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  1. #1
    Gast888
    Gast

    Fundamenterder überprüfen

    Hallo,

    bei meinem EFH wurde der Fundamenterder so eingabaut:

    Auf dem verdichteten Erdreich (Lehmboden) liegt eine PE-Folie. Darauf wurde die Bewehrung (mit Abstandsthaltern aus grauem Plastik) aufgelegt. Ein Flachstahl schlängelte sich irgendwie unter das Bewehrungszeugs (bin nicht mehr ganz sicher ob auch unter die Folie geführt oder nicht) und dann wurde mit Beton vergossen.

    Frage:

    Wie kann ich den Fundamenterder nun prüfen? Kann man z.B, den Erdungswiederstand messen? Geht das mit einem (recht guten) Multimeter oder braucht es da was spezielles?

    Muß man das machen lassen? Wie teuer ist eine derartige Messung (Größenordnung 30€ 100€ 500€ 1000€ ?)

    Gibt es eine genaue Vorschrift für den Erdungswiederstand? Oder ist das ein Thema das wieder viele Auslegungsvarianten offen lässt?
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  2. Fundamenterder überprüfen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Ihre Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Vom Sinn des Fundamenterders her kann bei schlecht leitfähigem Boden auch der Erdungswiderstand höher sein. Deswegen existiert nur eine Verlegeanweisung.

    Hat der Fundamenterder auch noch eine Blitschutzfunktion, ist ein Maximalwert im Bereich von Ohm vorgeschrieben.

    Den Erdungswiderstand können Sie messen (zumindest überschläglich). Dazu in einiger Entfernung (etwa 2 bis 3 mal Hausdurchmesser) vom Haus 2 Hilfserder einschlagen. Dann zwei Spannungsmessungen zwischen Fundamenterder und je einem Hilfserder machen. Wenn der Erdboden schon durch Ströme so verseucht ist, das eine Spannung von mehreren Volt gemessen wird, dann ist die nachfolgende Messung zumindest stark fehlerbehaftet, wenn nicht sogar sinnlos. Allerdings sollte dann in der Umgebung etwas nicht in Ordnung sein, wenn so hohe Spannungsabfälle existieren.

    Nun eine Wechselstromquelle nehmen (z.B. Klingeltrafo) und an den Fundamenterder und einen Hilfserder anschließen und den Strom messen. Anschließend (oder gleichzeitig bei 2 Meßgeräten) die Spannung zwischen dem Fundamenterder und dem zweiten Hilfserder messen. Gemessene Spannung durch gemessenen Strom ergibt den Erdungswiderstand.

    Ergänzung:
    Erklärung des Meßverfahrens: Die beiden Hilfserder haben natürlich auch einen Erdungswiderstand - und der ist im Allgemeinen sogar höher asl der zu messende Erdungswiderstand. Aber diese gehen nicht in die Messung ein, weil der Spannungsabfall Erde - stromdurchflossener Hilfserder nicht gemessen wird und der Hilfserder für die Spannungsmessung von fast keinem Strom (nur dem Strom des Meßgeräts) durchflossen wird.
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  4. #3

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    ---->

    verdichteter Lehmboden ,das ist nicht dein ernst, oder!!
    willst du im boden versinken?

    Antwort auf Frage:

    Über die Suche findet man schon einige schöne Erklärungen dazu, ich glaub der nachweis für den Erdungswiderstand fällt in den Zuständigkeitsbereich der Baufirma.
    Bitte korrigiert mich, wenn ich daneben liege.


    Ich muss aber den Boden trotzdem nochmal ansprechen!
    Ich würd mir im Moment mehr Sorgen über deinen Boden machen als über den Erdungswiderstand.

    Stand ein Bodenaustausch nicht zur Debatte??
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  5. #4
    Gast888
    Gast
    @Ebel: Danke für die ausführliche Beschreibung.

    @geigei:
    ich glaub der nachweis für den Erdungswiderstand fällt in den Zuständigkeitsbereich der Baufirma
    Nun, da laut Ebel gar kein maximaler Erdungswiderstand vorgeschrieben ist, brauchen die wohl auch keinen Erdungswiderstand nachzuweisen, denn egal was die Messung ergeben würde, es wäre ja im zulässigen Bereich.

