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  1. #1

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    Unglücklich Nasser Keller - wie abdichten (Isolierung erneuern / nachträgliche Horizontalsperre)

    Hallo,

    einige von euch kennen mich vielleicht noch, ich habe vor einigen Jahren ein Haus gebaut und hier mit meinem Bauträger diverse Probleme gehabt. Nun ist es "endlich" so weit dass er die Insolvenz angemeldet hat und dass ich mein Haus somit fertig machen kann (darüber bitte keine Diskussion - Informationen auf meiner Webseite).

    Auf jeden Fall habe ich das Problem dass mein Keller nass ist. Laut Baugutachten ist die aufgebrachte Isolierung schlicht falsch. Weiterhin wurde zwischen erster Steinschicht und Bodenplatte keine anständige Horizontalsperre eingebracht. Ich habe das hier mal aufgemalt:


    Das ist die Ausgangssituation - so steht es jetzt da. Die Bodenplatte geht rund ums Haus ca. 10 cm über das Haus hinaus - sprich sie überlappt. Die erste Steinschicht steht direkt auf der Bodenplatte - keine Horizontalsperre. Auf der Kellerwand ist von aussen eine Isolierungsfolie aufgebracht worden die über die recht kleine Hohlkehle drüber geht aber wohl nicht richtig haftet. Das Wasser drückt zwischen der Bodenplatte und der Wand durch und zieht innen die Wände hoch (und verläuft natürlich unter der Fussbodenheizung).

    Aus meinem bisherigen Verständnis muss die alte Isolierung entfernt und eine neue anständige Isolierung aufgebracht werden. Hierbei die Hohlkehler kontrollieren und korrigieren (grösser machen ???) und die neue Isolierung bis über die Kante der Bodenplatte führen. Hierbei würde ich dann direkt gegen drückendes Wasser isolieren lassen - sicher ist sicher. Dann noch ne Drainage, dann müsste das doch dicht sein. So würde das nun aussehen:


    Nun kam ein weiterer Handwerker und meinte dass diese Arbeit zwar OK wäre, die Ursache der fehlenden Horizontalsperre jedoch nicht beheben würde. Das Wasser würde eindeutig von unten nach oben ziehen (ist mir klar, wurde ja auch so beschrieben) und sei sinnvollerweise mit einer nachträglichen Horizontalsperre zu lösen. Hierzu würde die alte Isolierung drauf bleiben, das Haus würde also nicht neu isoliert werden und müsste nicht ausgegraben werden. Im Haus werden Löcher gebohrt in welche ein Gel eingespritzt wird was sich verteilt und das Haus abdichtet. Hier der Vorschlag im Bild:


    Nun, ich stehe hier gerade wie ein Ochse vorm Berg und kann mit dem neuen Vorschlag nicht wirklich was anfangen. Zwar hört sich das alles logisch an aber irgendwie mag mir das nicht in den Kopf gehen. Wenn man die alte Isolierung so belässt und nur eine solche Horizontalsperre einbringt dann behebt man doch nicht die Ursache sondern nur das Symptom, oder? Sprich das Wasser ist nach wie vor da und steht an der Wand nur dass es jetzt eben nicht mehr unter den Estrich kommt sondern in der Wand hochsteigt. Hier ist allerdings WU-Beton verbaut und somit sollte es da zu keinem Problem kommen.

    Wer hilft mir mal Licht ins Dunkel zu bringen ?

    Irgendwie geht mir Vorschlag 2 nicht in den Kopf ... Habe ich mich einfach nur in Vorschlag 1 verannt und sehe nicht dass der Falsch ist oder liege ich richtig?

    HILFE ,)

    Danke

    Gruß Thomas
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  2. Nasser Keller - wie abdichten (Isolierung erneuern / nachträgliche Horizontalsperre)

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Wenn die alte abdichtung nicht korrekt angebracht ist, muß sie am besten komplett erneuert werden. Die fehlende querschnittabdichtung könnte man mit injektionen einbringen was aber die vertikalabdichtung der wände auf gar keinen fall ersetzt.
    Wenn sie schon jetzt so schöne skizzen machen können dann lassen sie wenigstens beim zweiten anlauf richtig machen.
    Allgemeine Fragen: Lastfall? Bodenplatte wirklich eine WU-Bauteil?
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  4. #3

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    Ist denn der Keller schon angefüllt?
    Liegt drückendes Wasser an?

    Grüße aus Schönebeck
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  5. #4
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    Hi,

    ja, der Keller ist angefüllt - um genau zu sein seit 4 Jahren (so lange ging meine Klage ...)

    Der Lastfall ist definitiv ohne drückendes Wasser. Ich bin in einem reinen Neubaugebiet - das Grundniveau des ursprünglichen Geländes liegt nur ca. 25 cm unter der Bodenplatte - der Rest des Geländes wurde angefüllt.

    Ob die Bodenplatte wirklich WU-Beton ist kann ich nur vermuten. Laut der Statik und den Verträgen ist er dass, der Bauleiter (zu welchem ich noch Kontakt habe) hatte dies auch mehrmals bestätigt - vondaher gehe ich derzeit mal davon aus.

    Im Keller ist an einer Stelle der Estrich herausgebrochen worden so dass man die Bodenplatte und den darauf befindlichen Wandaufbau sehen kann. Wenn mich meine Augen nicht völlig täuschen kann man sehen dass das Wasser hier langsam eintritt (wenn man vorher alles getrocknet hat wird es hier langsam feucht).

    Ist denn die fehlende horizontalsperre wirklich ein Problem? Wenn doch an diese Stelle durch die korrekte vertikalsperre kein Wasser mehr kommen kann ist das doch egal, oder sehe ich das falsch ?

    Gruß Thomas

    P.S. Die Bildchen hab ich gemalt da ich es mir so besser vorstellen kann und das erklären damit wesentlich einfacher ist
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    mit dem bilder war auch gut gemeint.
    Wenn wirklich eine Wu-Bodenplatte ist dann würde vieleicht zur kapillarbildung kommen das wird aber so gering sein dass man mit bloßen augen keine feuchtigkeit erkennen kann. Eine fachgerechte sanierung wäre eigentlich die Variante 1 und 2. wobei bei 1 die drainage entfallen kann.
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  7. #6
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    WU-Beton?
    Also wenn kein Wasser durch die Bodenplatte kommt - dann würde ich keine Sinn darin erkennen wollen, nun noch eine Horizontalsperre einbringen zu müssen.
    Nur um eine Forderung einer Norm für Neubauten einzuhalten????
    Wenn die Ursache in der fehlerhaften äußeren Abdichtung liegt, dann die Regelkonform herstellen und gut ist es.
    Ob es hierbei unbedingt einer Dränung bedarf - ????????? Fragen, über Fragen
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    @Mark, hast du schonmal WU-Bodenplatten ohne horizontalabdichtung begutachtet?
    Wie schlimm wird es wirklich ohne die abdichtung?
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Yilmaz Beitrag anzeigen
    Eine fachgerechte sanierung wäre eigentlich die Variante 1 und 2. wobei bei 1 die drainage entfallen kann.
    ist variante 2 denn wirklich notwendig wenn variante 1 anständig hergestellt wird?
    wie soll denn wasser an die problemstelle kommen (also wand auf bodenplatte) wenn die isolierung anständig hergestellt ist?

    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    Nur um eine Forderung einer Norm für
    Neubauten einzuhalten????
    die sind nun mal echt völlig egal
    das haus ist seit 4 jahren quasi fertig und der bauträger insolvent
    es geht darum den mist endlich trocken zu bekommen ...

    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    Wenn die Ursache in der fehlerhaften äußeren Abdichtung liegt, dann die Regelkonform herstellen und gut ist es.
    das ist zumindest das was 3 unabhängig voneinander beauftragte Gutachter begutachtet haben. Alle kamen zum Entschluss dass der Fehler an der aufgebrachten Isolierung und der falschen Isolierung an der Hohlkehle liegt.

    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    Ob es hierbei unbedingt einer Dränung bedarf
    meinst du damit eine drainage ?
    bei der wurde mir mehrmals gesagt dass die wohl nicht unbedingt sein müsse - aber wenn ich den Mist jetzt nochmal aufmachen lasse dann möchte ich das gerne komplett lösen lassen. dann lieber die paar euro mehr ausgeben und noch ne sicherung mit einbauen lassen - alles wasser weg vom haus = kein wasser im haus ... so zumindest meine denke
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  10. #9
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    Ich meine Dränung. Die Drainage gibts bei Arzt
    Ein richtigen, regelgerechte Dränanlage kostet ein wenig mehr als ein "paar Euro"
    Hier was zum lesen: http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=14315

    Auf jeden Fall ist eine Abdichtung zu "planen".
    Hierbei werden sämtliche Parameter ermittelt und in die Planung übernommen.
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  11. #10

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    @ tschiffler

    Ich verstehe etwas nicht. Sie haben mit einem BT/GÜ gebaut, der dank mangelhafter Planung UND Überwachung einen riesen Schaden erzeugt hat. OK, das ist Geschichte.

    Aber Sie lernen nicht draus. Sie holen sich wieder Firmen ran, deren erstes (und nicht vorwerfbares) Interesse der Gewinn ist. Diese bieten Ihnen - hoffentlich sogar ehrlichen Glaubens - ein System an. Es mag das beste der Firma für diesen Zweck sein, aber evtl. nicht das beste für Ihre Situation.

    Warum nehmen Sie sich keinen Planer, der die Abdichtung plant UND überwacht und dann dafür sogar noch haftet!!!!
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  12. #11

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    Eine fachgerechte sanierung wäre eigentlich die Variante 1 und 2. wobei bei 1 die drainage entfallen kann.

    Also ich kann nur raten, die Drainage wie auf Ihrem Bild einzubauen. Wir bauen alle Häuser mit dieser Drainage und füllen den Arbeitsraum mit grober Lava auf. Wichtiger wie jede Abdichtung ist doch dafür zu sorgen dass erst gar kein Wasser dorthin gelangt!
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Zitat Zitat von alabama2000 Beitrag anzeigen
    Eine fachgerechte sanierung wäre eigentlich die Variante 1 und 2. wobei bei 1 die drainage entfallen kann.
    @alabama; War das von mir zittiert? Bitte auch so kennzeichnen.

    Zitat Zitat von labama2000
    Wir bauen alle Häuser mit dieser Drainage

    Wir haben immer schon so gemacht, war niemals richtig.
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13

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    @ alabama

    1) Siehe Yilmaz
    2) Wozu das Geld der Kunden verbrennen, wenns gar nicht nötig ist.
    3) Erlauben viele Gemeinden gar keine Einleitung von Dränwässern in die Kanalisation mehr. Was soll dann die Drän, wenn das Wasser auf dem Grundstück im Kreis gepumpt wird?????
    4) Verhindert eine Drän nicht, dass Wasser zur Abdichtung gelangt. Sie verhindert nur, dass es da stauen kann
    5) Bringt die Lava allein GAR NIX
    6) Ist die Lava nicht verdichtungsfähig und von daher per se schon mal nicht i.O.
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  16. #14
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    Sehe ich auch so.
    Ohne die Notwendigen Erhebungen kann, von hier aus, kaum festgestellt werden ob eine Dränung zulässig ist, ob diese auch wenn zulässig - überhaupt Sinnvoll ist (Durchlässigkeitswerte), ob sich eine Druckwasserdichte Abdichtung an die Bodenplattenstirnseite so anschließen läßt, oder ob diese erst einmal vorbereitet werden muss .............usw.

    Aussagen wie .... haben wir immer so gemacht, führen oftmal zu dem hier erfahrenden Schadensbild.
    Dann noch die Frage der Dauerhaftigkeit.
    Die besten Dränungen sind die, die nicht Wasserbelastet werden (könnte man auch ketzerisch behaupten)
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