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  1. #1

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    Estrichaufbau erneuern - Ölpapier noch aktuell?

    Moin zusammen,

    Wohnzimmer und Diele bekommen Fußbodentemperierung und dazu muss der Estrich raus. Das Haus ist Baujahr 1994. Ist folgendes noch aktuell, oder ersetzt auf 0,2mm PE-folie das sog. Ölpapier:

    In meiner Baubeschreibung steht:
    "Der schwimmende Estrich im Erd- und Dachgeschoss, einschließlich der erforderlichen Isolierung und Ölpapier, wird eingebracht."

    Desweiteren im Formblatt:

    "schw. Estrich auf 4cm Stück Hartschaumplatten"

    Mein Kenntnisstand bezgl Estrich und wie ich es vorhabe:

    - Bodenplatte
    - 2 lagig 0,2mm PE-Folie
    - 4cm Styropor
    - wieder 0,2mm Folie
    - Heizschlangen
    - 6cm Anhydritfließestrich

    Ist das so gängig und machbar und konform mit der obigen Baubeschreibung?

    Danke Euch!

    Felix
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  2. Estrichaufbau erneuern - Ölpapier noch aktuell?

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  3. #2
    Avatar von Berni
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    Tach Pilotcutter,

    2 Lagen PE-Folie ersetzen keine Abdichtung.
    Die 4 cm Styropor ist eine Systemplatte für die FbH? Wenn nicht, wie sollen die Rohre befestigt werden?
    Fußbodentemperierung? Ist da ein Vorlauftemperaturbegrennzer?
    CAF-Estriche nicht über 55° im Vorlauf.
    Bau von 1994. Da liegen doch bestimmt Rohrleitungen auf der Rohdecke/Sohle. Wie soll da vernünftig eine Abdichtung rein bei dem Aufbau?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Berni Beitrag anzeigen
    Die 4 cm Styropor ist eine Systemplatte für die FbH? Wenn nicht, wie sollen die Rohre befestigt werden?
    Tach auch.

    Noch habe ich nichts eingekauft. Es wird aber wohl kein FBH Komplettsystem werden: Ein Cosmo Connect Verbundrohr 16x2 wird auf die Dämmung getackert und entsprechend angeschlossen.

    Fußbodentemperierung? Ist da ein Vorlauftemperaturbegrennzer?
    CAF-Estriche nicht über 55° im Vorlauf.
    Das machen "meine" Installateure, ich glaube mit Kombibox o.ä. Die FBE ist aber in trockenen Tüchern - ich muss nur die Drecksarbeit vorher machen.

    Bau von 1994. Da liegen doch bestimmt Rohrleitungen auf der Rohdecke/Sohle. Wie soll da vernünftig eine Abdichtung rein bei dem Aufbau?
    Richtig! Die Leitungen liegen - lt. Bilder vom Bau - auf dem blanken Fundament. Da sieht man nichts von Bitumenbahn o.ä. Ich will eigentlich auch nur das ersetzen, was ich beim Estrichabbau beschädige...

    Ich habe fast den Eindruck, die Bodenplatte war nicht direkt mit einer Absperrung behandelt.

    Ich schau mal was ich vorfinde. Will mich halt nur ausreichend informieren um Risiken abzuschätzen.

    Danke Dir.

    Pilotcutter
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  5. #4
    Avatar von Berni
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    Achso, generell noch zum Ölpapier (Bitumenpapier):
    Bitumenpapier wird generell noch verwendet. Allerdings nicht bei FbH.
    Hier könnte Geruchsbelästigung die Folge sein.

    Das die Heizung in trockenen Tüchern ist, kann ich so nicht glauben. Bei der vorgesehenen Befestigung der Rohre würde ich als Estrichleger so nicht einbauen.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Berni Beitrag anzeigen
    Achso, generell noch zum Ölpapier (Bitumenpapier):
    Bitumenpapier wird generell noch verwendet. Allerdings nicht bei FbH.
    Hier könnte Geruchsbelästigung die Folge sein.
    Hi Berni und Danke.

    Das die Heizung in trockenen Tüchern ist, kann ich so nicht glauben. Bei der vorgesehenen Befestigung der Rohre würde ich als Estrichleger so nicht einbauen.
    Das ist doch eine gängige Methode das Verbundrohr zu tackern. Es muss natürlich drillfrei liegen, dass es sich nicht aufrichtet.
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  7. #6
    Avatar von Berni
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    Das ist doch eine gängige Methode das Verbundrohr zu tackern. Es muss natürlich drillfrei liegen, dass es sich nicht aufrichtet.
    Das Tackern ist schon eine gängige Methode. Aber auf einer Systemplatte mit Gewebeeinlage, wo die Klammern auch halten.
    Wenn da schon die Absprache fehlt....
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Berni Beitrag anzeigen
    Aber auf einer Systemplatte mit Gewebeeinlage, wo die Klammern auch halten.
    Macht Sinn. Styropor könnte da zu porös und weich sein für die Klammern.
    Absprache kommt selbstredend noch.

    Ich bleib dran und danke Dir.

    Felix
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  9. #8

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    Es gibt auch ein System auf Styropor.
    Zusätzlich muss eine Art Trägermatte verlegt werden. Darauf werden die Rohre befestigt.
    Vorteil: Trägermatte muss nur dahin, wo auch Fussbodenheizug vorgesehen ist.
    Ist unter Umständen günstiger, und ganz sicher, einfacher.
    Bei Interesse:

    http://www.emcal.de/default.php?rub=...wohnungsneubau
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  10. #9
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    Danke Dir.

    Ich werde auf alle Fälle kein gewöhnliches Styropor nehmen, sondern Material welches haltbar ist für die Tackerklammern und mit niedrigem WLG Wert.

