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Nachträglicher Schallschutz zum Nachbarhaus

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  1. #1

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    Nachträglicher Schallschutz zum Nachbarhaus

    Hallo,

    wir sind seit kurzem Besitzer eines Reiheneckhauses aus den 80er Jahren. Über das Wochenende haben wir mit Renovierungsarbeiten zugebracht und dabei ist mir etwas unerfreuliches aufgefallen:
    Im Nachbarhaus hatte ein Bewohner recht basslastige Musik aufgelegt. Das Ergebnis war, dass es im direkt angrenzenden Zimmer in unserem Haus gedröhnt hat ohne Ende. Höhen waren gar nicht zu hören, dafür hat der Bass gescheppert, dass es eine wahre Pracht war. Seltsamerweise konnte man im Nebenraum (Flur) davon praktisch nichts mehr höhren.
    Ich hatte dann das Fenster geöffnet und gehört, dass es "normale" Musik war, die der Nachbar in seinem Zimmer aufgedreht hatte. Zuerst dachte ich, da übt jemand Schlagzeug und Bass. Aber draußen konnte man dann auch den Rest des Liedes hören.
    Meine Frage nun: was kann man gegen dieses Dröhnen nachträglich tun? Eigentlich sollte das Zimmer als Kinderzimmer genutzt werden. Das kann man aber total vergessen bei diesem Scheppern.
    Die Trennwände der Häuser bestehen laut Bauzeichnung aus jeweils 10cm Beton mit dazwischenliegendem 2 cm "Irgendwas" (ist in der Bauzeichnung nicht genauer spezifiziert) und ist als "Brand- und Schallschutzwand" deklariert.
    Danke für die Tipps.
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  2. Nachträglicher Schallschutz zum Nachbarhaus

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  3. #2

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    Zitat Zitat von githero Beitrag anzeigen
    Meine Frage nun: was kann man gegen dieses Dröhnen nachträglich tun?
    Das Haus verkaufen?

    Die tieffrequenten Töne werden vermutlich. über die Wände übertragen. Es wäre denkbar, dass zwischen den beiden Wänden irgendwo eine Verbindung besteht die diesen Schall überträgt.

    Evtl. stehen auch im Nachbarhaus die Boxen sehr nah an der Wand oder sind sogar an der Wand montiert.

    Den Ausbreitungsweg zu finden ist nicht einfach, und selbst wenn man den Weg gefunden hat, stellt sich noch immer die Frage, wie die Ursache beseitigt werden kann. Die üblichen Verdächtigen (Vorsatzschale o.ä.) sind bei tiefen Frequenzen nur bedingt tauglich.

    Zitat Zitat von githero Beitrag anzeigen
    Seltsamerweise konnte man im Nebenraum (Flur) davon praktisch nichts mehr höhren.
    Hat das Zimmer auch noch eine Außenwand? Evtl. gemeinsame Außenwand mit dem Nachbarhaus?

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Die tieffrequenten Töne werden vermutlich. über die Wände übertragen. Es wäre denkbar, dass zwischen den beiden Wänden irgendwo eine Verbindung besteht die diesen Schall überträgt.
    Den Ausbreitungsweg zu finden ist nicht einfach, und selbst wenn man den Weg gefunden hat, stellt sich noch immer die Frage, wie die Ursache beseitigt werden kann. Die üblichen Verdächtigen (Vorsatzschale o.ä.) sind bei tiefen Frequenzen nur bedingt tauglich.
    Hat das Zimmer auch noch eine Außenwand? Evtl. gemeinsame Außenwand mit dem Nachbarhaus?

    Gruß
    Ralf
    Hm, also nützt mir eine zusätzliche Vorsatzschale in dem Zimmer eigentlich kaum was?
    Ja, das Zimmer hat eine Außenwand. Wenn Du sagst, dass es evtl darüber übertragen werden könnte, habe ich da einen Verdacht. Zwischen den Gebäuden ist "aus Zierde" ein Betonsockel angebracht, der die "Trennlinie" (mir fällt gerade kein besserer Begriff ein) zwischen den Häusern überdeckt. Dir ist irgendwie im Mauerwerk verankert. Denkbar wäre nun, dass darüber eine Verbindung zwischen den beiden Häusern hergestellt wird, über die sich der Schall überträgt. Oder ist das eher unwahrscheinlich?
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  5. #4

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    Zitat Zitat von githero Beitrag anzeigen
    Denkbar wäre nun, dass darüber eine Verbindung zwischen den beiden Häusern hergestellt wird, über die sich der Schall überträgt. Oder ist das eher unwahrscheinlich?
    Denkbar ist fast alles.

    Was mich am meisten stutzig macht ist, dass der Effekt anscheinend nur in diesem Raum auftritt.

    Gruß
    Ralf
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