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Wie am besten Vorgehen bei großem Eigenkapitalanteil

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  1. #1

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    Wie am besten Vorgehen bei großem Eigenkapitalanteil

    Hallo,

    wir möchten ein Haus bauen. Nach großzügiger Kalkulation soll dies mit Nebenkosten 350.000 € maximal kosten (wirklich großzügig gerechnet, jeder unklare Posten aufgerundet und am Ende noch ein Sicherheitszuschlag). Nicht darin enthalten sind neue Möbel (außer Küche) und Terasse. Die ganzen Außenanlage wollen wir später machen. 2 Fertiggaragen sind ebenfalls in den 350.000 € eingerechnet, aber auch die wollen wir erst 1 Jahr später hinstellen.

    Wir haben ein erschlossenes Grundstück
    200.000 € Eigenkapital (dann sind die Konten aber wirklich leer, ohne Notgroschen)
    50.000 € bekämen wir von Verwandten als Darlehnen.

    Bleiben also noch 100.000 € zu finanzieren + neue Möbel.

    Die 50.000 € Verwandten-Darlehnen dürfen doch als Eigenkapital gegenüber der Bank gewertet werden?

    Beanspruchen wollen wir ein Förderdarlehen von der Landesbank in Höhe von etwa 20.000 €.
    Belastung auf 10 Jahren, wären hier um die 200 €.

    Bleiben also noch 80.000 € + Möbel. Ich denke für Möbel sollten 20.000 € ausreichen (ohne dies jetzt schon geprüft zu haben).

    Also fehlen uns 100.000 €. Dafür brauchen wir einen Bankkredit.

    Allerdings wäre es doch sehr sinnvoll, erst komplett mit den Eigenmitteln zu bezahlen und dann den Förderkredit zu benutzen.

    Im Ergebnis wissen wir aber dann ja noch gar nicht, wann und in welcher Höhe wir den Bankkredit benötigen. Während der Bauzeit sparen wir ja vielleicht auch weiter etwas Geld an und durch das Warten mit den Garagen werden ja auch wieder ein paar € frei.

    Wie sollen wir das am Besten anstellen?

    Grüße
    Vatschi
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  2. Wie am besten Vorgehen bei großem Eigenkapitalanteil

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  3. #2

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    Moin,

    ich würde vor dem Baubeginn den Kredit aushandeln und dabei die kostenlose Bereitstellungszeit möglichst lang aushandeln. Wir hatten ein 3/4 Jahr ohne Bereitstellungszinsen ausgehandelt.

    Helge
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  4. #3

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    Stellt euch einen Zahlungsplan auf, dann wisst ihr wann ganz grob welches Geld fällig wird.

    Vom EK würde ich nen ordentlichen Betrag (20K?) zurückhalten und den Kredit grösser dimensionieren. Lieber über Nichtabnahme des Betrags oder sofortige Sondertilgung das Limit einhalten als im Notfall doch noch Nachverhandeln zu müssen.

    Die Bank interessiert sich sicher für das Privatdarlehen (Pflichtangabe!), das wird aber sicherlich nicht als EK gewertet. Wie wollt ihr das Privatdarlehen besichern?

    Ist das Förderdarlehen sicher? Bei der EK-Höhe sind schnell Voraussetzungen erfüllt, die einer Förderung (von Förderbedürftigen) entgegenstehen.
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  5. #4
    Avatar von bruchpilot
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    Ich weiß nicht, wenn`s am Ende eh auf eine Teilfinanzierung hinausläuft, würde ich persönlich mir nichts von Verwandten oder Bekannten leihen. Ihr habt schon ein erschlossenes Grdst. und mehr als ausreichend EK, da sollte es gute Konditionen hinsichtlich des Restkredites geben.

    Die paar Euro mehr machen den Kohl m.E.n. auch nicht mehr fett und Ihr erspart Euch den Streß mit Verwandten / Bekannten, wenn`s mal Probleme gibt.

    Wenn Ihr die restlichen Euros nicht zu teuer erkaufen wollt, würde ich eher kleinere Brötchen backen, sprich: goldene Wasserhähne oder andere Luxusdetails (Gäubchen, Erkerchen, Kaminchen, ......) weglassen oder eine Nummer kleiner bauen.

    Checken würde ich nochmal: Was für ein Palast für satte 350k€ (nur für Haus und NK) soll das werden????

    Aber das müsst Ihr letztlich selbst selbst wissen.
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  6. #5

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    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man wenn man soviel EK bringt und sagt, man kann auch noch viel sparen noch eine Förderung bekommt. Da scheint mir nicht nur das EK zuviel, sondern auch die Einkommen.

    Welche Konditionen hat denn das Privatdarlehen? Und wieso dieses überhaupt?

    Ich würde die Garagen und die Möbel aus dem EK finanzieren, dazu noch was zurückhalten und schnell in die Finanzierung gehen, dann seit ihr auch schneller durch.
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  7. #6

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    @luemmelchris: Die Regeln zur Förderung sind recht großzügig. Das hohe EK muss auch nicht zwangsläufig zum Einkommen passen.
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  8. #7
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    Hui, vielen Dank schon für die vielen Antworten.

    Zur Klarstellung:

    Förderdarlehnen wurde noch nicht bewilligt (wir sind auch noch nicht so weit, dass es los geht...). Aus den Richtlinien gehen weder eine EInkommensgrenze noch eine Eigenkapitalgrenze hervor. Es geht um das BW Programm Wohnen mit Zukunft: erneuerbare Energien.

    http://www.l-bank.de/lbank/inhalt/na...ml?ceid=101183

    Das Privatdarlehnen ist von meiner Oma. Zinslos, muss nicht abgesichert werden und Rückzahlbar nach Belieben. Das nicht in Anspruch zu nehmen, wäre, denke ich, wohl Blödsinn.

    Zitat Zitat von bruchpilot Beitrag anzeigen
    Checken würde ich nochmal: Was für ein Palast für satte 350k€ (nur für Haus und NK) soll das werden????
    .
    Zu unserem Erstaunen leider weder Palast noch goldene Wasserhähne. Aber schon gehobener Standard. Vollunterkellert + etwa 180qm Wohnfläche. Nicht die billigsten Fliesen, schöner Whirlpool, Sauna, Erdwärmepumpe etc. Aber nichts gesponnenes.
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  9. #8
    Avatar von bruchpilot
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    Also eher doch ein Palast.

    Braucht Ihr wirklich 180qm Wohnfläche? Wieviel Personen seid Ihr in Eurem Haushalt, habt Ihr 2-3 Kinder?

    Nur mal so als Denkanstoß, das Haus muss bezahlt und später auch sauber gehalten werden.....
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  10. #9

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    Klärt erst die Bedingungen, wieviel kostet die Heizanlage (nur die wird gefördert)?
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  11. #10
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    Brauchen ist immer relativ. Zumal ja später noch ein Teil des Kellers als Einliegerwohnung ausgebaut werden soll.
    Aber solange es in diesem Preisrahmen bleibt, ist es uns das allemal wert.
    Zumal wir schon schauen, dass das Ganze im Alter auch noch funktioniert. Wir wollen so bauen, dass das komplette Obergeschoss mit wenig "Handgriffen" als vollwertige Wohnung genutzt werden kann. Dann hätte man im Alter nur noch eine Etage für sich.
    Aber bis dahin sind uns große Kinderzimmer (jeweils über 20qm) und ein schönes Wellnessbad schon wichtig.

    Mein Mann wollte ja noch größer bauen, aber dann muss er selber putzen

    Zitat Zitat von lulu66 Beitrag anzeigen
    Klärt erst die Bedingungen, wieviel kostet die Heizanlage (nur die wird gefördert)?
    Unseres Wissens nach soll die komplette Heizung um die 40.000 € kosten. So genau wissen wir das noch nicht. Wir haben mit einigen Fertighausanbietern und Bauunternehmern bereits gesprochen, sind jetzt aber zu einem Architekten geflüchtet, bzw. gerade dabei einen zu finden.
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  12. #11

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    Also wenn das Darlehen von der Oma zinslos und nach belieben zurückzahlbar ist, wieso ist es denn dann überhaupt noch ein Darlehen? Will sie das Geld denn wirklich zurück?
    Ansonsten kann es natürlich als EK gerechnet werden.
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  13. #12

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    wir hatten für einen Teil der Darlehen ein ähnliches Problem.
    Lösung:
    1. EK nicht komplett aufbrauchen. Notgroschen ist ein Muss. Darlehen daher um mindestens 20T€ großzügiger bemessen.
    2. Bereitstellungszinsfreie Zeit möglichst lange aushandeln. Wir hatten 1 Jahr, wurde dann noch um 6 Monate verlängert.
    3. Nach Möglichkeit in den Vertrag reinschreiben lassen, daß ein Teil des Darlehens ohne Zusatzkosten zurückgegeben werden kann, wenn nicht gebraucht.
    4. Gute SoTi-Möglichkeiten aushandeln.

    Zahlungsplan ist das eine, die Realität das andere, wir wohnen schon drin und die Handwerker haben bis heut nicht alles abgerechnet. Dauert sicher noch ne Weile. Kommt uns sehr recht :-)
    Ein Privatdarlehen mit ähnlichen Konditionen wurde bei uns als EK gewertet.
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  14. #13

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    Bei dem hohen Eigenkapitalanteil kann man sehr günstig bei einem Direktanbieter finanzieren. Die sind oft günstiger, als die lokale Bank.
    Das Privatdarlehen würde ich gegenüber der Bank gar nicht erwähnen. Was geht die das an? Das ist Eigenkapital.
    Die Bank steht im Grundbuch - das Privatdarlehen nicht. Die Bank ist also im Fall des Falles immer zuerst dran mit ihren Forderungen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Dann schaut doch mal in die Unterlagen zur Selbstauskunft beim Darlehensantrag. Ich würde mich hüten, dort eine Falschaussage zu machen, die bei Bekanntwerden eine Kündigung des Darlehens durch die Bank bedeuten kann.

    Wird das Darlehen der Oma schriftlich vereinbart? Was ist im eventuell eintretenden Todesfall (andere Erben, die Anspruch auf das verliehene Geld haben? Erbschaftssteuer?)
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  17. #15

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    Ganz ehrlich...?
    Ich würde für 250.000 (oder auch 270.000) vorerst ohne Garagen, Außenanlagen und neue Möbel (und auch vorerst ohne das wohl geplante 2. Badezimmer im EG...?) bauen und den Banken keinen Öro umsonst in den Rachen werfen. Der Rest kann später aus den (offensichtlich nicht zu knappen) laufenden Einnahmen innerhalb angemessener Zeit gemacht werden.

    Ansonsten wurde alles schon gesagt:
    Lange Bereitstellungszinsfreie Zeit
    Nicht gebrauchtes Kapital sofort zurück - notfalls als hohe Sondertilgung.
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