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Grundstück/Garten trockenlegen

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  1. #1

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    Grundstück/Garten trockenlegen

    Hallo,

    wir sind im Dezember in unser neues EFH eingezogen und soweit auch sehr zufrieden. Ein Problem das noch gelöst werden muss, ist dass das Regemwasser sehr schlecht auf dem Grundstück versickert. Das Dach des Hauses sowie der Garage werden über eine Sickergrube entwässert. Das hat in der näheren Umgebung des Hauses geholfen, im rückseitigen Garten steht das Wasser nach längerem Regen jedoch mehrere Tage und es dauert seine Zeit bis der Boden trocknet.
    Zum Boden: Nach ca 20cm ist der Boden extrem hart und teilweise mit Steinen versetzt. Erst ab ca. 75cm stößt man auf hellen Sand.

    Was kann man hier tun, um eine bessere Versickerung zu erzielen?
    Ein kompletter Bodenaustausch scheidet hier aus Kosten- und Aufwandsgründen aus. Bei der Fläche handelt es sich um ca. 500m² mit leichtem Gefälle (auf 35m ca 0,50cm) Bei den Nachbarn versickert das Wasser ähnlich schlecht. Das Bodengutachten hatte zwar einen leichten Lehmanteil in der Erde ergeben, extrem groß kann dieser aber nicht sein. Der Boden scheint nur extrem verdichtet.

    Ich hab mir vorgestellt dass man vielleicht mit einem Erdbohrer die feste Schicht an mehreren Stellen im Garten durchbricht und dann den gebohrten Kanal mit Kies verfüllt. Weiss jedoch nicht, ob das überhaupt etwas bringen würde.

    Für weitere Ideen und Anregungen wäre ich sehr dankbar!

    Timo
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  2. Grundstück/Garten trockenlegen

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  3. #2

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    WENN Boden nur verdichtet, wäre mein 1.Versuch:

    Bauer - Pferd - Pflug - Fuffi

    Gruß Stoni
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Stoni Beitrag anzeigen
    WENN Boden nur verdichtet, wäre mein 1.Versuch:

    Bauer - Pferd - Pflug - Fuffi

    Gruß Stoni
    Hm, abgesehen davon, dass es hier nicht grad so von Bauern wimmelt, kommt man denn mit einem Pflug nen knappen meter tief? hatte auch schon überlegt mir eine Motorhacke auszuleihen, aber erstens kommt man damit auch nicht allzutief und zweitens hat das bei unseren Nachbarn keinen nachhaltigen Erfolg gehabt.

    Timo
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  5. #4
    wasweissich
    Gast
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  6. #5

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    Ist der Garten bereits angelegt oder noch nicht?
    Stichwort für mich ist: Tiefenlockerer
    (rechteckiger Stahlrahmen ca 1m x 0,5m, Dreipunktaufhängung, lange starke Grubberzinken, Arbeitstiefe 50 + x cm, Traktor notwendig)
    Wird in der Landwirtschaft z.B. angewendet, um die Fahrspuren von Pflanzenschutzspritze und Düngerstreuer nach der Ernte wieder aufzubrechen.

    Wenns keine Landwirtschaftsbetriebe in der Nähe gibt, ggf. mal nach Landwirtschaftl. Dienstleistern googeln.

    Ein Pflug ist für wendende Bearbeitung.
    für die geschilderte Verdichtung in der Tiefe hat er 0 Wirkung!

    Ist der Garten bereits angelegt, dann den Tipps von Wasweissich folgen.
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  7. #6

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    Hallo,

    ich kann ihnen das durchbohren der bindigen Bodenschichten empfehlen.
    Es muss aber eine Sandschicht vorliegen, sonst bringt es nicht viel.

    1. Bohrlöcher (100mm) in 50 cm Abständen an der tiefsten Stelle herstellen.
    2. PVC Dränrohr (gelb) rein schieben und 2 cm über dem Erdniveau abschneiden.
    3. Rohr mit Siebkies 16/32 verfüllen.

