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Innen- oder Außenabdichtung

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  1. #1

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    Innen- oder Außenabdichtung

    Hallo Foris,
    wir wollen das Abenteuer Kellerabdichtung in Angriff nehmen und hatten jemanden von einer entsprechenden Fachfirma hier. Jetzt liegen mir zwei Angebote vor. Einmal für die Außenabdichtung, die ich bisher immer für die einzig sinnvolle hielt und einmal für eine Innenabdichtung. Der preisliche Unterschied von rund 10.000 € spricht eindeutig für die Innenabdichtung. Aber ist man damit wirklich gut beraten?

    Uns wurde erklärt, dass das Wasser in der Wand selbst ja nicht das Mauerwerk schädigt, sondern die kristallisierten Salze. Die Salze sind zwar im Wasser und somit auch im Mauerwerk vorhanden, sie kristallisieren aber erst wenn das Wasser an der innenliegenden Kellerwand verdunstet. In gelöster Form schaden sie nicht. Also wird die Wand so dicht gemacht, dass nichts nach innen verdunsten kann.

    Wenn auch immer noch mit einer gewissen Skepsis behaftet, hörte sich das für mich irgendwie logisch an.

    Wie ist Eure Meinung dazu?

    Vielleicht noch ein paar Randinfos:
    Wir wohnen mitten im Marschgebiet. Den Grundwasserspiegel kann ich nicht genau sagen. Nach Regenwetter steht das Wasser aber oberhalb der Grasnabe und wenn man mal ein Stück (ca 40 cm) im Sommer buddelt, ist das Loch ratz fatz wieder voll Wasser. Im Keller läuft das Wasser teilweise regelrecht durch Risse durch. Schlägt man einen Nagel in die Wände, plätschert es ebenfalls rein. Auch an den angrenzenden Innenwänden. Ca. 50 cm vom Keller stehen nicht in der Erde. Da ist es trocken. Im Erdgeschoss haben wir auch keine Probleme mit Feuchtigkeit.

    Wir wollen im Keller keinen Wohnraum schaffen. Er soll nur trocken sein.
    Was meint Ihr, ist das eine Alternative oder hält die Dichtung nur bis zum Ablauf der Garantie?

    Danke schon mal
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  2. Innen- oder Außenabdichtung

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  3. #2
    Avatar von micha2412
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    Wie sieht es denn mit der Feuchtigkeit von unten aus? Ist die Bodenplatte denn trocken und die Innenwände?

    Ansonsten würde ich bei der Beschreibung auf jeden Fall von außen abdichten!
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  4. #3

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    Logik für Fußgänger (besonders Marschlandbewohner):

    1) Wenn das Wasser so hoch steht, wo wird das Wasser drücken? Genau - von allen Seiten.
    Schon mal versucht, ne Plastetüte ins Wasser zu drücken. Was macht die? Bleibt die in Form? Ne, nee. Und warum?
    Und warum sollte sich Deine Innenabichtung wesentlich anders als die Plastetüte verhalten?

    2) Wenn bei Hochwasser die Deichtore geschlossen werden, wie rum sind die dann zu öffnen? In Richtung Flut - genau. Warum? Damit das Wasser sie nicht aufdrückt!
    Wenn Du jetzt Deinen Keller innen abdichtest, was baust Du? Ein Deichtor gegen die "Flut" von Aussen. Was macht das Wasser? Genau - es drückt!
    Was hält gegen den Druck gegen? NIX

    3) Wenn die Nässe nicht mehr nach innen weg kann, wohin geht sie dann? Den Weg des geringsten Widerstands. Und der führt wohin? Genau - nach oben!

    Eine Innenabdichtung macht nur in sehr seltenen Fällen wirklich Sinn. Und bei drückendem Wasser nur dann, wenn innen eine druckfeste Schale aus Boden und Wänden dem Wasserruck Widerstand leistet.
    Also Innenabdichtung - Bodenplatte giessen - 2te Aussenwände mauern.

    Obs dann immer noch 10T billiger ist?
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  5. #4
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von micha2412 Beitrag anzeigen
    Wie sieht es denn mit der Feuchtigkeit von unten aus? Ist die Bodenplatte denn trocken und die Innenwände?

    Ansonsten würde ich bei der Beschreibung auf jeden Fall von außen abdichten!
    Sagen wir mal so, die Bodenplatte ist weitgehend trocken. Das Wasser von den Wänden läuft ja nunmal da hin. Im Sommer ist allerdings auch bissl Kondenswasser da. Daran wird ja aber wohl auch eine Außenabdichtung nix ändern?
    Die Innenwände sind auch voll Wasser. An den Rissen sind auch Salze.
    Der Mensch, der hier war meinte, dass die wieder trocken werden, wenn die Außenwände trocken sind, weil von da die Feuchtigkeit kommt.
    Eine Seite vom Haus kann sowieso nur von innen abgedichtet werden.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Logik für Fußgänger (besonders Marschlandbewohner):

    1) Wenn das Wasser so hoch steht, wo wird das Wasser drücken? Genau - von allen Seiten.
    Schon mal versucht, ne Plastetüte ins Wasser zu drücken. Was macht die? Bleibt die in Form? Ne, nee. Und warum?
    Und warum sollte sich Deine Innenabichtung wesentlich anders als die Plastetüte verhalten?
    Eventuell deshalb, weil die Innenabdichtung nicht ganz so labberig wie eine Plastiktüte ist. Vielleicht auch deshalb, weil der Gegendruck des Wassers nicht so stark ist, wie bei dem Versuch, es mit einer Plastiktüte zu verdrängen? Ich weiß es ja nicht - deshalb frage ich ja

    Eine Innenabdichtung macht nur in sehr seltenen Fällen wirklich Sinn. Und bei drückendem Wasser nur dann, wenn innen eine druckfeste Schale aus Boden und Wänden dem Wasserruck Widerstand leistet.
    Also Innenabdichtung - Bodenplatte giessen - 2te Aussenwände mauern.

    Obs dann immer noch 10T billiger ist
    Die 10T weniger sind übrigens immer noch fast 30T.
    Die Variante Innenabdichtung, Bodenplatte giessen, zweite Außenwand mauern wäre dann auch die einzige Möglichkeit an der Wand, die von außen gar nicht zugänglich ist?
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