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  1. #1

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    Neubau mit Gasbrennwert nach Enev 2009

    Hallo Bauexperten,

    bin dabei ein Haus zu bauen, Erdarbeiten haben vorgestern schon begonnen, und quäle mich immer noch mit der Frage des Heizungssystems herum. In der Planungsphase habe ich mich nicht ausgiebig genug um die Heizung gekümmert, denn für mich stand immer fest, das für ein zeitgemäß gedämmtes Haus nur Gasheizung infrage kommt. Wo wenig Energie verbraucht wird, kann nicht mehr viel eingespart werden, auch wenn die Wärmepumpen und Co. noch so dolle Jahresarbeitszahlen ect. aufweisen. Da muss ich keine Energieberater usw. befragen/beauftragen.

    So nun zu meinem eigentlichen Thema: kurz vor Baubeginn bekam ich meinen Wärmeschutznachweis und zwar mit Gasbrennwert+Solarunterstützt. Angeblich war der Enev 2009 Nachweis nur mit Gasbrennwert garnicht mehr möglich. Nun habe ich selber schon Wochenlang herumrecherchiert und auch selber mit Bautherm herumgerechnet. Aber ohne "regenerative" Energie geht wohl nix mehr. Könnt ihr das auch bestättigen?

    Solar wäre wohl die einfachste Lösung macht bei mir aber überhaupt keinen Sinn - Dachflächen Ost/West und auch noch durch Bäume beschattet.

    Versuche ich den Nachweis ohne EEG (nur Gasbrennwert), d.h. 85% EnEv zu führen erhalte ich wahnwitzige Werte wie Außenwand 50cm Dämmung, Dach 40cm, die allerbesten Fenster mit max. Uw=0,7 usw.

    Hab ein ganz normales Haus 200 m², freistehend, keine Dachgauben, keine hervorstehenden Bauteile. Quadratisch, praktisch, gut(?)

    Ich hätte gern eine Bestättigung, ob es wirklich nicht mehr machbar ist mit konventioneller, günstiger Heizung.
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  2. Neubau mit Gasbrennwert nach Enev 2009

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  3. #2

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    Ich hätte gern eine Bestättigung, ob es wirklich nicht mehr machbar ist mit konventioneller, günstiger Heizung.
    Dein Programm lügt nicht.

    Ich würde aber nicht sagen "nicht mehr machbar", sondern "nicht mehr sinnvoll machbar". (siehe Wandaufbau etc.).

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Danke für die schnelle Antwort,

    traurig sowas, das vernünftige Dämmung ökologisch weniger sinnvoll sein soll als Strom betriebene Wärmepumpen. Mit der Software könnte ich jetzt ein 80er Jahre Haus mit Solar, Wärmepumpe ect. als Supereffizienz Haus verkaufen. Die habense wohl nicht mehr alle.

    Naja ich rege mich schon wochenlang auf, muss aber ne Lösung finden. Da ich auf einen Gasanschluss nicht verzichten will (wegen Gasherd) und weil ich nach soeinem Winter nicht mit nem Heizstab heizen möchte falls es eine LWP wird, dachte ich an eine Kombination aus Gasbrennwert und LWP. Das sich das nicht rechnet ist mir klar, aber iwie muss mann mit der EnEv zurechtkommen. Und das scheint mir die günstigste Lösung zu sein.

    Es heisst zwar LWP und Gasbrennwert ist eher was für Altbausanierung, aber einer LWP allein traue ich nicht. Mein Neffe hatte in seinem Neubau diesen Winter dank Heizstab+LWP seit Oktober über 6000 kW das schreckt schon ab.

    Was haltet Ihr von dieser Kombi?
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Roland Deschain Beitrag anzeigen
    Was haltet Ihr von dieser Kombi?

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    Mein Neffe hatte in seinem Neubau diesen Winter dank Heizstab+LWP seit Oktober über 6000 kW das schreckt schon ab.
    Nix...
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  6. #5

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    Heizlast?

    LWP und Gas als Spitzenlastabdeckung wäre denkbar. Dann reicht auch die einfachste WP.

    Ach ja, und 6.000kWh sagt nicht viel aus. Das wären 600 Liter Heizöl, bzw. unter Berücksichtigung von Kesselverlusten etc. noch mehr. Dann noch die JAZ hinzu, und schon sieht man, dass eine Gaslösung auch nicht unbedingt günstiger wäre.

    Bei Wärmepumpen kommt es halt auf die Randbedingungen an. Werden die nicht eingehalten, dann nimmt Dir das die WP übel. Gas/Öl sind diesbezüglich toleranter.

    Der Winter war auch verdammt hart und lang. Mein Mehrverbrauch diesen Winter lag bei gut 20%. Ich habe aber noch nicht alle Zahlen ausgewertet.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
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    Grund?
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Roland Deschain Beitrag anzeigen
    Grund?
    Vergiss es.
    Der Julius zieht sich an den KW hoch.
    kW = Leistung
    kWh = el. Arbeit (Energie).

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
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    EnEV 2009

    kriegt man auch mit normaler Gasbrennwert hin.

    Es hakt aber am ErneuerbareEnergienWärmegesetz.

    Als Nachweis für den Einsatz n. EEWG würde statt Solar auch eine KWL mit 80%-iger Wäremrückgewinnung reichen.

    Nach meiner Meinung die bessere Lösung statt Gas+LWP.
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  10. #9
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    @ Julius denke man sollte mir unterstellen das ich den unterschied zw. KW und KWh kenne.

    An eine Lüftung hatte ich auch schon gedacht und auch mit Bautherm nachgewiesen, aber scheint mir zu kompliziert zu sein einzubauen und dann noch Schallschutztechnisch im Gebäude habe ich da Bedenken, da wir 2 Parteien sind. Heizlast ist laut Heizungstechniker ca. 8-10 kw. Eine Heizlastermittlung habe ich nicht gemacht bin etwas altmodisch.
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  11. #10
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    ach ja Ralf 6000 kwh * 20 Ct = 1200 € und das seit Oktober sagt für mich eine ganze Menge aus. Ich rechne mit 20 Ct weil es nur eine Frage der (nicht so langen) Zeit ist bis man keine WP-Tarife mehr finden wird.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Roland Deschain Beitrag anzeigen
    Eine Heizlastermittlung habe ich nicht gemacht bin etwas altmodisch.
    Nicht altmodisch sein, einfach hinsetzen und rechnen (lassen). Mit Zahlen in der Hinterhand plant es sich leichter.

    Dann kann vielleicht ein 8kW LWP einen Großteil der Heizlast übernehmen, oder evtl. eine Inverter und dann ganz auf Gas verzichten.

    Aber alle Randparameter prüfen (WW-Erzeugung, Heizkreistemp./Heizflächen usw.).

    Gruß
    Ralf
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Roland Deschain Beitrag anzeigen
    ach ja Ralf 6000 kwh * 20 Ct = 1200 € und das seit Oktober sagt für mich eine ganze Menge aus.
    Wenn er 2.000 Liter (oder mehr) Heizöl (oder die entsprechende Menge Gas) verbrannt hätte, wäre es auch nicht billiger geworden.

    Zitat Zitat von Roland Deschain Beitrag anzeigen
    Ich rechne mit 20 Ct weil es nur eine Frage der (nicht so langen) Zeit ist bis man keine WP-Tarife mehr finden wird.
    Denkfehler. Es kann vielleicht sein, dass die bisherigen WP Tarife ersetzt werden, aber der Trend geht zu einer zielgerichteten Abrechnung. d.h. Man zahlt je nach Bedarf und Art des Verbrauchers (Thema: Smart metering).

    Die Versorger haben natürlich ein Interesse daran, lukrative Verbraucher zu halten, und Gas bzw. Öl werden auch nicht billiger.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13
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    wie gesagt traue dem System LWP alleine nicht, auch aus Komfortgründen nicht, und da ich sowieso Gas anschliesse... der Kessel kostet nicht die Welt ca 3000€ mit max. 11kW Leistung (ist der kleinste von Viess...) und dann noch die, wie du, Ralf, schon erwähntest, kleinste LWP. Wozu braucht mann denn da noch eine Heizlastermittlung?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Roland Deschain Beitrag anzeigen
    Wozu braucht mann denn da noch eine Heizlastermittlung?
    Bevor man so eine Anlage einbaut, möchte man doch abschätzen können wie effizient sie arbeiten wird. Wie willst Du das machen, ohne die Heizlast zu kennen? Welchen Anteil übernimmt die WP? Ab wann muss Gas zuheizen? Ist es vielleicht effizienter an den 2 oder 3 Tagen einen Heizstab zusätzlich zu nutzen? usw. usw.
    Es gibt viele Fragen die man sinnvoll erst dann beanworten kann, wenn die Heizlast bekannt ist.

    Hast Du die ganzen Unterlagen zum Haus, dann ist das in 1-2 Stunden erledigt, gemütlich inkl. Kaffee- und Zigarettenpause. Es lohnt nicht darauf zu verzichten.

    Meine Nachfrage nach den Heizflächen hast Du auch noch nicht beantwortet

    Gruß
    Ralf
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  17. #15
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    Es kommt eine FBH rein mit 200m² im gesamten Haus für 35/28° ausgelegt also ein paar Schläuche mehr. Und ich dachte mein Schwager, er ist Heizungstechniker, kriegt das auch ohne Heizlastermittlung hin. Mein Chef z.B. ist auch Bauing., also einigermaßen vom Fach, hat vor 5 Jahren sein Haus gebaut und der wusste überhaupt nicht wovon ich spreche als ich die Heizlastermittlung erwähnte.
    Mich wundert nur wie schnell solche Sachen die man früher einfach so schätzen konnte unentbehrlich werden.

    Danke und Gruß Niko
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