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Kaufvertrag vor Kreditzusage?

Diskutiere Kaufvertrag vor Kreditzusage? im Forum Baufinanzierung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Juliane
    Gast

    Kaufvertrag vor Kreditzusage?

    Guten Tag Forumsteilnehmer,
    wir wollen uns ein Haus kaufen und ich finde keine Antwort zu folgender Problematik.
    Die Bank möchte erst einen Kaufvertrag haben, bevor das Darlehen zugesagt wird.
    Eine mündliche Zusage des Bankhauses ist zwar gegeben aber noch nichts schriftliches. Es wurde auch noch kein Angebot von der Bank erbracht.
    Leider erhalte ich nicht, ohne ein Honorar zu zahlen, folgende Frage beantwortet:
    Sollte die Bank nach Abschluss des Kaufvertrages doch noch abspringen, wie komme ich wieder aus dem Kaufvertrag heraus?
    Involviert sind die BAFA und die KfW, falls diese Info benötigt werden sollte.
    Will mich die Bank in eine Falle locken?
    Danke für eine Antwort bzw. Tipps zur richtigen Vorgehensweise.
    Juliane
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  2. Kaufvertrag vor Kreditzusage?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Beiträge
    222
    Nehme in dem Vertrag eine Klausel rein, wo steht, dass der Kaufvertrag erst zustande kommt, wenn die Gelder genehmigt sind. Dabei musst Du normalerweise eine Frist mit einbringen.

    So ging es bei uns. Wenn die Gelder nun doch nicht genehmigt werden, dann kannst Du aus dem Vertrag austreten. Wenn die Gelder genehmigt werden, dann läuft der Vertrag einfach normal weiter.

    Ein guter Bauträger/Bauunternehmer macht sowas mit Dir. Dies muss natürlich alles im Vertrag stehen, bevor ihr zum Notar geht.

    Viel Glück.....
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  4. #3

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    Bauherr ohne viel Ahnung
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    Eine solche Klausel wie von Florian beschrieben hatten wir auch im Vertrag drin, scheint also nicht unüblich zu sein.
    +
    Allerdinds wundert mich das Verhalten der Bank:
    Üblich ist es, dass die Bank einen ENTWURF des Kaufvertrages sehen will. Allerdings sollte sie dann schon vor Unterzeichnung des Vertrages zumindest ein Kredit-ANGEBOT gemacht haben. Wie wollt Ihr denn ohne ein solches Angebot ausrechnen, ob Ihr di Kreditbelastung überhaupt tragen könnt? Ohne Zinsangebot würde ich keinen Kaufvertrag unterschreiben.
    +
    Kurzfassung:
    - Kaufvertragsentwurf an Bank (Klausel s.o.!)
    - Kreditangebot/Finanzierungszusage von Bank
    - Kaufvertrag unterschreiben
    - Kreditvertrag mit Bank abschliessen
    - und dann geht der Stress erst los...
    +
    Viel Glück!
    OK
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  5. #4
    laermi
    Gast
    Stimme meinem Vorredner zu.
    Ich würde mit so einer Bank keine 10-15 Jahre laufende Geschäfte machen wollen.
    Aber es gibt ja gottseidank noch andere Banken....
    Bei meiner Bank reichte die Baubeschreibung und der Vorvertrag.
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Re: Kaufvertrag vor Kreditzusage?

    Original geschrieben von Juliane
    ... Will mich die Bank in eine Falle locken?
    ... Juliane
    wie kommst jetzt da drauf?

    im ernst: in den letzten 2 jahren ist ein immer stärkeres "rumgeeiere" der banken zu beobachten.
    klar! die wissen selber nicht, von wem sie morgen geschluckt werden und ob die heutige entscheidung morgen noch anklang in der neuen chefetage findet.

    zum procedere: ich würde bankenexterne hilfe in anspruch nehmen.
    da kfw-kredite von der hausbank ungern durchgereicht werden, wird versucht, unschöne bedingungen zu generieren... auf einmal erscheinen dann bankeigene kredite viel attraktiver...

    ich würd mich wundern, wenn lakraman nix dazu wüsste...
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  7. #6

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    "Leicht verspätet"

    Ich wurde gerufen? Sorry, dass ich nicht früher geantwortet habe, während eines Klinikaufenthalts schaute ich nicht ins Forum.
    .
    @ Juliane:
    Zunächst fällt mir auf, dass trotz einiger Anworten keine Reaktion mehr von Ihnen als Fragestellerin kommt. Und so arg an die Ernsthaftigkeit Ihrer Frage glaube ich auch nicht ganz. Daher ist meine Antwort relativ neutral und auch nur zur Vorgehensweise, um späteren Lesern als Information dienen zu können.
    .
    Alles ist, wie gesagt, meine persönliche Laienmeinung und keinerlei Rechtsauskunft. Fördermittel sind teilweise von Bundesland zu Bundesland verschieden und Rechtsanspruch besteht darauf sowieso nicht.
    .
    Es wird das Stichwort „Fördermittel“ gebracht. Da darf sowieso KEIN Vertrag VORHER abgeschlossen werden. Diese Spielregeln sind jedoch jeder Bank und jedem seriösen Bauträger bekannt.
    .
    Mein Vorschlag zur Reihenfolge, sobald ich mich entschieden habe, das Objekt „x“ zu kaufen.
     dem Verkäufer das Interesse mitteilen und NICHTS, aber auch GAR NICHTS unterschreiben. Auch nicht mit Rücktrittsklausel.
     dem Verkäufer signalisieren, dass man sich umgehend um die Finanzierung kümmert und
     dazu ein verbindliches ANGEBOT des Bauträgers benötigt mit alles –schlüsselfertigen- Kosten
     und evtl. der möglichen Selbsthilfe
     dann Termin bei Banken usw.
     sich schriftliche Angebote einholen
     Bank muss sich VORHER dazu äußern, wie hoch die maximal tragbare Belastung aus Zins, Tilgung und Nebenkosten sein darf, also, wie weit die Bank „mitgeht“.
     Angebote vergleichen und 1.000 Fragen stellen, auch sich selbst: Bin ich bereit mich über mind. 20 Jahre einzuschränken, teilweiser Urlaubsverzicht, Klamotten, Kino usw.?
     drüber schlafen
     Förderanträge entweder selbst oder über die Bank stellen
     Darlehensantrag mit Bank machen (Sonderzahlungen ohne Vorfälligkeitsgebühr, Eigenheimzulage sollte imRegelfall zur freien Verfügung stehen und nicht in Neu-Vertrag für wasweißich gehen..
     NACH Zusage der Fördermittel den Kaufvertrag mit Unternehmer unterschreiben.


    Alles ist, wie gesagt, meine persönliche Laienmeinung und keinerlei Rechtsauskunft. Fördermittel sind teilweise von Bundesland zu Bundesland verschieden.

    @ mls:
    Die Frage der KfW nur kurz angerissen: Es ist für Banken aufgrund der Provisionen gar nicht sooo uninteressant. Teilweise verdienen die Banken mit der KfW mehr, sprich haben eine höhere Marge, als mit dem eigenen Darlehen. Grund ist, dass es viele gute Anbieter auf dem Markt gibt, die eine günstigere Kosten- und Risikostruktur haben als die Filialbank „um die Ecke“.
    .
    Leider ist nicht jede externe Hilfe auch eine echte Alternative zu Banken. Die meisten Struckis offenbaren absichtlich nicht, dass sie in einem „Provisionsverhältnis“ stehen. Aber, das ist ja nicht Gegenstand der heutigen Frage, pardon Antwort.
    .
    .
    Gruß
    lakra-man
    Geändert von lakra-man (30.06.2004 um 21:29 Uhr)
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  8. #7

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    Klaus ich stimme dir voll zu!!!

