Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 17

Thema: Trennfugen?

  1. #1
    Profi Benutzer Avatar von Markus Gräfe
    Registriert seit
    07.2002
    Beiträge
    427

    Trennfugen?

    Hallo Experten,

    ich habe diese Woche meinen Estrich bekommen. Im Wohnzimmer soll u.a. ein Kamin gestellt werden. Da der natürlich einiges wiegt, wurde in diesem Bereich die Dämmung ausgespart und der Estrich ca. 16-18 cm dick direkt auf die KG-Decke aufgebracht (vermutlich noch mit einer Trennfolie, kann ich aber nicht genau sagen). Der Rest vom Raum ist mit ca. 10 cm starken PS 20 isoliert. Allerdings gibt es zwischen dem Bereich, wo der Kamin steht und dem Rest keinerlei Trennfuge, d.h. es sieht jetzt so aus, als wäre der Estrich in einem Stück durchgelegt. Ist das zulässig?

    Gruß, Markus
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Trennfugen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Hotzenplotz
    Gast

    Nöö

    Ist nicht zulässig
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    07.2002
    Beruf
    Architekt, BU
    Beiträge
    57
    Ein auf Dämmschicht verlegter Estrich ist eine lastverteilende Platte auf elatischer Unterlage.
    Die Zunahme der Zusammendrückbarkeit der Dämmschicht nimmt mit steigender Auflast ab.
    D. h. unterschiedlicher Fußbodenaufbau erfordert eine Trennung,
    hier Dehnfuge.
    Wie sieht der Aufbau aus (Wärmedämmung, Trittschalldämmung, Rohre auf Rohboden, etc. )?
    Gruß AB
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Profi Benutzer
    Themenstarter
    Avatar von Markus Gräfe
    Registriert seit
    07.2002
    Beiträge
    427

    Aufbau

    Der Aufbau ist:
    - KG Decke
    - Trittschaldämmung PS20 (ca. 10 cm)
    - schwarze Folie (auf oberer Dämmplatte verklebt)
    - FB-Heizung (Kunsstoff, in Folie "getackert)
    - Heizestrich ZE 20 (ca. 6-8 cm über Folie) mit entsprechenden Zusätzen (ließ sich nicht mehr ändern, sollte eigentlich in Anhydritestrich abgeändert werden).

    Genau da liegt meine Vermutung. Der Estrich drückt die Dämmung zusammen, nicht aber in dem Bereich , wo der Kamin steht. Das muß doch in die Hose gehn. Darüber hinaus hat er erstaunlicherweise KEINE weitere Trennfuge, obwohl der Raum ca. 56m² hat und nicht rechtwicklig verläuft...

    Gruß, Markus
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    07.2002
    Beruf
    Architekt, BU
    Beiträge
    57
    Hallo Markus

    Hinweis für Fugen in Estrichen
    Teil2: Fugen in Estrichen und Heizestrichen auf Dämmschichen nach DIN 18560 Teil 2

    IV: Planung u. Voraussetzung:
    Bei beheizten Zementestrichen, die zur Aufnahme von Stein- o. keramischen Belägen vorgesehen sind:

    sollen bei Flächengrößen ab etwa 40 m2 Estrichfelder, durch Bewegungsfugen getrennt, angelegt werden. Bei Flächen unter 40m2 sollen bei diesen Estrichen auch dann Bewegungsfugen angelegt werden, wenn eine Seitenlänge ca. 8 m wesentlich überschreiten.
    -----------------------------------------------------------------------------------
    Ergänzung:
    Trittschalldämmplatten sind PST (z:B PST 22/20)
    Wärmedämmplatten PS
    Sind bei Dir nur in einer Lage PS-Platten eingebaut?

    Gruß AB
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Profi Benutzer
    Themenstarter
    Avatar von Markus Gräfe
    Registriert seit
    07.2002
    Beiträge
    427

    genauere Angaben

    liegen mir nicht vor, außer daß die Isolierung PS 20 38/35 ist (habe mir sagen lassen, daß die unbelastet 38 mm stark sei und unter der Maximallast (3,5 kN lt. Heizungsbauer) auf 35 mm nachgeben würde. Unter dieser Dämmung liegt noch 2 Lagen Polystrol à 20 mm (angeblich auch bis 3,5 kN belastbar).

    Die Bewegungsfugen ab 8m Länge respektive 40 m²Fläche habe ich auch gelesen und war/bin verunsichert. Mehr noch verunsichert mich aber die Tatsache, daß im Kaminbereich, wo der Estrich direkt und ohne Dämmung wegen der hohen Belastung ca. 16cm stark auf der KG-Decke aufliegt, ohne Trenfuge zum restlichen Estrich ausgeführt wurde. Als Belag ist Parkett geplant.

    Gruß, Markus
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    07.2002
    Beruf
    Architekt, BU
    Beiträge
    57
    Hallo Markus

    Deine Bedenken sind begründet und nachvollziehbar.
    D.h. schriftlich die Bedenken beim AN anmelden!!

    Gruß AB
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Avatar von HOLZAUGE
    Registriert seit
    08.2002
    Beiträge
    7

    Daumen runter das kann nicht funzen markus

    der bereich wo der kamin stehen soll, fungiert praktisch als "festhaltende hand"! nicht umsonst darf der schwimmende estrich keinen direkten kontakt zur mauer haben. dort würden sonst immer schwingungsbrüche auftreten
    aber warum eigentlich keine dämmung unter dem kamin?
    wenn es nur eine frage des gewichts ist, hätte man doch entweder das gleiche dämmaterial oder festeres verlegen können!
    wenn das material beim maximal zulässigem höchstgewicht von 3,5 KN = 0,35 tonnen/m2 nur 3mm nachgibt sehe ich da (inkl.trennfuge) kein problem!
    ich sehe eher ein problem damit, das der bereich nicht gedämmt wurde, sich dementsprechend stärker erwärmen wird, gerade wenn oben drüber der ofen ordentlich einheizt.
    das hat zur i.z. zur folge, das die materialien sich unterschiedlich ausdehnen werden, was eventuell dehnungsrisse verursacht!
    präferierter aufbau sollte meiner meinung nach mit dämmung aber mit dehnfugen direkt am randbereich des kamins sein!
    um den oben beschriebenen aufbau eventuell zu retten (ich würde das rausreissen lassen!) könnte man am rand des auf dem boden direkt aufgebrachten estrichs eine trennfuge machen.
    wie das aussehehn soll? keine ahnung - aber ich muss ja nicht mit dem estrich zusammen ein haus bewohnen!
    sprich: wer den schaden hat braucht für den spott nicht zu sorgen!
    mfg
    holzauge
    Geändert von HOLZAUGE (12.10.2002 um 20:37 Uhr)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Profi Benutzer
    Themenstarter
    Avatar von Markus Gräfe
    Registriert seit
    07.2002
    Beiträge
    427
    @ AB: werde ich machen. Danke.

    @Holzauge: Die Idee ohne Dämmung kam von mir (dem wurde seitens des BT nicht widersprochen), allerdings habe ich nicht gesgagt, daß da keine Trennfuge rein soll. Da der Kaminbereich ca. 1 -1,5 m² Standfläche hat, wollte ich vermeiden, daß sich dieses "kleine" Estrichstückchen unter der Last ungleichmäßig absenkt und ggf. Risse im Kamin selbst entstehen, da der Kamin nicht quadratisch mit regelmäßiger Lastverteilung ist. Als Maschinenbauer habe ich es da gerne massiv . Das mit der Erwärmung sehe ich eher unkritisch. Auch wenn der Kamin "glüht", ist die Strahlungswärme nach unten nicht sonderlich groß (habe es bei meinem derzeitigen Kamin ausprobiert). Weiterhin liegt unter dem Bereich des Wohnzimmers der Heizungsraum, der trotz Belüftung eine höhere Wärme aufweist als andere Kellerräume. Deswegen habe ich an dieser Stelle die Isolierung als vernachläsigbar angesehen. Liege ich mit meinen Argumenten so daneben? Lasse mich hier gerne belehren (dewegen bin ich ja im Forum *wiedergrins*).

    Wäre als Lösung o.k., wenn man den massiven (Kamin-) Bereich mit einer Flex vom restlichen schwimmenden Estrich trennt? Was passiert mit dem restlichen Bereich? Ich habe auf dem beigefügten Grundriß mal den Bereich eingezeichnet, wo ich möglicherweise einen Riß erwarte. Kann man das Risiko eingehen (verklebtes Parkett als Oberbelag) - es gibt ja Gewährleistung - oder sollte hier alles wieder raus (kann ich nicht gebrauchen).

    Gruß, Markus
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Profi Benutzer
    Themenstarter
    Avatar von Markus Gräfe
    Registriert seit
    07.2002
    Beiträge
    427
    Wieso bekomme ich das Bild nicht rein??? Es hat 35 kB.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    07.2002
    Beruf
    Architekt, BU
    Beiträge
    57
    Hallo Markus

    wie bereits geschrieben, Estrich unter Kachelofen mit Dehnfuge trennen. Durch die jetzige Konstruktion ist zu den bereits aufgeführten Angaben, auch eine Schallbrücke gegeben.
    U.U im Einfamilienhaus nicht relevant.
    Der skizzierte Rissverlauf ist m.E. denkbar.
    Wie sind die Heizkreise angeordnet?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Profi Benutzer
    Themenstarter
    Avatar von Markus Gräfe
    Registriert seit
    07.2002
    Beiträge
    427
    Hallo AB,

    Der Heizungsbauer hatte von 3 Heizkreisen im Wohnzimmer gesprochen (Erkerbereich, linker und rechter WZ-Bereich), die aber alle über den gleichen Thermostat geregelt werden. Prüfen konnte ich das nicht, bzw. ich muß mal schauen, was im Heizkreisverteiler ankommt. Der Estrichleger hatte bei der Besprechung noch darauf hingewiesen, daß der Heizungsbauer mit einer Schiene (??) den Bereich, wo eine Trennfuge hin mußl, vorbereiten soll. Offensichtlich hat der das nicht getan und der Estrich wurde durchgelegt. Die Längsseite des WZ (Außenwand) beträgt ca. 10,60m. Meines Wissens nach hat der Estrichleger die Pflicht, bei Erforderniss einer Dehnfuge diese auch zu berücksichtigen. Ist das alles in DIN 18560 geregelt?

    Was den Kaminbereich angeht: Muß die Dehnfuge dann nach aufflexen mit einem Randstreifen versehen werden? Dann müßte ja wirklich alles raus (zumindest im Bereich des Kamins), sonst bekommt man den ja nicht rein (oder kann man daß mit einer elastischen "Masse" ausspritzen?

    Was soll ich im restlichen Bereich machen? Bedenken habe ich angemeldet. Stellungnahme steht aus...

    Gruß, Markus
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    07.2002
    Beruf
    Architekt, BU
    Beiträge
    57
    Hallo Markus,

    Kaminbereich: Estrich soweit entfernen, dass Randdämmstreifen
    (Dehnfuge) gestellt werden kann. Fehlstellen an Estrichrändern mit Estrich-Reparaturmasse ergänzen (u.U. "vernadeln").

    Achte darauf, dass Rohrleitungen nicht beschädigt werden.

    Ergänzung zur vermutlichen Rißbildung:
    Durch unterschiedliche Estrichstärke trocknet der Estrich unregelmäßig aus. Das Nebeneinander von bereits trocknen und noch feuchten Teilflächen führt zu inneren Zwängungen und damit oft zu Rissen.

    Gruß AB
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Profi Benutzer
    Themenstarter
    Avatar von Markus Gräfe
    Registriert seit
    07.2002
    Beiträge
    427

    Danke AB,

    ich werde mal mit dem Estrichleger reden (was ihn da geritten hat- er hätte es doch wissen müssen). Ich halte Euch auf dem laufenden...

    Gruß, Markus
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Profi Benutzer
    Themenstarter
    Avatar von Markus Gräfe
    Registriert seit
    07.2002
    Beiträge
    427

    es geht weiter...

    der Estrichleger hat den Fehler eingesehen und wollte nachbessern (hab's noch nicht gesehen, sollte gestern passieren). Im Kaminbereich soll der massiv ausgeführte Teil vom restlichen Estrich abgeflext werden (ich habe in um Berücksichtigung eines Trennstreifens gebeten - hoffentlich macht er das). Ansonsten wollte er, da der Raum wie gesagt recht groß ist, eine weitere Trennfuge mitten durch den Raum flexen. Da aber FB-Heizung drin liegt, soll der Estrich nicht ganz durchgeschnitten werden (logisch). Demnach würde eine Sollbruchstelle entstehen. Auf meine Frage, warum er denn nicht gleich eine Dehnfuge vorgesehen hat, antwortete er, daß schließlich der Heizungsbauer keine entsprechende Maßnahmen (Fugenprofil) zur Entkoppelung der Heizung vom Estrich vorgenommen habe . Meiner Meinung nach ist doch das die Aufgabe des Estrichlegers. Woher soll der Heizungsbauer wissen, wo die Dehnfugen reinkommen? Tja dann entsteht da m.E. noch das Problem, daß - wenn der Estrich dann an der vorgesehenen Stelle reißt, zusätzliche Spanung auf der FB-heizung entsteht, da ja besagte Fugenprofile fehlen und die Heizungsrohre direkt mit dem Estrich verbunden sind.

    Kann man der Lösung des Problems zustimmen oder was ist zu empfehlen?

    Ach so - und noch etwas. Der Estrich ist zum Teil bis zu 9,5 cm dick. Wie ist das in Bezug auf die FB-Heizung zu bewerten?

    Gruß, Markus
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen