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Nasses Mauerwerk unter Lichtschacht

Diskutiere Nasses Mauerwerk unter Lichtschacht im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Nasses Mauerwerk unter Lichtschacht

    So wie auf dem Foto sieht an allen Kellerwänden das Mauerwerk unter den Lichtschächten aus. Wandaufbau ist 36 cm Porenbeton mit Bitumenbeschichtung und 12 cm Perimeterdämmung. Ich habe jetzt gesehen, dass der aussenstehende Teil des Porenbetons unterhalb des Fensters von oben nicht abgeklebt oder abgedichtet war. Daher konnte wohl dort das Regen- und Schmelzwasser der letzten 4 Monate eindringen.

    Würdet ihr sagen, dass das ein schwerwiegendes Versäumnis ist oder ist das 'normal' für eine Winterbaustelle? Laut Bauleiter atmet der Kalkzementputz später alles weg, wenn erstmal die Heizung läuft (Keller wird beheizt). Sollte man mit dem Verputzen noch warten, bis die Wand trockener ist?

    Danke.

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  2. Nasses Mauerwerk unter Lichtschacht

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Würdet ihr sagen, dass das ein schwerwiegendes Versäumnis ist oder ist das 'normal' für eine Winterbaustelle? Laut Bauleiter atmet der Kalkzementputz später alles weg, wenn erstmal die Heizung läuft (Keller wird beheizt).
    Abdichtung ist fehlerhaft und mit dem späteren Beheizen wird die Mangelursache, die fehlerhafte Abdichtung, nicht beseitigt.

    Die Durchfeuchtung geht tricherförmig von oben nach unten. Neben dem Fenstern ist es ebenfalls stark feucht. Das könnte dafür sprechen, daß die äüßeren Fensterlaibungen nicht mit abgedichtet worden sind oder die Sockelabdichtung fehlerhaft ist.

    Welcher Lastfall liegt vor und wie wurde abgedichtet?

    Zu den Lastfällen siehe hier:

    http://www.remmers.de/html/de/s252.html
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  4. #3
    Themenstarter

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    Laut Bodengutachten wurde der Lastfall "nichtstauendes Sickerwasser" berücksichtigt und somit ein Abdichtungssystem in Verbindung mit einer Drainage angeordnet.

    Abgedichtung wie gesagt mit Bitumenanstrich und Perimeterdämmung.

    Anbei noch ein Bild vom Lichtschacht, vielleicht kannst Du darauf noch etwas erkennen.

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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Bitte neues Foto einstellen und zwar ohne Gitterrost ! Sodann ein Foto frontal auf die Hauswand, ich möchte den Haussockel sehen.

    Wo/wie entwässert die Drainage? Wurde deren Funktionsfähigkeit überprüft ?

    Wie sieht die Kellerinnenseite an den weiteren Lichtschächten aus? Bilder ? Bitte ganze Innenwände fotografieren.
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Wurde " Schlauchprobe " schon durchgeführt: Wenn die Innenwand abgetrocknet ist, Lichtschacht längere Zeit mit Schlauch bewässern. Hierbei beobachten, ob das Wasser im Lichtschacht abläuft > gegebenenfalls rechtzeitig abstellen, wenn das Wasser dort aufstaut !
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  7. #6
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    Schlauchprobe wurde noch nicht durchgeführt.

    Die Drainage entwässert über einen Sickerschacht in tiefere Sande (4.5m unter GOK), der auf 1,5m aufgekieselt ist. Dazu gibt es 4 Kontrollschächte. Ob die Funktionsfähigkeit geprüft wurde, weiss ich nicht. Hier ein Foto, wenn man von oben reinschaut:



    Hier 2 Fotos vom Lichtschacht ohne Gitterrost:





    So sieht der Sockel an 3 Hausseiten aus:



    Und so auf einer Hausseite (Folie(?) drüber):



    Hier die Innenwände in den anderen Zimmern:







    Und so sieht eine Ecke aus:



    Dazu muss man erwähnen, dass es während der Rohbauphase im Herbst sehr viel geregnet hat und anfangs alle Wände komplett nass waren. Jetzt geht die Feuchtigkeit so langsam zurück. Bei den hier dargestellten Flächen hat man aber den Eindruck, dass es nicht trockener wird. Laut Bauleiter kommt in den Ecken nicht genug Windzug an.
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  8. #7
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    Sorry, dass ich euch so mit Bildern flute, aber diese beiden aus der Bauphase könnten zur Beurteilung des Sockels noch von Interesse sein:



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  9. #8

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    - Die fehlenden äusseren Fensterbänke an den Kellerfenstern im Zusammenhang mit der geringen Anstauhöhe (<15 cm) gegenüber den Lichtschachtböden werden wohl dazu geführt haben, dass hier Wasser eindringt.

