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  1. #1

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    Frage Feuchter Haussockel

    Hallo,
    gegen Ende unserer 5J-Garantie haben wir einen feuchten Haussockel bei unserem BT reklamieren müssen und nachdem es eine Begehung gab, würde ich das Ergebnis gerne zur Diskussion stellen.

    Problem:
    Im Lichtschacht finden sich deutliche Ausblühungen infolge von Feuchtigkeit. Außerdem zeigt sich auch teilweise Feuchtigkeit im Sockel. An einer Stelle führt dies zu leichter Blasenbildung.

    Alle Reihenhäuser des gleichen Bauabschnittes haben das gleiche Problem, andere Bauabschnitte (vorherige und spätere) sind nicht davon betroffen.

    Nach übereinstimmender Meinung von mir und dem BT kommt die Feuchtigkeit durch Erdberührung des Putzes (innerhalb des Hauses gibt es kein Feuchtigkeitsproblem). Der Putz selbst soll "StoFlexyl" sein und wäre damit eigentlich korrekt (...oder?). Eine Noppenfolie oder ähnliches als Trennschicht zwischen Putz und Erde gibt es nicht. Die Erde ist im Zweifel eher lehmhaltig (auch wenn unser BT dies anzweifelt...).

    Lösungsvorschlag des BT:
    Es wird kurz über dem Erdreich ein Schlitz in den Verputz gesägt/geschliffen und so das weitere Aufsteigen der Feuchtigkeit verhindert. Außerdem soll ein Kiesbett an der Hauswand entlang einen Streifen von Gehwegplatten ersetzen.

    Meine Fragen:
    - ist das die korrekte Vorgehensweise?
    - Warum zeigt StoFlexyl - welches laut Datenblatt auch gegen Erdreich abdichtet - Ausblühungen?
    - Führen Ausblühungen nicht zu einer chemischen Veränderung des Putzes und damit zu einer reduzierten Haltbarkeit?

    Danke vorab für Euere Rückmeldungen
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  2. Feuchter Haussockel

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  3. #2
    Avatar von micha2412
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    Lösungsvorschlag des BT:
    Es wird kurz über dem Erdreich ein Schlitz in den Verputz gesägt/geschliffen und so das weitere Aufsteigen der Feuchtigkeit verhindert. Außerdem soll ein Kiesbett an der Hauswand entlang einen Streifen von Gehwegplatten ersetzen.

    Hallo,

    mit dem Schlitz im Putz wäre ich nicht einverstanden. Ich kenne diese Methode nur bei Problemen im Innenraum. Eine "Freilegung" des Mauerwerks im Außenbereich kann nicht die Lösung sein und meiner Ansicht nach das Problem nur verschlimmern. (Schlagregen etc.)
    Das Kiesbett an der Wand ist auf jeden Fall auszuführen -> Spritzwasserschutz! Ist eigentlich Standart !

    Eine andere Frage: Ist der Raum hinter dem Lichtschacht als Waschraum deklariert? Fenster oft auf "Kippe" ?

    Ausblühungen beeinträchtigen nicht unbedingt die Haltbarkeit des Putzes! Wenn der weiße Flaum TROCKEN ! abgefegt wird, evtl. öfters, ist das Problem beseitigt! ( bei Salzkristallen)
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,
    ich hatte den BT so verstanden, daß der Schlitz nur durch den Putz geht. Also max. 5mm. Hinter dem Putz sind dann noch ca. 10cm Isolierung. Von daher sah ich dies nicht so kritisch. Mir ist nur nicht so recht, daß hier an Symptomen und nicht an Ursachen (welche auch immer...) gearbeitet wird.

    Das Kellerfenster steht hier tatsächlich immer offen und ich will kondensierende Luft nicht auschließen. Unklar ist mir dabei aber, ob dies der alleinige Grund für die Ausblühungen im Lichtschacht ist.

    Daher hier diesbzgl. noch eine Theroie zur Diskussion:
    Die Kellerwand ist nicht nur innerhalb der Lichtschächte mit StoFlexyl verputzt, sondern der Putz reicht auch ca. 20cm um den Lichtschacht herum (erst wird großzügig verputzt und dann der Lichtschacht montiert). Dieser überstehende Rand steht nun in Kontakt mit Erdreich (nach meiner Meinung lehmhaltig, aufstauendes Sickerwasser). Kann es nun sein, daß der Putz nun per Kapillarwirkung die Erdfeuchte in den Lichtschacht transportiert und diese dort zu Ausblühungen führt? Oder ist dieser Putz so gut, daß dies nicht passieren kann? (dann würde ich nur noch kondensierende Innenraumluft als Ursache sehen).

    Diese Theorie bezieht sich aus meiner Sicht aber nur auf die Feuchtigkeit in den Lichtschächten. Oder kann dies auch die Ursache des Schadensbildes aus 'Sockel_1.jpg' (erstes Sockelbild meines ersten Postings) sein?
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  5. #4
    Avatar von micha2412
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    Demnach: www.sto.com/webdocs/0204/a_zi/ZI_Flexyl.pdf

    wohl auch gegen Druckwasser geeignet! ( hoffe der Link ist erlaubt hier?)
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