    Was stört Dich denn an verdichtetem Lehmboden? Wieso sollte man den austauschen (abgesehen davon das vieleicht eine kapilarbrechende Schicht aus z.B. 30cm Kies ganz nett gewesen wäre). Der Lehmboden geht übrigens ca. 20m tief runter und dann kommt das Grundwasser.
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  6. #5

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    Lehm ist bindig...

    ein Bindiger Boden ist nicht tragfähig!!
    Das heisst als Grundlage für ein Haus sehr ungünstig.

    Frage:
    Wie habt Ihr einen lehmboden verdichtet?
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  7. #6
    M. Prieß
    Gast

    Gespannt wart ...

    .. auf das Ergebnis.

    Bis jetzt waren alle Messungen über PE-Folien ausreichend. Mal sehen wie es bei Ihnen wird!
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  8. #7
    Lebski
    Gast
    Die Messungen sind anfangs Ausreichend. Weil der Beton feucht ist, die Feuchtigkeit leitet.

    Nach 5 Jahren kann es anders aussehen, wenn der Beton keine Feuchtigkeit von unten bekommt, und (fast) vollkommen trocken ist.

    Nur, wer prüft nach mal nach 5 Jahren???
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  9. #8

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    vielleicht die Versicherung, wenn was passiert ist?
    :Roll
    Lotte
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  10. #9
    M. Prieß
    Gast
    aber die PE-Folie ist doch nicht naß
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  11. #10
    Gast888
    Gast
    @M. Prieß:
    Ich denke, ich werde gar keinen Aufwand treiben um das ganze zu messen. Bringt ja nix, solange ich keinen Wert habe, der Vorgeschrieben ist. Zeige ich das Ergebnis dem Unternehmer, wird es ihn wohl nicht wirklich interessieren (müssen).

    @geigei:
    Das mit dem Boden verwirrt mich immer mehr. Hier ist eigentlich nur Lehmboden, wie soll ich denn 10m tief den Boden austauschen und gegen was?
    Wir haben hier überall diesen Boden im Neubaugebiet und keine der Bauunternehmungen (und einige (vieleicht sogar alle) hatten devinitv Bodengutachten) hat den Boden ausgetauscht. Die hälfte der Firmen hat allerdings 30cm Kies aufgebracht, aber das ändert ja nix am Lehm darunter.
    Nach dem der Bagger fertig war, wurde mit einer Rüttelplatte drüber gegangen, das meinte ich mit "verdichten". Mir ist klar, das damit nicht der Untergrund 10m tief verdichtet wird, aber bei gewachsenem Boden ist das doch auch nicht notwendig, oder?

    Was meinen denn die anderen hier bezüglich des Bodens? Sollte ich die Firma auf Abriss und Neubau verklagen oder alternativ mein Geld zurückverlangen?
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  12. #11
    M. Prieß
    Gast
    Natürlich gibts vorgeschrieben Werte, und gemessen werden muß!
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  13. #12
    Gast888
    Gast

    Frage Ich brauche mehr Details...

    Können Sie die Aussage bitte mal näher erleutern. So hilft die mir nicht weiter.

    1) Nach welcher Vorschrift muß gemessen werden?

    2) Welche Werte müssen erreicht bzw. durch den Unternehmer nachgeweisen werden?
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  14. #13

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    Die Messung dürfte auch Sinn haben, wenn keine Werte vorgegeben sind (?). Denn die Qualität darf nicht verloren gehen. Wenn also in - sagen wir 4 Jahren, oder eher - der Wert auf das doppelte gestiegen ist, entsteht auf jeden Fall ein Nachbesserungsanspruch.

    Lesen Sie auch bitte § 15 und Seite 12 - Fundamenterder.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    M. Prieß
    Gast

    eventuell

    aber nicht wenn ich statt 10 Ohm 20 Ohm habe 2 Ohm gefortdert sind und 1666 Ohm mit FI immmer noch ausreichend sind.
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  17. #15

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    Aber der AN hat gegen die DIN 18014 verstoßen - und das ist Fakt, soweit das aus Ihrer Beschreibung zu ersehen ist. Hier ist auch die DIN keine Empfehlung, sondern zwingendes Recht, da nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik gebaut werden muß - und dazu gehört das Recht auf einen Stromanschluß. Und für den Stromanschluß ist nach den Lieferbedingungen nun mal die Erfüllung der DIN 18014 notwendig.
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