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WDVS für Altbau - Styro oder Miwo?

Diskutiere WDVS für Altbau - Styro oder Miwo? im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    WDVS für Altbau - Styro oder Miwo?

    Tach Zusammen,

    ich möchte mein Haus (freihstehend, L-Form, 200 m2 Wohnfläche, BJ 1959, 30 cm Bims-Vollsteinmauerwerk, keine Isolierung) "einpacken" und denke an ein 14-16 cm WDVS (z.B. System Laier) mit 0,035 er Platten.

    Die Frage ist nun ob ich Styropor- oder Mineralwollplatten nehmen soll. Ein Architekt sagte mir es sei in meinem Fall egal dass Styropor wenig diffusionsoffen ist. Stimmt das? Welches Material ist besser geeignet?

    Danke für eure Hilfe!

    Viele Grüsse

    egon
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  2. WDVS für Altbau - Styro oder Miwo?

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  3. #2

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    Mineralwolle ist diffusionsoffener als Styropor (EPS) das ist richtig!

    Allerdings würde ich dir zu einem EPS-System raten:

    EPS ist deutlich günstiger als MiWO.
    Desweiteren gibt es z.B. von Baumit/Bayosan ein sog. "OPEN-System" http://www.baumit.de
    Die dort verwendete EPS-Dämmplatte besitzt viele kleine Löcher, ist also nahezu komplett diffusionsoffen.

    Minerallwolle-Dämmsysteme verwenden wir eigentlich nur wenn ein besonderer Brandschutz vorgeschrieben ist, oder ein Kunde darauf besteht.
    Meistens scheitert es allerdings ganz klar an den Mehrkosten.

    Weitere sehr gute Hersteller von WDVS, die wir verarbeiten:

    www.marmorit.de
    www.dracholin.de



    und weitere hersteller gibts in dieser datenbank
    natürlich sind alle hersteller sehr gut, die eine bauaufsichtliche zulassung haben
    entscheidend für die gebaute qualität ist nicht zuletzt der handwerker!
    deshalb helfen produktempfehlungen nur begrenzt.
    100226, mls
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  4. #3
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    Danke für die Antwort und die Links. Bekomme ich denn keine Probleme wenn die Feuchtigkeit im Mauerwerk nicht mehr nach außen entweichen kann?

    Ach ja, welchen u-Wert hat denn meine bestehende Wand (30 cm Bims-Vollsteinmauerwerk,) so ungefähr ?

    Viele Grüsse

    Egon
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  5. #4

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    Zitat Zitat von egon9 Beitrag anzeigen
    Danke für die Antwort und die Links. Bekomme ich denn keine Probleme wenn die Feuchtigkeit im Mauerwerk nicht mehr nach außen entweichen kann?

    Ach ja, welchen u-Wert hat denn meine bestehende Wand (30 cm Bims-Vollsteinmauerwerk,) so ungefähr ?

    Egon
    Der Wärmeleitwert bei Bimsvollstein ist abhänging von der
    Rohteildichte 1200kg/m3 lambda = 0,6 (entspricht Ziegel) bis
    600 kg/m3 lambda=0,22.
    Daraus ergibt sich dann ein U-Wert bei 30 cm Bimsvollstein 0,6 lamda, mit Putz innen und außen von 1.43 W/m2K.
    Ich würde auch zu EPS raten, da die MiWo mit Schienensystem angebracht werden muss.
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von schubi Beitrag anzeigen
    .. da die MiWo mit Schienensystem angebracht werden muss.
    oder, wie andere dämmbildner, mit klebung und/oder dübelung ..
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  7. #6

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    O.K. Schienesystem findet mehr bei Hochhäusern Anwendung.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von schubi Beitrag anzeigen
    o.k. Schienesystem findet mehr bei hochhäusern anwendung.
    unsinn !
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  9. #8

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    Zitat Zitat von zoigl Beitrag anzeigen
    unsinn !
    Wieso unsinn?
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  10. #9
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    Weil die Aussage Unsinn ist.


    -----------
    Zurück zum Ursprung:
    Beim Altbau spielt der vorhandene Untergrund eine wesentliche Rolle.
    Kann geklebt werden?
    Geklebt und gedübelt?
    Oder Untergrund lose, uneben, ...
    -> Wenn der Untergrund alles hergibt, dann nach Tagesverfassung, Bauchgefühl, oder Geldbeutel.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von schubi Beitrag anzeigen
    Ich würde auch zu EPS raten, da die MiWo mit Schienensystem angebracht werden muss.
    Falsch: MiWo muss nicht mit einem Schienensystem angebracht werden! Kann wie EPS geklebt werden.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von egon9 Beitrag anzeigen
    Danke für die Antwort und die Links. Bekomme ich denn keine Probleme wenn die Feuchtigkeit im Mauerwerk nicht mehr nach außen entweichen kann?

    Viele Grüsse

    Egon
    Nein die "Feuchtigkeit" (Wasserdampf) kann weiterhin nach außen "entweichen" (diffundieren). EPS ist ja nicht völlig Dampfdicht!
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  13. #12
    Avatar von Hundertwasser
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    Zitat Zitat von toer Beitrag anzeigen
    Nein die "Feuchtigkeit" (Wasserdampf) kann weiterhin nach außen "entweichen" (diffundieren). EPS ist ja nicht völlig Dampfdicht!
    Styropor (Expandiertes Polystyrol, EPS) liegt in der spezifischen Diffusionsfähigkeit (µ Wert) in der Größenordnung von Kalkputz. Natürlich ist der sd Wert (also die Diffusionsfähigkeit mit der Schichtdicke verrechnet) schlechter aber wir reden ja heute über 14 cm aufwärts, also ca. das 10-fache der herkömmlichen Putzdicken. Klar ist die Diffusion der MiWo besser. Aber ein Ferrari fährt auch schneller als ein VW Kombi, aber mit welchem Auto holen Sie ihre neuesten Erwerbungen aus dem Möbelhaus? Na?
    Es kommt also auf den Einsatzzweck an. Und da fällt immer das Stichwort Brandschutz. In der Regel mus die Fassade von Gebäuden ab einer gewissen Höhe, definiert in der jeweiligen Landesbauordnung, unbrennbar ausgerüstet sein, da schlägt die Stunde der Mineralwolle, aber erst dann. Je nach Verarbeitung lässt sich mit der MiWo auch ein besserer Schallschutz realisieren.

    Schienensysteme werden eingesetzt wenn ich größere Unebenheiten überbrücken muss. Geklebte Systeme dürfen nur 1 cm Unebenheit ausgleichen, zusätzlich gedübelte Systeme 2 cm. Schienensystem können bis zu 3 cm Unebenheit ausgleichen.

    Außerdem wird das Thema Diffusion absolut überbewertet. Der Feuchtigkeitsdurchgang im Mauerwerk ist äußerst gering und spielt so gut wie keine Rolle im täglichen Leben. Da gibts halt Lobbyverbände die jeden Tag die Sau neu durchs Dorf treiben.

    Mineralwolle ist teuer, kann nicht so exakt verarbeitet werden wie EPS und saugt sich mit Feuchtigkeit voll wenn die Anschlüsse nicht regelgerecht ausgeführt werden. Im Spritzwasserbereich und an erdberührten Flächen muss ohnehin eine Perimeterdämmplatte verwendet werden.
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  14. #13

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    Auch bei geklebten Systemen muss in abhängigkeit der Windzonen zusätzlich gedübelt werden.
    Vor einer Entscheidung für ein System und unklaren Verhältnissen solltest Du einen Zugversuch an der Fassade unternehmen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Vereinfachte Ermittlung möglich:
    Die neuen Anforderungen beim Standsicherheitsnachweis sind in der Praxis entsprechend zu berücksichtigen. Er ist in der neuen Norm stark abgestimmt auf die bauwerksspezifischen Zusammenhänge - und somit recht aufwändig zu erstellen, was oft eine ingenieurmäßige Planung erfordert. Es gibt daher auch die Möglichkeit zur vereinfachten Ermittlung der Windbelastung bei Gebäuden bis 25 m Höhe. Hierbei werden Beanspruchungen für drei Gebäudehöhen definiert (0 - 10 m, 10 - 18 m; 18 - 25 m), die dann über die gesamte Höhe des Gebäudes gelten. Dieses Verfahren kann in den Windzonen 1 bis 3 zum Einsatz kommen

    Wie oft ist ein normales Einfamilienhaus über 10m hoch?
    Bei meinen Angaben zuvor handelte es sich um soche Einfamilienhäuser.
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  17. #15
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    Erstmal Danke für die vielen Tipps und Hinweise! Noch ein abschließende Frage zum Thema Raumklima. Sind da Unterscheide zu erwarten wenn man Styro oder Miwo als Aussendämmung nimmt?

    Viele Grüsse

    egon
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