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  1. #1

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    Bodenplatte betonieren? - Kälteperiode!

    Hallo zusammen.

    Als zukünftiger Bauherr läßt mich zur Zeit ein Thema nicht los. Also...

    Wir bauen ein EFH mit Keller als Fertighaus. Der Keller wird aus Fertigbetonteilen erstellt.

    Die Zeitplanung sieht so aus, dass in dieser Woche der Erdaushub erfolgen soll und am dem 11.1. die Arbeiten am Keller, also die Bodenplatte. Somit wird im Laufe der kommenden Woche die Bodenplatte gegossen.

    Hier in Rheinhessen liegt kaum Schnee. Die Temperaturen waren gestern bei knapp null Grad und heute morgen bei Minus 4 Grad. Die Kälteperiode soll jedoch auch die kommende Woche nich anhalten.

    Nach gestriger Rücksprache mit unserem Bauleiter meinte er, dass bei diesen Wetterverhältnissen die Planung eingehalten werden kann.

    Jedoch bin ich mir unsicher, ob das Wetter zum betonieren nicht do zu kalt ist. Was meine die Experten dazu

    Bin für jeden Tipp dankbar.

    Danke und Gruß
    ThorstenR
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  2. Bodenplatte betonieren? - Kälteperiode!

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Genau....sobald die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken (können) ist Vorsicht geboten.
    Mit dem Bauleiter der Firma sprechen welche Maßnahmen er denn ergreifen wird. Das Mindeste bei den momentanen Temperaturen wäre Abdeckung der Platte nach dem Betonieren mit z.B. Styrodur. Weiter sollte die Oberflächentemperatur des Betons eine Zeit nach Betonage dokumentiert werden (morgens, mittags und abends). Warmbeton muss verwendet werden wenn auch tagsüber unter 0°C.
    Aber wie gesagt; da soll die Baufirma Ihnen mal erzählen was er gedenkt zu tun....ist schliesslich denen ihr Job. Wenn er nix machen möchte, dann lehnen Sie dies ab und weisen ihn an zu entspr. den im Betonagezeitraum vorherrschenden Temperaturen entspr. zu tun. Wer das dann bezahlt, hängt u.a. vom Vertrag ab. Wer macht die Bauleitung von Bauherrenseite? Sie oder jemand anders?
    Grüße
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  4. #3

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    Ist das zufällig eine Weisse Wanne, was da gebaut wird?
    Dann wäre eine Fremdüberwachung des Betons sehr wahrscheinlich eh Vorschrift.
    Daraus liessen sich zumindest die Maßnahmen ablesen, die bis zum Einbau des Betons (nicht) getroffen wurden.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo zusammen.

    Schon jetzt Danke für ein Feedback.

    @ RMartin: Die Bauleitung auf Bauherrenseite obliegt mir, dem Bauherren. Zur Zeit suche ich noch einen Fachmann, der die Baumaßnahmen begleitet, damit ich später eine qualitätsgesicherte Abnahme vornehmen kann.

    @ Ralf: Eine Weisse Wanne wird nicht erstellt. Bei unserer Ausführung handelt es sich um einen sickerwasserdichten Keller (SWD) mit umlaufender Ringdrainage.

    Existieren irgendwo Vorschriften oder Empfehlungen, was beim betonieren zu beachten ist (z.B. zu Temperaturen)?

    Danke und Gruß
    ThorstenR
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  6. #5

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    Zitat Zitat von ThorstenR Beitrag anzeigen
    @ Ralf: Eine Weisse Wanne wird nicht erstellt. Bei unserer Ausführung handelt es sich um einen sickerwasserdichten Keller (SWD) mit umlaufender Ringdrainage.
    Was ist das denn wieder für eine schicke Worthülse???

    Gibt es ein Bodengutachten? Welcher Lastfall steht denn an? Wie wird der Beton sickerwasserdicht?
    Und wie die Bodenplatte?

    Ich glaube, Ihr solltet die Suche nach dem Sachverstand deutlich beschleunigen. Unglaubliche Geschwindigkeit wäre hier im Minimum angesagt.
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  7. #6

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    Mahlzeit Thorsten!

    Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber Du bist -offenkundig- kein baufachmann. Das ist auch völlig in Ordnung, ich bain ja auch kein "Verwaltungsfachmann" und muß mich deswegen nicht grämen.

    Aber: Angesichts dieser Tatsache ist das:
    Die Bauleitung auf Bauherrenseite obliegt mir, dem Bauherren.
    höchst fahrlässig! O.K., ist Dein Haus und Deine Kohle...also bitte schön...aber klug ist es nicht!

    Was für eine Konstellation habt Ihr denn (GU, GÜ, Bauträger, Architekt)???

    Bei den ersten drei Möglichkeiten kannst Du den Bau ebenfalls nicht "leiten" sondern bestenfalls überwachen ob die Herrschaften ihre Sache korrekt machen. Die Einflußmöglichkeiten sind begrenzt! Einen Bau zu leiten heißt ja nicht diesen ab und zu mal anzugucken, sondern eben zu "leiten", also bei Rückfragen den handwerkern zu sagen wie sie was machen sollen, die handwerker auch terminlich zu koordinieren, natürlich auch das Überwachen auf fachliche Richtigkeit der Ausführung usw. usf. All dies kann ein Laie nicht. Punkt. Einige Fachleute übrigens auch nicht...aber das ist ein anderes Thema.

    Kläre uns doch mal auf, welche bauleitende Funktion hier gemeint ist.

    Ansonsten ergänze ich meine erste Zeile durch ein "Prost" zu "Prost Mahlzeit"...

    Grüße

    Thomas
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  8. #7

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    Sickerwasserdichter Keller

    Moin Moin,

    bin neugierig und lernwillig - wie wird denn ein sickerwasserdichter Keller vom Anbieter definiert? Kann es sein, dass hier temporär drückendes Wasser oder sogenanntes Schichtenwasser ansteht? Dann ist eine `Weisse Wanne` oder eine `Schwarze Wanne` notwendig. Aus der `Worthülse` entnehme ich, dass es wahrscheinlich eine Weisse Wanne wird.

    Vielleicht stellen Sie doch einmal einen Auszug aus dem Vertrag mit der fachlichen Beschreibung der Kelleraussenwände und Kellersohlplatte ein.

    Ansonsten sollte bei Temperaturen unter +5,00° C nicht betoniert werden, es sei denn die Temperatur wird durch zusätzliche Maßnahmen sicher gestellt, dass kostet dann auch ein Stück Mehr-Geld.

    Freundliche Grüße aus Berlin
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  9. #8
    Baufuchs
    Gast

    Aus

    der Werbung (Homepage):

    Wir von XXXX bauen alle Keller als sickerwasser- dichte Keller (SWD). Bei erhöhten Erfordernissen, wie Druckwasser, stehendendes Wasser oder auch Grundwasser, führen wir Ihren XXXX-Keller als druckwasserdichte (DWD) Variante aus.
    Geändert von Ralf Dühlmeyer (04.01.2010 um 19:25 Uhr) Grund: Der Fuchs hatte einen Namen übersehen
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  10. #9
    JamesTKirk
    Gast
    Entscheidend ist, dass die Betontemperatur nicht unter +5, besser +10 °C absinkt. Daher ist Warmbeton angesagt, der sollte so zwischen 15 und 20 °C haben. Dann zügig betonieren und das Ganze entsprechend als Nachbehandlung schützen, z.B. mit wärmedämmender Folie oder Styropor abdecken. Am besten am Vormittag betonieren, damit man für die Wärme des Tages für die Hydratation noch mitnehmen kann.

    Wenn es zu kalt wird, bekommst Du eh keinen Beton geliefert ... dann ist auch die Mischanlage eingefroren
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo Freunde,
    ich hätte bis -10 Grad kein probleme mit Betonieren einer bodenplatte. Die erforderliche Temparaturen des beton halte ich mit bestimmte maßnahmen ein. Was mich gewundert hat das keiner der 4 Experten auf die untergrundtemparatur hingewisen hat.
    Nach bodenaushub (übers wochenende) ist der gesamte untergrund gefroren. Alleine aus diese grund ist eine betonage nicht möglich!!!