    Die Kosten für die Noppenmatte kann ich ja besser noch in die Dämmung stecken - da mich tackern fast nichts kostet.

    Zitat Zitat von Berni Beitrag anzeigen
    Bau von 1994. Da liegen doch bestimmt Rohrleitungen auf der Rohdecke/Sohle. Wie soll da vernünftig eine Abdichtung rein bei dem Aufbau?
    Nochmal zu Bernies richtiger Feststellung. Das kann so bleiben oder sollte man besser noch eine geeignete Absperrbahn unter die Rohre durchziehen und an der Wand verkleben - oder über die Rohre legen und an der Wand verkleben?

    Also, Schaden oder Probleme hat es in den verg. 15 Jahren nicht gegeben.
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  11. #10
    Avatar von Berni
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    Also, Schaden oder Probleme hat es in den verg. 15 Jahren nicht gegeben.
    Was soll man darauf erwidern?
    Mit meinem alten Auto hatte ich reperaturmäßig überhaupt keine Sorgen. Nahm nur ein bisschen viel Spritt. Zufall oder Normalität?

    Mit dem neuen Wagen bin ich in einer Tour in der Werkstatt. Zufall? Normalität?

    Spätestens wenn bei einem Bauwerk oder Bauteil ein Schaden auftritt, werden Zufall und Normal nicht mehr akzeptiert, es wird nach möglichen Ursachen gesucht und ein Schuldiger muss her. Und wenn nicht nach den a.R.d.T. gebaut wurde, ist auch schnell ein Schuldiger gefunden. Da nutzt es dem auch nichts, dass diese Bauweise schon oft von ihm schadensfrei angewandt wurde.

    Rohrleitungen sind durch die Abdichtung vor Bodenfeuchte zu schützen.
    Wenn Rohrleitungen verlegt sind, ist zunächst ein geeigneter Ausgleich in Höhe der Rohrleitungen zu schaffen. Dies kann auch mit druckfester Dämmung erfolgen, so dass zumindest die Trittschalldämmung ohne Unterbrechung durchgelegt werden kann.

    Wenn das bei Dir nicht möglich ist, solltest Du Heizungsbauer und Estrichleger in diesen Punkten von der Gewährleistung freizeichnen. Denn wenn Du die Abdichtung und Dämmung in Eigenleistung verlegst, und dieses entspricht nicht den a.R.d.T., müssten die zu ihrer eigenen Sicherheit Bedenken anmelden, da sie Deine Arbeit abnehmen müssen.

    Bedenken melden aber viele Handwerker nicht an, deshalb hat man sie auch regelmäßig am Arsc..
    Und vieles geht ja auch leider gut. Aber eben nicht alles, und auch nicht immer wieder.
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  12. #11

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    An Berni, den Estrichleger.

    Mich würde mal interessieren wie das mit den Tackerklammern nach Einbau aussieht?
    Ist zwischen der verstärkten Dämmplatte und verlegtem Rohr eine Folie, oder wird die Platte direkt genutzt?!
    Wenn Folie, verzieht die sich nicht stark beim Tackern?

    Die Dichtigkeit bei Fließestrich ist gegeben?
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  13. #12
    Avatar von Berni
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    Mir ist keine Systemplatte als Tackerplatte bekannt, die zusätzlich gegen Feuchte aus dem Estrich durch Folie geschützt werden müsste. Die einzelnen Platten oder Bahnen werden untereinander verklebt. Eine zusätzliche Folie ist auch bei Fließestrichen nicht notwendig.

    Anders sieht es bei der planmäßigen Lage der Rohre aus. In der Praxis stehen die Rohre gerade in den Biegeradien oft 3 cm über der Dämmung. Das schafft's dann auch nicht nackte Begeisterung bei mir hervorzurufen.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Berni Beitrag anzeigen
    Die einzelnen Platten oder Bahnen werden untereinander verklebt. Eine zusätzliche Folie ist auch bei Fließestrichen nicht notwendig.
    Danke Bernie. Was würdest zB Du zu folgendem Aufbau sagen:

    0. Betonsohle schau ich mir an und entscheide mit Fachleuten vor Ort über Absperrbahn...
    1. Ich packe Styropor aufs Fundament in noch vor Ort festzulegender Höhe, wobei ich die Rohre die auf dem Fundament liegen ausspare.
    2. In die Aussparungen kippe ich Perlite o.ä. Schüttdämmung die verdichtet.
    3. Auf diesen nunmehr glatten Boden packe ich eine BUDERUS Logafix Verbundplatte oder Rollfix je nachdem.
    4. Die Nähte der BUDERUS Platten werden vollflächig verklebt auch mit dem Randstreifen.
    5. Schläuche draufjetackert und CA Estrich ca. 60mm reingepumpt.

    Danke und Gruß. Felix
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Berni
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    2. In die Aussparungen kippe ich Perlite o.ä. Schüttdämmung die verdichtet.
    Lose Schüttungen sind für diesen Verwendungszweck nicht geeignet. Für den Einbau zwischen Dämmung und Rohren existiert auch aus gutem Grund keine Zulassung. Hier muss ein z.B. zementgebundenes Material verwendet werden.
    Lose Schüttungen unterwandern die Dämmung und sackt somit ab. Die Systemplatte würde wieder hohl liegen.
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  17. #15
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    Zitat Zitat von Berni Beitrag anzeigen
    Hier muss ein z.B. zementgebundenes Material verwendet werden.
    Lose Schüttungen unterwandern die Dämmung und sackt somit ab.
    Macht Sinn. Stimmt, das Zeug kann man dann nicht mehr bändigen - hab ich schon mal erlebt.

    Was wäre denn ein vernünftiger Lückenschluss - zementgebunden - für den Leitungsverlauf?

    Danke Dir.
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