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Aufsparrendämmung - wer hat Recht bzw. bessere Lösung?

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  1. #1

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    Aufsparrendämmung - wer hat Recht bzw. bessere Lösung?

    Hallo,

    ich habe ja in einem früheren Thread schonmal angefragt wann die USB zu Tauschen ist und wie ich mein Dach nun am sinnvollsten sanieren lasse.

    Nachdem ich mittlerweile zwei Angebote eingeholt habe bin ich nun etwas verunsichert.

    Variante 1:
    Biberschwanz
    Holzfaser Unterdeckplatte 60mm (ersetzt Unterspannbahn)
    Holzwolldämmplatten 160mm
    Dampfbremse
    ruhende Luftschicht
    Gipskarton

    Variante2:
    Biberschwanz
    PUR Aufsparrendämmung 120mm
    Dampfbremse
    KEINE Zwischensparrendämmung
    Gipskarton

    Variante3:
    Biberschwanz
    PUR Aufsparrendämmung 100mm
    Holzwolldämmplatten 35mm
    Dampfbremse
    Keine Zwischensparrendämmung
    Gipskarton

    Variante 2 und 3 wurden mir vom gleichen Dachdecker angeboten. Er sagt eine Zwischensparrendämmung ist eher problemtaisch, da sich dann der Taupunkt verlagert und so die Zwischensparrendämmung feucht werden könnte.

    Mir ist wichtig, dass wenn ich schon so hohe Kosten habe, ein im Sommer wie im Winter wohntaugliches Dachgeschoß bekomme.
    Ich habe gelesen, dass PUR keinen Schallschutz bietet (Haus liegt zwar ruhig, aber dennoch weiß ich nicht was ich davon halten soll), deswegen Variante3 mit den Holzwolldämmplatten.

    Ich habe auch einen Spitzboden mit Einschubtreppe. Laut dem Dachdecker kann die obere Geschoßdecke so bleiben wie sie ist (Nut- und Federbretter - Glaswolle - OSB- Platten (nicht dicht verlegt))
    Die Nut- und Federbretter sollen ebenfalls durch Gipskarton ersetzt werden. Was mich etwas stutzig macht ist die Aussage, dass man keine vernünftige Dampfsperre dich anschließen kann und diese auch nicht nötig wäre, da der Spitzboden auch warm ist und die Feuchtigkeit wenn durch die USB diffudieren kann.... Stimmt das so? Bekommt man so keine Kondenswasser Probleme?

    Danke für eure Hilfe

    Tom
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  2. Aufsparrendämmung - wer hat Recht bzw. bessere Lösung?

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  3. #2
    Gast360547
    Gast

    neeeeee, ne?

    Moin,

    es ist immer wieder erstaunlich, was sich da die "Kollegen" so zusammenbasteln.

    Variante 1. Ob Sie tatsächlich die Holzfaserweichplatten verwenden können, hängt maßgeblich von der Dachneigung ab, zumindest dann, wenn die Regeldachneigung für die Biberschwanzeindeckung unterschritten ist, oder auch dann, wenn eine dritte erhöhte Anforderung hinzukommt. Ggf. muss hier eine weitere zusätzliche Maßnahme ergriffen werden.
    Diese Variante würde ich favorisieren, obwohl es auch hier Verbesserungen gibt.
    Die WLG der Holzwolleplatten ist nicht die optimale, hier kann Mifa eindeutig mehr.
    Die ruhende Luftschicht vor der Dampfsperre soll als Installationsebene verwendet weerden? je nach Schichtdicke macht hier eine WD auch Sinn.