    - Wohin entwässern die Lichtschächte (an die Drainage angeschlossen? an die RW-Grundleitung angeschlossen? an Pumpensumpf angeschlossen?)?

    - Der anstehende Boden (Verfüllmaterial) ist als Drainschicht geeignet?
    Scheint mir sehr feiner Sand zu sein.
    Interessant wären auch Fotos vom Drainagerohr mit Kiespackung und Vlies.

    - Wenn ich mir die Stoss- und Lagerfugen des PB-Mauerwerks auf den Innenseiten so ansehe, tippe ich eher auf Mörtel statt Kleber.
    KMB braucht eine ziemlich ebene Oberfläche (auch an den Stössen im Eckbereich), also müssten die aussen ebenfalls glatt verfüllt gewesen sein, bevor der Aufbau der Abdichtung erfolgt ist. Foto der Ecke von aussen?
    Wurde die Schichtdicke der KMB geprüft?
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  10. #9

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    Die Dränage ist bei diesem Lastfall ohnehin Sinnlos, wie man auch sieht ist der Kontrollschacht trocken.

    Grüße aus schönebeck
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  11. #10
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    archi:

    - Die Lichtschächte sollen laut Bauleiter an die Drainage entwässern, er wollte aber noch mal den Erdbauer fragen.

    - Boden laut Ausschreibung: "Sand-Kies-Gemisch
    entsprechend der DIN zur Verfüllung von Baugruben
    mit Dränagen und schwarzen Wannen". In der Rechnung des Erdbauers lese ich jetzt "Füllsand". Hmmm, was nun?

    Fotos vom Drainagerohr existieren leider nicht.

    - Foto der Ecke siehe unten. Ich hoffe, der Bauleiter hat die Schichtdicke geprüft.

    Baust:

    Heisst, man hätte gar keine Drainage gebraucht?

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  12. #11
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    eigentlich hab ich die Lichtschächte immer auf das Mauerwerk geschraubt, dann mit der Dickbeschichtung abgedichtet, hier zu sehen auf den Dränplatten???
    Zum anderen sind die Schächte zu hoch angebracht, es gibt Aufsatzelemente dafür.
    Fehlende Fensterbank, ist doch klar das Wasser eindringt.
    Der Schacht erdeben, da läuft das Oberflächenwasser in Stöhmen rein.
    Völlig verkehrter Aufbau.
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  13. #12

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    Genau, die Dränage kann ja kein Wasser sammeln und ableiten wenn es im Baugrund versickert. Versenktes Geld.
    Diese sind wenn, dann nur bei aufstauendem Sickerwasser sinnvoll.

    Grüße aus Schönebeck
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  14. #13
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    @Baust
    sind Sie sicher was Sie da schreiben?
    Können Sie die Wasserdurchlässigkeit des Bodens tatsächlich abschätzen / feststellen - so aus der Entfernung?
    Nicht schlecht.
    Ich nämlich nicht.
    Ich weiß nicht ob dieser besser ist als 10(hoch)-4.
    Lastfall 4, "nicht stauendes Sickerwaser" ist mit Dränung - ansonsten "Bodenfeuchtigkeit"
    Also - den Einwand erst einmal streichen.

    Dann feststellen - wer evtl. für die Fehlende Abdeckung zuständig ist.
    Was sagt denn der Planer hierzu?

    Werner Haan seine Einwände beachten.
    LS sind Bauteile die in die Abdichtung mit einzubinden sind.
    LS "dürfen" auf Dränungen entwässert werden - aber nicht an diese angeschlossen werden. Das Wasser muss rückstausicher abfliessen.
    LS müssen so geplant und eingebaut werden, dass diese nicht von Tagwasser (Regen / Oberflächenwasser) in der Art gefährdet werden, dass Wasser hierin zu Schäden führen kann.

    #Bild 10
    Wenn hier nachträglich keine Gräben für die Dränleitung gezogen wurden, ist das Höhenverhältnis des Drän zur Bodenplatte eh (hoch wahrscheinlich - das Bild mag täuschen) regelwidrig.
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    ...
    Werner Haan seine Einwände beachten.
    LS sind Bauteile die in die Abdichtung mit einzubinden sind.
    ...
    In welcher Norm/ welchem Regelwerk steht das denn so??? Ich habe mir diesbezüglich einen Wolf gesucht, leider mal wieder ohne Ergebnis. Ich hatte die Frage schon mal in einem anderen Thread gestellt, leider ebenfalls ohne Ergebnis.
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  17. #15
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    Eine direkte Benennung von LS wirst Du nirgends finden.
    Hier muss die Norm so interpretiert werden, dass die Forderung wiederum logisch hervortritt.
    Dieses findet unter Bezug der Allgemeinen Forderungen aus der 18195-1/4 und besonders der 9 (Durchdringungen) statt.
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