Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 24
  1. #1
    soprolino
    Gast

    Gewährleistungsfrist - Fliesenverlegearbeiten VOB

    Hallo,

    ich möchte nur noch einmal folgendes von euch bestätigt haben:

    Garantie und Gewährleistung für Fliesenverlegearbeiten einer Fliesenlegerfirma beträgt 2 Jahre nach Abnahme, Schlussrechnung oder Anzeige der Fertigstellung nach VOB (noch 2006) wenn nichts anderes vereinbart wurde.

    Ist dies richtig?

    Mit freundlichem Gruß
    soprolino
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Gewährleistungsfrist - Fliesenverlegearbeiten VOB

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Evtl. sogar 5 Jahre, weil die Gerichte immer mehr die Einschränkung der VOB-Frist gegenüber dem BGB als Benachteiligung des Verbrauchers ansehen und die VOB in dem Punkt aushebeln (zumal die ja da nicht verbindlich ist)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    02.2010
    Ort
    Schleswig-Holstein
    Beruf
    Staatl. geprüfter Techniker FR:Hochbau
    Beiträge
    85
    Zitat Zitat von soprolino Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich möchte nur noch einmal folgendes von euch bestätigt haben:

    Garantie und Gewährleistung für Fliesenverlegearbeiten einer Fliesenlegerfirma beträgt 2 Jahre nach Abnahme, Schlussrechnung oder Anzeige der Fertigstellung nach VOB (noch 2006) wenn nichts anderes vereinbart wurde.

    Ist dies richtig?

    Mit freundlichem Gruß
    soprolino
    http://www.deutsche-bau-beratung.de/gewaehrleistung.htm
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    soprolino
    Gast
    mein Fall ist nämlich folgender:

    Ein GU beauftragte mich (Fliesenlegerfachbetrieb) in einem EFH Fliesenverlegearbeiten durchzuführen. Ich unterbreitete Ihm ein Angebot. Dieses bestätigte er mir in einer Auftragserteilung (Formular von mir). Ich habe damals noch die VOB (vor einem Jahr) vereinbart (heute habe ich eigene AGBs die zum Teil von der VOB abweichen). Einen Werkvertrag gibt es nicht - lediglich mein Angebot und die bestätigte Auftragserteilung.

    Wie verhält es sich nun mit der Gewährleistung? VOB ist laut meinem Angebot Vertragsgrundlage gewesen, eine verlängerte Garantie wurde nicht vereinbart. Meines erachtens muß ich 2 Jahre Gerwährleistung geben nach der Schlussrechnung oder Bekanntgabe der Fertigstellung.Also gelten in meinem Fall dann 2 Jahre? Oder liege ich da falsch?

    Wie verhält es sich bei Privatpersonen mit der Garantie für meine Fliesenverlegearbeiten? Kann ich in meine AGBs auch 2 Jahre für Privatpersonen vereinbaren? Wenn meine AGBs vereinbart sind, dann gilt doch auch nicht mal das BGB, oder? Ein befreundeter Fliesenlegerkollege gibt in seinen AGBs an Garantie für Geschäftskunden 2 Jahre und für Privatkunden 1 Jahr Garantie. Dies ist wohl sicher nicht rechtens!

    MfG soprolino
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    soprolino
    Gast
    Danke Schubi für die schnelle Antwort und für den folgenden Link:

    Die Gewährleistungsfrist von Handwerkern und Bauunternehmern kann bei der Vertragsgestaltung nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB Werkvertragsrecht § 631 ff.) oder der Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB Teil B) geregelt werden. Nach dem BGB beträgt die Gewährleistungsfrist 5 Jahre, nach VOB (www.vob-online.de) nur 4 Jahre wenn nichts anderes Vereinbart ist, mindestens aber 2 Jahre. Bei Architektenleistungen besteht generell eine Gewährleistungsfrist von 5 Jahren.

    Was soll ich davon halten 4 Jahre wenn nichts anderes vereinbart ist, mindestens aber 2 Jahre? Kann ich es mir also aussuchen ? Freiwillig gibt ja keiner 4 oder 5 Jahre so einfach, trotz sauberer und fachgerechter Arbeit.

    MfG soprolino
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Wen Du nichts spezifiziert hast, dann gilt ab 10/2006 die VOB 2006 mit 4 Jahren Gewährleistung.

    Deine AGBs mit 2 Jahren kannst Du entspannt der Rundablage zuführen, zumindest bei privaten Bauherren. Da sind die Gerichte ganz spitz und verlangen regelmäßig die 5 Jahre.
    Ein teilweises Abweichen von der VOB ist auch nicht (bzw nur bei der Gewährleistungsfrist) möglich.
    Ein Abweichen in Teilen hebelt die VOB komplett aus.
    Vergiss es also!

    ******************************************

    Und noch etwas - warum wird aus der Fliese jetzt ein Herstellerkosename???
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    soprolino
    Gast
    Hallo Ralf,

    dann ist wohl das folgende Zitat/Link vom Vorredner Schubi nicht richtig?
    Also beträgt in meinem Fall die Garantie 4 Jahre? Etwas anderes wurde ja nicht vereinbart. Und meine vermuteten 2 Jahre kann ich knicken!


    Nach dem BGB beträgt die Gewährleistungsfrist 5 Jahre, nach VOB (www.vob-online.de) nur 4 Jahre wenn nichts anderes Vereinbart ist, mindestens aber 2 Jahre.

    MfG soprolino

    PS an Ralf: Warum nicht auch ein Herstellerkosename anstatt Fliese?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    1) Doppelaccounts mögen wir hier nicht!!!!

    2) Wenn die VOB 06 gilt dann mindestens 4 Jahre. Bei einem GU/GÜ mag diese Frist durchgehen, weil ihm Fachverstand zuzurechnen ist.
    Bei einem Verbraucher gehen die Gerichte immer davon aus, dass der lieber die 5 Jahre nach BGB genommen hätte, bloß nix davon wusste, also benachteiligt wurde -> 5 Jahre gelten!!!

    Ist so.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Delmenhorst
    Beruf
    Rechtsanwalt
    Beiträge
    325
    Garantien kann man im Prinzip vereinbaren, wie man will. Und wenn man überhaupt keinen Schimmer davon hat, was man da eigentlich macht, sollte man sich evtl überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist, sich eigene AGBs zusammenzubasteln...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
    Registriert seit
    01.2003
    Ort
    bad oeynhausen / garbsen
    Beruf
    dachdeckermeister
    Benutzertitelzusatz
    öbuv SV der HWK OWL zu Bielefeld
    Beiträge
    2,502

    hmm

    Moin,

    @rudi1106,
    auch und gerade weil RA bitte die Begriffe Garantie und Gewährleistung nicht durcheinanderwürfeln.

    dazu der link http://ddh.de/dachdecker_blog.html bitte etwas nach unten scrollen.

    @ Fragesteller,

    ich gehe davon aus, dass ein GU, GÜ oder BT über ausreichend Sachkunde im Vertragswesen verfügt oder verfügen muss, mithin der VOB-Vertrag grundsätzlich möglich ist.
    Wird allerdings im Bereich der Gewährleistungsfristen die Frist verkürzt, ist das ein wesentlicher Bestandteil der VOB, der geändert wird. Geschieht das z. B. einseitig durch AGB´s und gedeiht damit zum Nachteil des AG, so ist diese Vereinbarung nach meiner Auffassung unwirksam und der VOB-Vertrag in Gänze nichtig.

    Die Verjährungfrist von mindestens 2 jahren bezieht sich nach meiner Auffassung nur auf die Arbeiten am Grundstück und für die vom feuer berührten Bauteile einer Feuerungsanlage (vergl. VOB-B §13 4.(1)).

    Der Beginn regelt sich nach §13 4.(3).

    Abweichende Vereinbarungen, die die Gewährleistungsfristen bei BGB-Verträgen unterschreiten, können vermutlich vereinbart werden, jedoch ebenso vermutlich nur dann, wenn der AG nachweislich über den ihm dann entstehenden Nachteil aufgeklärt wurde. Ist das nicht der Fall, wird es im Rechtsstreit auf die 5 jährige Gewährleistung hinauslaufen. Ihre AGB´s sind eine einseitige Willenserklärung und werden da mit ziemlicher Sicherheit nicht weiterhelfen.

    Ihr Kollege hat noch Aufträge??

    Grüße

    stefan ibold
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    soprolino
    Gast
    Bis jetzt gingen hier die Aussagen stark auseinander:

    Ich fasse noch einmal zusammen:

    Ich als kleiner Fliesenlegerfachbetrieb, habe mir eigene AGBs erstellt, die im wesentlichen der VOB ähneln, lediglich die Zahlungsbedingungen habe ich angepasst. Jetzt möchte ich eigentlich nur noch wissen, was ich als Gewährleistungsfrist nehmen kann? 2Jahre, 4Jahre oder 5Jahre nach Fertigstellung, Rechnungsdatum oder Tag der Bekanntmachung der Fertigstellung meiner Leistungen. Diese AGBs richten sich in erster Linie an Privatpersonen (Kunden), da Verträge mit Firmen in der Regel nach der VOB abgeschlossen werden, da würden meine AGBs ja eh nicht vereinbart werden!

    Wenn ich so auf die Internetseiten von Fliesenlegerkollegen schaue und deren AGBs mir betrachte, dann fällt mir auf das der eine Gewährleistungsfristen von 1Jahr gibt und ein anderer 2Jahre und ein dritter wiederrum 4Jahre. Die VOB und BGB Fristen sind mir dabei schon bekannt. Wollt ja nur wissen ob Fristen unterhalb von 4Jahren gesetzlich erlaubt sind. Ich dachte in meinem Fall an 2Jahre Gewährleistungsfristen für meine angebotenen Leistungen.

    Ich mache zwar wie viele Kollegen eine qualitativ hochwertige Arbeit und verwende stets allerbeste Bauchemie, aber wer gibt schon gern einige Jahre freiwillige Gartantiejahre auf seine Arbeit.

    MfG soprolino
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Lorch
    Beruf
    GWI
    Beiträge
    7,470
    Gesetzliche Regelungen kannst du nicht unterschreiten ...

    Du kannst zwar versuchen hier jemanden auf dem Papier ein X für ein U unterzuschieben nur hats eben keinen Bestand.

    Dann wenns wirklich drauf ankommt kriegst mit den selbst gekochten Vertragsbedingungen eben die Hammelbeine lang gezogen.

    Also kannst dir überlegen wie viel Zeit in nichtsnutzigen Pillepallekram hängst der eh in dem Fall nix taugt.

    Gruß
    Achim Kaiser
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Baufuchs
    Gast

    Vergiß es

    die Gewährleistungsfrist beträgt gem. BGB 5 Jahre.

    Reduzierst Du diese Frist in den AGB´s führt dies i.d.R. dazu, dass die AGB´s im Streitfall vom Gericht gekippt werden.

    Reinschreiben kannst Du -wie Deine Kollegen- viel, helfen tuts dir im Ernstfall nicht.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Avatar von THEO
    Registriert seit
    01.2008
    Ort
    Castrop-Rauxel
    Beruf
    Kaufmann
    Beiträge
    446

    Und was ist mit der Kundenzufriedenheit?

    Zitat Zitat von soprolino Beitrag anzeigen
    Ich mache zwar wie viele Kollegen eine qualitativ hochwertige Arbeit und verwende stets allerbeste Bauchemie, aber wer gibt schon gern einige Jahre freiwillige Gartantiejahre auf seine Arbeit.
    Hi Soprolino,

    na, wenn Du schon eine hochwertige Arbeit ablieferst, dann kannst Du doch die längere Gewährleistungsfrist locker anbieten und das Deinem Kunden als "zusätzlichen Service" verkaufen

    Wem würdest Du selbst wohl einen Auftrag erteilen wollen? Demjenigen, der Dir 2 Jahre Gewährleistung anbietet, oder demjenigen, der für seine "Taten " 5 Jahre gerade steht?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    5,056
    Reduzierst Du diese Frist in den AGB´s führt dies i.d.R. dazu, dass die AGB´s im Streitfall vom Gericht gekippt werden.
    Nicht in der Regel, sondern nach § 309 Nr. 8 b)ff) BGB in jedem Fall.

    Wenn man die Rechtslage kennt, weiß man, daß man im Streitfall darauf nicht darauf beharren kann. Der Fragesteller hofft halt, daß viele Bauherren es nicht wissen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen