Ergebnis 1 bis 7 von 7

Dämmen von 60er-Jahre-Haus bei Grenzbebauung?

Diskutiere Dämmen von 60er-Jahre-Haus bei Grenzbebauung? im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    12.2008
    Ort
    Wien
    Beruf
    Angestellte
    Beiträge
    6

    Dämmen von 60er-Jahre-Haus bei Grenzbebauung?

    Hallo!

    Wir haben ein Zigelhaus aus dem Jahr 1969 gekauft und wollen nun einen Vollwärmeschutz anbringen. Problem an der Sache ist, dass eine Grenzbebauung vorliegt und so die Südseite (eine Fixverglasung 60 x 120) nicht gedämmt werden kann. Dies ist nicht nur wegen der Grundstücksgrenze unmöglich sondern auch Aufgrund eines Carports das bis etwa 10cm an unsere Hausmauer ran steht. Die rechtliche Lage interessiert mich hier nicht da ich ein sehr gutes Verhältnis zu den Nachbarn habe und dieses auch wahren möchte. Er werde also auch keine Dämmung erzwingen.

    Das Haus ist von außen nicht gedämmt, es ist allerdings eine Innendämmung mit 3cm Styropor angebracht. Die Außenwände sind aus Ziegel, inkl. Fassade, Innendämmung und Putz etwa 32cm dick (kann ich hier von 25er Ziegeln ausgehen?). Sorry für die laienhafte Beschreibung und ev. dumme Fragen.

    Die Eingangstür, Terrassentür und 7 Fenster wurden bereits getauscht (2-fach Wärmeverglasung, Kunststoff, U-Wert lt. Hersteller 1,1). An der Front sind noch 3 große Doppelflügelfenster auszutauschen.

    Jetzt meine eigentlichen Fragen:

    -Entsteht ein Problem wenn ich nur 3 Wände von außen dämme?

    -Kann ich die Innendämmung dran lassen wenn ich zusätzlich außen dämme (innen ist bereits alles fertig und bewohnt, den Putz nochmal abschlagen kommt eher nicht in Frage, es sei denn es wäre unumgänglich)?

    Wieviel cm EPS würde empfehlenswert (und sinnvoll) sein?

    Der "Energieberater" einer hiesigen Firma hätte folgendes geraten:

    Innendämmung oben lassen, die 3 Außenmauern mit Styroporplatten EPS 70 (0,040) 12cm stark dämmen. Zwischendecke zum Dachboden (Walmdach, ungenutzt, nicht geheizt, nicht ausbaufähig) mit EPS 70 20cm stark dämmen.

    Macht das Sinn? Wäre mehr Dämmung von Vorteil?

    Sorry nochmal für meine laienhaften Fragen, ich bin sehr unsicher was die Kompetenz dieses "Beraters" betrifft und hoffe auf einige Denkanstöße.

    Vielen Dank
    Leon
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Dämmen von 60er-Jahre-Haus bei Grenzbebauung?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2008
    Ort
    Wien
    Beruf
    Angestellte
    Beiträge
    6
    EDIT:

    Oder ist ohne eine Möglichkeit die vierte Wand von außen zu dämmen unser Vorhaben vielleicht gar nicht realisierbar?

    mfg Leon
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    01.2004
    Ort
    Kornwestheim
    Beruf
    Bauingenieur
    Benutzertitelzusatz
    Nachdenken kostet extra.
    Beiträge
    5,636
    rechnerisch ... machbar

    in Realo kommt es auch auf
    - das Nutzerverhalten an
    - Art der Räume in dem Bereich
    -...

    Der Wärmeabgang und Feuchtetransport verschiebt sich im Gebäude durch die maßnahmen / Nichtmaßnahmen.

    Wozu hat man denn den Energieberater, wenn nicht um solche Aspekte zu bedenken.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    08.2008
    Ort
    Südwest
    Beruf
    Dipl.-Phys.
    Beiträge
    1,134
    Warum nicht gleich graues Styropor in WLG 031 oder 032? Kostet kaum mehr und gibt bei gleicher Dicke ein gutes Fünftel bessere Dämmwirkung.