    Temparaturen (Mainz) Samstag, 09.01. bis -6, Sonntag 10.01. bis -7 Grad!
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  12. #11

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    Betonieren bei Frost

    Zitat Zitat von Yilmaz Beitrag anzeigen
    Hallo Freunde,
    ich hätte bis -10 Grad kein probleme mit Betonieren einer bodenplatte. Die erforderliche Temparaturen des beton halte ich mit bestimmte maßnahmen ein. Was mich gewundert hat das keiner der 4 Experten auf die untergrundtemparatur hingewisen hat.
    Nach bodenaushub (übers wochenende) ist der gesamte untergrund gefroren. Alleine aus diese grund ist eine betonage nicht möglich!!!

    Temparaturen (Mainz) Samstag, 09.01. bis -6, Sonntag 10.01. bis -7 Grad!
    moin moin Yilmaz,

    es ist doch wurscht, ob der frischbeton von unten, von oben oder von den seiten kalt wird, die mindestanforderungen zum betonieren bei frost gelten von allen seiten. Wenn das nicht erreicht wird, dann ist segel-streichen und betonmast zusammenfalten angesagt.

    @ Baufuchs - gibt es auch eine fachliche definition von swd? Ansonsten ist das genau so ein fachbegriff wie böschungsfräse, feierabendschablone, upat-luftdübel!

    freundliche grüße aus berlin
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo Rolf,

    es geht Primär darum das man auf eine Untergrund betonieren kann. Von wo dann der Frischbeton kälte bekommt ist zweitrangig.
    Wenn ich 3 tage konstant +1 grad habe gibt mir das nicht die sicherheit das der untergrund der bereits 5-10 cm gefroren ist auch schon +1 ist.
    Würde mir sehr starke bauchschmerzen bereiten.
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  14. #13
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    Hallo zusammen.

    Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen. Ok, dann möchte ich mal Dunkel ins Licht bringen.

    Wir bauen ein Fertighaus mit einer Fertighausfirma. Sie macht auch den Keller - sozusagen alles aus einer Hand. Die Firma hat auch einen Bauleiter, der alles überwacht, leitet und koordiniert. Das mache natürlich nicht ich als Bauherr - ich muss jedoch bei anstehenden Entscheidungen "in die Bütt".

    Wie schon gesagt, suche ich derzeit noch einen Experten, der mich begleitet und vor allen bei der Abnahme unterstützt. Daher sollte er während der Ausführung von Gewerke diese beobachten, prüfen oder begleiten, damit ich nachher auch eine gesicherte Abnahme vornehmen kann. Denn Ahnung habe ich nicht. Bin hier Laie.

    Hier eine Beschreibung unseres Kellers:



    Nach Aussage von unserem Architekten der Fertighausfirma, erfüllt der Keller die DIN 18195-4.

    Uns liegt auch ein Bodengutachten vor. Hier mal die Bodenkennwerte aus dem Gutachten.


    In die Baugrubensohle wird nach dem Aushub eine 20 cm Tragschicht aus 0/32er Schotter eingebracht. Verdichtet und durch Lastplattendruckversuche (richtig?) geprüft. Nach Aussagen des Geologen und des Erdarbeiters wäre die Grube dann für ein paar Tage gesichert. Auf diese Tragschicht kommt dann vom Kellerbauer noch eine Sauberkeitsschicht von 10 cm und dann eine PE-Folie.

    Viele Grüße
    ThorstenR

    PS: DANKE.
    Geändert von sepp (05.01.2010 um 10:45 Uhr) Grund: ich habe die jpg´s entfernt, da hier firmen benannt werden
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    bitte die namen schwärzen und wieder einstellen!
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  17. #15
    MoRüBe
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    Mal aus der Sicht eines Fertighausfritzen...

    ... was nicht geht, geht nicht. Und bei der derzeitigen Witterung kannste es vergessen. Punkt.

    Und selbst wenn Du es schaffen solltest, das Fundament unfallfrei hinzubekommen, dann bei diesem Wetter ne Hütte aufzubauen, vergeß es einfach. Ich hab einmal bei minus 17 montiert, aber trockene Kälte und Sonnenschein. Da leidet alles. Der Mensch und die Maschinen. So ne Sklaventreiberei mach ich nie nie wieder. Jedenfalls, die Qualität leidet. Is so.

    Es ist ja nicht nur der Beton, es beginnt ja schon beim ausschachten, und wenn der Kram dann Frost bekommt, na Prost Mahlzeit, wie schon gesagt.

    ich wunder mich, das Helge sich noch gar nicht geäußert hat, hat der kerl noch Urlaub??
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