämmung des Hauses keine Probleme mit nassen Ziegel (Innenseite) festgestellt habe, könnte das Problem nun daran liegen, dass der Innenraum des Dachbodens durch die Isolierung nun kühler ist als früher ?
    Zumindest fiel mir dieses Problem früher nicht auf, wobei die extremen Temperaturen wie wir sie vergangene Woche hatten (-17°C) auch recht selten hier im Landkreis auftreten bzw. in der Vergangenheit auftraten.

    Gruß Peter
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  17. #15
    Gast360547
    Gast

    zum teil sicherlich

    Moin,

    sicherlich sind die nunmehr geringeren Temperaturen mit verantwortlich, da die vorher vorhandene Wärme die Feuchtigkeit nicht mehr aufnehmen und evtl. abführen kann.

    Andererseits muss die vorhandene Feuchtkeit irgendwoher kommen. Und da ist das Polystyrol nicht ursächlich verantwortlich. Blower-door-test durchführen, Schwerpunkt nicht die Luftwechselrate, sondern die Leckagesuche.

    Grüße

    stefan ibold
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