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  1. #1

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    Dimensionierung

    Hallo,

    ich hoffe, dass mir jemand hier Richtwerte oder Tipps geben kann.

    Ich plane eine Erdwärme Heizungsanlage mit Bohrung.

    Rausgefunden habe ich, dass der Boden 46 W/m abgibt.

    Wie berechne ich nun die benötigte Heizlast für ein neu zu bauendes Einfamilienhaus KFW 70 Standard, mit einer Wohn/Nutzfläche von 140 qm aus? Das Haus soll mit FBH erwärmt werden. Wieviel KW sollte die Anlage haben? Zusätzlich zum heizen soll natürlich das Warmwasser auch hierüber laufen.
    Gibt´s da irgendwie Orientierungsrechnungen? Ich möchte nicht nacher mit zu wenig Heizlast dastehen.

    Ist das Richtig, wenn ich von 7 KW ausgehe (keinen Plan ob das passt), dass ich dann 7000 kw:46 w/m= 152 m tief bohren lassen muss? In der Kalkulation vom Hausanbieter ist nur eine Bohrung von 80 m veranschlagt.

    Ich hoffe mir kann jemand helfen.
    DANKE
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  2. Dimensionierung

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  3. #2

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    Zitat Zitat von TURK Beitrag anzeigen
    Wie berechne ich nun die benötigte Heizlast für ein neu zu bauendes Einfamilienhaus KFW 70 Standard, mit einer Wohn/Nutzfläche von 140 qm aus?
    Ganz einfach, EN12831.

    Oder jemanden beauftragen der sich damit auskennt.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Ich habe vor einigen Jahrzehnten bei dieser Wohnfläche und den damaligen Werkstoffen gebaut und eine Heizleistung von 7 kW gebraucht als es mehrere Tage draußen minus 25 Grad in der Nacht hatte.

    Also mit den heutigen Fenstern und sonstigen Materialien muß man da mit weniger auskommen. sonst braucht man nicht neu zu bauen sondern kann einen Altbau nehmen.

    pauline
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  5. #4

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    Sorry Pauline, aber was Du mal in einem Haus "gebraucht" hast hilft dem Fragesteller nicht wirklich.

    7kW können passen, oder auch nicht. Wer schon viel Geld in eine Heizungsanlage investiert, sollte sich belastbares Zahlenmaterial beschaffen.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke für eure Antworten.

    R.B. Klar brauche ich belastbares Zahlenmaterial. Aber die kriege ich nicht.
    Ich möchte halt nur verhindern, dass mein Generalübernehmer eine zu niedrige Heizung kalkuliert und mir anbietet.
    Ich bin einer, der immer so nen bisschen nachrechnen kann. Gibt´s denn keine Richtwerte irgendwo, ohne dass man schon wieder paar hunder Euros investiert?
    Ich meine KfW 70 Haus ist eine Standardangabe. Da müssten die Werte ja in einem vergleichbaren Rahmen sein. Die Größe des Hauses ist 140 qm...da muss man doch was überschlagen können.
    Ich möchte halt die Bohrtiefe abschätzen können. Und wenn ich den Wert 46 W/m habe für den Boden müsste man doch irgendwie bisschen rechnen können.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von TURK Beitrag anzeigen
    Ich möchte halt nur verhindern, dass mein Generalübernehmer eine zu niedrige Heizung kalkuliert und mir anbietet.
    Ich bin einer, der immer so nen bisschen nachrechnen kann. Gibt´s denn keine Richtwerte irgendwo, ohne dass man schon wieder paar hunder Euros investiert?
    Eine vernünftige Berechnung wirst Du weder hier noch irgendwo anders kostenlos bekommen, weil dafür u.a. die Wärmedurchgänge sämtlicher Gebäudehüllflächen ermittelt werden müssten und das ist Arbeit. Du willst das Ergebnis dieser Berechnung haben, aber dafür nicht bezahlen. Die Heizungsanlage ist meist nach dem Rohbau und neben den Fenstern eines der teuersten Einzelbauteile bei Deinem Haus. Und wenn schon, dann hast Du hierbei richtige Probleme.
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  8. #7
    Baufuchs
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    @Turk

    Zitat Zitat von Turk
    dass mein Generalübernehmer
    Wenn Du mit demjenigen dein Haus bauen willst, der mal im Gespräch war, dann hast du keinen Generalübernehmer. Dann gibt es Einzelverträge mit den Handwerkern.

    Und wenn es ein Generalübernehmer ist, dann lass den doch rechnen. Kannst ja dann prüfen (lassen).
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  9. #8
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    Wenn Du mit demjenigen dein Haus bauen willst, der mal im Gespräch war, dann hast du keinen Generalübernehmer. Dann gibt es Einzelverträge mit den Handwerkern.

    Und wenn es ein Generalübernehmer ist, dann lass den doch rechnen. Kannst ja dann prüfen (lassen).
    Nein, du hast Recht. Ist immer noch der Gleiche. Wusste aber nicht wie ich das hier ausdrücken soll.

    Wie auch immer. Wenn ich das mal überschlägig rechne komme ich auf 163 m. Und das scheint mir irgendwie nicht richtig zu sein.

    Nämlich mal angenommen ich brauche 7,5 KW....und der Boden hat eine Entzugsleistung von 46 W/m...dann brauche ich eine 163 m tiefe Bohrung? Oder halt 2 x 82 m?

    Ich will halt nur bevor es los geh entscheiden können, ob ich wirklich eine Erdwärmeheizung einbauen lassen möchte....denn wenn ich wirklich 163 m tief bohren lassen muss, dann rentiert sich das nicht mehr.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von TURK Beitrag anzeigen
    Ich meine KfW 70 Haus ist eine Standardangabe.
    Aber leider keine Standardangabe zur Heizlast.

    Ich sag´s mal so. Die Heizlast kann 9kW betragen oder auch nur 5kW, je nachdem wie das KfW70 schöngerechnet wurde.
    Für Dich bedeutet das jedoch den Unterschied zwischen 100m Bohrtiefe oder 180m Bohrtiefe (bzw. 2 Bohrungen zu je 90m). Unter´m Strich also einige Tausend Euro.
    Auch die Auswahl ob 5kW WP oder 9kW WP macht ein paar Euro aus.

    Im besten Fall hast Du nur unnötig Geld versenkt und eine überdimensionierte Heizung, im schlimmsten Fall wird´s im Winter kalt in der Bude.

    Warum das Risiko eingehen? Lass Dir vom Planer oder den beauftragten Fachunternehmen eine Heizlastermittlung erstellen, oder Du gibst dies extern in Auftrag.
    Natürlich kostet das ein paar Euro, ist aber allemal billiger als das o.g. Risiko.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10

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    Zitat Zitat von TURK Beitrag anzeigen
    ....denn wenn ich wirklich 163 m tief bohren lassen muss, dann rentiert sich das nicht mehr.
    Dann lass´ Dir parallel einen Flächenkollektor rechnen. Ist ausreichend Grundstück vorhanden, dann wird das kostengünstiger.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11
    Themenstarter

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    Leider ist das Grundstück zu klein dafür.

    Aber die Rechnung stimmt doch so oder? Ohne jetzt die wirkliche Heizlast zu kennen.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von TURK Beitrag anzeigen
    Leider ist das Grundstück zu klein dafür.

    Aber die Rechnung stimmt doch so oder? Ohne jetzt die wirkliche Heizlast zu kennen.
    Keine Ahnung ob Deine Rechnung stimmt. Ich werde mich davor hüten hierzu eine Aussage zu machen, denn es fehlen alle notwendigen Details. d.h. ich liege dann mit größter Wahrscheinlichkeit völlig daneben.

    Erfahrungsgemäß ist es so, je niedriger die Heizlast, um so schwieriger wird es hohe Investitionskosten zu amortisieren.

    Mach einfach 2 Tabellen, oben die Investitionskosten und darunter dann die zu erwartenden Verbrauchskosten. Dann kannst Du beide Spalten miteinander vergleichen.

    Gruß
    Ralf
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  15. #13
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    Nö die Rechnung stimmt nicht.
    Die Zusammenhänge und Abhängigkeiten sind etwas komplexer.
    Gebäude hat eine Heizlast. Daraus ergibt sich eine Jahrenheizarbeit.
    In Abhängigkeit der WP-Dimensionierung ergeben sich zu erwartende Jahreslaufzeiten.
    Aus den zu erwartenden Laufzeiten der WP ergibt sich eine Dimensinierungsvorgabe für die Sonde bei der wiederum die Kälteleistung der WP einfließt ...
    Die Entzugsleistung einer Sonde sieht bei 1800 Std/a anders aus als bei 2400 Std/a.

    Wenn nun die Basis nicht bekannt ist ist der Rest einfach nur Makulatur.

    Die ganzen Richtwerte (und auch I-nett Schei**hausparolen) dienen nur zur gaaaaanz groben Plausibilitätsprüfung - vergleichbar der Frage Person 175 cm groß, 70 Kilo .. welche Schuhgröße kommt in Frage ?
    Durchschnittlich vielleicht Größe 40 .... das nutzt aber dem der 37 oder 43 hat nicht wirklich .... oder ? (und wir liegen hier ja *blos* 3 Nümmerchen daneben ... ist doch kleiner 15% kann doch soooo schlimm nicht sein)

    80 m Bohrung erscheint auf den ersten Blick etwas knäpplich ... aber das Umfeld ist unbekannt ...

    Gruß
    Achim Kaiser
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  16. #14

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    Idee Heizlast

    Zitat Zitat von TURK Beitrag anzeigen
    Klar brauche ich belastbares Zahlenmaterial. Aber die kriege ich nicht.
    Welche Zahlen bekommst Du nicht?
    Lass dir die Heizlastberechnung EN12831 aushändigen! Oder will er überhaupt nicht rechnen?

    Dazu muss das Haus auf dem Papier allerdings fertig sein.
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