    Wir müssen für Kredite lediglich ein Festpreisangebot für die Bank erstellen mit Vorabplänen und Kostenaufstellung.
    Die Kunden müssen und sollten auch nicht sich vorher binden, denn da ist keinen mit geholfen, nicht dem Kunden und auch nicht dem Hersteller!!
    Ich finde diese Vorgehensweise mit dem schöngemaltem Rücktrittsrecht nicht umbedingt seriös.

    Ich kann aber manche Verkäufer verstehen, denn die stehen zurzeit im großen Erfolgsdruck durch die Firmen.

    Ich sehe es bei uns, es reißen sich manchmal bis zu 20 Firmen um einen Kunden, und da wird mit harten Bandagen gekämft.

    Gruß
    Heiko
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  9. #8

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    @ Heiko

    Ein Lob mit 3 Ausrufezeichen. Danke, das tut so zwischendurch auch mal gut und baut auf.
    .
    Du hast Recht, auch dem Unternehmen ist nicht geholfen, wenn ein Kunde/Interessent unterschreibt und dann finanzierungsmäßig in der Luft hängt, da niemand das Objekt finanzieren will/kann. Und, das sehe ich bei uns, je besser die Unterlagen sind, mit denen zur Bank oder zum Wohnraumförderer marschiert wird, desto schneller ist die Zusage bzw. Entscheidung auch da. Kann ruckzuck gehen.
    .
    An dieser Stelle aber eine große Bitte an alle, die Wohnflächenberechnungen erstellen und Kunden haben, die nach dem bundesweit gültigen Wohnraumförderungsgesetz eine Förderung erhalten:

    BITTE BITTE erstellt die Berechnung der Wohnfläche nach der neuen Wohnflächenverordnung . Ich habe jetzt einige Monate damit gearbeitet und immer wieder festgestellt, dass gerade dies ein Hauptproblem ist. Danke!
    .
    Gruß
    Klaus
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  10. #9
    grapeland
    Gast

    Reden bauvertrag mit rücktrittsklausel

    hallo ihr alle,
    wir haben vor zu bauen.
    Ein sehr attraktives Angebot haben wir von einer Fa. erhalten ink. Erdwärme. Dies ist allerdings nur eine Aktion und endet am 31.03.06. (Erdwärme mit allem drum und dran für 3000 Euro).
    Jetzt kommts: Wir haben noch kein Grundstück.
    Das Angebot mit der Erdwärme verführt uns stark zur Unterschrift. Der Verkäufer gibt uns sogar mehrere Rücktrittsrechte:
    a) Rücktritt wenn wir bis 31.10.06 kein Grundstück im Radius von max. 30 km um Stadtmitte N. mit folgenden Eigenschaften finden
    Kindergarten, Einkauf, S-Bahn o. Zugnähe, Neubaugebiet
    Größe: 485 - max. 600 m²
    Maximalpreis 70.000 Euro voll erschlossen
    b) Der Bauvertrag ist abhängig von der Gewährung öffentlicher Mittel. Sollten die Fördermittel nicht bewilligt werden, hat die Bauherrschaft ein kostenloses Rücktrittsrecht bis zum 31.10.06
    c) ebenfalls soll gelten, das ein Rücktrittsrecht besteht falls die Finanzierung einen monatlichen Aufwand von 600 Euro übersteigt.

    Kann mir dazu jemand einen Rat geben???
    Vielen Dank.
    Gruß
    GRAPELAND
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  11. #10

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    nie nicht

    ...würde ich das unterschreiben.

    Angebote die zu einer schnellen Vertragsunterzeichnung führen sollen kommen immer wieder. Vielleicht verlängert die Firma die Aktion, vielleicht kommt eine neue noch viel tollere Aktion, vielleicht auch nicht.

    Wenn Sie dann Ihr Traumgrundstück gefunden haben, können Sie vielleicht dieses Haus ohnehin nicht so bauen. Wenn Sie den Vertrag unterschrieben haben, wird jede Änderung teuer.
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  12. #11
    Baufuchs
    Gast

    Ganz einfach

    Hände weg! Warten bis Grundstück gefunden, dann Finanzierung mit der Bank abklären, dann weiter...

    Und wenn es dann soweit ist:
    Das Rücktrittsrecht bei Fördermittelbeantragung (z.B. NRW) muss 2 Jahre ab Vertrag gelten und ist zwingend vorgeschrieben, da sonst der Vertragsabschluss als Vorhabenbeginn gewertet wird und damit eine Förderung ausgeschlossen wäre.
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  13. #12

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    Ausserdem...

    sind 3.000 € für Erdwärme viel zu wenig.
    Das wird irgendwo refinanziert, weil man damit so schön den EnEV Nachweis polieren kann.
    Oder es ist die letzte Graupe von Luft/Wasser-WP.
    Andere Mütter haben auch schöne Töchter.
    MfG
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  14. #13

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    11

    Unglücklich Finger Weg...

    Ich würde so etwas nie nie nie (mehr) unterschreiben....

    Man hat uns im Dez. 2004 auch gelockt, mit einem Eckhaus... War alles ganz toll usw. usf.
    Im Sommer 2005 sollte alles fertig sein.
    Im Sommer 2006 ist dann endlich wohl soweit, dass wir einziehen können.
    Bereitstellungszinsen laufen, die Kosten steigen und steigen...
    Aus dem Vertrag kamen wir trotz Rücktrittsklausel nicht so einfach raus...
    Da sagt der BT/BU oder oder oder ... nicht so einfach: Danke, das wars, ich wickel alles zurück und die Kosten trage ich auch noch, weil ich reich bin...
    Juni 2005 Anwalt, Klage eingereicht wg. nichteinalten des Kündigungsrechts...
    War übrigens auch wg. öffentlichen Mitteln! Baubeginn spätestens Sep.2005, KFW abgelehnt, Vertrag trotz Klauses nicht einfach Kündbar.
    Wie gesagt, Anwalt, Klage, außergerichtliche Einigung mit BT, Gerichtsvollzieher war schon drei! mal da. Beim 4. mal hätte er die Wohnung aufmachen lassen!!!

    Grund: Wir haben Rechnungen nicht gezahlt, weil wir und unser Anwalt ja der Meinung waren, das das Kündigungsrecht wirksam sei. Aber dies muss immer erst nochmal vom Gericht geklärt werden.

    Ein Vertrag ist nur Stück Papier und so lange was wert, wie sich alle dran halten. Wenn einer sich nicht dran hält und der andere seine Forderung durchsetzen will, muss geklagt werden.... Schade eigentlich...

    Finger weg.

    Vertrag vom Anwalt prüfen lassen. Ich würde den Vertag wahrscheinlich sogar beim nächsten mal von 2 Anwälten prüfen lassen!

    Uns hat der Spaß mittlerweile so einige 1000er gekostet, die wir gerne behalten hätten.

    Gruß freddy1336

    Am Anfang ist man blöd, und am Ende immer schlauer....
    Bitte keine Kritik wegen meiner Sache! Es ist eh schon beschi.... genug. Danke
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    grapeland
    Gast

    Lächeln

    Vielen Dank für die schnellen negativen Reaktionen.
    Hatte mich bereits auch bei den Landratsämtern erkundigt, und die rieten mir auch ab. Die Erdwärmeheizung für 3000 Euro war einfach zu verlockend.
    Es ist gar nicht so einfach ein geeignetes Grundstück zu finden.
    Habt ihr da vielleicht noch einen Tip für mich?
    Bin gerade dabei sämtliche Gemeinden anzurufen.
    Teilweise geben die sogar Privatverkäufer preis.
    VIELEN DANK noch mal für die schnellen und vielen Antworten.
    War angenehm überrascht.
    Gruß
    Grapeland
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  17. #15

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