    Was die Fixverglasung mit der Dämmung zu tun hat, ist mir nicht klar. Die Wand wird ja wohl länger als 1,20 m sein? Wenn 10 cm Luft sind, kann man viel machen, z.B. 4 cm Resolschaum mit WLG022 und ein knapper cm Armierung/Putz ergeben ja schon eine ganz anständige Dämmung.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt + Sachverst.
    Beiträge
    23,476

    Haus nachträglich dämmen

    moin moin,

    welches baujahr hat denn die innendämmung? Ich schätze 70-er jahre - 1. ölkrise und mit bausparvertrag finanziert.

    Ich würde die innendämmung komplett entfernen, faustregel, die ich einmal gelernt hatte ist, bei gleichzeitiger dämmung innen und außen, muss die außendämmung doppelt so dick werden, wie errechnet, um eine verlagerung des taupunkts so weit wie möglich nach außen zu erwirken.

    Weiter empfehle ich, alle wände außen zu dämmen, auch wenn eine wand aus bestimmten gründen etwas schlanker gedämmt werden muss.

    freundliche grüße aus berlin
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  8. #6

    Registriert seit
    08.2008
    Ort
    Südwest
    Beruf
    Dipl.-Phys.
    Beiträge
    1,134
    Wenn alle Wände außer der Südseite von außen gedämmt werden, dann ist die Südseite die einzige kalte Wand. Vorhandene Luftfeuchtigkeit wird sich dann vorzugsweise dort kondensieren.

    Also, wenn möglich, auch Südseite dämmen. Wenn nicht möglich, rechnen lassen, ggf. Dampfsperre auf Innendämmung vorsehen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #7

    Registriert seit
    05.2007
    Ort
    Frankfurt
    Beruf
    Hausfrau
    Benutzertitelzusatz
    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Beiträge
    1,813
    Zitat Zitat von Leon123 Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Jetzt meine eigentlichen Fragen:


    Wieviel cm EPS würde empfehlenswert (und sinnvoll) sein?

    Der "Energieberater" einer hiesigen Firma hätte folgendes geraten:

    Innendämmung oben lassen, die 3 Außenmauern mit Styroporplatten EPS 70 (0,040) 12cm stark dämmen. Zwischendecke zum Dachboden (Walmdach, ungenutzt, nicht geheizt, nicht ausbaufähig) mit EPS 70 20cm stark dämmen.

    Macht das Sinn? Wäre mehr Dämmung von Vorteil?
    Viel hilft viel und verursacht bei Außendämmung keine Probleme mit Tauwasser usw.
    Also eine Frage was man ausgeben will und kann.
    Es ist auch eine Frage des örtlichen Klimas. Auf 2000m wird man sich eben besser gegen die Kälte wappnen.

    Mir erscheinen 12 cm als absolute Untergrenze. Die Arbeit mit Regenrinne, Dachverlängerung, Fensterbänke usw. ist bei 20 cm auch nciht mehr.

    Aber bei 20 cm wirken sich einzelne Kältebrücken um die Fenster viel stärker aus und mindern die Dämmwirkung des Gesamtsystems prozentual stärker als bei einer geringeren Dämmung. Das spricht dann für 12 cm weil man etwas bequem diese Stellen "übersehen" kann.

    Bei den damaligen Ziegeln sollte man also daran denken, auch die Fensterlaibungen zu dämmen und nicht nur die Fenster zu tauschen.

    Auch der Übergang von Wand zu oberer Geschoßdecke wird gerne etwas einfach gestaltet. Die Wärme geht eben den kürzesten Weg und nicht waagrecht durch die Wand und senkrecht durch die Decke.

    Aber sie geht auch durch die Kellerdecke nach unten.

    Also man sollte erst mal ein Gesamtkonzept erarbeiten und kann das dann stückweise abrbeiten anstatt planlos hier und dort zu erneueren.


    Sorry nochmal für meine laienhaften Fragen, ich bin sehr unsicher was die Kompetenz dieses "Beraters" betrifft und hoffe auf einige Denkanstöße.

    Vielen Dank
    Leon
    pauline
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen