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  1. #1
    Igel
    Gast

    Eigentum - Es geht einfach nicht vorwärts...

    Hi Experten,

    ich muss mal wieder etwas meinen Frust rauslassen... seit einer gefühlten Ewigkeit suche ich in einem bestimmten Stadtteil schon ein Eigentum, respektive Grundstück. Leider ist der Stadtteil wohl mit das Beste was das Ruhrgebiet an schönen Gegenden zu bieten hat, dementsprechend teuer da hohe Nachfrage.

    Ein schönes Grundstück zu erhaschen hab ich mittlerweile aufgegeben, da a) das Angebot sehr begrenzt ist, und b) die Preise dermaßen hoch sind, > 200.000 Euro für 500m², das es in der Summe Grundstück + Haus wohl an der halben Million Grenze kratzt, was einfach viel zu teuer ist, auch wenn man ganz gut verdient. Irgendwann muss man halt mal Farbe bekennen und die Kirche im Dorf lassen.

    Jetzt ist mein Plan ein gebrauchtes Haus zu kaufen. Und siehe da ich hab sogar eins an der sprichwörtlichen Angel. Es handelt sich um eine Doppelhaushälfte, welche Ende der 80er Jahre gebaut wurde. Es befindet sich im gepflegten Zustand. Natürlich sind die Bäder und generell die Fliesen etc an den persönlichen Geschmack anzupaßen. Dies würde ich in Eigenleistung erbringen und hab dafür mal grob 40.000 Euro eingeplant. Der absolute Knaller an diesem Haus ist die 1a Lage. Der Garten ist ca. 750m² groß, uneinsehbar und grenzt direkt ans Waldgebiet, morgens kann man aus dem Schlafzimmerfenster Rehe und Wildschweine am Gartenzaun beobachten. Da ich gerne jogge und Fahrrad fahre kann ich direkt durch den Garten in den Wald, für mich ist das einfach nur herrlich. Eine Doppelgarage, Keller, Fussbodenheizung, eine solide Bauweise und weitere Plustpunkte runden das Ganze ab. Ich würde es sofort nehmen.

    Die jetzigen Eigentümer wollen natürlich verkaufen, suchen allerdings momentan noch eine Wohnung in der Nähe von Stuttgart. Sobald diese gefunden ist, bin ich der erste den sie anrufen und fragen ob ich das Haus kaufen will. Über den Kaufpreis sind wir uns im groben auch klar. Es wird wohl so um die 300.000 Euro hinauslaufen. So weit so gut.

    Jetzt kommt der Haken. Die Wohnung suchen die Eigentümer schon seit etwa einem Jahr, jetzt haben sie letzte Woche angerufen und haben mir mitgeteilt das sie eine gefunden haben. Ich war sofort aus dem Häuschen und wollte schon die Sektkorken knallen lassen. Der zweite Satz war allerdings das die Wohnung noch gar nicht existiert und der ganze Komplex wohl erst noch gebaut werden muss. Bauträger üblich wird natürlich erst mit dem Bau begonnen wenn in etwa die Hälfte der Wohnungen verkauft sind. Auf meine Frage wann denn mit dem ersten Spatenstich zu rechnen sei wurde mir gesagt das die Pläne etc jetzt bald bei der Stadt eingereicht werden und der Bauträger dann irgendwann mal ein Schild aufstellen und Anzeigen schalten will. Aus der Erfahrung soll das ganze Prozedere in etwa ein halbes Jahr dauern, so dass irgendwann im Herbst mit dem Bau begonnen wird... vorrausgesetzt es finden sich noch ein paar Interessenten. Die Bauzeit wird dann wohl nicht weniger als ein Jahr dauern, wenn es wieder so einen Winter gibt wie dieses Jahr wohl eher noch länger.

    Im Grunde kann es mir egal sein, wenn nur nicht diese Ungeduld und der daraus resultierende Frust wachsen würde. Momentan lebe ich nicht gerade schön in einem verkommenden Altbau in einer ekligen Gegend. Zum Sparen ideal da niedrige Miete. Mein Eigenkapital für das Haus wächst und wächst, momentan steuere ich die 160.000 Euro Grenze an. Das ist natürlich super, auf der anderen Seite würde ich auch jetzt gerne die niedrigen Zinsen fürs Baugeld mitnehmen, weiterhin wäre ich froh wenn mein Eigenkapital endlich investiert wäre da ich berechtigte Angst vor einer Inflation habe. Wenn man sieht was sich in der Weltwirtschaft abspielt ist das ja der blanke Horror.

    Was würdet ihr mir denn raten? Weitersparen und warten bis ich das Haus endlich haben kann? Weitersuchen und Alternativen in Betracht ziehen? Doch neu bauen? Der wohl beste Tipp wäre einfach mal ein halbes Jahr nicht dran zu denken aber das ist fast nicht zu schaffen...

    Danke für die Antworten, bin gespannt...
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  2. Eigentum - Es geht einfach nicht vorwärts...

