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  1. #1

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    Bewertung von Bodenplatten bei NWG

    Ich habe eine Frage zur Bilanzierung von Nichtwohngebäuden - speziell die Bodenplatte:
    Im Anhang 2, Punkt 2.3 der ENEV 2009 heißt es: "Bei der Berechnung des Mittelwertes der an das Erdreich angrenzenden Bodenplatten dürfen die Flächen unberücksichtig bleiben, die mehr als 5 m vom äußeren Rand des Gebäudes entfernt sind."
    Gilt das auch bei der Bilazierung also bei der Eingabe der wärmeübertragenden Umfassungfläche? Bei meiner Software funktioniert die Ermittlung des mittleren U-Wertes nur richtig, wenn ich nur diesen 5m-Streifen eingebe. Ist das aber auch richtig?
    Z.B. Eine Halle mit den Abmessungen 30 x 50 m:
    Ist die gesamte Bodenplatte als wärmeübertragende Fläche - also 1.500 m² - anzusetzen oder nur der 5m - Streifen also 30x5x2 + 50x5x2 = 800 m² ?
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  2. Bewertung von Bodenplatten bei NWG

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hallo!

    Also ich bin zwar darin kein Experte aber die wärmeübertragend Umfassungsfläche kenne ich nur als diesen 5m-Streifen. Deswegen wird diese Fläche auch "Gebaüdehüllfläche" genannt. Deswegen denke ich, dass deine Software das so richtig macht und dich vor dem Fehler bewahren wollte die gesamte Fläche anzugeben.. ;-)

    viele Grüße!
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    hmmmmm, neee

    das ist ein spezielles Thema.
    Die Sache ist für ungedämmte Bopla gedacht, insbesondere bei niedrig beheizten Gebäuden.

    Es ist in allen Programmen drin, die ich kenne, egal ob an der Stelle sinnvoll oder brauchbar. Kommt daher auch bei Programmen vor, die nur Wohngebäude berechnen.

    Man muss aufpassen, was man da eingibt und das Programm draus macht.
    - bei ungedämmten Bopla mal an einer einfachen Halle testen, wie sich dein Programm verhält - niedrig und normal beheizt (gibt es manchmal auch unterschiedliches Verhalten)
    - bei gedämmten Bopla mit Zuordnung des entsprechenden Bauteilaufbaus gehört ungedämmte Bopla angegeben bei den meisten Programmen, sonst ist da was doppelt gemoppelt bzw. komisches Verhalten.

    richtiger Fall: Bopla ungedämmt, Fläche vollständig eingegeben, vollständig als Umfassungsfläche berücksichtigt, entsprechender Uwert wird vom Programm für die gesamte Fläche ermittelt (Iso und co mit Ansatz der Dämmwirkung der erdbührten Bereiche unter Betrachtung der Ausführung des Randbereiches).

    -> nix mit mittlerer Uwert (über die gesamte Fläche mal von der Eingabe her gesehen)
    Die Logik der Handrechnung und der Programme kann schon mal erheblich differieren.
    Hintergrund: Das Erdreich hat auch eine gewisse Dämmwirkung. Der wesentliche Wärmeverlust des Erdkörpers fließt im Randbereich des Gebäudes seitlich ab. Eine Dämmung im inneren Bereich bringt nur relativ wenig Effekt (bei gewissen Gegebenheiten). -> Wärmeabgebende Fläche ist die gesamte Bopla, aber U-Wert wird ca. bestimmt durch die Ausführung im Randbereich.


    Ansonsten mal die Hotline löchern.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von GutenMorgenMann Beitrag anzeigen
    Gilt das auch bei der Bilazierung also bei der Eingabe der wärmeübertragenden Umfassungfläche?
    Nein, für die Ermittlung des Primärenergiebedarfs muss die ganze Fläche berücksichtigt werden.

    Zitat Zitat von GutenMorgenMann Beitrag anzeigen
    Bei meiner Software funktioniert die Ermittlung des mittleren U-Wertes nur richtig, wenn ich nur diesen 5m-Streifen eingebe.
    Zunächst sollte man darüber nachdenken, was in diesem Fall "richtig" bedeutet: Es dürfen die inneren Flächen unberücksichtigt bleiben. Folglich gibt es zwei richtige Verfahren. Deshalb führe ich diesen Nachweis grundsätzlich per Handrechnung und lasse mir den Rechenansatz nicht von der Software diktieren.
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Naja, den Ehrgeiz der Handrechnung in allen Ehren - das funktioniert leider nicht mehr.
    Vor allem kann man die Programme nicht nicht einfach überlisten, das greift zu tief.
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  7. #6

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    Das ist ein Missverständnis. Den Nachweis der mittleren U-Werte nach Anlage 2, Tabelle 2 führe ich gerne separat per Handrechnung:

    Zitat Zitat von GutenMorgenMann Beitrag anzeigen
    Im Anhang 2, Punkt 2.3 der ENEV 2009 heißt es: "Bei der Berechnung des Mittelwertes der an das Erdreich angrenzenden Bodenplatten dürfen die Flächen unberücksichtig bleiben, die mehr als 5 m vom äußeren Rand des Gebäudes entfernt sind."
    Bei der Berechnung des Primärenergiebedarfs muss dann natürlich der Rechner helfen. In dem Punkt sind wir uns einig.
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  8. #7
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    Naj, wenn du dich da mal nicht selbst austrickst.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von PeMu Beitrag anzeigen
    Naj, wenn du dich da mal nicht selbst austrickst.
    Weshalb denn? Die Berechnung des mittleren Wärmedurchgangskoeffizienten ist doch eher trivial und ohne weiteres "per Hand" durchzuführen.
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  10. #9
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    Und wie bringt man dem Programm bei nun nicht mehr einzugreifen, das richtig einzuordnen?

    Wenn das nicht richtig als Bopla eingegeben wird, ist das im Refenrenzgebäude auch nicht drin.

    Ich gehe mal von nach 2005 aus. Anfrage oben: NWG
    und bei Wohngebäuden mal mit Monatsbilanz als min.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Zitat Zitat von PeMu Beitrag anzeigen
    Und wie bringt man dem Programm bei nun nicht mehr einzugreifen, das richtig einzuordnen?

    Wenn das nicht richtig als Bopla eingegeben wird, ist das im Refenrenzgebäude auch nicht drin.
    Der Nachweis des mittl. U-Wertes und die Bilanzierung des Gebäudes sind doch zwei verschiedene Paar Schuhe.
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  13. #11
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    soso...
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