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Abgehängte Decke, D112 oder D113 (niveaugleich)

Diskutiere Abgehängte Decke, D112 oder D113 (niveaugleich) im Forum Trockenbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Abgehängte Decke, D112 oder D113 (niveaugleich)

    Hallo,
    Bei uns soll im Wohnzimmer eine abgehängte Decke installiert werden.
    Fläche ca. 8x6m.
    Sicherlich gibt es noch andere gute Hersteller. Meine Fragen beziehen sich jetzt aber auf Systeme von KNAUF.

    Jetzt meine kurze Frage.
    Sind beide Systeme "gleichgut", oder sollte man z.B. das System D112 mit überdeckenden Profilen dem Niveaugleichensystem D113 bevorziehen.

    Denke da allgemein an stabilität, Rissbildung (auch wenn es die bei beiden Systeme nicht geben soll), usw.

    Worin liegt der Unterschied, ausser der Aufbauhöhe und evtl. dem Preis.

    Vielen Dank

    Gruss
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  2. Abgehängte Decke, D112 oder D113 (niveaugleich)

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  3. #2
    Avatar von Peeder
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    es sind eigendlich beide Systeme OK, Nivaugleich hat den Vorteil, das die UK eine Ebene ist , somit sind z.B. Auswechselungen für Leuchten, Revie usw. einfacher herzustellen.
    Noch ein Vorteil ist, bei einer MiWo Auflage ( Schallschutz / Brandschutz ) diese einfacher lückenlos erstellt werden kann.

    Bei der Variante 113 wird i.d.R. ein tragender Anschluss benötigt.

    Grundsätzlich wird von einer Nivaugleiche UK gesprochen, wenn die UK

    a. nur aus einer Traglattung besteht
    b. Grund und Traglattung auf einen Nivau liegen.

    Reden wir von einer 113, so ist dies nur ein System.

    Peeder
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Peeder,
    Danke für deinen Beitrag.

    Das mit den genannten Vorteilen leuchtet mir jetzt auch ein , bringt mir aber nichts da ich weder MIWO, Revisionsklappe oder sonstiges einsetze.

    Reden wir von einer 113, so ist dies nur ein System.
    Diese Bezeichnung für das Niveaugleiche Verlegen der Unterkonstruktion habe ich aus den KNAUF unterlagen. Daher auch von mir so beschrieben.

    Was den tragenden Anschluss betrifft. Bringt das irgend einen Vorteil oder in manchen Fälle vielleicht sogar einen Nachteil?
    Klar ist mir dass bei der Verlegeart mit überlappenden Profilen (D112), nahe an der Wand bereits eine steife Unterkonstruktion vorhanden ist und dort eine verschraubung an das Tragprofil für ausreichend stabilität sorgt.
    Dort wird, denke ich mal, bewusst die Decke von der Wand entkoppelt und nicht verschraubt. Dies wäre beim System D113 ja eben nicht der Fall. Deswegen meine Frage ob dies vielleicht einen Nachteil haben könnte.

    Gruss
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  5. #4
    Avatar von Peeder
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    ob dies vielleicht einen Nachteil haben könnte
    Ein tragender Anschluss ist nur gefordert,wenn das Tragprofil weiter als 15 cm von der Wand entfernt ist, sowie bei manchen Brandschutzkonstruktionen.

    Nachteile sind bei grösseren Deckendurchbiegungen, das Spannungsrisse auftreten können.
    Daher ziehe ich im Dachgeschossausbau oder bei Trapetzblechdach den nichttragenden Anschluss vor.

    die Decke von der Wand entkoppelt
    hat nicht direkt damit was zu tun, der nichtragende Anschluss kann Bewegungen besser aufnehmen, in verbindung als Gleitenden Anschluss am Deckenrand der GK .

    Es wird häufig verwechselt, ein Tragender Anschluss ist die UK, ein starrer Anschluss ist die Verbindung Wand / Decke am GK.

    Somit ist bei einer Tragenden Randkonstruktion ein gleitender Anschluss nicht möglich, wohl aber die Trennung der GK Platte zur Wand, die irrigerweise dann oft als " gleitender Anschluss " bezeichnet wird.


    Peeder
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  6. #5
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    Ok, ich denke jetzt auch verstanden zu haben was du mir hier erklärst.
    Ich habe wohl nicht wirklich den Unterschied gewusst zwischen tragendem-/nichttragendem Anschluss und gleitendem Anschluss.

    Ich dachte, wenn die Gibsplatte am UD Profil verschraubt ist, spricht man von tragendem Anschluss und wenn nicht daran verschraubt, von nichttragendem Anschluss.
    Das scheint aber nicht der Fall zu sein, wenn ich dich richtig verstehe.

    Nachteile sind bei grösseren Deckendurchbiegungen, das Spannungsrisse auftreten können.
    Daher ziehe ich im Dachgeschossausbau oder bei Trapetzblechdach den nichttragenden Anschluss vor
    Das heisst du montierst das Tragprofil entsprechend nahe an der Wand (10cm). Wie sieht es jedoch mit dem UD-Profil aus, wenn du von nichttragendem Anschluss sprichst? Wird dann ein UD-Profil montiert oder komplett ohne?
    Und wenn mit UD, dann aber die Platten nicht daran verschraubt und so mit "gleitendem Anschluss" !?

    Und wie ist das gemeint, dass bei grösseren Deckendurchbiegungen Spannungsrisse auftreten können?
    Gilt das jetzt für das niveaugleiche System, das andere System oder für beide?
    Und wo? An der Deckenfläche oder im Bereich Wandanschluss?

    Worin siehst du das Problem, beim tragenden Anschluss im zusammenhang mit der Rissbildung? Vermutlich im Montageabstand der Abhänger, des Grundprofils oder Tragprofils zur Wand und weniger am starren Anschluss (Gipsplatte an UD Profil verschraubt).

    Mich verwirren die Angaben in den technischen Unterlagen irgendwie:bef1001:

    Meine laienhafte Überlegungen:
    - Das niveaugleiche System schätze ich als nachteilig in folgenden Punkten:
    1) In der Fläche nicht so Formstabil, neigt eher zu "Wellenbildung" da ich mir die ganze Konstruktion durch die vielen Einzelteile (Tragprofilteile) und Niveauverbinder "latschiger" vorstelle.
    2) Ausführung immer mit tragendem Anschluss
    - Vorteile beim andere System (überlappende Profile) sind meiner Meinung nach:
    1) Starre Konstruktion durch lange überlappende Profile (keine Einzelteile).
    2) Anschluss kann wahlweise tragend oder nichttragen durchgeführt werden.

    Ich glaube jetzt ist der Groschen gefallen.
    Der gleitende Anschluss hat gar nichts mit der horizontalen "Bewegung" der Decke zu tun, sondern hier geht es um die vertikale Bewegung (Deckenabsenkung)? Richtig?
    Und ich dachte eine nicht am UD Profil verschraubte Platte wäre auch ein gleitender Anschluss.


    Ich hätte dann noch folgende Fragen:
    - Sollte man beim System D112, mit nichttragendem Anschluss, die Gipsplatte nie am UD Profil verschrauben? Richtig?
    - Wenn eine Decke mit dem System D112 montier wird, ist die Montage eines UD Profils nicht zwingen erforderlich. Richtig?

    Ich würde mich für diese Variante entscheiden, Wohnzimmer Decke 8x6m:
    * System D112
    * nichttragender Anschluss
    * mit UD Profil ringsherum, wo die Stirnseite der Trägerprofile eingesetzt werden
    * Platten nicht am UD Profil verschraubt

    Würdest du hierfür deinen unverbindlichen Segen geben?

    Nochmals vielen Dank für deine Erklärungen

    Gruss
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  7. #6
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    Hallo Peeder,
    Hat zwar nicht direkt etwas damit zu tun, aber als Trockenbauer kennst du dich damit bestimmt aus.
    Es wird immer von FERMACELL Zementfaserplatten gesprochen. Wenn ich aber auf der FERMACELL Seite mir deren Produkte anschaue, dann gibt es nichts unter diesem Namen.
    Was man findet sind Gipsfaserplatten.
    Was ich jetzt gerne wissen möchte ist ob trotzdem diese Platten gemeint sind oder gibt es noch andere? Oder gab es die Zementfaserplatten einmal, heute aber nicht mehr?

    Thx
    Gruss
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  8. #7
    Avatar von Peeder
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    na denn mal los
    Was man findet sind Gipsfaserplatten.
    Platten aus Gips - nehmen wir mal die zwei Grundarten-
    Gipskarton - Kern aus Gips, mit Papier ummantelt.
    Gipsfaserplatten - Aus Gips, Altpapier, Bindemittel, keine Kartonummantelung.

    Fermacell ist eine Gipsfaserplatte, bei Rigips Rigidur .

    Nicht aus Gips bestehen z.B. Zementgebundene Platten, auch Bauplatten im Trockenbau z.B. hier
    oder auch zementgebundene Holzwollplatten ( Sauerkrautplatten )

    Das heisst du montierst das Tragprofil entsprechend nahe an der Wand (10cm).
    Richtig, ein nichtragender Anschluss ist, wenn du dir alle Wände wegdenkst, und die Decke oben bleibt. Das UD Profil ist im Prinzip nur eine Montagehilfe , selbst wenn es im UD steckt, reden wir von einen nichtragenden Anschluss.

    Und wenn mit UD, dann aber die Platten nicht daran verschraubt und so mit "gleitendem Anschluss"
    vollkommen richtig.

    Worin siehst du das Problem, beim tragenden Anschluss im zusammenhang mit der Rissbildung?
    nun, an für sich nur, wenn die Rohdecke bzw. da wo du befestigst, eine Durchbiegung stattfindet, Schneelasten auf Trapetzblech, Durchbiegungen durch Lasten ect. Ein fester Anschluss an den Wänden kann dann zu Spannungen führen, und Risse entstehen meisst an den nicht unterlegten Kanten der GK . Die Wände geben nicht nach, aber die Fugen.

    Das niveaugleiche System schätze ich als nachteilig
    nein, die Konstruktion neigt weder zur Wellenbildung ( die baut man ohne Laser selber ) und ein Gleitender Anschluss ist auch möglich, ( wird nicht im Systemblatt erwähnt kann aber gemacht werden ) wenn die Trageprofile dicht ( 10-15 cm ) an der Wand liegen. Ich sehe die Nachteile in der höhren Montageaufwand, Passgenaue Profile, somit auch Mehraufwand an Material.

    Vorteile beim andere System
    Das Grundprofil braucht nicht so genau gesetzt werden, ( im Rahmen der zulässigen Abstände ) das Tragprofil mit Kreuzverbindern oder Ankerwinkeln lassen sich immer noch verschieben, so das eine Vernünftige Schraubmontage an den Plattenrändern möglich ist. ( Achsmitte der Fugen auf dem Profil )

    Der gleitende Anschluss hat gar nichts mit der horizontalen "Bewegung" der Decke zu tun
    genau, Längstbewegungen werden durch Schattenfugen oder auch hinterlegung mit
    3-5 mm Trennband am GK aufgenommen. Daher sind auch die Profile nie mit dem UD zu verschrauben, und auch keine Sitzpresspassung der CD machen,
    ca 1 cm Luft ist OK . Bei grösseren Spannweiten ist eh eine Dehnfuge vorzusehen, kommt aber im Otto Normalhaus nicht vor.

    Würdest du hierfür deinen unverbindlichen Segen geben?
    Nun ja, ich segne nur das ab, was ich, oder unter meiner Aufsicht gebaut wurde , aber das System D 112 oder auch das selbe System aller anderen Herstellen ist OK, wenn du nach den Detailblättern und Herstellerlinien arbeitest .

    Hier mal noch ein wenig Lektüre


    Peeder
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
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    Ok, das mit den unterschiedlichen Gipsplatten war mir bekannt.
    Danke für den Link.
    Was mich aber immer irritiert hat, ist dass immer von FERMACELL zementgebundene Platten geredet wird. FERMACELL ist schon fast ein Synonym für Zementfaserplatten, zumindest so wie ich es kenne.
    Es reden viel davon, aber trotzdem gibt es sie nicht
    Und genau das fand ich merkwürdig.

    Dann habe ich das mit den unterschiedlichen Systemen jetzt auch verstanden, danke.

    Und mit der Wellenbildung, da hast du natürlich auch recht. Schön dass es den Laser gibt, ich habe solche Arbeiten aber auch schon mal mit dem Theodolyt verrichtet

    Nun ja, ich segne nur das ab, was ich, oder unter meiner Aufsicht gebaut wurde , aber das System D 112 oder auch das selbe System aller anderen Herstellen ist OK, wenn du nach den Detailblättern und Herstellerlinien arbeitest .
    Klar, das mit deinem Segen wusste ich bereits
    Deshalb schrieb ich ja auch "unverbindlicher Segen".
    Und damit wärst du für jeglichen Fehler den ich machen würde ohne Schuld.
    Es ging auch mehr um die Details, ob mit oder ohne tragender Anschluss oder um das UD Profil, ob mit oder ohne. Halt die Sachen die nicht zwingend vorgeschrieben sind.

    Nochmals vielen Dank für deine fachlische Erklärungen, deinen Links und vor allem deine Hilfsbereitschaft.

    Gruss
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  11. #9
    Avatar von Peeder
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    FERMACELL ist schon fast ein Synonym für Zementfaserplatten
    eigendlich nicht, bei Eternit denke ich immer an Zement- oder bei Heraklit .

    aber macht nichts, Rigipsplatten gibbes ja auch bei Knauf

    Auch ich bedanke mich , und ein gutes Gelingen.


    Peeder
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