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Abfluß vom Badezimmer über das Fallrohr der Dachrinne

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  1. #1

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    Abfluß vom Badezimmer über das Fallrohr der Dachrinne

    Mir ist eines klar: Würde heute sicher kein Mensch mehr machen, sowas.
    Auch die mit KVA beauftragten Sanitärfirmen schüttelten nur den Kopf und von "geht gar nicht" bis "nicht optimal, aber lösbar" lauten die Beurteilungen.

    Allerdings ist in den Originalplänen von 1915 zu sehen, dass es schon immer so gelöst war: Die Abwässer des Badezimmers (und auch unseres neuen Badezimmers) werden über ein kleines Verbindungsrohr ins Fallrohr der Dachrinne und weiter in die Kanalisation geleitet.
    Wichtig dabei vielleicht: Es geht nur ums Abwasser der Dusche und des Waschbeckens NICHT um Fäkalien.
    Das hat zumindest mal 95 Jahre lang funktioniert. Wie gut, weiß ich natürlich nicht...

    Falls das weiterhin so gehandhabt werden muss: Hat da jemand Erfahrungen mit? Wie sollte das realisiert werden?
    Gibt es evtl. tatsächlich Probleme mit Zufrieren im Winter (der Architekt sprach allen Ernstes davon, dass man das Rohr beheizen könne/solle).
    Könnte es Schwierigkeiten damit geben, dass wir eine Überschwemmung bekommen, wenn es regnet und das Rohr verstopft ist? (evtl.ein Rückschlagventil einbauen?)

    Bin für jeden Tipp und jede Erfahrung dankbar.
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  2. Abfluß vom Badezimmer über das Fallrohr der Dachrinne

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  3. #2

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    wenn es bis jetzt so funktioniert hat und es wirklich keine andere alternative gibt an einen abflussstrang zu kommen -wieso nicht...natürlich ist das nicht die optimale lösung.wenn die leitung beheizt werden soll,dann sollte aber das ganze Fallrohr beheitzt werden.Ich würde es mal 1-2 winter versuchen und wenn etwas einfriert dann eine begleitheizung anbringen.solange das wasser aber genug gefälle von deinem bad zum Fallrohr hat, dürfte nichts passieren
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  4. #3

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    Zitat Zitat von feuerbacher Beitrag anzeigen
    Gibt es evtl. tatsächlich Probleme mit Zufrieren im Winter (der Architekt sprach allen Ernstes davon, dass man das Rohr beheizen könne/solle).
    Für Abwasserleitungen generell kann ich Deine Frage nicht beantworten, aber:

    1. Abwasserleitungen vor der Fassade kenne ich nur aus Gegenden, in denen es auch im Winter nur selten und oder kurze Zeit Außentemperaturen unter 0°C hat: GB und rund ums Mittelmeer.

    2. Wurde ich im Rahmen der Leistungsphase 9 in diesem Winter zu zwei von imir betreuten Objekten gerufen, an welchen nach mehreren Wochen mit Dauerfrost bei Flachdach oder der Fassade Undichtigkeiten vermutet wurden und sich in beiden Fällen ein außenliegendes Regenfallrohr als komplett zugefroren und damit "zu" herausstellte. Außerdem geisterten zahlreiche Fotos gigantischer Eiszapfen an Fallrohren durch die hiesige Lokalpresse.

    Seither weiß ich, dass in Norddeutschland Regenfallrohre in strengen Wintern tatsächlich zufrieren können.
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  5. #4

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    Das ist ne grenzwertige Notlösung, die man aber früher öfters mal so gemacht hat (natürlich nur in Gebieten mit Mischkanalisation).
    Gibt aber hier in der Stadt bis heute Häuser, wo das so funktioniert (und zwar unbeheizt).

    War an meinem Haus mit einer Küchenspüle im 1.OG auch so gelöst, das hab ich aber im Rahmen der Erneuerung der Sanitärinstallation ändern lassen. Es wurde innen ein neues Fallrohr eingezogen, die Verbindung liegt jetzt vor dem Haus in der Erde.

