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Auslegung Fußbodenheizung Bad

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  1. #1

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    Auslegung Fußbodenheizung Bad

    In unserem im letzten Jahr gebauten Niedrigenergiehaus (KfW55) gibt es einige Probleme mit der Fußbodenheizung. Z.B.: Das Bad wird nicht warm genug.
    In unserem Energieeinsparnachweis nach EnEV 2007 ist die Anlagentechnik so beschrieben, dass die Fußbodenheizung mit einem maximalen Vor- und Rücklauf von 35/28 Grad arbeiten soll. Natürlich bin ich davon ausgegangen, dass diese Temperaturen in der Heizlastberechnung zugrunde gelegt werden. Leider musste ich im Nachhinein feststellen, dass die Heizlastberechnung jedoch mit einem Vor- und Rücklauf von 40/24 Grad erstellt worden ist. Hier wollte unsere Heizungsfirma wohl Geld sparen. (Durfte sie dies? Die EnEV war Vertragsbestandteil.) Unsere Erdwärmepumpe wurde dann so eingestellt, dass sie mit einem Vorlauf von 35 Grad bei -10 Grad Außentemperatur arbeitet. Auf diese Weise wurde allerdings vor allem das Bad nicht warm genug, denn eine DIN-Norm (Welche?) schreibt vor, dass das Bad 24 Grad erreichen muss, wenn die anderen Räume auf 20 Grad beheizt werden. Bei uns waren es allerdings nur 21 Grad bei einer Temperatur von 20 Grad in den Nachbarräumen. Jetzt hat man mit einer Hochleistungseffizienzpumpe nachgebessert, in vielen Räumen ist es jetzt zu warm, doch das Hauptproblem bleibt. Unser Badezimmer wird nur etwa 1 Grad wärmer als die Nachbarräume. Welche Möglichkeiten habe ich gegenüber unserer Baufirma? Habe ich das Recht zu verlangen, dass im Bad ausreichend Heizleistung installiert wird (Wegen des Niedrigenergiestandards und davon abhängigen Fördergeldern kann kein elektrischer Heizstab installiert werden.). Dazu müsste beispielsweise eine Wandheizung o.ä. installiert werden (Kostenpunkt € 5.000,- schätze ich, da das Bad komplett fertiggestellt ist.). Was sollte ich von der Heizungsfirma einfordern?
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  2. Auslegung Fußbodenheizung Bad

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  3. #2

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    EnEV und Heizlastermittlung sind 2 völlig unterschiedliche Paar Stiefel.

    Die in der Heizlastermittlung nach EN12831 ausgewiesene Heizlast muss durch die Heizfläche bei den vereinbarten Bedingungen erbracht werden. Also stellt sich die Frage, was war vereinbart? Was in der EnEV steht ist da zweitrangig, denn dort werden normierte Bedingungen angesetzt die mit der Praxis nicht viel gemeinsam haben.

    Mir ist kaum ein Fall bekannt wo ein Badezimmer ausschließlich durch die FBH auf Solltemperatur gebracht werden könnte, schon garnicht wenn diese RT mit 24°C festgelegt wurde.

    Zitat Zitat von gruebler262
    Jetzt hat man mit einer Hochleistungseffizienzpumpe nachgebessert, in vielen Räumen ist es jetzt zu warm, doch das Hauptproblem bleibt.
    Wenn man schon an der Pumpe dreht, müssten auch die Heizkreise neu abgeglichen werden. Stichwort: Hydraulischer Abgleich.
    d.h. die Heizkreise der restlichen Räume müssen eingedrosselt werden.

    Dadurch ist das Problem der zu geringen Badtemperatur aber nicht lösbar, denn im Bad fehlt einfach die notwendige Heizfläche. Man könnte nun unsinnigerweise die VL Temperatur anheben, mit dem Nachteil, dass die Oberflächentemperatur des Boden unangenehm warm wird. Zudem würde nur wegen dem Badezimmer im ganzen Haus eine unnötig hohe Vorlauftemperatur gefahren.

    Fazit: Da helfen nur zusätzliche Heizflächen. Wandheizung /-körper, Gebläsekonvektor oder notfalls ein IR-Paneel.

    Ach ja, 40/24 ist sehr unwahrscheinlich. Du meinst wohl 40/35/24. Das ist für eine Auslegung zwar nicht der Brüller, wenn aber andere Temperaturen nicht explizit vereinbart waren......

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Avatar von OldBo
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Ach ja, 40/24 ist sehr unwahrscheinlich. Du meinst wohl 40/35/24. Das ist für eine Auslegung zwar nicht der Brüller, wenn aber andere Temperaturen nicht explizit vereinbart waren......
    ... und hat auch nichts mit der Heizlastberechnung zu tun, sondern mit der Heizflächenauslegung bzw. Rohrnetzberechnung.

    Gruß

    Bruno Bosy
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  5. #4
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    Danke für die differenzierten Antworten.

    Ich habe die EnEV nur erwähnt, weil diese Teil des Bauvertrages geworden ist und dort die Anlagentechnik (siehe Anhang) unserer Heizungs- und Lüftungsanlage beschrieben wird.
    Meine Frage ist, wie verbindlich diese Angaben als Vertragsbestandteil sind.

    Ich ging davon aus, dass z.B. die Werte 35/28 Grad Auslegungstemperatur Grundlage für die Heizlastberechnung sind. Unsere Heizungsfirma scheint zu meinen, dass es genügt, wenn diese Werte auf dem Display unserer Wärmepumpe erscheinen.

    Gibt es diesbezüglich eindeutige Regeln?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von gruebler262 Beitrag anzeigen
    ...denn eine DIN-Norm (Welche?) schreibt vor, dass das Bad 24 Grad erreichen muss, wenn die anderen Räume auf 20 Grad beheizt werden. ...
    Ja richtig, welche DIN?
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  7. #6
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    Ja richtig, welche DIN?
    Es war wohl ein Gerücht, das ich da aufgeschnappt habe. Anderswo habe ich gelesen, dass es dazu ein Oberlandesgerichtsurteil geben soll.
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  8. #7

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    Die DIN EN12831 gibt Richtwerte für die Norm-Innentemperaturen an. Für ein Badezimmer beispielsweise 24°C. Die max. Oberflächentemperatur des Fußbodens ergibt sich dann aus der 1264-1 zu 33°C.

    Je nach Aufbau der FBH ist dafür eine mittl. Heizwassertemp. von 40°C bei 5K Spreizung erforderlich. So eine FBH liefert dann grob 100W/m2. Ob das ausreicht um die 24°C zu erreichen, steht auf einem anderen Blatt (vgl. Heizlast).

    Bei der FBH Dimensionierung zieht man den schlechtesten Raum als Referenz heran und dimensioniert nach dessen spez., Heizlast die notwendigen Temperaturen. Ein Badezimmer lässt man außen vor, weil man dort von zusätzlichen Heizflächen ausgeht.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8

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    Wir hatten den ganzen Winter über eine Vl von 31°C.
    Im Bad haben wir eine Temperaur von 22°C eingestellt,
    die auch immer gehalten wurde. Die Wände haben eine U-Wert von 0,21.
    Beheizte Fläche 5m² (Dusche und Badewanne ausgespart)
    Außenwand ist 2,8*2,4m² davon ein Fenster mit 1,2*1,4.
    Da ich schon von dem Problem mit den zu kalten Bädern bei Fußbodenheizung gehört hatte, haben wir 3fach Verglasung im Bad.
    Wenn das Verhältnis Fensterfläche/Außenwandfläche so groß ist, spielt es keine Rolle, wie der U-Wert der Wand ist. Der Wärme verläßt das Bad durch's geschlossene Fenster.
    Wäre ein besseres Fenster eine Lösung?
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  10. #9

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    Zitat Zitat von kehd Beitrag anzeigen
    Wäre ein besseres Fenster eine Lösung?
    U-Wert 1,1 zu 0,7 macht eine Differenz von 0,4W/m2K, bei einem Badezimmer von etwas mehr als 1qm also grob 20W die man an der Heizlast einsparen könnte.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
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    Wäre ein besseres Fenster eine Lösung?
    Wir haben bereits dreifach verglaste Fenster mit einem U-Wert von 1,0. Unsere Wände haben einen Wert von 0,17.

    Da sehe ich wenig Spielraum.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    bei einem Badezimmer von etwas mehr als 1qm
    Das sollte natürlich heissen, bei einem Badezimmerfenster von etwas mehr als 1qm.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12
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    Unser Bad ist übrigens 7,6 qm groß und hat eine Badewanne ca 1,5qm sowie eine Dusche 1 qm, so dass ca 5qm Fußbodenheizungsfläche verbleiben. Auf dieser Fläche sollen laut Verlegeplanung ein Heizkreis mit einer Länge von 57,8 m verlegt worden sein.
    Der geplante Abstand der Leitungen soll 10 cm betragen.

    Geht das? Hört sich das plausibel an?
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  14. #13

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    Welche Fächer unterrichten Sie doch gleich?

    Fünf Meter mal zehn Rohrlängen (Das ist die Anzahl bei zehn Zentimeter Abstand) ergibt fünfzig Meter. Dazu kommen noch ein paar Meter Anbindeleitung. Passt.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Das mit den 58m auf 5m² kommt hin.
    Wie die Wärme in den Raum kommt wissen wir jetzt.
    Wo verläßt sie denn den Raum?
    Durch Wände, bei denen auf der anderen Seite 20°C sind wohl eher weniger.
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  17. #15
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    Zitat Zitat von kehd Beitrag anzeigen
    Das mit den 58m auf 5m² kommt hin.
    Wie die Wärme in den Raum kommt wissen wir jetzt.
    Wo verläßt sie denn den Raum?
    Durch Wände, bei denen auf der anderen Seite 20°C sind wohl eher weniger.
    Die Außenwand (Nordwand) ist 2,78 m breit und 2,55 m hoch. Der U-Wert der Außenwände liegt bei 0,17.

    Außerdem gibt es noch einen Standardhandtuchheizkörper im Bad (60 cm breit, 160 cm hoch).

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