    Variante 2. und 3. Wo bitte sieht der "Kollege" Probleme mit dem Taupunkt? Vermutlich deshalb, weil PUR oder PIR einen höheren sd-Wert als Mifa hat. Wenn er die DS nämlich direkt unterhalb der PUR anordnet und darunter noch MIfa in Höhe der Sparren, dann gibt es in der Tat Problme. Wenn er die aber raumseits der Sparren anordnet, relativiert sich das Ganze wieder. Wobei Ihnen auch klar sein muss: Selbst wenn die Luft im Sparrenzwischenraum nicht ruhend ist, also eine Eigenkonvektion deren dämmenden Wert verschlechtert, so verbleibt immer noch eine dämmende Wirkung, die 20% des gesamten Wärmedurchgangswiderstandes nicht überschreiten darf. Und da wird es - aus dem Bauch heraus - trotzdem problematisch.

    Alternativ zu der PUR bietet sich auch einer Zwischensparrendämmung in Sparrenhöhe und dann eine Aufsparrendämmung mit Mifa an. Die DS raumseits der Sparren und Sie haben eine sehr wirkungsvolle WD.

    Details müssten vor Ort abgeklärt werden.

    Grüße

    stefan ibold
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Herr Ibold,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Habe soeben mal die Dachneigung gemssen und komme auf 40°.

    Die ruhende Luftschicht ensteht durch die Konterlattung auf den Dachsparren und ist demzufolge etwa 2,5cm dick.
    Installationsebe.... hmmm ehrlichgesagt hab ich mir da noch keine Gedanken gemacht, aber ich denke es wird nichts geben was man da reinlegen könnte.....

    Mineralwolle wurde mir von keinem angeboten, sie kam noch nichtmal ins Gespräch... ist sie denn soviel teurer oder als Aufsparrendämmung nicht so oft verwendet?
    Bei einer Unterdeckplatte würde ja diese die USB ersetzen, das preisen sie als großen Vorteil an. Gut ich meine, dann kann wenigstens nichts mehr spröde werden, meine Gitter- USB ist auch an dunklen Stellen wie ein Schweizerkäse.

    Warum er die DS oberhalb der Sparren anbringen will und so auf die Zwischensparrendämmung verzichtet, ist mir auch nicht klar geworden.

    Eigenzirkulation zwischen den Sparren? Wenn man angenommen Variante1 nimmt, dann ist doch oben die Holzwollplatte (oder eben MiFa-Platte) und unten die DS, dazwischen müßte doch eigentlich ruhende Luft sein oder? Ist denn sonst überhaupt die Funktion der Holzwollplatte als USB gegeben?

    Ihr alternativ Vorschlag kommt doch Variante1 sehr nahe oder? Zwischensparrendämmung in Sparrenhöhe verstehe ich so, dass die vollen 16cm Sparrendicke gedämmt wird.

    Mehr Vertrauen hab ich ehrlich gesagt zum ersten Dachdecker (Variante1), aber der ist um etwa 7000€ teurer, da mußte ich erstmal schlucken, denn die Dachsanierung war dieses Jahr eigentlich noch gar nicht geplant, aber wenn soll es nicht das billigste sein, es muß eben handwerklich und energietechnisch gut ausgeführt sein.

    Danke

    Tom
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  5. #4
    Gast360547
    Gast

    jepp

    Moin,

    ja, den Sparren voll mit Dämmung (Mifa) auffüllen und dann eine Aufsparrendämmung ebenfalls aus Mifa. Dann müssen die Konterlatten und die Schrauben dieser Variante angepasst werden. Die Vorgaben zur Statik (Anordnung der Verschraubung) erhält der Dachdecker vom Hersteller. Es müssen bei Mifa sog. Zweigewindeschrauben verwendet werden.

    Mifa hat WLG ab 0,032 W/mK. PUR ab 0,028 W/mK. Macht den Kohl nicht wirklich fett. Wg des besseren Schallschutzes würde ich die Mifa bevorzugen.

    Luftschichten weisen ab Dicken von rd. 40 mm immer eine Eigenkonvektion auf. Je dicker die Schicht, desto geringer die dämmende Wirkung. Dämmstoffe zwingen durch ihre Struktur die in ihnen enthaltene Luft zu ruhen.

    Grüße

    stefan ibold
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