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Igel
    Gast
    Noch eine Frage bezüglich des Vertrages:

    Die jetzigen Eigentümer meinten sie würden dann irgendwann auf mich zukommen und einen Vorvertrag machen wollen. Das wollen sie machen weil sie das Geld für die neue Eigentumswohnung natürlich nicht bar zur Verfügung haben und natürlich auch nicht zwischenfinanzieren wollen.

    Worauf ist denn bei diesem Vorvertrag dringenst zu achten? Das dies sich positiv auf den Kaufpreis des Hauses auswirkt spielt mir natürlich in die Karten da ich dann a) Miete und b) Abtragung gleichzeitig zu zahlen hätte. Eine Miete für das Haus würde ich dann nicht verlangen da dies wieder versteuert werden muss, mir wäre es lieber die machen einen super Preis für das Haus und können dann noch bis zum Tag x.x.x drin wohnen bleiben.
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  4. #3
    MoRüBe
    Gast

    Also, Vorverträge...

    ... sind entweder das Papier nicht wert, auf dem sie stehen, oder so bindend, daß man gleich nen richtigen Vertrag machen kann.

    Das Problem hier ist, der Verkäufer will auf der absolut sicheren Seite sein. Er hat natürlich gemerkt, daß er mit Dir jemanden an der Angel hat, der das Ding unbedingt kaufen will.

    Hier gibts aber so viele abers, daß ich sagen würde, entweder ganz oder gar nicht. Will sagen, Vertrag mit Übergabedatum und der Verkäufer zieht aus und Du ein, oder Ade DHH.

    Laß doch nur irgendwas passieren. Der BT geht übern Deister, der BT verkauft nicht genug, oder oder oder.

    Dann hast Du ne DHH an der Backe und kommst ned rein. Gar nicht erst über solche Klimmzüge nachdenken. Koppelgeschäfte sind immer **** (zensiert).

    Mach nen Kaufvertrag mit Übergabedatum, dann zieht er aus und Du ein. Nix anderes.
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  5. #4

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    Setzt denn ein Vorvertrag auch voraus, dass vorab bezahlt werden muß?

    Ich denke nein.

    Ich sehe nicht ganz ein, daßß Du dafür eintreten sollst, dass die hausverkäufer keine Zwischenfinanzierung abschließen müssen. Irgendwo ist da doch die Ineressenlage etwas verschoben.

    Ich fände es aus deren Sicht schon mal von Vorteil einen Käufer ZU HABEN, wenn die Entscheidung und Unterschrift für das neue Objekt fällig ist.

    Im Grund liegen im Moment alle Nachteile bei dir, zumal Du noch nicht mal auf ein halbes Jahr genau weißt wann Du ins neue Haus kannst.

    Ich gehe mal davon aus -so verknallt Du auch in die Immo bist, was ich verstehe- dass dir ein stückweit Planungssicherheit zuteil werden sollte. Wenn Du nun mit Wohlwollen z.B. ein Jahr Wartezeit einräumen würdest, dann ist das eigentlich schon mehr als der Verkäufer erwarten kann.

    Danach sollte aber jeder Monat den Kaufpreis um eine bestimmte gedachte (Miet-)summe reduzieren, so daß auch kein Einkommen versteurt werden müßte. Eine Anzahlung auf das Objekt kann ja DANN vereinbart werden.

    Bis dahin kannst Du dein angespartes EK zeitoptimiert anlegen.

    Da Du ja nie weißt, was dort in Stuttgart unten alles passiert, (z.B. enorme Bauverzögerung/Baustopp/BT-Konkurs etcpp.) sollte eine Ausstiegsklausel vereinbart werden, die aber zu Lasten der Verursacher geht. Du kannst derweil ja in Ruhe auch nach anderen Objekten schauen und diese -dann sicher zu deinen Lasten- ebenfalls geltend machen.

    Du mußt selbst wissen, wozu Du bereit bist, aber es kann ebenfalls eine verschenkte Zeit sein, in der Du andere Objekte vielleicht gefunden und genommen hättest. Das Risiko sollte auf jeden fall beim Verkäufer liegen.

    Viel Glück!
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  6. #5

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    Tach Igel,

    da gibt's doch nur 3 Möglichkeiten -

    entweder weitersuchen oder

    den guten Leutchen finanziell ein besseres Angebot unterbreiten - vielleicht pauschal
    15T€ für 'ne Übergangsmietwohnung in S plus viell. 5T€ für 'nen Umzug - das aber nur gegen sofortigen notariellen Kaufvertrag - oder

    noch 24 Monate weiterhoffen und beten, das keiner mit 'nem besseren Angebot als
    300 T€ kommt.

    Gruß Stoni
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  7. #6
    MoRüBe
    Gast

    höhöhö...

    Zitat Zitat von Igel Beitrag anzeigen
    ... Das wollen sie machen weil sie das Geld für die neue Eigentumswohnung natürlich nicht bar zur Verfügung haben und natürlich auch nicht zwischenfinanzieren wollen.
    .
    ... wie wolln die das denn bitteschön anstellen (nicht zwiFi)???

    Indem Du denen schon mal son bischen Kohle aufn Tisch legst?
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  8. #7

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    ...da ist vertraglich sicher einiges machbar und nötig....aber nicht ohne Notar und nicht mit "Vorvertrag".....

    Ab zum Notar...der kostet nicht die Welt. Möglicherweise kostet die Beratung auch garnichts, wenn er weiß dass die Verträge über ihn gemacht werden.
    (bei usnerem Notar is es so...)

    gruss
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  9. #8

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    Guten Abend.
    Hier mal der Versuch einer Lösung die wir selber hinter uns haben.
    Kaufvertrag beim Notar machen mit der Klausel: Eigentümer kann noch bis
    XXXX noch im Haus wohnen und weiterhin für alle Kosten haften bis zur Besitzübergabe.
    Nach Überschreitung der Zeitklausel zahlt der noch Eigentümer eine saftige Miete pro Monat.
    Es kann eine Anzahlung geleistet werden, die den Nocheigentümer in die Lage versetzt bei seinem Bauträger eine Anzahlung zu leisten.
    Die Restzahlung ist bei Übergabe fällig , die er dann an seinen Bauträger teilweise weiterreichen kann da er die Wohnung bezogen hat.
    Hält er die Zeitklausel nicht ein , gibt es fette Mieteinnahmen die deswegen auch schon hoch angesetzt werden sollten.
    Vor dem Kauf der Haushälfte würde ich mit allen Mitteln den Status der Nachbarn ermitteln, da ein großer Unterschied der Inteligens und Einkommen zum Steit führen wird.
    Wir sind da durch, und haben unsere Doppelhaushälfte verkauft, und können jetzt um unser Haus rumlaufen.
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  10. #9
    Igel
    Gast
    Stellt Euch vor, ich hab die Butze gekauft !!!!

    Ein Traum geht in Erfüllung!! Letzte Woche hab ich den Notarvertrag unterschrieben und bin jetzt im Grundbuch vorgemerkter Eigentümer !!!!

    Es wurde genauso abgewickelt wie willi1048 es beschrieben hat. Weiterer Vorteil, ich zahle noch 3,5% Grunderwerbssteuer, ab 1 Mai sind es in NRW wohl 4,5%.

    Irgendwelche öffentlichen Fördermittel oder Zuschüsse gibt es nicht, steuerlich geltend machen kann man ebenfalls nichts, bis auf überwiesene Handwerkskosten.. alles wurscht, hauptsache ich hab die Bude!!!

    Jetzt kann das Leben bald beginnen, SAUGEIL!!!
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  11. #10

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    Na, dann herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluß.
    Ich hoffe das der Tipp mit der saftigen Mietzahlung auch mit drinn ist.
    Das bewegt den Nocheigentümer dazu, bei seinem Bauträger Dampf zu machen weil es wehtun muß.
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  12. #11
    Igel
    Gast
    Ja, der Passus ist drin. Aber die Summe ist nicht unverschämt hoch, sondern entspricht in etwa meiner derzeitigen Monatsmiete.

    Freue mich drauf!!!
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  13. #12

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    Guten Abend.
    Jetzt ist es leider schon passiert mit der kleinen Miete, nicht mehr zu ändern.
    Somit ist bei den Leuten kein Druck, auszuziehen. Ich hätte 1500 Euro Monatsmiete versucht durchzudrücken.
    Das hätte schon einen Umzugsdruck gebracht.
    Da hilft kein Wehklagen, und nun in Geduld üben.
    Schon mal das Werkzeug zusammensuchen das es dann gleich losgehen kann.
    Viel Erfolg wünscht willi.
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  14. #13
    Igel
    Gast
    Zitat Zitat von willi1048 Beitrag anzeigen
    Ich hätte 1500 Euro Monatsmiete versucht durchzudrücken.
    Da hätten die mir den Vogel gezeigt. Außerdem sind die mir in vielen Punkten sehr entgegen gekommen und haben sich ja auch tatsächlich gemeldet das sie jetzt verkaufen wollen. Wenn ein Makler oder sonstige Mitesser davon Wind bekommen hätten wäre ich jetzt 50.000 Euro mehr los. Des Weiteren kann ich maximal 3 Monate die Miete verlangen, danach müssen sie raus, egal was kommt. Ist vertraglich so geregelt.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Igel Beitrag anzeigen
    Des Weiteren kann ich maximal 3 Monate die Miete verlangen, danach müssen sie raus, egal was kommt. Ist vertraglich so geregelt.
    Das hat der Notar so vorgeschlagen? Also bei uns hat der Notar bei Vertragsabschluss von sich aus in den Vertrag das 3fache des ortsüblichen Mietpreis aufgenommen, da dies so üblich ist und laut Notar "wehtun" soll.
    Wie läuft das ab: "danach müssen sie raus, egal was kommt." Obdachlos nach Entfernung der "Mieter" durch Gerichtsvollzieher?
    Ansonsten natürlich herzlichen Glückwunsch und viel Glück für ein mängelfreies Objekt mit problemloser Übergabe.

    Gruß
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Baldbauherr Beitrag anzeigen
    " Obdachlos nach Entfernung der "Mieter" durch Gerichtsvollzieher?
    Wieso obdachlos? Mit dem Ertrag aus dem Verkauf könnten sie auch in eine Hotel ziehen.

    Gruß
    Ralf
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