    Wenn Euer Bad neu gemacht wird, würde ich versuchen, das bei der Gelegenheit zu ändern.
    Ist denn z.B. das Fallrohr fürs WC nicht erreichbar?
    Was ist unter dem Badezimmer?
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Wenn Euer Bad neu gemacht wird, würde ich versuchen, das bei der Gelegenheit zu ändern.
    Ist denn z.B. das Fallrohr fürs WC nicht erreichbar?
    Was ist unter dem Badezimmer?
    Das ganze Haus mit drei Parteien wird von Grund auf saniert. Unsere Wohnung ist im 2.OG.
    Früher waren das mal 2 kleine Wohnungen, aus denen wir jetzt eine machen.

    Das Problem daher: Die Nassbereiche und Klos unserer "Wohnung 2" und der beiden darunter liegenden Parteien und damit auch das im Haus laufende Abflußrohr sind auf der genau gegenüberliegenden Seite des Hauses.
    Die könnte man nur erreichen, wenn man unser Abwasserrohr auch durch die unter uns liegende Wohnung führen und dort ins Abwasserrohr einleiten würde.
    Der Käufer der Wohnung unter uns ist der Lösung natürlich nicht wirklich zugetan. (Wäre ich an dessen Stelle ja auch nicht.)

    Unter unserem Bad befindet sich sein Wohnzimmer.

    könnte man denn evtl. ein dünnes Abflußrohr mit kräftig Isolierung in ein Rohr mit dem Durchmesser des Fallrohres legen, so dass die derzeitige Optik beibehalten wird? (Wegen des Denkmalschutzes). Oder bringt das nicht viel?
    das Regenwasser könnt man dann an anderer Stelle abfließen lassen.

    Danke euch schon mal allen für die Antworten!
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  7. #6

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    Zitat Zitat von feuerbacher Beitrag anzeigen
    Die Nassbereiche und Klos unserer "Wohnung 2" und der beiden darunter liegenden Parteien und damit auch das im Haus laufende Abflußrohr sind auf der genau gegenüberliegenden Seite des Hauses. Die könnte man nur erreichen, wenn man unser Abwasserrohr auch durch die unter uns liegende Wohnung führen und dort ins Abwasserrohr einleiten würde.
    Alternativvorschlag: Abwasser im Bad in einer fäkalienfesten Kleinhebeanlage sammeln und innerhalb Eurer Wohnung in einer Druckleitung entlang von Wänden bis zum Fallrohr der Wohnung unter Euch führen. Im ungünstigsten Fall verläuft die Druckleitung bei Euch an der Decke, versteckt hinter einer Abkofferung oder einer Abhangdecke.
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  8. #7
    Avatar von OldBo
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    Warum wird hier um die Sache herumgeredet. Abwasser hat nichts im Regenwasser zu suchen (ausgenommen in Abwassermischsystemen).Und vor allen Dingen nicht an der Außenwand. Durch die neuen Techniken gibt es andere Möglichkeiten (Hebeanlage) und dann muss es auch gemacht werden. Punkt.

    Auf jeden Fall wäre diese Lösung günstiger gegenüber einer Dachrinnenheizung.

    Gruß

    Bruno Bosy

    PS: Oder soll es dann so aussehen?



    Gruß

    Bruno Bosy
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  10. #8

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    Ich glaube nicht, das diese Leitung so schnell zufiert, denn das Tauwasser was im Winter ins Fallrohr läuft hat nahe 0°C und friert daher schnell fest. Das relativ warme Duschwasser ist da ne ganz andere Geschichte. Außerdem könnte man die Rohre trennen, dann liefen eben nur 2 Rohre nach unten und das eine könnte man noch isolieren. Eine hebeanlage ist auch nciht gerade leise und die "braune Schlange" möchte ich auch nicht unbedingt über meinem Kopf kriechen haben.
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  11. #9
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    Wie gesagt: Fäkalien müssen über das Rohr nicht abgeleitet werden!
    Nur das Abwasser von Dusche und Waschbecken.

    Morgen kommt noch mal ein Installateur ins Haus, mal sehen, was er noch für Ideen hat. Werde ihn aber auf jeden Fall mal auf die Möglichkeit des Einbaus einer Hebeanlage ansprechen.

    @OldBo: Nö. Moderne Kunst möchten wir eher nicht an unserer Außenwand installieren lassen.
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