    Dann beobachten! gegeben falls mehr Löcher herstellen.
    Ist sehr Preiswert und geht schnell.

    Eine weitere Maßnahme wäre eine Drainage mit Kies oder Sickerblöcken herzustellen und über einen Hofablauf 30x30 cm abzuleiten.

    Gruß langsky
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  8. #7

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    @Langsky Ist das ERNST gemeint???
    Oh ja ich befürchte das ist es
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  9. #8

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    @ Dingo

    warum nicht ?
    Ich kann sagen das es funktioniert. Wenn man die Oberfläche lockert, kann das Wasser natürlich versickern. Aber nur so weit, auch gelockert wurde.
    Dann steht das Wasser wie in einer Wanne und kann ganz langsam den gelockerten Boden aufweichen.

    Dann Party auf der Fläche
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  10. #9

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    Ich würde mich doch zuerst einmal fragen, wieso der Boden in dieser Tiefe so verdichtet ist. Ist dies wegen Belastungen der Oberfläche geschehen, könnten die hier genannten Maßnahmen helfen. Auch wenn hier mitunter Skepsis geäußert wird. Sowohl der Tiefenlockerer am Traktor - kommt bis über einen Meter Tief in den Boden - und auch das Löchern des Bodens mithilfe eines Erdbohrers - den kann man sich auch mal ausleihen - kann Abhilfe schaffen.
    Ist diese Erdschicht jedoch gewachsen, wird diese sich im Laufe der Zeit auch wieder verdichten, dann ist nix mit Tiefenlockerer, dann bleibt nur noch das Löchern.
    Maulwürfe helfen da auch nicht, die graben nicht so tief
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  11. #10
    Themenstarter

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    Erstmal vielen Dank an alle für die Antworten. Hier noch ein paar Fakten zum Grundstück:

    Der Garten is noch nicht angelegt, das soll dieses Frühjahr aber geschehen, wenn es denn mal endlich wärmer werden sollte. Unser Grundstück bzw. das ganze Baufeld war laut Altansässigen früher eine Art Acker, welcher zum Bolzen sprich Fußballspielen genutzt wurde. Im Bereich unseres Grundstücks und unseres linken Nachbarn soll wohl auch mittels LKW öfter Schutt oder ähnliches abgeladen worden sein. Ich nehme an, die Verdichtung könnte durch das ständige Befahren mittels LKW zustande gekommen sein. Wenn man mal in Google-Earth bzw. googlemaps guckt, ist auch noch ein Sand-/Schutthaufen auf unserem Grundstück zu sehen.

    @wasweissich
    Das Video auf der Seite vom ersten link ist ja beeindruckend. Muss mich mal erkundigen, ob Firmen in unserer Nähe dieses Verfahren anbieten und was der Einsatz kosten soll.

    @Dingo
    Das hört sich auch vielversprechend an, weiss jedoch nicht ob es so praktikabel ist, da der Einsatz eines Traktors ja auf der begrenzten Fläche zum Mänovrieren bzw. Wenden auh nicht ganz so einfach ist. Des weiteren stellt sich mir die Frage, wie der Tiefenkockrer überhaupt erst in die Erde eindringt. Diese ist nämlich wirklich extrem hart.

    @langsky
    Nach deiner Variante würden ja überall auf dem Grundstück die Drainrohre aus der Erde rausgucken, irgendwie nicht so hübsch und unpraktisch für die weitere Nutzung des Gartens.

    Viele Grüße,
    Timo
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Coast Beitrag anzeigen
    @Dingo
    Das hört sich auch vielversprechend an, weiss jedoch nicht ob es so praktikabel ist, da der Einsatz eines Traktors ja auf der begrenzten Fläche zum Mänovrieren bzw. Wenden auh nicht ganz so einfach ist. Des weiteren stellt sich mir die Frage, wie der Tiefenkockrer überhaupt erst in die Erde eindringt. Diese ist nämlich wirklich extrem hart.
    Es reicht aus, wenn der Traktor vor und zurück fahren kann. Und so ein Tiefenlockerer ist schon ein stabiles Teil, der könnte das durchaus schaffen.
    Zitat Zitat von Coast Beitrag anzeigen
    @langsky
    Nach deiner Variante würden ja überall auf dem Grundstück die Drainrohre aus der Erde rausgucken, irgendwie nicht so hübsch und unpraktisch für die weitere Nutzung des Gartens.
    Da hat jemand aber wohl nicht alles gelesen. Langsky hat geschrieben, dass die Rohre, bevor sie versenkt werden, so abgeschnitten werden sollen, dass diese unter der Erdoberkante verschwinden. Da guckt also nix raus.

    [/QUOTE]

    Und wenn da Schutt drinnen liegt, stellt sich für mich schon mal die Frage nach Altlasten!! Wenn der Boden durch befahren verdichtet wäre, wäre diese durchgängig bis in eine gewisse Tiefe der Fall. Das sieht für mich eher so aus, als ob da alte Ablagerungen mit Erde abgedeckt wurden. Und die Ablagerungen haben sich nunmal verfestigt.
    Ich würde mich mal umhören, was da alles so hingefahren wurde.
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  13. #12
    wasweissich
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    wenn aber lagenweise augefüllt wude immer schön festgefahren , kann euch einer altlastenfreie auffüllung ganz schön dicht werden .
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  14. #13
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    @ecobauer

    Werd mich auch mal in Richtung Tiefenlockerer / Traktor informieren.
    Bezügl der Drainrohre:
    Langsky schrieb, diese wären 2cm über!! Erdniveau abzuschneiden. Vielleicht meinte er ja unter. Wäre auch plausibler.

    Zur allgemeinen Info hier mal ein Auszug aus unserem Baugrundgutachten:

    Schicht 1 ( bis 80cm):
    Auffüllung aus Feinsand mit mittelsandigen, schluffigen und humosen Anteilen, vereinzelt durchsetzt mit Bauschuttresten - Bodenklasse 2/3

    Schicht 2 (ab 80cm - 6m Messendpunkt)
    Feinsand mit mittelsandigen und schluffigen Beimengungen - Bodenklasse 3

    Grundwasser lag zum Zeitpunkt der Messung bei 2,21m, Schichtenwasserandrang wurde nicht bemerkt.

    Da es sich wie gesagt um ein ganzes Baufeld (ca. 20 Grundstücke) handelt in dem unser Grundstück steht wurde wohl das ganze Gebiet eingeebnet, beräumt oder wie auch immer hergerichtet bevor die Grundstücke verkauft wurden.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Hallo,

    ich bin davon ausgegangen, dass es sich um eine Rasenfläche handelt.
    Die Drainrohre müssen 2 cm über dem Erdniveau liegen, um die Einspühlung von Feinanteilen zu verringern. Da eine Rasenfläche eine durchschnittliche Höhe von ca. 4 cm hat sollte man diese nicht sehen. Dazu kommt, dass der Rasen langsam über die Rohre wachsen würde.

    Da aber noch gar kein Rasen vorhanden ist, kann das Wasser natürlich nur schlecht versickern.

    Vieleicht sind die Rohre nicht mal nötig!
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  17. #15
    wasweissich
    Gast
    wenn das eine ,wie beschrieben, aufgefüllte ,lagenweise mit schweren lkw über jahre verdichtete geschichte ist , hilft eigentlich nur aufbrechen . wenn da noch nichts drauf ist könnte man mit soetwas http://www.zeppelin-cat.de/D/news/pr...ilbagger_0.jpg einmal aufbrechen , je nach dem wie gross das grundstück ist , ist der zeitaufwand überschaubar .unter umständen vorher ein paar m³ rindenhumus drüberkrümeln , fertig .
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